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Zinkenfräsen mit Bosch POF 1400 ACE

28.12.2012, 11:59
Hallo ihr Freunde der anspruchsvollen Holzbearbeitung,

ich brauche mal einen Tipp: bislang habe ich mich beim Möbelbau stets um Zinkenverbindungen gedrückt, möchte das Thema aber nun mal angehen. Mittlerweile fühle ich mich im Umgang mit meiner Oberfräse halbwegs sicher. Nur was brauche ich zum sauberen Erstellen von Zinkenverbindungen? Nichts? Eine Schablone? Ein Zinkenfräsgerät? Wahrscheinlich letzteres, nehme ich an - wenn's möbelmäßig sauber werden soll. Aber gibt es eines das zu meiner Fräse besonders passt? Und groß genug ist für mehr als eine Schublade (z.B. eine Truhe wie eines meiner Projekte)?

Danke für Eure Hilfe,

Wessix
 
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20 Antworten
Hallo wessix,
optimal passt das Zinkenfräsgerät ZF60 von Bosch. Das gibt es aber bei Bosch direkt nicht mehr. Musst du mal auf diversen Verkaufsplattformen suchen.

Alternativ gibt es von diversen Zubehöranbietern solche Zinkenfräsgeräte.

Gruß Robert

 

Für kleinere Sachen kannst du dir mal die Zauberkiste aus Holzidee 2 und 3 ansehen.

 

Munze1  
Oder du kaufst dir einen Incra Jig, sofern du deine Fräse im Tisch hast.
Projekt gibts im Forum dazu........

 

Oder du versuchts dich mal mit Stechbeiteln
So werd ich meine Zinkenverbindungen herstellen
Hatte mir auch schon überlegt ne Oberfräse anzuschaffen aber ich mach dat lieber von Hand, dauert zwar evtl. etwas länger am Anfang aber ich denk mit genug Übung geht das nach ner Zeit leicht von der Hand!

Nachtrag: Sorry ich glaub ich hab das Thema leicht verfehlt

 

Geändert von woodworker83 (28.12.2012 um 19:05 Uhr)
Wie breit ist das ZF60 von Bosch? Per Hand habe ich schon durch, hatt viel Frust Potential. Und die fräse habe ich ja schon. Ist übrigens jeden Euro wert.

 

Ich würde von der ZF 60 abraten weil es schon seit geraumer Zeit nicht mehr von Bosch vertrieben wird und Zubehör so gut wie nicht (oder nur sehr teuer) zu bekommen ist.

Es gibt andere relativ preiswerte Geräte die aktuelle Handelsware sind und sich über Weiterentwicklungen (sofern überhaupt möglich) bzw. Händler-/Herstellersupport freuen.

Guido Henn empfiehlt z.Bsp.:
http://www.sautershop.de/products/Fr...aet-FD300.html

bzw. die breitere Version:
http://www.sautershop.de/products/Fr...aet-FD600.html

 

Hallo Wessix,
ich würde dir empfehlen erst einmal auf klassische Weise das Zinken zu lernen. Ist gar nicht so schwer, habe ich schon als junger Lehrling hinbekommen.
Wenn du dich daran versuchen willst, melde dich bei mir. Ich schicke dir die Formel zum Errechnen der Anzahl der Zinken und zur Zirkeleinstellung. Und du sparst dir die Anschaffung einer Zinkenschablone, die kann je nach Hersteller sehr teuer sein.
Gruß Udo

 

Restekiste hat Recht ! Nur so kann man was lernen! Mit Schablone kann jeder arbeiten. Preis ist viel zu hoch für ein paar Zinken-Schwalbenschwänze. Es gibt auch eine Zinkenlehre! Werde meine mal fotografieren und hier präsentieren.

 

Geändert von gartenstuhl (29.12.2012 um 12:31 Uhr)
Wenn ich das hier jetzt mal posten darf?!
Die Methode ist nicht schlecht oder?

 

Hallo, ich kämpfe gerade mit POF 1400 ACE und Bosch w.g. Zinkenfräserei. Habe mir von meinem Bruder eine Zinkenfräs-Schablone besorgt. Problem: Mit dem 17 mm-Kopierring aus dem POF-Koffer ist gar nichts zu machen. Der ist gut 14 mm hoch. Die Schablone ist gerade mal 7 mm stark. Ich habe noch eine andere mit 8 mm Dicke. Doch das funktioniert auch nicht. Die Hülse ragt viel zu weit heraus und ist somit unbrauchbar. Doch dann wurde ich richtig enttäuscht: Selbst wenn man einen normalen Bosch-Schwalbenschwanzfräser (aus dem 6-teiligen Bosch Fräserset; gekauft bei amazon) in die Maschine unter Verwendung der Hülse einspannt, ragt dieser nur wenige Millimeter heraus. Der Schaft ist viel zu kurz. Fräsen kann man damit bei Einsatz der Hülse nicht. Gleiches gilt für die 8 und 10 mm Nutfräser. Ein Anruf bei der Service-Hotline von Bosch (12.01.2015) traf auf Desinteresse. "Wir haben nur diese Kopierhülsen im Sortiment" hieß es dort. Nun habe ich mir heute eine 13 mm-Kopierhülse bestellt und bin gespannt, wie hoch bzw. tief die ist. Notfalls flexe ich einen Teil des Rands ab. Was meint Ihr? Denn auch eigene Führungsschienen kann man bei der durch die 17er-Hülse erforderlichen Materialstärke vergessen. Wer weiß Rat?

 

Ich habe eine von Wolfcraft gekauft. Und die funktioniert prächtig. Man muss zuerst mal an einem Restebrett üben um das System als solches zu "erlernen". Und man sollte richtiges Material verwenden. Fichte ist zu weich, neigt an den Kanten zu brechen. Also besser härteres Holz oder Multiplex. Wobei das aber alles auch immer Zeit braucht und die Zinken sind nicht variabel einzustellen. Ich tendiere auch eher zu paar wenigen Zinken, die man dann aber auch von Hand herstellt. In festerem Holz wie Buche ist das gut machbar. Und es hat hinterher wirkliche handwerkliche Qualität.

 

Ich kann Dir das Buch von Guido Henn Handbuch Oberfräse sehr empfehlen. Dort sind einige Vorschläge für Vorrichtungen, auch eine für Zinken herzustellen. Ich selber bin bei ihm auf einem Kurs gewesen, diese macht er sehr gut und man lernt viel über die Maschine und den Umgang damit bei Ihm.

 

Vielen Dank für die guten Tipps! Lieber Rainerle, die Wolfcraft-Schablone habe ich mir jetzt von meinem Bruder besorgt. Der hatte die mal gekauft. Allerdings fehlt die Unterlegplatte mit der Kopierhülse. Dafür ist via Amazon meine 13-mm-Boschhülse eingetroffen. Wie befürchtet, ist die viel zu hoch bzw. zu tief. Da ist nur etwas für Menschen, die für knapp 80 Eureo eine Schaftverlängerung gekauft haben oder superlange Fräser horten. Anscheinend haben die Boschentwickler noch nie mit den eigenen Kopierhülsen gearbeitet. Aber die flexe ich mich passend. Die Handarbeit habe ich schon mal "aus Spaß" an einem Restholz versucht. Der Umgang mit Beitel bzw. Stecheisen ist für mich nicht das Problem. Gescheitert bin ich beim Sägen. Meine preiswertenBaumarkt-Feinsägen sind ungenau und schwergängig. Vielleicht macht sich auch negativ bemerkbar, dass ich Linkshänder bin. Wie gesagt: Ich habe mich nur aus Neugierde an einem Restholzstück an einem Paar Zinken versucht. Hast Du es mal mit einer Stichsäge probiert (bei Zapfenzinken)? Ich will einige Aufbewahrungskästchen bauen, wobei hier Masse mehr als Klasse gefragt ist (für Spielzeug, Kleinkram etc. im Kellerbereich). Trotzdem soll selbstredend alle passsen...

 

Halle Elektroelo, von dem Henn-Buch habe ich viel gehört und unterschiedliche Kritiken bei Amazon eingesehen. Mich hat ehrlich gesagt der Preis von rund 44 Euro abgeschreckt. Selbst bei ebay kostet das Werk kaum weniger. Lohnt sich das wirklich?

 

Das Handbuch Oberfräse ist jeden Cent wert. Sehr gut und ausführlich beschrieben. Es gibt dort auch sehr viele nützliche Dinge zum Nachbauen. Mit den Anleitungen klappt das prima.
Ich habe auch eine Fräsvorrichtung von Wolfcraft. Funktioniert gut. Leider gibt es dazu nur HSS Fräser. Bei Multiplex oder Sperrholz werden die ruckzuck heiß. Da kann man dann immer nur wenig fräsen, sonst kannst du die Fräser wegschmeißen.

 

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