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Zimmerdecke dämmen

21.03.2013, 19:28
Hallo zusammen,
ich möchte meine Zimmerdecke dämmen mit 30mm Styropor, habe Klebe - und Armierungsmörtel geholt und bin bereit loszulegen. Nun meine Frage, an der Decke ist noch die Tapete dran, muß die unbedingt ab oder kleben die Platten auch daran. Decke wird noch mit Dampfbremse abgedichtet und abgehangen und mit Gipskarton verkleidet.

Danke schon mal im Voraus
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28 Antworten
Woody  
Wenn die Tapete fest sitzt und nicht in Streifen runterhängt, sollte es eigentlich halten. Ideal wäre halt noch ein Voranstrich mit Sperrgrund.

 

Moin,

ob man die abmachen muss k.a., ich würde es machen. Ich würde auch lieber zu Glas oder Steinwolle bzw. Hanf tendieren als zu Styropor.

Bsp. wir haben vor eine alte Holzkasettentür die vom Wohnraum auf den Schweinestallboden führt noch eine gedämmte Tür gesetzt, weil nach außen heizen "uncool" ist. Dazwischen habe ich immer zusätzlich im Winter 80mm Styropor gelegt, na ja, da ich mal durch Zufall die Tür aufgemacht habe war die Holztür und das Styropor dahinter extrem Feucht, die Holztür regelrecht nass worauf ich das mit dem Styropor jetzt weglasse.

In wie fern man das jetzt als Bsp. für eine Deckendämmung benutzen kann k.a. nur so als Hinweis meinerseits.

Greetz

Patric

 

ohje ohje...30mm Styropor zum Dämmen einer Zimmerdecke?? Wie kommt man auf solche Ideen?
Meine Meinung dazu: lass es! Ausser du Übst Dich in Schimmelzucht...
Besser wäre die Decke mit Gipskarton abzuhängen und dazwischen mit Steinwolle dämmen.

Willst Du aber trotzdem auf Dein Styropor zurückgreifen, sollte die Tapete auf jeden Fall runter und der Untergrund dann satt grundiert werden.

 

Die Tapete sollte runter, andernseits hast du später Haftungsprobleme.

Zudem stellt sich mir die Frage warum du Styropor an die Decke kleben willst.

In der Regel sdübelt man eine Lattung an die Decke, in die entstehenden Felder klemmt man ein Klemmfilz oder Trennwandplatten.
Anschließend wird eine Dampfbremse LUFTDICHT verklebt, auf diese kann denn eine weitere Lattung geschraubt werden. Entweder aus Holz oder auch aus Metallprofilen, im Link sind Skizzen zum Umgang mit Abhängern.
Auf die UK verschraubt man schließlich die GK oder Fermacel Platten.

Der oben genannte Aufbau ist der in der Praxis am gängigsten und auch vom Hersteller empfohlene Aufbau. Brandschutzdecken werden auch so Aufgebaut.

Patrics bedenken, dass du in die Schimmelzucht einsteigen willst teile ich auch.

 

Mir ist - wie einigen anderen auch - der Zweck der Massnahme nicht ganz klar.
Wenn du es unbedingt so machen möchtest, entferne wenigstens die Tapete und sorge für einen tragfähigen Untergrund. Polystyrolschaumstoff nur mit Mörtel zu kleben und nicht zu dübeln erfordert einige Übung damit es wirklich hält.

 

Geändert von Fernton (21.03.2013 um 20:35 Uhr) , Grund: typos
die Tapete sollte auf jeden fall ab und losen putz solltest du ausbessern

 

Munze1  
Ökologisch nicht wirklich sinnvoll, Gründe bereits mehrfach genannt.

 

Wenn es eine Mietwohnung ist, sind die " Haftungsprobleme" schon mal ganz anderst gelagert

StyroporDecken waren ja mal total IN. Sind aber schwer zu entfrernen, wenn man denn dann mal ausziehen möchte und der Vermieter auf Entfernung besteht. Und das wird... und kann er !
Das hat nicht mt den mietvertraglich vereinbarten "Schönheitsreparaturen" zu tun. Eine hinterlassene StyroporDecke kann als Sachbeschädigung angesehen werden !

Als Mitarbeiter einer großen Wohnbaugesellschaft kann ich ein Lied davon singen !

 

Geändert von Baschtler (21.03.2013 um 22:26 Uhr)
Hinzu kommt :

Keinesfalls würde ich selbst eine Styropordeche anbringen wollen :

Niemandem wünscht man einen Zimmer- / Wohnungsbrand. Als alter Feuerwehrler ( Freiw. Feuerwehr Freiburg / Herdern) hab ich in meinen 25 aktiven Dienstjahren schon manche Brände erlebt, u.a. waren auch Wohnungen mit solchen Decken dabei... Nicht umsonst geht die Feuerwehr mit Atemschutz vor !

Die Rauchentwicklung ist ja die primäre Todesursache für die Geschädigten. Wenn man nun weiß, dass Hitze sich immer nach oben entwickelt, sind Styropordecken eine echte BrandLast.

Aber DIE giftigen Gase, welche durch die Verbrennung entstehen... Oh Mann... da reichen 2 Schnapper und man ist UM !!!

 

@Baschtler

Guter Punkt. Das habe ich überhaupt nicht bedacht.

Ich stelle mir das unangenehm vor wenn man in einer ungesunden Dunstwolke steht und versucht den Ausgang zu finden.
Der Gesichtspunkt macht die Glaswolle/ Steinwolle noch viel Attraktiver.

 

Schön, wenn ich zur Meinungsfindung beitragen konnte.

Ich seh halt immer alles von verschiedenen Seiten :

1. als Mann vom Bau ( Elektriker-Lehre der alten Schule...)
2. als Vermieter ( im Auftrag einer Wohnbauges.)
3. als Feuerwehrler mit ü. 25 Jahren Einsatzerfahrung...

 

Zitat von Baschtler
Hinzu kommt :

Keinesfalls würde ich selbst eine Styropordeche anbringen wollen :

Niemandem wünscht man einen Zimmer- / Wohnungsbrand. Als alter Feuerwehrler ( Freiw. Feuerwehr Freiburg / Herdern) hab ich in meinen 25 aktiven Dienstjahren schon manche Brände erlebt, u.a. waren auch Wohnungen mit solchen Decken dabei... Nicht umsonst geht die Feuerwehr mit Atemschutz vor !

Die Rauchentwicklung ist ja die primäre Todesursache für die Geschädigten. Wenn man nun weiß, dass Hitze sich immer nach oben entwickelt, sind Styropordecken eine echte BrandLast.

Aber DIE giftigen Gase, welche durch die Verbrennung entstehen... Oh Mann... da reichen 2 Schnapper und man ist UM !!!
Nicht zu vergessen der Tropfsteinhöhleneffekt! Es gibt doch nichts schöneres, als wenn einem im Innenangriff flüssiges Styropor von oben auf die Klamotten tropft ;-)

Ich sehe, wir teilen unsere Erfahrungen!

Aber zurück zum Thema - Wenn die Decke eh abgehängt wird, würde ich die mit Steinwolle oder Hanf füllen. Eben aus den bereits genannten Gründen.

 

Einen Haftgrundanstrich würde ich drauf machen. Habe das im Keller vergessen und ein paar Platten haben das auch gleich ausgenutzt und sind herunter gefallen.

 

Zitat von Mopsente
Nicht zu vergessen der Tropfsteinhöhleneffekt! Es gibt doch nichts schöneres, als wenn einem im Innenangriff flüssiges Styropor von oben auf die Klamotten tropft ;-)
Genau !!! und der Sch...s tropft nich nur, der brennt sogar noch während er tropft...

 

Zitat von patricvogt
Bsp. wir haben vor eine alte Holzkasettentür die vom Wohnraum auf den Schweinestallboden führt noch eine gedämmte Tür gesetzt, weil nach außen heizen "uncool" ist. Dazwischen habe ich immer zusätzlich im Winter 80mm Styropor gelegt, na ja, da ich mal durch Zufall die Tür aufgemacht habe war die Holztür und das Styropor dahinter extrem Feucht, die Holztür regelrecht nass worauf ich das mit dem Styropor jetzt weglasse.
Also die Bauphysik sagt dazu: Du hast durch das Styropor den Taupunkt hinter die Holztür verlagert wodurch sich Kondenswasser niederschlägt.
Das ist übrigens einer der häufigsten Fehler beim Dämmen.

 

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