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Wieviel Ampere Sicherung für die Werkstatt?

07.01.2013, 22:38
Geändert von aramis (07.01.2013 um 22:41 Uhr)
Guten Abend zusammen,

Da ich gerade dabei bin mir meine Werkstatt im Keller einzurichten habe ich eine Frage an euch? Was für eine Sicherung habt ihr für die Werkstatt?

Hintergrund ist das ich einen Eigenen Stromkreis für die Werkstatt haben möchte.
Mein elektriker des Vertrauen schliesst mir das Ding an. Er meinte nur dass ich die Sachen besorgen soll, da es günstiger ist.
Nun war ich im Baumarkt und habe mich umgesehen und Sicherungen von 16A bis 32A gefunden. Was nützt ihr den?

Grüße

Dominik
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23 Antworten
Wenn Du eh schon dabei bist, trenn Licht- von Werkstattstrom, dann stehst Du nicht im Dunkeln, wenn es pängt

Ich hab normale 16A ... allerdings träge.

 

die Frage ist eigentlich, wieviele Stromkreise die Werkstatt haben soll.
;-)
Die Werkstatt sollte auf jeden Fall (besonders im Keller) zwei Stromkreise haben. Einen für Licht und Radio, den anderen für den "Rest".
Wenn Du dann aber einen Staubsauger zusätzlich zur Oberfräse betreibst, kann es eng werden. Es macht m.E. Sinn, Leitungen mit grösserem Querschnitt zu nehmen (2,5mm)

Ich habe 6 Stromkreise in meine Werkstatt gelegt:

1. 400V (brauchst du vielleicht nicht)
2. Wandsteckdosen
3. Arbeitstisch
4. Beleuchtung
5. Reserve
6. Reserve 400V (brauchst du vielleicht auch nicht)

Alles 16A (400V weiss ich nicht - müsste runter rennen, keine Lust)

Hört sich vielleicht übertrieben an, aber wenn du gerade dabei bist, solltest du zukünftige Anwendungen gleich berücksichtigen. Späteres NAchbessern führt immer zu "Gefummel".

Nachtrag:
und Jogi war wieder schneller
(aber sein Internet hat ja auch eine kürzere Leitung nach Stuegert)

 

Geändert von Heinz vom Haff (07.01.2013 um 22:57 Uhr)
Kommt nun auch noch darauf an, ob Du Drehstrom brauchst. Aber wie Jogi schon richtig gesagt bzw. geschrieben hat, sind 16 A träge die richtige Wahl für eine Werkstatt.

Die Trennung von Licht und dem restlichen Strombedarf ist ein sehr kluger Hinweis. Steht man bei einer Überlastung wirklich nicht im dunkleln.

Jetzt müßte man noch wissen welche Geräte Du alles betreiben möchtest, dann kann man mehr sagen. Kompressor, Schweissgerät oder ähnliches, sollten einen eigenen Stromkreis bekommen. Die Steckdosen im Bereich der Werkbank ebenfalls extra absichern. Damit sollte man auf der sicheren Seite sein.

Alles weitere von unseren Fachleuten hier, wie Funny oder TischlerMS ................... und wen wir sonst noch an Elektrofachleuten hier haben.

 

Erstmal danke für eure Antworten.

Geplant sind 6 Steckdosen.
Betrieben werden sollen:
Mal ne Oberfräse, mal ne Bohrmaschine, mal n Schleifer, vlt die PPS7S wenn ich sie zum testen bekommen sollte also alles was nicht parallel läuft.

Das einzige was ggf Zusätlich dranhängt, sind die Ladestationen für die Akkus.

Licht und Radio werde ich trennen. Daran hätte ich jetzt in meinem jugendlichen Wahnsinn nicht gedacht.

 

Dann würde ich das empfehlen:

1. Licht, Radio, Ladegeräte
2. Maschinen am Tisch
3. Wandsteckdosen

4. Reserve

das hatte ich noch vergessen:
ich kann alle Steckdosen abschalten (ausser Licht/Radio/Akkuladegeräte) und habe im Tisch 2 und an der Wand 3 Kontrolleuchten (2 davon "Reserve").

 

Geändert von Heinz vom Haff (07.01.2013 um 23:32 Uhr)
16A sollten reichen, nur würde ich die Sicherungen als Paket im Netz kaufen und nicht im Baumarkt. Beim Kabel hingegen lohnt es sich nicht. Da würde ich Dir zu 2,5er raten. Kostet nicht viel mehr und Du gehst kein Risiko ein.
Dann würde ich wnigstens zwei Stromkreise legen, einen unter der Werkbank für dauerhaft angeschlossene Maschinen und einen oberhalb für flexibel.

 

Gut, man kann es auch übertreiben .....
Ich bin auch gerade dabei meine Kellerinstallation zu erneuern (mein Schlagbohrschrauber Test Projekt) und plane meine "Werkstatt" wie folgt.
Schalter mit Steckdose (und natürlich Licht) über eine Sicherung und alle anderen Steckdosen, das sind also 6 Stück, über eine andere Sicherung. Beides werden 16A Sicherungsautomaten sein.

That's it.

 

Hallo,
bei nur 1 ~ Phase würde ich auch wie Ricc schreibt, mit 16 A träge zwei Kreise bauen und jede Menge Steckdosen.
Dann musst man nie wie ein Kranfführer wild Stecker bewegen.
Denn mehr als eine Bohrmaschine wird keiner bedienen können.
In meiner Funkwerkstatt habe ich schätzungsweise > 30 Steckdosen.
Das Licht und die Ölheizung sind extra abgesichert.
Auch 1,5 mm² geht vom Querschnitt, aber ruhiger schläft man mit 2,5 mm²
Gruß und viel Spaß in der neuen Werkstatt vom Daniel

 

Hallo, natürlich übertreiben wir es hier. Wir sind Heimwerker.

Klar reicht ein 220V/16A Kreis für Steckdosen und Licht so lange man alleine in der Werkstatt ist. Es darf für die Werkstatt aber gerne einer sein, der alleine für sich steht und Leitungsquerschnitte hat die dazu passen. So man 400V Geräte hat, ist ein passender Stromkreis natürlich auch Pflicht.

Die Trennung von Licht und Steckdosen ist ein Luxus den man sich in der Werkstatt gönnen kann, wobei ich ihn für den Rest des Hauses fast noch wichtiger finde. Andereseits sind bei uns bisher die meisten Sicherungen geflogen weil es die Leuchtmittel zerlegt hat, da bringt mich die glimmende Standbyanzeige am Radio auch nicht weiter

Ein Leerrohr passend zu dimensionieren damit bei Bedarf mal noch ein weiterer Stromkreis gezogen werden kann, hat auch noch niemanden umgebracht. Wer weiss denn schon vorher ob er nicht irgendwann anfängt Werkzeuge danach auszusuchen wieviel Watt auf der Packung stehen.

Wenn Maschinen laufen, läuft meist auch der Sauger. Die fetteste Maschine + Sauger + Licht + Spielkram wie Radio, Ladegräte etc. sollte der Stromkreis abkönnen. Lastspitzen beim Einschalten nicht vergessen.

 

Funny08  
Also davon ausgehend, dass sich die Werkstatt in Nähe der Unterverteilung/Sicherungskastens befindet, würde ich zuerst einmal schauen, wie es mit der Selektivität der Sicherungen aussieht. 32 Ampere sind nur dann sinnvoll, wenn die Abstufung der Sicherungen gewährleistet ist.
Dann würde ich für 32 A Drehstrom eine CEE Dose vorsehen, welche mit 6 qmm Leitungsquerschnitt angefahren wird. (Sofern du solche Maschinen jemals benötigst oder Nutzen möchtest)
Dann zum Arbeiten zumindest 2 getrennte Zuleitungen mit 16 A träge Abgesichert und nicht mehr als zwei Doppelsteckdosen pro Zuleitung - ensprechend der Räumlichkeit verteilt. Besser wären 3-4 Zuleitungen mit nur einer Doppel oder Dreifachsteckdose jenachdem was du an Maschinen Nutzen möchtest und der Raumgröße.
Dazu noch eine Zuleitung für die Beleuchtung.

Als Zuleitung der Arbeitstromkreise würde ich in 2.5 qmm nehmen und für das Licht reicht i.d.R. 1.5 qmm als Leiterquerschnitt.

 

Danke euch allen.

Ich werde es nun so machen:

Insgesamt 3 x Doppelsteckdosen
1x 16A für Radio unnd Ladegeräte zusammen mit Licht auf einem 1,5qmm
2x 16A für jede Doppelsteckdosen auf 2,5qmm

 

Nun, vermutlich besteht in den Raum bereits ein Stromkreis für Licht und wenige Steckdosen. Diese würde ich mit Hausstrom kennzeichnen und so belassen.

Neben der Einganstür würde ich eine kleine Unterverteilung für Werkstatt Strom bauen.
Diese mit 5*4qmm von der vorhandenen Verteilung versorgen, aber noch vor dem Haus eigenen FI Schalter abzweigen und absichern !
In diese Werkstatt UV kommt als erstes der 3Phasen FI für die Werkstatt.
Die weiteren Stromkeise Drehstrom/ andere erhalten jeweils eine entsprechende Absicherung mit Automaten.

Wenn Du nun die Werkstatt verlässt, drückst Du nur die Prüftaste am FI und es ist alles aus, mit Ausnahme des Lichtstromkreises. Löst ein Werkstatt Gerät mal den FI aus, kannst Du Ihn einfach neben der Tür wieder einschalten, die Uhren im Haus müssen aber nicht neu gestellt werden, die haben einen Haus eigenen FI Schutzkreis.

Bei meinem Bruder hängt an der Werkstatt auch der Gartenstrom (Holzspalter/Kreissäge) dran. Zur Fernbedienung hat er einen Taster, der dort Null und PE verbindet.
Dieser löst natürlich diesen FI aus und Er erspart sich den Gang in den Keller, um den FI
nach Arbeitsende auszuschalten.

Aber wie Immer vom einer Elektrofachkraft erstellen lassen.

 

Geändert von Manfredh (03.02.2013 um 22:59 Uhr)
Also ich habe mir in meiner neuen Werkstatt in der Scheune mit

  1. 2 mal 400 V mit 32 A
  2. 3mal 230 V mit 16 A
  3. 1 mal Beleuchtung mit 16 A
von einen Elektiker legen lassen da ich einen Teil der Scheune auch als Garage für meine Motoräder und meinen Toyota nutze ist dieser Bereich extra abgesichert.
Desweiteren ist eine Notbeleuchtung mit einer Solarzelle eingebaut fals es doch einmal zum Blackout kommen sollte.

 

Ekaat  
Der Hinweis von ManfredH ist richtig: Ich habe auch einen eigenen FI für die Werkstatt. Über den laufen allerdings nur die Steckdosen für die Geräte. Licht, Kühl- und Gefrierschrank laufen über den für die Wohnung, damit ich nicht im Dunkeln stehe.

 

Zitat von Ekaat
... Kühl- und Gefrierschrank laufen über den für die Wohnung, damit ich nicht im Dunkeln stehe.
Clever! Wenn die Sicherung fliegt, machst du einfach den Kühlschrank auf.


(ja, ich weiss ich hab zu viel gelöscht, aber es bot sich an)

 

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