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Abisolierzangen

Eine Abisolierzange ist ein Handwerkzeug, welches zur fachgerechten Entfernung der Aderisolierung dient. Die Abisolierzange kommt erst zum Einsatz wenn der Mantel des jeweiligen Kabels bereits durch ein Kabelmesser oder einen Entmantler entfernt wurde.

Es gibt verschiedene Arten von Abisolierzangen, zum einen die normale Form. Hier ist aber unbedingt zu beachten, dass man im Vorfeld den Anschlag (in Form einer Stellschraube an einer Zangenbacke) auf den richtigen Aderquerschnitt einstellt um Schäden an der Ader zu vermeiden. Eine beschädigte Ader bietet keine optimale Leitfähigkeit, da der Querschnitt verändert wurde!

Wenn der Anschlag richtig eingestellt ist legt man die Ader ein und trennt die Isolierung durch den Druck den man auf die Zange gibt, nach einer kleinen Drehbewegung kann man nun die Isolierung abziehen.

Abisolierzangen 1-2-do Wissen

Die Abisolierung sollte immer im stromfreien Zustand der Leitung erfolgen! Und diese Art von Zange ist ohnehin nicht ausreichend isoliert. Hier ist folglich doppelte Vorsicht geboten. 

Einfacher und schneller ist da die Arbeit mit automatischen Abisolierzangen. Diese sind so konstruiert, dass man trotz festem Druck und ohne eine Voreinstellung die Ader nicht beschädigen kann. Man legt die Ader ein, drückt zusammen und schon wird die Isolierung getrennt und abgezogen. Des Weiteren verfügen viele Modelle über einen Längenanschlag um exakt die notwendige Länge des abisolierten Leiters zu erhalten. 

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Bei mehr- oder feindrähtigen Adern (Litze) sind immer nach dem Abisolieren Aderendhülsen oder Kabelschuhe auf die Ader zu pressen, da der elektrische Anschluss sonst nicht ausreichend ist. Das Verlöten des Kabelendes ist übrigens inzwischen nicht mehr zulässig, da der Stromfluß deutlich gesenkt wird. 

In jedem Fall ist zu beachten:

Die Isolierungen an den  Leitern darf nur genauso weit entfernt werden, wie die Leiter dann später auch in der entsprechenden Klemme gesichert sind. Sei es im Schlater, der Steckdose oder in der Lüsterklemme oder der Wago-Klemme. Ansonsten könnte eine Berührung mit dem Finger des stromführenden Leiters erfolgen. Oder  verschiedene Leiter könnten sich in einer Verteilerdose berühren. Auch wenn man meint, man wäre vorsichtig genug mit Strom. Bei hoher Luftfeuchte kann bereits ein Kriechstrom mit anschließendem Kabelbrand entstehen oder oder schweißfeuchten Händen ein Stromschlag überspringen und zu schweren Verletzungen bis hin zum Herzstillstand führen.

Bei Arbeiten an Stromkabeln ist immer vorher zu prüfen, ob die Leitungen auch wirklich stromfrei sind. also Vorsicht bei Arbeiten in Verteilerdosen, da auch Kabel von verschiedenen Sicherungen zusammenkommen könnten. Oder bei Wechselschaltungen genügt es nicht, den Lichtschalter auszuschalten, denn vom zweiten Schalter liegt weiterhin Spannung an. Vorsicht ist bei allen Elektroarbeiten geboten!

 

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