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Erinnert Ihr Euch? Es ist noch gar nicht so lange her, da sah die Ausstattung einer Altbau-Mietwohnung noch nicht mal zwangsläufig ein Bad vor! Für eine Dusche zweigten renovierungswillige Vermieter im Höchstfall ein Stückchen Küche ab oder platzierten die Nasszelle – form follows function – praktischerweise direkt neben der Küchenspüle.

Die Ära der Sanitärprovisorien dauerte zum Glück nur wenige Jahrzehnte: Wer heute sein Bad neu bauen oder renovieren möchte, investiert mehr denn je: Mehr Ideen, Planungs- und Bauzeit, mehr Arbeit, mehr Geld: Die Vereinigung Deutscher Sanitärwirtschaft ermittelte im letzen Jahr ein durchschnittliches Renovierungsbudget von stolzen 8.600 Euro, das zu etwa zwei Dritteln offenbar direkt in Installation und Gestaltung fließt. Schöne Fliesen und Sanitärobjekte, Fußbodenheizung und Regendusche, Badmöbelprogramme und eine umfassende Auswahl schicker Armaturen sorgen dafür, dass die Nasszelle von einst zum Prunkstück des ganzen Hauses wird: Wer Komfort leben und Geschmack zeigen will, der findet dafür gerade bei der Planung von Bädern ein Meer an Möglichkeiten.
Die Kosten dafür müssen keinesfalls Sportwagenniveau erreichen – aber auch das ist mühelos möglich: Längst haben alle großen Sanitärhersteller hochwertigste Designer-Serien im Programm, und für Wand und Boden gibt’s statt weißer Standardkeramik von Leder- über Glas bis hin zu prächtigem Blattgold-Mosaik jede nur erdenkliche Raffinesse. Aufwändige Sound- und Lichtinstallationen tauchen Duschtempel in jede gewünschte Atmosphäre, und wer’s mag, lässt seine annhähernd Pool-große Badewanne einfach ganz elegant in den Boden ein oder setzt sie gekonnt in Szene.
Das Gros der Familienwünsche zeigt sich bodenständiger, wenn auch nicht minder attraktiv: Vorderwand-installierte, wandhängende WCs, Fußbodenheizung, barrierefreie Duschen, schicke Waschtische und viel praktischer Stauraum sind die häufigsten Anforderungen an ein schönes Bad. Und „schön“ lässt sich selbst mit viel Komfort und individueller Planung längst zu Baumarkt-Preisen realisieren, denn die große Nachfrage ermöglicht zunehmend höhere Produktions- und niedrigere Preisniveaus. Selbst Standard-Sanitär- objekte und -Armaturen bieten längst schönes, ansprechendes Design und hohen Komfort zu bezahlbaren Preisen. Na dann: Wasser marsch! :-)
Klar und natürlich ist die Anmutung der „Zen-Oase“. Helle Naturtöne, von weiß bis creme oder grau, und warme, matt und unbehandelt wirkende Materialien wie Sandstein, Flusskiesel und Massivhölzer erzeugen eine durch und durch entspannende Atmosphäre. Die Formen sind klar – ob eckig oder rund ist egal, nur eindeutig sollten sie sein.
Wohnliche Akzente, wie wir sie „aus der guten Stube“ kennen, wirken im Bad überraschend und lassen den Sanitärcharakter des Raumes vergessen: Warme Farben, feine Hölzer, Ethanol-Kamin und Designer-Leuchter: So gemütlich, elegant und warm sieht „Wohnbaden“ aus!
Duschhimmel, Spiegel-, Fugen- oder Fliesenleuchten: Seit wartungsarme, energiesparende LED in jeder beliebigen Form, Größe und Farbe günstig in den Bau- und Fachmarkt- regalen liegen, ist die stimmige, atmosphärische Beleuchtung der Wellness-Oase kaum noch ein großer Kostenfaktor. Dafür aber sehr, sehr wirkungsvoll. Kleinere Punktbeleuchtungen mit den sparsamen LED leisten übrigens auch als Nachtlicht sinnvolle Dienste und haben damit einen familienfreundlichen Doppelnutzen.
Es sieht so aus, als wäre die Standard-formatige Badezimmerfliese derzeit eher ein Ladenhüter. Im Trend liegen riesige, überformatige Fliesen, die sehr elegant und großzügig wirken, oder aber ganz kleine: Mosaike sind lustig, vielseitig und zwingen nicht bei jedem Wasserspritzer gleich zum Putzen. Und wer sich nicht entscheiden kann, darf beruhigt beides kombinieren: Mit Mosaik lassen sich auch sparsam schöne Farbakzente setzen. Ein neuer, ganz starker Trend ist Holz: Fliesen mit nahezu identischer Holzanmutung kombinieren den Wunsch nach warmer Ausstrahlung im Bad mit allen Vorteilen eines Fliesenbodens. (Susanne)
Fotos: Copyright Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) und Deutscher Fliesenverband e.V.; Duscharmatur oben: manufaktum.
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Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) betreibt eine informative Website mit vielen Trends und interessanten Veranstaltungen.