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ziemlich lange Löcher in Holz bohren (1.000 mm und mehr)

18.09.2013, 23:23
Geändert von Heinz vom Haff (18.09.2013 um 23:27 Uhr)
Suppe habe ich ja genug, aber für das Salz mache ich Stöcke. Is ja kein Geheimnis.
Die Laminatgeschichte habe ich fast durch. Holz in Holz klappt. Holz in irjendwat noch nicht so ganz (ausser Holz & Glasfaser). Für eine "besondere" Anwendung möchte ich natürliche Schüsse mit Stahl-, Eisen- oder Kohlefaserstäben (4-6mm - muss ich testen) verstärken.

Lange Bohrer habe ich hier gefunden.
Hat schon mal jemand damit gearbeitet. Wie schaffe ich es, den Bohrer absolut gerade längs der Faser an den Ort seiner Bestimmung zu bekommen?
Ich hatte irgendwie an optische Hilfsmittel wie Laser gedacht, habe aber nicht genug Schüsse für Experimente. (Sorry, der Stab is scharf - nur das Foto leider nich)
TIA
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bohren, holz bohren, holz
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28 Antworten
Moin Moin,

am ehesten in dem Du den Bohrer "führst" und den Stab vorher genau dazu ausrichtest.
Als Anregung z.B. eine Führung in dieser Art :
http://www.wuppertools.de/popup_imag...D=7880&imgID=0

Gruß Mark

 

Hast Du eventuell die Möglichkeit dir eine Führung mittels zwei Ringen zu bauen? Sprich die beiden Ringe mit einem gewissen Abstand an einem Stab befestigen und dann mittels einer Leiste oder ähnlichem mit der Maschine zu verbinden? Leider habe ich keinen Scanner hier das ich dir aufzeichnen kann was ich meine...

________________
O O -----------[EEEE

Oben die Leiste (Die ___ ), vorne die beiden Ringe (Die O ) welche über den zu bohrenden Stab geschoben werden. Dann der Bohrer (Die - ) und daran die Bohrmaschine ( Das [EEE ). Die Leiste kann man mittels Kabelbinder provisorisch an der Bohrmaschine befestigen, haben ja ansich nichts nennenswertes zu halten. Das ganze muss eben nur mittig über dem Bohrer ausgerichtet werden.

Vllt. hilft das ein wenig zu verdeutlichen was ich meine.

 

Geändert von Nekesama (19.09.2013 um 00:13 Uhr)
Hallo Heinz,
warum schneidest du den Balken nicht der Länge nach durch, fräst in die geschnittenen Seiten je eine Längsnut und leimst die beiden Teile dann wieder zusammen. Funktioniert sicher auch in größeren Längen...

 

Das Bild von sKyToo zeigt schon recht gut wo der Hase lang laufen muss und vor allem ist das auch ein Bohrer der mit Holz klar kommt. Im Gegensatz zu den Schalungsbohrern. Ich fürchte aber, dass du selbst bei einer Zwangsführung mit einer nicht unerheblichen Ausschussrate wirst rechnen müssen. Schlangenbohrer folgen auch schon mal der Holzfaser und bei den Längen die du vor hast ...

Die Lösung von Electrodummy funktioniert natürlich auch, ist aber optisch sicher nicht ganz unproblematisch. Wenn das Äußere intakt ist, ist der optische Eindruck einfach besser.

 

@HvH Die Lösung liegt in der uralten Methode der Deichelherstellung.(wikipedia!)
Siehe z.B. dieses Bild unten: sowie auch hier unter Pipen.
Beim Bohren selbst habe ich die Erfahrung gemacht, daß der Holz-Stab gedreht besser zentriert, als wenn sich der Bohrer in den Holzstab hineinbohrt. (mein ich jedenfalls)
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Geändert von Stromer (19.09.2013 um 10:29 Uhr)
@Heinz, mir drängt sich jetzt die Frage auf, was Du mit dem Langloch in einem Spazierstock vorhast.
Mit "Schüsse" meinst Du doch wohl sicherlich eine Verstärkung und keinen Gewehrlauf.
Weiterhin gibt es auch noch die Möglichkeit Bambus aufzubohren, wobei hier nur die "Knoten" durchbohrt werden müßten. Die Röhre ist ja stellenweise von der Natur schon vorgegeben. Auf der Außenseite ließe sich der Durchmesser verringern und mit Furnerstreifen laminieren.
Und wenn Du schon Furnier laminierst, kannst Du auch gleich ein "Loch" nehmen und das Furnier (lange Hobelspäne?) längs der Maserung herumwickeln. (sorry das mußte raus)
Mit Loch meine ich natürlich eine Röhre, auf die etwas aufgebracht /geleimt?/ wird. Spiralig oder in einzelnen Schichtlagen mit gedämpften, gebogenem Furnier.
Und jetzt kommt es auf die Verwendung Deiner Bohrung an.
Durchmesser? Länge? Stabilität? Dichtheit? Schmuggelfach? etc.
Angefangen vom Sangrita-Strohhalm über Schilfröhren, Karbon-Pfeilschäfte, Blech-, Alu- Messing-Röhren, da gibts es ja eine ganze Vielfalt an Variationen.

 

Geändert von Stromer (20.09.2013 um 09:54 Uhr)
Aus geschlagenen Pappeln haben sich dutzende von kerzengeraden Schüssen gebildet, die jetzt weg müssen. Pappel ist nach Lehrmeinung nicht für Stöcke geeignet. Sehe ich grundsätzlich nicht so, aber dieses Schüsse sind mit 20-26mm Durchmesser auch recht dünn.
Ausserdem habe ich aus einer Rodung noch ziemlich viel Pfaffenhut bekommen. Sieht sehr schön aus, ist aber wegen der Kurrzfaserigkeit tatsächlich nicht so stabil.
Beide (und vielleicht auch andere) wollte ich halt mit Alu oder Kohlefaserstäben verstärken.

Dann könnte ich auch technisch eher ungeeignete aber sehr schöne Hölzer für Stöcke verwenden und ich könnte aus Esche z.Bsp. auch extrem dünne und fragil wirkende, aber dennoch stabile Stäbe machen.
Die "Löcher" sollten max 4 oder 6mm Durchmesser haben. Wie stabil das Ganze dann wird, muss ich sowieso noch testen. 200kg steht in der DIN - da hält sich aber kein Mensch dran (ausser mir, natürlich).
Über Zusatzfunktionen habe ich mir noch nicht so viele Gedanken gemacht. Habe jetzt mal eine Hundepfeife und einen Kompass in einen Griff gebaut - muss mal sehen wie das ankommt (ich persönlich halte das für eine Spielerei).
Langristig schwebt mir vor, einen Lagesensor mit GSM&GPS einzubauen, der ein Notsignal sendet, wenn der Stock umfällt (natürlich nicht sofort, aber ich will mich nit verquatschen :-)).
Ausserdem weiss ich noch nicht, ob ein Rohr (das ja auch leichter ist) oder ein Stab stabiler ist (also: Alurohr oder Alustab?).
Kann ich natürlich auch ausprobieren, wäre aber schön, wenn jemand dazu was sagen kann.

 

Geändert von Heinz vom Haff (20.09.2013 um 10:54 Uhr)
Also mit 4 bis 6mm wirst Du wohl wenig Glück haben. Ich habe mir die Seite nicht genau angesehen aber eventuell gibt es Bohrer mit Hartmetallkern, die sind stabiler. Ansonsten würde ich die Empfehlung mit Lagerbuchsen für den Bohrer nutzen.
Desweiteren solltest Du mit einigen unterschiedlich langen Bohrern bohren. Also erst kurze stabile und dann je Tiefe immer längere. So bekommt der Bohrer vorne erst mal eine gute Führung und verläuft nicht so schnell.

 

Zitat von Heinz vom Haff
Ausserdem weiss ich noch nicht, ob ein Rohr (das ja auch leichter ist) oder ein Stab stabiler ist (also: Alurohr oder Alustab?).
Bei gleichem Materialaufwand ist ein Hohlprofil immer "stabiler" als ein Vollprofil.
z.B. Rohr 8 mm, Wandstärke 2mm hat ziemlich genau den gleichen Matrialbedarf wie ein Stab mit 7mm Wandstärke. Das Flächenträgheitsmoment ist aber um 60 % größer!

Aber max 6 mm Durchmesser Alu - niemals!, da muss ich keinen Rechner für anwerfen...

 

Zitat von JanMeissner
Aber max 6 mm Durchmesser Alu - niemals!, da muss ich keinen Rechner für anwerfen...
Sorry, Jan. Für mich muss man ja immer sehr langsam schreiben.
Ich verstehe nicht, was Du damit meinst.

 

@Heinz, und warum sägst Du den Stock nicht in der Mitte längs durch, fräst in der Mitte (Seele) den Kanal für die Stabilisierung heraus? Dann kannst Du ohne Probleme jedes Material einkleben, die 2 "Schalen" zusammenfügen und das mit der Bohrerei vergessen!!.
Zur Röhre: die Materialquerschnittsfläche ist bei einer Röhre stabiler als bei Vollmaterial.(nicht der gleiche Durchmesser!)

 

Geändert von Stromer (20.09.2013 um 16:06 Uhr)
Zitat von Stromer
@Heinz, und warum sägst Du den Stock nicht in der Mitte längs durch, fräst in der Mitte (Seele) den Kanal für die Stabilisierung heraus? Dann kannst Du ohne Probleme jedes Material einkleben, die 2 "Schalen" zusammenfügen und das mit der Bohrerei vergessen!!.
... weil man die Naht sehen würde und die Stäbe sind ja nicht wirklich gerade - das erschwert den Schnitt. Wenn ich das an der Kreissäge mache (Bandsäge habe ich ja (noch) nicht), fehlen immerhin 2,5mm.
Selbst, wenn das Sägen funktioniert, habe ich noch das Problem mit dem Geradefräsen.
Habe es nicht probiert, aber ich denke, dat wird nix.

 

Die Naht ist eben dann das "Exquisite" an dem Stock. Kommt nur auf den Standpunkt des Besitzers/Betrachters an. Ich würde sogar die noch mit farbigem Leim hervorheben!
Und warum sollte das mit dem Geradefräsen nicht klappen????
Mit Parallelanschlag, evtl. Stock in einem "Bett" fixieren.
PS noch was: Einen Kanal bis zur Mitte fräsen, Stabilisierung einfügen und die Lücke mit einem Streifen füllen würde Dir nicht zusagen?

 

Geändert von Stromer (20.09.2013 um 16:29 Uhr) , Grund: +ps
@stromer
nee, ist wirklich keine Option. Ich muss da durch. Schlehe oder junge Birke sieht mit Rinde sehr gut aus. Ist aber oft zu dünn. Nur durch den Verstärkungsstab könnte ich sie verwenden und hätte auch einen interessanten optischen Effekt, weil die Verstärkung ja nicht erkennbar ist. Bei Kanthölzern, die ich dann später rund drechsle, ist das halbieren und fräsen eine perfekte Option - keine Frage.
Aber ich muss da durch - im wahrsten Sinne des Wortes.
Sagte ich schon.
:-)

 

Nächste Idee;
Die halbierten, gesägten Hälften mittig mit einem Alu- oder Messingblechstreifen (2,xx mm dick, ca 25 mm breit, auf voller Länge) als "Inlay" verleimen.
Dadurch hättest den Materialverlust wieder ausgeglichen, Stabilität hinzugewonnen und einen optischen Glanzpunk (-Strich) im Stock, oder willst überhaupt kein sichtbares Metall im Stock haben?
Ich bezweifle, daß das Bohren mit 6 mm, selbst mit einem verlängerten Bohrer zu richtigem Erfolg führt. Aber Du kannst es uns ja dann beweisen, wenn es nach x-Versuchen geklappt hat. Als Versuchs-Empfehlung würde ich, wenn schon, dann doch den Stock in eine Drehbank einspannen und den 100% geschliffenen Bohrer mittels Reitstockführung dagegenzudrücken. Nur so könnte es klappen, wenn sich Dein Stock dreht, andernfalls geht das Loch zu ~ 90 % daneben!

 

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