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Autogentechnik

Autogentechnik: Hitzeerzeugung durch Brenngas und Sauerstoff

Autogentechnik 1-2-do Wissen

Unter dem Begriff Autogentechnik werden Fertigungsverfahren zusammengefasst, bei denen mit Brenngas und Sauerstoff Wärme erzeugt wird, um Werkstücke zu bearbeiten. Dazu zählen beispielsweise das Gasschweißen, das Flammlöten, das Brennschneiden oder das Brennbohren. Alle Autogenverfahren sind nach DIN 8522 geregelt. Anschauliche Videoanleitungen zu verschiedenen Techniken findet Ihr auf Schweisshelden.de.

Unterschiedliche Verfahren

Die Autogenverfahren werden angewandt, wenn zum Bearbeiten eines Werkstücks Hitze erforderlich ist. Zu den Fertigungsverfahren zählen unter anderem das Gasschweißen, das Brennbohren, -fugen und -schneiden sowie das Flammlöten, -spritzen, -strahlen und -härten.

Gase in der Autogentechnik

Mit dem verwendeten Gas variiert die Hitze, die auf das Werkstück einwirkt. Neben der hohen Temperatur, die durch Sauerstoffzufuhr erzielt wird, sind die Verbrennungsgeschwindigkeit und die Flammenleistung ausschlaggebend für die Auswahl des Gases. Verwendet wird üblicherweise Erdgas, Propan oder Acetylen. Häufig wird Acetylen gewählt, da damit eine hohe Verbrennungsgeschwindigkeit und Flammenleistung möglich ist. Acetylen ist ein farbloses, ungiftiges Gas, das sich durch die Zufuhr von Sauerstoff oder Luft erhitzt, aber auch explosionsfähig ist. Daher ist aus Sicherheitsgründen eine spezielle Technologie erforderlich.

Erläuterung am Beispiel Gasschweißen

Ein gängiges Autogenverfahren ist das Gasschweißen. Benötigt wird je eine Gasflasche mit Brenngas und mit Sauerstoff. Die Gasflaschen sind mit Ventilen und Druckregulierern ausgestattet. An den Ventilen sind Schläuche angeschlossen, die in einem Schweißbrenner zusammengeführt werden. Aus der daran befindlichen Schweißdüse tritt schließlich die Flamme aus, mit der das Werkstück bearbeitet wird.

Die Druckregulierung

Da die Gasflaschen unter hohem Druck stehen, muss dieser reduziert werden, andernfalls besteht Explosionsgefahr: Bei Sauerstoff liegt der Druck bei etwa 200 bar bei Acetylen bei etwa 18 bar. Um mit den Gasen schweißen zu können, muss der Druck der Sauerstoffflasche auf etwa 2,5 bar und der  Acetylenflasche auf etwa 0,5 bar reduziert werden. Dies erfolgt über den Druckregulierer an den Gasflaschen, der in der Regel mit einer Schraube verstellt werden kann. Flaschendruck und eingestellter Druck können über Anzeigegeräte wie Manometer abgelesen werden.

Der Schweißbrenner

Die Gasflaschen sind über Schläuche mit dem Schweißbrenner verbunden. Dieser besteht aus:
- Schlauchanschlüssen
- Brenngas- und Sauerstoffventil
- Misch- und Schweißdüse
- Schweißeinsatz


Über die Ventile am Schweißbrenner wird die Sauerstoff- und Brenngaszufuhr geregelt. Das genaue Einstellen ist beim Autogenschweißen wichtig, da bei einem zu geringen Druck keine oder eine zu kleine Flamme erzeugt wird, ist der Druck zu hoch, schießt sie hingegen förmlich aus der Düse. Ist die Flamme korrekt eingestellt, lässt sich damit das Werkstück wie gewünscht bearbeiten.

Fazit: Ist zum Bearbeiten eines Werkstücks Hitze erforderlich, ist eines der Autogenverfahren eine geeignete Methode. Die benötigte Hitze wird über ein Gemisch aus Brennstoff und Sauerstoff erzeugt und variiert mit dem verwendeten Gas und dem Druck. Ist dieser richtig eingestellt, kann das Werkstück zielgerichtet bearbeitet werden.

Text: Schweisshelden.de, Foto crestock.com by glenj


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