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Zwetschgenholz

14.02.2014, 14:32
Erst habe ich mich über das Holz (ca. 1/2 Fest-mtr.) riesig gefreut. Das traurige Erwachen kam mit dem ersten Schnitt. Daß das Holz Risse hatte war mir schon bewusst, aber daß die durch den/die ganzen Stämme gehen war mir nicht klar.
Sicher, zur Not kann ich das Holt verfeuern. Lieber würde ich es allerdings zum schnitzen und drechseln verwenden.
Meine Frage: Kann man das Holz so zusammenkleben, daß es man es zum drechseln verwenden kann?
Ich meine, ich habe eine Schale aus mehreren Farben gesehen. Da waren auch Hölzer zusammengeklebt.
Reicht da Ponal? Druck mit Schraubzwingen ausreichend?
wer hat Erfahrung?
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12 Antworten
Ich kann Dir da zwar auch nicht weiterhelfen, aber es gibt sehr gute Drechslerforen.
Vor kurzen war ich in Einen, weiß allerdings die Adresse nicht mehr, waren schon intressante Sachen dabei.

 

Du wirst vor dem verkleben vermutlich eine Möglichkeit finden müssen die einzelnen Stücke abzurichten. Du wirst sonst keine form- und kraftschlüssige Verbindung der Einzelteile hinbekommen.

Wenn du den Teil geschafft hast, reicht anschliessen normaler Holzleim locker aus. D1 bis D4 bitte entsprechend der späteren Verwendung wählen.

 

Zitat von Fernton
Du wirst vor dem verkleben vermutlich eine Möglichkeit finden müssen die einzelnen Stücke abzurichten. Du wirst sonst keine form- und kraftschlüssige Verbindung der Einzelteile hinbekommen.

Wenn du den Teil geschafft hast, reicht anschliessen normaler Holzleim locker aus. D1 bis D4 bitte entsprechend der späteren Verwendung wählen.
Was meinst du mit D1 bis D4?

 

Grundsätzlich ist zwetschgenholz sehr rissfreudig... Um es zu beurteilen was zum Drechseln taugt , müsste ich es sehen ... Bin als Drechsler sehr vorsichtig mit Holz was gerissen ist...
Lieber auf schöne Stücke verzichten, wenn diese zu stark gerissen sind....Oftmals ist mir Sicherheit wichtiger, wie schönes Holz mit Rissen..

Das Problem was bei gerissen Holz hast, wenn du es drehst ist, oftmals bekommt man keine Form heraus, weil immer ein Stück abreißt ...
Bei Segment- Schale - Kelch usw. sind die Stücke sauber verneint ...

Als Rat von mir als Drechsler, wäre sehr vorsichtig wenn du es drehst... Empfehle es aus Sicherheitsgründen nicht...

 

Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass du aus einzelnen Teilen des Holzes "Kunstobjekte" herstellen könntest. Manchmal sieht man erst beim genauen Betrachten eine tolle Maserung etc.. Wenn das nicht der Fall ist, kannst du es immer noch verfeuern.
D1 bis D4 sind sogenannte Beanspruchungsgruppen beim Holzleim.

Siehe hierzu: http://de.wikipedia.org/wiki/Holzleim

 

Hallo,
ich würde das Holz um die Risse herum filetieren und zunächst das Holz erst richtig trocken werden lassen. Ansonsten reisst es nach dem Verleimen u. U. wieder. Dann so wie Fernton vorgeschlagen hat die Kanteln abrichten, auf Dicke hobeln und zur gewünschten Größe wieder verleimen. Eventuell mit einer anderen Holzart (z.B. Ahorn) kombinieren. Dann sieht das nachher wie gewollt aus.

Ob sich der Aufwand lohnt, kannst nur Du beurteilen. Ärgerlich ist es, wenn ein Riss durch die Raumdiagonale läuft. Da ist nix zu holen.
Viele Grüße
Olli

 

Danke für eure Antworten. Hab so was schon befürchtet. Schade!

 

Ja ist schade wenn man ein schönes Holz nicht mehr für gewisse Arbeiten nehmen kann.... Passiert mir öfter, dass Leute Obstbäume Fällen , weil diese keinen Ertrag mehr haben und es in meine Drechslerei geben. Nach Trocknung, meist schon nach 5-6 Tagen beginnt es an der Stirnseite - Hirnholz zu reißen ....
Meistens wachse ich diese Seiten ein, so wird der Trocknungsprozess etwas gestoppt ...aber meist reißt es....habe zur Zeit Wildkirschstämme, diese habe ich aufgeschnitten und Gegenverleimt. Dazu nehme ich normalen D3 Leim... Aber selbst durch diese Methode ist ein späteres Reißen nicht ausgeschlossen...

Mein Lehrmeister während meiner Drechslerausbildung sagte immer den Spruch, wenn ich sagte es reißt ..

Es gibt Hosenhalter, Sockenhalter und Büstenhalter, aber ein Holzhalter gibt es nicht....

Wenn Teile nach dem Drechseln bei mir reißen, dann stelle ich von Holzstaub und Knochenleim eine Paste her, eine Art Holzkit. Mit dieser schließe ich die Risse und schleife die nach.

Was auch oft gemacht wird, speziell an Schalen und Kelche, die Risse nach dem drehen mit Klebespargel ( Kleber farbig mit Körnung( einlassen ... Allerdings ist dieser Aufwand sehr hoch ....

 

Holzkunst@

Ich hab noch nie gedrechselt. Will mir jetzt so ein Teil kaufen. Welches Holz empfielst du mir, als blutigen Anfänger?

 

Grundsätzlich kann man fast jedes Holz drechseln . Wenn du noch nie gedrechselt hast, würde ich dir Weichholz, Kiefer , Fichte, Tanne empfehlen um die Schneidetechnik zu üben... Sehr gut zu drechseln ist, Eiche, Buche, Obsthölzer natürlich auch die Sorten die bei uns nicht wachsen....
Kommt immer darauf an, was du herstellen möchtest, welches Objekt du machst...
Das Holz sollte aber nur höchstens 18-20 % Restfeuchte haben.
Natürlich kannst du auch Nass- Grünholz drehen, ergibt auch schöne Formen, allerdings dabei entweder Holz vordrehen, oder gleich eine sehr dünne Wandstärke ...
Meine Erfahrung ist aber bei Grünholz, dass meist 80% reißt danach...
Bin selbst kein Freund von Nassholz drehen, obwohl es schöner und leichter zu bearbeiten ist wie trockenes...

Bei Trocknung zieht sich das Holz zusammen, was ein Schwund ist und dadurch reißt es. Die Luftfeuchtigkeit , Lagerung usw. spielt dabei eine sehr große Rolle ...

Meist wird Holz Kammer oder in Klimaraum getrocknet . Was natürlich auch den Preis höher macht, was verständlich ist...

Grundsätzlich kann aber auch ein sogenanntes trockenes Holz manchmal reißen , entweder wird es in zu warmen Raum gelagert oder die Luftfeuchtigkeit war vor dem Bearbeiten höher als danach..

Lg Jürgen

 

Vielen Dank Jürgen

 

Bitte gerne geschehen... Nichts zu danken, helfe wie alle hier sehr gerne.
LG Jürgen

 

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