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Baumwollputz

Grundsätzliches

Natürliches Material für den Innenausbau.

Es handelt sich um eine Mischung aus Baumwolle, Pflanzen- und Textilfasern. Dieser Wandbelag ist schallabsorbierend, wärmedämmend, feuchtigkeitsregulierend, atmungsaktiv und schmutzunempfindlich. Er wird mit Wasser angemischt und bspw. mit einer Glättkelle aufgetragen. Der Wandbelag kann später bei Beschädigungen einfach durch anfeuchten repariert werden. Durch die optionale Kombination der Grundfasern, diese wiederum gibt es meist in verschiedenen Längen, mit diversen Materialen und Farben, können tolle Effekte erzielt werden.

 

Verarbeitung

 

Untergrund

Der Putz kann in jedem Raum und auf jedem Wanduntergrund aufgetragen werden. Dennoch ist die richtige Vorbereitung der Wand entscheidend für das Ergebnis!
Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen neutralen, sauberen Wänden (dafür wird nur Natur-Haftgrund benötigt) und solchen, in denen sich durchschlagende (wasserlösliche) Inhaltsstoffe befinden. Diese Wandflächen werden mit dem Naturöl-Sperrgrund 2x grundiert und nach je 24 Std. Trocknungszeit mit dem Natur-Haftgrund.
Beide Grundierungen sind Naturfarben!
Die entsprechenden Grundiermaterialen hält der entsprechende Fachhandel vor.
 

Vorbereitung

  1. Die gewählten Einzelkomponenten (Grundfaser, Farbfasern, Strukturfasern, Glitter, etc) werden in ein sauberes Kunststoffgefäß (Speißkübel, Kunststoffwanne oder ähnliches) gegeben und trocken vermischt. Das Gefäß ist nach getaner Arbeit leicht zu reinigen, Rückstände bleiben nicht! Dieser Arbeitsschritt verursacht Staub, tragen Sie dabei deshalb einen Mundschutz!
    Verwenden Sie zum Rühren auf keinen Fall einen schnell laufenden Motorquirl. Ein solcher Rührer verändert die Faserstruktur des Materials! Idealerweise mit den Händen vermischen.
     
  2. Als nächstes kommt Wasser dazu. Es empfiehlt sich, handwarmes Wasser zu verwenden (die Hände werden es danken). Das Material nun mit den Händen gleichmäßig durchkneten.
    Es entsteht eine spachtelfähige, elastische, in sich gebundene Masse. Mit der Hand in das angerührte Material greifen und ballen die Hand zu einer Faust. Quillt das Material zusammenhängend zwischen den Fingern heraus, stimmt die Konsistenz (wie Omas Kartoffelbrei).
    Nach der Anquellphase muss das Material noch einmal gründlich durchgearbeitet werden! Dabei drauf achten, dass Bindemittelklümpchen gleichmäßig in das Material eingeknetet werden.
     
  3. Um die Konsistenz zu überprüfen, die Hände zu einem Kamm formen und einmal durch das Material ziehen.
     
  4. Die „Berge“ sollten langsam und sanft umkippen, die „Täler“ müssen aber noch erkennbar bleiben.

 

Auftragen

  1. Der zur Verarbeitung vorbereitete Baumwollputz wird mit einem Kunststoffglätter auf die grundierte Wand aufgetragen. Entnehmen Sie mit einer Edelstahlkelle eine „handvoll“ des Materials aus dem Anrührgefäß und legen es auf den Kunststoffglätter. Setzen Sie den Glätter so an die Wand an, dass er nach unten geschlossen ist und der Baumwollputz nach oben herausquillt.
     
  2. Nun den Glätter gleichmäßig nach oben ziehen. Der auf die Wand aufgetragene Baumwollputz wird anschließend im Kreuzgang nach rechts-links-oben und unten gleichmäßig verteilt.
    Die Glättkelle beim Auftragen möglichst flach zur Wand halten, jedoch nicht ganzflächig auflegen. Nicht reiben, nur verziehen und glätten.
    Bitte darauf achten, dass das Material gleichmäßig dick (1-2 mm) auf die Wand auftragen wird. Die Materialstärke kann kontrolliert werden, indem die Kellenecke in das nasse Material geritzt wird.


 

Bezugsquellen

Im Internet sind einige Hersteller zu finden. Exemplarisch ein paar an dieser Stelle.
 

  • Sajade
  • Floxxan
  • SBID
  • wolcolor

Sicherlich sind auch im guten Fachhandel, bzw. bei einem guten Raumausststatter die entsprechenden Informationen zu bekommen.


Projekte

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