Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Woran kann man Asbest in älteren Fliesenklebern erkennen?

19.04.2014, 13:39
Geändert von bauschutt (19.04.2014 um 14:36 Uhr)
Woran kann man Asbest in älteren Fliesenklebern erkennen?

Es steht eine Renovierung an, alte Fliesen sollen durch einen neuen Holzboden ersetzt werden. Jetzt haben wir gehört, dass es bis 1993 möglich sein kann, dass in Fliesenklebern Asbest enthalten sein könnte und sind nun mit dem Entfernen der Fliesen unsicher, da diese ca. 1992 verlegt wurden. Weiß jemand, ob man asbesthaltigen Fliesenkleber an irgendwas erkennen kann, also evtl. an der Farbe, Beschaffenheit bzw. wie wahrscheinlich ist es überhaupt, dass solch ein Kleber Anfang der 1990er überhaupt noch verwendet wurde?
 
Fliesenkleber Fliesenkleber
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
12 Antworten
Ich bin hier wahrlich kein Fachmann, aber dann sind doch die Fasern irgendwie in Zement etc.gebunden. Ich würde beim entfernen Staubmaske tragen, gut lüften und danach feucht wischen bzw. Staubsauger mit Feinfilter benutzen.

 

Funny08  
Schau dir mal diese PDF an : LINK wie 2011jes schon schreibt - man erkennt oft Fasern - auf Seite 13 ist ein Bild wo man das einigermaßen sehen kann.

Bis Anfang 1990 war Asbest in vielem drinne.

 

Zitat von bauschutt
Woran kann man Asbest in älteren Fliesenklebern erkennen?

Es steht eine Renovierung an, alte Fliesen sollen durch einen neuen Holzboden ersetzt werden. Jetzt haben wir gehört, dass es bis 1993 möglich sein kann, dass in Fliesenklebern Asbest enthalten sein könnte und sind nun mit dem Entfernen der Fliesen unsicher, da diese ca. 1992 verlegt wurden. Weiß jemand, ob man asbesthaltigen Fliesenkleber an irgendwas erkennen kann, also evtl. an der Farbe, Beschaffenheit bzw. wie wahrscheinlich ist es überhaupt, dass solch ein Kleber Anfang der 1990er überhaupt noch verwendet wurde?
Wer zielstrebig googelt, erhält auch die richtige Antwort.

Allgemein wird empfohlen, bei begründetem Verdacht, die Proben nicht selbst zu entnehmen. Erhärtet sich dann durch die Probenanalyse der Verdacht, dann wird's teuer, weil die fachgerechte Analyse nicht mehr in Eigenregie vorgenommen werden sollte. Wer es dennoch tut, riskiert eventuell den zwangsweisen Abbruch und die Entsorgung des gesamten Hauses. Da sitzt man in der Zwickmühle, wenn der Anschein eines begründeten Verdachtes in der Nachbarschaft schon die Runde macht.

 

Vielen Dank schon mal an alle! Feucht kehren, Maske etc. gehört generell zur Ausstattung wenn ich irgendwas mit Staub mache und natürlich habe ich auch gegoogelt RockinHorse, das mit den Proben usw. ist mir bekannt (das man ggf. sein Haus abreißen muss jedoch nicht...), nur es ist sowieso schon eine kleine Ecke und eine Fliese halb weg (war schon bei Einzug so), so dass wir Zugriff auf den Kleber haben. Er ist hellgrau und zerbröselt leicht, daher wahrscheinlich auf Zementbasis. Funny08, leider öffnet sich das PDF nicht?

 

Zitat von bauschutt
Vielen Dank schon mal an alle! Feucht kehren, Maske etc. gehört generell zur Ausstattung wenn ich irgendwas mit Staub mache und natürlich habe ich auch gegoogelt RockinHorse, das mit den Proben usw. ist mir bekannt (das man ggf. sein Haus abreißen muss jedoch nicht...), nur es ist sowieso schon eine kleine Ecke und eine Fliese halb weg (war schon bei Einzug so), so dass wir Zugriff auf den Kleber haben. Er ist hellgrau und zerbröselt leicht, daher wahrscheinlich auf Zementbasis. Funny08, leider öffnet sich das PDF nicht?
Das Problem kann sich leicht einstellen, wenn bei unsachgemäßer Asbestsanierung sich die Fibrillen im ganzen Haus verteilen. Dann rückt der Abriss eines Hauses in den Bereich der Notwendigkeiten. Die Asbestsanierung ist nur behördlich zugelassenen Unternehmen erlaubt. In Düsseldorf hat man sogar schon Hochhäuser (altes ARAG-Haus) abgerissen und teuer entsorgt. Der nachfolgende Link enthält einige Hinweise.

http://www.bauen.de/ratgeber/ausbau-...-fachmann.html

Ich denke, dass die Sache mit Asbest nicht so spaßig ist, zumal da ggf. auch rechtliche Konsequenzen entstehen können (nicht müssen) - Sondermüllentsorgung, Schadensersatz u.v.a. mehr.

 

Hier ein Zitat einer interessanten Seite:

"Um 1900 wurde die Asbestose als Krankheit entdeckt.

1936 in Deutschland als Berufskrankheit anerkannt, das heißt man akzeptierte, dass Asbest Lungenkrebs und Bronchialkarzinome oder tödliche Mesotheliome auslöste.
Aber erst 1976 wurde Spritzasbest in der BRD verboten.

1981 wurden noch 180.000 Tonnen Asbest allein in Deutschland eingeführt, und es gab zu dieser Zeit noch etwa 3 000 Verwendungen für diesen gefährlichen Stoff.

Erst sehr spät, im Jahr 1994, verbietet die deutsche Regierung alle Asbestformen endgültig. Fast hundert Jahre mussten vergehen und viele tausend Menschen erkranken oder sterben, um von der sicheren Erkenntnis einer Krebsgefahr zum end­gültigen Verbot zu kommen."

http://www.gentle-horses.de/Geobiolo...Allergene.html

 

Wenn der Verdacht auf Aspest besteht, bitte Finger weg, Untersuchen lassen und sofern Aspest enthalten ist, die Arbeiten einem qualifizierten Fachbetrieb überlassen.
Mein Vater ist u.a. an Aspestose gestorben.

 

Zitat von RedScorpion68
....., die Arbeiten einem qualifizierten Fachbetrieb überlassen.
Mein Vater ist u.a. an Aspestose gestorben.
Hallo RedScorpion
Das ist keine Frage, die der eigenen Entscheidung überlassen bleibt! Die Asbestsanierung darf nur und auschließlich von dafür behördlich zugelassenen Betrieben durchgeführt werden.

 

Nochmal: Es besteht kein Verdacht auf Asbest! Die Frage war, woran man denn Fliesenkleber optisch erkennt der evtl. Asbest drin haben könnte. Alles andere ist ja hinlänglich bekannt, also gesundheitliche und rechtliche Folgen. Es ist recht eindeutig, dass es Kleber auf Zementbasis ist, ich wollte mich nur noch mal absichern. Danke.

 

Hallo zusammen,
ich glaube mit der Augenkontrolle wird man nicht heraus bekommen ob der Kleber Asbest(fasern) beinhaltet . Die einzige Möglichkeit sehe ich hier drin das man eine Probe entnehmen würde und ein Labor das Ergebniss liefert.
Früher ist er in fast allen zementhaltigen Fliesenklebern reingekommen. Solange er gebunden in der Wand oder in der Bodenfläche verbleibt ist das hieraus resultierende Risiko als gering einzuschätzen.
Problematisch wird es bei Sanierungen (und hier nicht nur öffentlich) du legst es frei und dann gibt es noch den GAU das jemand den Boden abschleifen(fräsen) lässt.
Mit dem feinen Staub ist nicht nur das Haus belastet sondern oft auch der arme Handwerker der schleift.
Manchmal ist es sinnvoll so einem Labor das Gutachten zu zahlen

 

Alles klar, dann erst ne Probe entnehmen, prüfen lassen und dann weitersehen...danke!

 

Zitat von RockinHorse
Hallo RedScorpion
Das ist keine Frage, die der eigenen Entscheidung überlassen bleibt! Die Asbestsanierung darf nur und auschließlich von dafür behördlich zugelassenen Betrieben durchgeführt werden.
Hab ich was anderes behauptet oder wie soll ich deinen Kommentar jetzt verstehen?
Wenn ich sage, er soll die Finger davon lassen und die Sanierung einem qualifizierten Fachbetrieb überlassen, dann sagt das genau das selbe aus.
Ob eine Privatperson nun so d.u.m.m ist und eigenständig die Sanierung durchführt kann hier niemand beeinflussen.
Aus beruflicher Sicht und auch durch das Krankheitsbild meines verstorbenen Vaters mit seinen Auswirkungen bin ich wohl mehr als mir lieb ist über dieses Dreckszeug informiert.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht