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Betonklassen

Betonklassen

Für die Baustelle wird Beton in verschiedene Klassen eingeteilt. Früher war dafür die DIN 1045 maßgebend. Durch diese wurde Beton meist mit B10, B15 oder B25 benannt.
Heute zählt die DIN 1045-1, in der Beton z.B. mit C16/20 oder 25/30 gekennzeichnet ist.

Die Angabe 25 oder 35 bezieht sich auf die Würfeldruckfestigkeit angegeben in N/mm².

Die Betonklassen alt und neu gegenübergestellt:Betonklassen: Für die Baustelle wird Beton in verschiedene ... 1-2-do Wissen

  • B5 =
  • B10 = C 8/10
  • B15 = C 12/15 - C 16/20
  • B25 = C 20/25 - C 25/30
  • B35 = C 35/37
  • B45 = C 35/45 - C 40/50
  • B55 = C 45/55 - C 50/60
  • B65 = C 55/67
  • B75 = C 60/75
  • B85 = C 70/85
  • B95 = C 80/95


 

Weiter wird die Konsistenz mit angegeben.  

  • KS = steif              veraltet
  • KP = plastisch        veraltet
  • KR'= weich          veraltet
  • KF = fließfähig      veraltet
     

So könnte nun eine Bestellung im Betonwerk lauten:
"Ich brauche 3m³ C20/25 KR ohne Verzögerer."
 

Steifer Beton 

Das Gemisch ist lose, hängt höchstens klumpig zusammen und ist nur geringfügig nasser als erdfeucht. Beton dieser Einstellung kann nur durch kräftiges Stampfen und Rütteln verdichtet werden, um ein geschlossenes Gefüge zu erreichen. Verwendung: Befestigen von Untergründen vor dem Verlegen von Platten. Nicht für Bauteile mit Bewehrung geeignet. 

 

Plastischer Beton 

Das Gemisch ist beim Schütten zusammenhängend, die Verdichtung erfolgt durch Rütteln. Verwendung: Typischer Beton zum Verguss. Für Bauteile mit Bewehrung. 

 

Weicher Beton 

Die Mischung ist beim Schütten schwach fließend. Um ein Klassischer Betonbau geschlossenes Gefüge zu erreichen, muss nur wenig verdichtet werden. Verwendung: Gießen komplex geformter Bauteile. Verwendung bei Bewehrung möglich. 

 

Zubereitung des Betons 

Die Qualität eines Betons hängt maßgeblich vom Zementtyp und vom Verhältnis der Bestandteile zueinander ab und ist in DIN 1045 verbindlich festgelegt. Der oft im Heimwerkerbereich verwendete Beton der Festigkeitsklasse C20/25 oder BN 250 besteht beispielsweise aus Zement des Typs Z 350 und einer Zuschlags-Korngröße von maximal 16 mm. Als plastischer Beton besteht er aus folgenden Gewichtsanteilen: 

  • Zement ca. 14 % 
  • Wasser ca. 6 % 
  • Zuschläge ca. 80 % 

 

Bei Abweichungen ergeben sich qualitätsmindernde Eigenschaften. In Schalungen gegossene Betonteile dürfen erst dann entschalt werden, wenn der Beton soweit erhärtet ist, dass seine Festigkeit ausreicht, um das Bauteil und die auf es einwirkenden Lasten sicher zu tragen. Für den Zeitpunkt der Entschalung gibt es folgende Anhaltswerte 

  • seitliche Wände 4 Tage 
  • Decken 10 Tage 
  • Stützen, Balken, Rahmen 28 Tage 

 

Grundsätzlich sollten allerdings Stützen für Decken und tragende Bauteile so lange wie möglich, am besten 28 Tage lang stehen 

 

Stahlbeton 

Bei Stahlbeton werden Stahlstäbe oder Stahlmatten in den Beton eingebettet. Durch diese „Armierung“ wird eine höhere Zug- und Biegefestigkeit des Betons erreicht. Die Einbettung des Stahls erfolgt nach exakt berechneten Armierungsplänen.  Für den Heimwerker bedeutet dies, dass er sich vor dem Betonieren bei einem Statiker oder Architekten informieren muss.  Für den Heimwerker bedeutet dies, dass er sich vor dem Betonieren bei einem Statiker oder Architekten informieren muss. 

 

Betonstahl 

Der zur Bewehrung verwendete Betonstahl ist genormt und hat folgende Bezeichnungen 

  • Bst 500S für Rundstäbe 
  • Bst 500M für Matten 

 

Die Lieferformen für Matten sind Q-Matten (quadratische Maschenform) und R-Matten (rechteckige Maschenform). Durch die Lagerung entsteht an der Oberfläche von Betonstahl Rost, der aber nicht qualitätsmindernd ist. Der Betonstahl muss allerdings später so im Beton eingebettet sein, dass er von außen keiner Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Als Faustregel sollte der Betonstahl mit mindestens 2,5 cm Beton bedeckt sein.


Nach neuer Norm (EN206) werden die Konsistenzen in die Klassen C0 bis C4, bzw. F1 bis F6 unterteilt.
Wobei F1 oder C0 steifem Beton entspricht (Randsteine setzen), F2 oder C2 entspricht plastischem Beton (Treppe). Dies setzt sich fort bis F6 (sehr fließfähig).
F oder C spezifiziert das Verfahren der Konsistenzmessung.
F steht für Ausbreitversuch, C für Verdichtungsversuch.


Ebenso sollte bei der Bestellung unbedingt die beabsichtigte Verwendung angegeben werden. Die Ansprechpartner im Betonwerk werden dann das entsprechende Material empfehlen.

 

Siehe auch


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