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Wie verleime ich den geplanten Raumteiler? Oder besser wieviele Zwingen sind Zwingend erforderlich?

25.09.2015, 17:53
Ich möchte für meine Tochter einen Raumteiler im Ikea-Stil bauen. Die Fächer sollen 34 x 34 cm lichte Weite werden. Die Tiefe des Raumteilers wird ca. 40 cm betragen. Als Baumaterial schwebt mir Fichte-Leimholz in 18 mm vor. Die Verbindungen möchte ich mit Flachdübeln machen. Zur Montage möchte ich so vorgehen dass ich erst den höchsten Turm verleime. Anschließend würde ich immer den nächst niedrigeren Turm danebenleimen.

So nun zur eigentlichen Frage: Da ich nur wenige Zwingen besitze stellt sich mir nun die Frage ob ich zum Verleimen für jedes Fach eine Zwinge benötige oder gibt es vielleicht noch eine andere Möglichkeit? Oder muss ich gar pro Fach mit zwei Zwingen rechnen? Dann bräuchte ich 10 Zwingen mit mindestens 400 mm Spannweite!
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Flachdübel, Richtiges Verleimen Flachdübel, Richtiges Verleimen
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59 Antworten
Achso das ganze hat keine Rückwand weshalb ich es auch im kompletten verleimen will. Soll ja auch stabil sein.

 

Kannst du vielleicht mit Spanngurte arbeiten? Wäre doch eine Möglichkeit.

 

Wie wäre es mit Pocket Holes statt Flachdübeln als Verbinder der miteinander verleimten Platten? Dann brauchst Du nicht so viele Zwingen.

 

Krieg ich mit Gurten den nötigen Druck? Pocketholes hab ich noch nie gemacht und keine Ahnung davon. Es soll ja auch schön werden. Ob ich das dann mit mir unbekannter Technik hinkriege weiß ich nicht.

 

Was mir spontan so einfällt:
Die Flachdübelschlitze sind 12mm tief. Die kollidieren bei den Stollen in der Mitte. Wie wär´s mit 27mm Leimholz für die Stollen? Sieht auch massiver aus.
Unter die unteren Böden würde ich noch eine zurückgesetzt Sockelblende einbauen.
In Etappen verleimen. Einen Freund als "Leimknecht" einladen. Zunächst jeden Fachboden einzeln auf den Stollen. Winkelhilfen verwenden. Dann den anderen Stollen aufsetzen und dort, wo später der nächste Boden drüberkommt, einfach stumpf durchschrauben. Zunächst zum Verleimen eine Unterlegscheibe verwenden, damit sich die Schraube nicht in das weiche Fichtenholz versenken kann. Ob das allerdings einen verzogenen Stollen gerade ziehen kann, weiß ich nicht. Ich würde pro Fach zwei Zwingen ansetzen und zusätzlich ein Kantholz zur besseren Kraftverteilung unterlegen. Eventuell günstige Rohrzwingen anschaffen?

 

Zur Erhöhung der Stabilität, würde ich die waagrechten Bretter durchgehend nehmen und darauf aufbauen. So sind die Fachböden deutlich stabiler als bei Türmen. Darauf stellst Du die weiteren Teile senkrecht und legst den nächsten Boden auf. Das sollte mit Lamellos sogar ohne starken Zwingendruck stabil werden.

Ich würde dann mit Zwingen links und rechts außen und in der Mitte zwei Gurten arbeiten, die über Vorder- und Rückseite gezogen werden (und nicht von links nach rechts). Die können dann auch kürzer sein und an den Kanten links und rechts genügt jeweils eine Zwinge. Jeweils auf die Kante der senkrechten Hölzer legst Du ein an den Enden auf 45 Grad abgeschrägtes Kantholz, das den Druck der Zwingen/Gurte auf die ganze Breite überträgt. Denn Du hast maximal 4 senkrechte Teile, die verleimt werden müssen. Also weniger als bei Deiner senkrechten Bauweise.

In der untersten Reihe also:
Zwinge Gurt Gurt Zwinge
.......................................
I........... I.......... I........... I.

Oder Du nimmst gleich 4 Zwingen.

 

Daß ich die Fachböden durchgehen lasse gefällt mir von der Optik her nicht so gut. Außerdem sind es dann fünf und nicht vier senkrechte Teile. Also spare ich mir nur eine "Zwingung". Das mit dem abgeschrägten Kantholz verstehe ich nicht. Warum sollte es abgeschrägtabgeschrägt sein?
Die senkrechten Platten stärker auszuführen wäre eine Option. Allerdings hatte ich vor die Position der Flachdübel so zu verschieben dass sie nicht kollidieren. Ob das so funktioniert muss ich erst noch mal probieren. Also ein Reststück probefräsen und den minimalen Versatz ermitteln.
Schon mal danke für die Hilfe. So ganz sicher wie ich vorgehen soll bin ich mir noch nicht.

 

Mädelfüralles. OK. Dann leg Dein Regal auf die Seite, also im Bild auf den linken Turm und leime dann so zusammen. Also Der hohe Turm zuerst, liegend. Darauf den zweiten ....
Brauchst dann eben eine Zwinge mehr oder einen Spanngurt mehr.

Kantholz:
_______
/_______\
Vorteil: ohne zieht sich der Gurt an der Kante ins Weichholz - gibt unschöne Druckstellen, die Fase wird gequetscht. Abschrägen ist für den Gurt selbst besser und er läuft beim Spannen leichter über die Kante - es verrutscht nicht so leicht. Sodann baut sich der Druck gleicmäßig auf die Breite auf.

Ach ich mach ne Zeichnung.

 

Ich hoffe, es wird so klar ...
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ID:	36084  

 

Achso für die Spanngurte sollen die Kanthölzer sein! Ich dachte zuerst längs schräg gesägt aber konnte mir nicht erklären wofür. Jetzt verstehe ich das auch.

 

Wenn ich Dich richtig verstehe, soll der Raumteiler überall 18mm Materialstärke haben ...
... d.h., auf den ersten Korpus mit 5 Fächern, möchtest Du den 2. Korpus offen anleimen.

Ich persönlich würde für diese Aufgabe KEINE Spanngurte (aus verschiedenen Gründen) verwenden.

Zu Deiner Frage:
Um den ersten Korpus fertigzustellen benötigst Du 12 Zwingen mit einer Spannweite von mind. 400mm.

Als Flachdübel würde ich die Größe "0" wählen.
1. sind diese nur 8mm tief im Holz (keine Kollisionsgefahr)
2. sollen diese nur die Position der Konstruktion gegen Versatz sichern (Festigkeit wird durch den Leim erzielt)

Etwas komplizierter/aufwendiger wird der weitere Aufbau für den Du entweder längere Zwingen benötigst oder innerhalb des Regales "spannst" (nicht optimal) ...

.... wichtig ist aber, dass Du den "offenen Korpus" immer zuerst fertigstellt (das geht mit den 400 Zwingen) BEVOR Du diesen an den vorhandenen Korpus leimst.

Aus optischen Gründen würde ich die "inneren Regalböden" nicht so tief machen wie den Korpus selbst, nur wenige Millimeter (2-6mm, abhängig von der Art und Größe der Kantenbrechung).

Die arbeitstechnische Reihenfolge und entsprechende Vorbereitung sind für ein gutes Ergebnis elementar.

 

Geändert von Linus1962 (26.09.2015 um 11:07 Uhr)
um solch ein Regal zu bauen, ist es wichtig, das nötige Handwerkzeug zu haben... selbst
wenn Du Dir aus dem Billig-Schraubenmarkt solche Zwingen besorgst... ist das für den Zweck besser als Spanngurte ( solche mit Spann-Rollen kosten auch einiges ! )
zum Regal selbst, hier sollte jede Reihe ein Element sein... gemäß Deiner Skizze wären das 4 Elemente ! diese können zum Block zus. geschraubt werden, aber nicht verleimt, weil das Regal dann sperrig wird !
also erst ein U... liegend aufbauen, dann die Borde ( mit Dübeln ) eine setzen... und zuletzt die Seitenwand darauf... wobei Du alle Dübel schön einfädeln darfst !.... bei Verwendung von Kanthölzern ( jeweils längs ) könntest Du mit 6 Zwingen auskommen !
Ideal wäre, Du kannst die dafür üblichen Zapfenverbinder ( Bajonet ) verarbeiten.... aber dafür reicht die Heimwerker-Ausstattung kaum !
Bei den langen Regalen nur mittig zus. leimen.. die weiteren Borde mittels Zapfen auflegen !
Design-Tipp von mir.... bei 40er Tiefe auch mind. 40er Quadrat-Lichte der Borde...
35-38er Tiefe, sowie Quadrat, wäre völlig ausreichend !
Gruss.....

 

Geändert von Hazett (26.09.2015 um 11:51 Uhr)
Ja Zwingen würde ich auch bevorzugen. Muss ich halt mal investieren. Ursprünglich wollte ich ja vier einzelne Türme bauen. Allerdings habe ich da bedenken wegen der Stabilität und der Optik. Auch was das untereinander verschrauben angeht möchte ich keine sichtbare Verschraubung haben.

 

Zitat von Linus1962
Als Flachdübel würde ich die Größe "0" wählen.
1. sind diese nur 8mm tief im Holz (keine Kollisionsgefahr)
2. sollen diese nur die Position der Konstruktion gegen Versatz sichern (Festigkeit wird durch den Leim erzielt)
Bei einer Längsverleimung oder beim Einsatz von Plattenwerkstoffen gebe ich Dir recht. Aber hier liegst Du leider falsch. Hier wird Hirnholz auf Längsholz geleimt und das hält überhaupt nicht gut. Die Holzverbindung muss Scherkräfte aufnehmen (vgl. Tischzarge) und den Stollen am Verwerfen hindern (vgl. Gratleiste). Da ist mir bei den niedlichen Plättchen überhaupt nicht wohl. Rüdiger Hofmann würde sagen: Kann gut gehn ... muss aber nicht.
Bei Massivholz nehme ich gar keine Lamellos sondern arbeite lieber mit Holzdübeln. Die Dübellöcher werden schnell und präzise mit dem Mafell Duodübler + Dübellehre gebohrt.
Schon beim trocken Zusammenstecken merkt man den Unterschied in Sachen Stabilität.

Aber ansonsten gebe ich Dir und Hazett recht!

 

Zitat von Olli_0815
Bei einer Längsverleimung oder beim Einsatz von Plattenwerkstoffen gebe ich Dir recht. Aber hier liegst Du leider falsch. Hier wird Hirnholz auf Längsholz geleimt und das hält überhaupt nicht gut. Die Holzverbindung muss Scherkräfte aufnehmen (vgl. Tischzarge) und den Stollen am Verwerfen hindern (vgl. Gratleiste). Da ist mir bei den niedlichen Plättchen überhaupt nicht wohl. Rüdiger Hofmann würde sagen: Kann gut gehn ... muss aber nicht.
Bei Massivholz nehme ich gar keine Lamellos sondern arbeite lieber mit Holzdübeln. Die Dübellöcher werden schnell und präzise mit dem Mafell Duodübler + Dübellehre gebohrt.
Schon beim trocken Zusammenstecken merkt man den Unterschied in Sachen Stabilität.

Aber ansonsten gebe ich Dir und Hazett recht!
Hallo Olli.

Natürlich ist es immer etwas problematisch wenn Hirnholz auf Längsholz trifft ...
... aber hier bei Fichte habe ich weniger Bedenken da auch keine großen (und vor allem keine addierenden) Kräfte ausgeübt werden. Bei Buche, Eiche und Konsorten würde ich auch eher andere Dimensionen verwenden.

Aber auf einer Länge von 340mm erscheinen mir vier(4) Lamellos schon ganz okay.

Ehrlich gesagt habe ich eher bedenken in Bezug auf die Planheit der Leimflächen und würde ggf. auf einen anderen Leim (PU) zurückgreifen.

Ansonsten gebe ich Dir Recht und natürlich sind Dübel die stabilere Variante ...
... leider aber auch kritischer in der Anwendung.

 

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