Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Zwischenwand-Dämmung eines Blockhauses

29.01.2016, 08:38
Lieber Forenmitglieder
Ich bin hier neu und möchte gleich mit der Türe ins Haus fallen.
Ich möchte meiner Mutter nach dem Tod des Vaters ermöglichen, aus ihrer Mietwohnung nun fix in Ihren Garten zu ziehen. Deshalb habe ich vor, ihr ein günstiges Blockhaus zu kaufen und dieses dann in eigenregie zu dämmen. Das Haus hat den Aussenwandaufbau, wie das angehängte Bild zeigt. Die Blockbohlen haben jeweils eine Stärke von 44mm und der zwischenraum ist 80mm. Ich dachte daran, innen vor anbringen der inneren Bohlen, die Wand mit Styropor oder dgl. zu verkleiden und dann einfach die Innenwand zu montieren. Was mir auch in den Sinn kam, war, einfach eine Schüttung mit Kork-Granulat oder dieses einzublasen. Kann dies so, eurer Meinung nach funken?? Vielen Dank für eure Mühe und Gruss
Gerhard
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Zwischenwand.jpg
Hits:	0
Größe:	129,1 KB
ID:	38833  
 
Blockhaus, dämmung Blockhaus, dämmung
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
10 Antworten
Ich bin am Überlegen. Lösung habe ich noch nicht. Aber die Problematik jst diese: Holz lässt Fruchtigkeit aus dem Innenraum diffundieren. Das könnte bei Styrodur oder anderen Platten zu Kondensierung führen und so zu Schimmel oder faulendem Holz. Ich denke deshalb eher an etwas wie Sparrendämmung am Dach. Damfsperre oder Dampfbremsfolie.

Frag dich mal beim Hersteller nach. Der hat mit Sicherheit klare Vorgaben. Ist ja auch ein Garantiethema.

Du brauchst auf jeden Fall eine perfekte gute Dämmung. Bei starker Kälte und besonders in Ecken und hinter Schränken an der Außenwand wandert der Taupunkt in die Dämmung und dann hast Du das unsichtbare Problem und langsam schimmelt das Holz von hinten raus. Plötzlich ist die ganze Wand schwarz und schwammig. Abriss wäre die Folge. Und das schon nach wenigen Jahren. Da haben Blockhäuser aus Stämmen erhebliche Vorteile.

Besonderen Augenmerk musst Du auf Hohlwanddosen legen und an den Stoßecken der Bohlen. Luftfeuchtigkeit zieht an jeder kleinsten Lücke rein - Konzentrationsausgleich. Hat ja Wochen und Monate Zeit, bis die feuchte Herbstluft im Februar kondesieren kann.

Vergiss die ordentliche Isolierung an Dach und Boden nicht.

Abgesehen von der ganzen Problematik: Tolles Projekt. Viel Erfolg und hätte größte Lust mitzuarbeiten. Mein größter Traum: Ein Blockhaus am See :-)

 

Zitat von Rainerle
Ich bin am Überlegen. Lösung habe ich noch nicht. Aber die Problematik jst diese: Holz lässt Fruchtigkeit aus dem Innenraum diffundieren.
Komm schon, Rainerle: Was ist denn an diffundierter Fruchtigkeit so schlecht?

Ontopic: Mein erster Gedanke war auch, dass das Haus mit diesem Wandaufbau etwas klamm werden könnte. In unseren Breiten haben sich Blockhäuser aus diesem Grund nicht so richtig durchsetzen können. Man benötigt relativ viel Energie, um die Räume trocken zu halten.

 

Es hängt sicher auch von der Art Heizung ab. Holzfeuerung heizt stark auf und schafft hohe Luftbewegung. Zuluft lässt trockene Luft bei Kälte rein. Deshalb hat man in den nordischen Ländern diese Probleme nicht. Zentralheizung hält gleichmäßig die Temperatur. Bei Kälte lüftet man lieber nicht. Und man wälzt nur die Luftfeuchte um.

 

Ich würde mich nicht wundern wenn da irgend ein Beamter sich irgendwann vorstellt. Ich habe die Vorstellung (ohne es jetzt genau zu wissen) das es für derlei Bauvorschriften geben könnte ganz davon zu schweigen das es sich womöglich um eine Nutzungsänderung handeln könnte. Ich denke hier ist jedenfalls nicht nur Fachlicher Rat in Sachen Dämmung sondern auch in Sachen Baurecht angesagt.

 

Völlig richtig, George! Zuerst die "politische" und rechtliche Seite klären. Brandschutz? Darf man in dem Gebiet überhaupt in einem solchen Blockhaus wohnen?
Bei uns im Raum München gibt es da klare Regulierungen. Eine Freundin von mir durfte erst in das Blockhaus ziehen, nachdem die gesamte Gartenanlage für ein dauerhaftes Wohnen freigegeben wurde. Schließlich muss die Stadt/Kommune auch das Thema Müll, Abwasser, Strom, Internet,etc. klären und freigeben.

 

Um einige aufgekommene Fragen zu Beantworten. Das Haus stelle ich in Wien auf. Das Grundstück und aber auch die gesamte Anlage ist dafür konz. dass man ganzjährig darauf Wohnen darf/kann. Meine Mutter hat den Vorteil, dass ihr Grundstück etwas grösser als alle anderen ist (700m²) und daher darf sie sogar, bis 100m² verbauen.
Was ich leider noch nirgends fand, war eine etwas schematische Erklärung, wie dann die Dämmung aufzubauen sei. Hääte da dies gefunden, sehe aber nirgends eine Folie oder dgl. Brauche ich denn auch eine Folie, wenn ich einfach Stüropor dazwischen "klatsche" ?
Was haltet ihr vom einblasen eines Korkgranulates??
Vielen Dank für eure Mühe und Geduld mit einem Neuling!
Gruss
Gerhard

 

Geändert von Sotiris (29.01.2016 um 12:03 Uhr)
Die Bedenken bezüglich Wohn- und Baurecht hast du offenbar gut im Griff. Viele denken an soetwas leider nicht und es kommt dann oftmals zu vermeidbare Probleme.

Holz ist Atmungsaktiv. Es "ein zu Kerkern" mittels Folie oder sonstiges Wasserfestes ruft bei mir den Schimmelgenken hervor. Vielleicht hilft das hier weiter: http://blockhaus-bauen.info/2012/01/...mmen-daemmung/

Brandschutzthematik sollte auch vor beginn bedacht werden.

Wäret er kein Neuling wäret er Meister und brauchet er sich hier nicht vor zu stellen

 

Vielen Dank Georg
Diesen LINK habe ich auch gefunden nur leider habe ich irgendiwe die Thematik Folie oder nicht, nicht ganz ersehen können.
Danke nochmals und Gruss
Gerhard

 

Woody  
Ich würde schon den Tip aufgreifen, die Herstellerfirma zu befragen.

Vermute einmal, es handelt sich um einen Kleingartenverein? In welchem Bezirk? Gibt es dort schon solche Holzbohlenhäuser? Vielleicht kannst die Besitzer bissl ausfragen. Rücksprache mit dem Obman wäre auch nicht schlecht. In solchen Vereinen herrschen restriktive Vorschriften betreffend Lärm, LKW-Einfahrten usw. Kann man bis zur Parzelle überhaupt zufahren? Gewichtsbeschränkung für Fahrzeuge, und und. Da gilt es einiges vorab zu klären.

Meinereiner weiß wovon die Rede ist

P.S.: wenn du dann fertig bist, darfst mich für die Grünflächenneugestaltung anrufen und beauftragen

 

Janinez  
ich würde evtl auch mal einen Fachmann fragen, wie er es handhaben würde. Dann kannst Du ja immer noch zumindest einen Teil selbst machen.....................................

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht