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Wie sind eure Erfahrungen mit Kostenvoranschlägen bei Wartungen, Reparaturen o.ä

04.10.2011, 09:54
Kathrin  
Denkt mal zurück an die letzte Reparatur oder Wartung eures Autos, der Gastherme, des Handys oder Elektrowerkzeugs: Selten bekommt man direkt einen Preis genannt, ohne dass das Gerät vorher unter die Lupe genommen wurde.

Lasst ihr euch grundsätzlich zuerst einen Kostenvoranschlag geben, wenn ihr etwas reparieren lassen wollt?

Habt ihr das Gefühl, dass die Kostenvoranschläge eine gute Schätzung der tatsächlich angefallenen Kosten waren?

Gibt es einen Unterschied zwischen Kostenvoranschlägen von Vertragswerkstätten/Herstellern und freien Werkstätten?

Teilt eure Erfahrungen, die ihr mit Kostenvoranschlägen gemacht habt!
Wir freuen uns auf eure Beiträge :=)
 
Kostenvoranschlag Kostenvoranschlag
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33 Antworten
Bei voraussichtlich größeren Reparaturen lasse ich mir immer einen Kostenvoranschlag erstellen. Mobiltelefone habe ich noch nie reparieren lassen, das lohnt sich eigentlich auch meist nicht. Kommt es zu größeren Abweichungen (über 10%) lasse ich mir das detailliert erklären.

 

Funny08  
Naja bei Kostenvoranschlägen versuche ich meistens soweit zu kommen, dass ich einen verbindlichen Kostenvoranschlag in den Händen halte, beim Auto lasse ich mir zuvor immer schriftlich bestätigen was ich nicht gemacht haben möchte, und dass ich ich bei Zusatzkosten zuerst telefonisch Bescheid bekommen möchte - einmal 75 DM für 3 neue Wischerblätter und 4 Liter Scheibenreiniger haben mich gebrandmarkt - seither achte ich auf jede Kleinigkeit. Beim Handy hab ich es bisher noch nie Geschafft, diese Kaputt zu bekommen

 

Leider hab ich kein gute Erfahrung gesammelt was die Autowerkstätten angeht.
Gravierenster Fall war eine Rechnung um 500€ teuer als im Kostenvoranschlag. Auch wenn teile mehr benötigt wurden war ich da sehr unzufrieden da dies noch nicht mal telefonisch abgesprochen wurde.

Ansonsten gab wenige Probleme. Werkzeug ging mir ehrlich gesagt noch keines Kaputt das ich nicht selbst reparieren konnte.

 

Zitat von Arbeiter
Gravierenster Fall war eine Rechnung um 500€ teuer als im Kostenvoranschlag.
Wenn es keine 5000€ Rechnung war hätte ichdie Schlichtungsstelle der Innung bzw. HWK eingeschaltet! 10-15% Abweichungen muss man laut HWK akzeptieren, wenn die Begründung sinnig ist. Bei zusätzlichen ungeplanten Arbeiten muss der Kunde informiert werden.

 

Zitat von DirkderBaumeister
Wenn es keine 5000€ Rechnung war hätte ichdie Schlichtungsstelle der Innung bzw. HWK eingeschaltet! 10-15% Abweichungen muss man laut HWK akzeptieren, wenn die Begründung sinnig ist. Bei zusätzlichen ungeplanten Arbeiten muss der Kunde informiert werden.

Ich hole mir bei teueren Sachen Kostenvoranschläge ein. Desweiteren vereinbare ich erst einen Rückruf bei Abweichungen und dann kann ich entscheiden ob die Reparatur durchgeführt wird. Werkstätten die Wert auf Kundenzufriedenheit legen sagen/machen das schon von sich aus.

 

Zitat von SchnitzMichel
Werkstätten die Wert auf Kundenzufriedenheit legen sagen/machen das schon von sich aus.
und alle anderen müssen es, (sofern der Kunde keinen Freibrief unterschrieben hat)

 

Abweichungen können immer mal vorkommen, aber eigentlich sollte es schon sehr genau kalkulierbar sein. Die Preise von Ersatzteilen sind vom Zulieferer erfragbar und den eigenen Stundensatz und das Arbeitstempo sollte man kennen. Wenn dann unvorhergesehenes passiert ruft man an! 

 

Susanne  
Zitat von Arbeiter
Leider hab ich kein gute Erfahrung gesammelt was die Autowerkstätten angeht.
Gravierenster Fall war eine Rechnung um 500€ teuer als im Kostenvoranschlag. Auch wenn teile mehr benötigt wurden war ich da sehr unzufrieden da dies noch nicht mal telefonisch abgesprochen wurde.

Ansonsten gab wenige Probleme. Werkzeug ging mir ehrlich gesagt noch keines Kaputt das ich nicht selbst reparieren konnte.
Hallo Arbeiter,

ich leide mit Dir und kenne das: Mit Autoreparaturen habe ich mehrfach ähnliche Überraschungen erlebt. Und wer sagt dann schon: "Neenee, baut die Teile mal schön wieder aus, das war vorher nicht vereinbart?!"

Ich vermute mal, KFZ-Mechaniker haben sich an Schwankungen und Überraschungen selbst schon so sehr gewöhnt, dass sie gar nicht auf die Idee kämen, dass es den Kunden anders gehen könnte. Auf der anderen Seite liegt zwischen "Handlungsbedarf erkennen" und "Teile einbauen" ja immer zumindest genug Zeit, um nochmal die Kosten abzuklären und genehmigen zu lassen.
Und da möchte ich dann nicht hören "wir müssen noch'n klein bisschen was machen", sondern einen Preis. Und nicht den Preis des Ersatzteils, sondern den kompletten Aufwand... Da entstehen sonst sehr kostspielige "Unschärfen" in der Kommunikation.

Also frage ich immer nach einem schriftlichen Kostenvoranschlag, und im Zweifelsfall auch nach einem schriftlichen "Nachschlag". Das spart Nerven, Stress und Geld.

Viele Grüße
Susanne

 

Oft kam es noch nicht vor, aber eine sehr unschöne Geschichte gibt es da schon.
Einige wissen ja, dass wir mit unserem Auto auf dem Weg zu Ekaat liegengeblieben sind.
Unser Schutzbrief regelte soweit alles wunderbar. Zum Sonntag wurde uns ein Leihwagen organisiert, den wir so lange nutzen durften bis unser Auto wieder ganz war. Abschleppkosten werden aber leider nur bis 150€ übernommen. Die restlichen Kosten bis nach Hause wären aber einfach zu hoch gewesen.
Also haben wir unsere Fachwerkstatt hier gefragt und mit der Zusage auf die Reparatur, wurde unser Auto sofort für insgesamt 300€ geholt. Darüber waren wir erstmal mehr als glücklich.
Hier angekommen wurde er in ein paar Minuten zerlegt, Motorschaden festgestellt und eine ganze Weile gelabert, woher es nun kommen konnte. Egal, ein neuer Motor musste her und dazu gab es die Rechnung von 300€ fürs Abschleppen und 150€ für die Ursachensuche. Wirklich gearbeitet wurde vielleicht 20min. Die restliche Zeit habe ich mit dem Chef (arbeitet nicht in der Werkstatt) gesprochen. Da ich beim Abschleppen aber so viel gespart hatte, habe ich es dabei belassen.
Der neue (gebrauchte) Motor sollte mit Einbau 1700€ kosten. Erklärung 1000€ der Motor, 500€ der Einbau (mit Öl, Zahnriemen, Kleinteile) und 200€ fürs Organisieren, Ausbauen und Transport vom Motor. Auf meine Frage, was wenn ich den Motor selber besorge, hieß es "Für 500€ baue ich ihn ein, ohne weitere Kosten."
Ich war einverstanden und besorgte den Motor. Den Einbau für 500€ ließ ich mir schriftlich geben.
Der Motor war drinne, das Auto lief und auf meiner Rechnung stand: 500€ Einbau vom Motor und rund 200€ für Zahnriemen, Ölwechsel und Kleinteile. Auf meinen Nachweis hat er leider nur den Einbau für 500€ garantiert und den Rest nicht erwähnt. Das war mein letzter Besuch dort. Ein Angestellter versuchte mir noch zu erklären, was ich denn gespart hätte, ich unterbrach ihn aber, da ich die Preise nicht kenne und gar nicht weiß, ob alles richtig ist was er erzählt.
Ein Freund (Meister einer Werkstatt) bestätigte zwar, dass der Einbaupreis (mit Gasanlage) ok sei, aber einen Preis versprechen und dann 200€ draufschlagen ist mehr als unseriös.
Wenn der Einbau mit allem drum und dran 700€ kostet, dann ist das halt so und ich muss es hinnehmen, aber solche Versprechungen gehen einfach nicht.

 

Geändert von [User gelöscht] (04.10.2011 um 11:34 Uhr)
Bei unstimmigkeiten im KFZ Handwerk hab ich die Erfahrung gemacht das allein schon die Erwähnung der Schiedsstelle von der Handwerkskammer den Werkstattmeister gesprächig macht.
Hatte vor Jahren mal den Fall als eine Werkstatt meiner Frau Teile für über 100 Euro berechnet aber nicht eingebaut hat.
Nachdem ich dann da war,mit dem Auto meiner Frau wollte er mir eine Gutschrift andrehen,er hat dann doch bar ausgezahlt.

 

Hatte vor etlichen Jahren mein Fahrzeug in der Werkstatt zur Reparatur, hatte ihm gesagt was zu machen ist,und gefragt was es kosten würde und er antwortete 100 DM
Als ich am nächsten Tag mein Auto holte gab er mir auch gleich die Rechnung 298 DM. Habe mir angeschaut was sie alles gemacht haben. Sie haben viel gemacht nur nicht das was sie machen sollten und mein Blinklicht ging als noch nicht.
Ich sagte das bezahle ich nicht es wäre eine Frechheit so eine Rechnung usw.
Ich gab ihm 100 DM und sagte , wenn sie mehr haben wollen nur über meinen Anwalt, werde das meinen Rechtsschutz übergeben. Ist bis heute nichts mehr gekommen.
Mein Vater sagte zu mir: Harry so kenne ich dich gar nicht,und ich sagte: bei so was hört der Spaß auf;-)))

 

Also hierzu muss ich mal mein Lieblings-VW-Autohaus "Feser&Wittig" in BBG loben.
Auch wenn ich mittlerweise fast 500km entfernt wohne, bringe ich mein Auto am liebsten dort hin. 1A Service, Leihwagen und Top-Preise, die auch immer eingehalten werden.
Sollte einmal etwas zusätzlich auftauchen wird angerufen und eine Lösung gefunden.
Wenn es sich verbinden lässt, wird das Fahrzeug dort hin gebracht.

Da gibts andere Vertragshändler die für einem Kühlerwechsel die ganze Fahrzeugfront demontieren, danach wieder montieren und bei der Fahrzeugübergabe sagen, "an einem anderen Teil ist was defekt und dazu muss die ganze Front weg". Ist schon klar diese Tätigkeit kostet ja auch bloß zusätzlich 200€, das zusätzliche defekte Teil nur 50€.

Unseren zweiten Pkw lassen wir in einer freien Werkstatt bei Nabholz warten/ reparieren und hier ist der Service und Preis auch vom allerfeinsten und es werden keine unnötigen Teile gewechselt.

Nur bringen wir kein Auto mehr zu ATU!!!
Hier sollte man wissen, dass jeder Mitarbeiter bei dieser Kette am Verkauf zusätzlicher Produkte verdient und so das Fhz oft mehr Mängel hat, als tatsächlich am Fahrzeug vorhanden sind.
Besonders beliebt sind Stoßdämpfer, Bremsen...

Auch Vorsicht beim Reifenkauf bei ATU, immer auf die DOT gucken!!!.
Mir haben sie schon 3 Jahre alte Michelin Reifen aufs Auto gezogen.

 

froschn  
Zitat von SchnitzMichel
Ich hole mir bei teueren Sachen Kostenvoranschläge ein. Desweiteren vereinbare ich erst einen Rückruf bei Abweichungen und dann kann ich entscheiden ob die Reparatur durchgeführt wird. Werkstätten die Wert auf Kundenzufriedenheit legen sagen/machen das schon von sich aus.
Genauso mache ich es auch, Michel!

 

Hole mir auch immer esrt mehrere Kostenvoranschläge, da darf dann glaube ich nur eine Abweichung bei Auftragserteilung von einigen wenigen Prozent sein und ansonsten besteht die Pflicht der Nachfrage, ob man denn bei höheren Kosten dennoch reparieren lassen möchte.

 

Auto: Bislang positiv (wenn auch teuer). Während der Inspektion wurde ein Schaden an der Aufhängung festgestellt. Anruf bei mir wegen des Reparaturauftrags inkl. Kostenvoranschlag. Hinterher sogar etwas billiger.

Handy: Einmal ein Garantiefall bei O². Katastrophe. Viermal zur Reparatur und das Handy ein halbes Jahr nicht zur Verfügung. Jetzt bin ich bei nem anderen Anbieter.

Elektrowerkzeug: Bis jetzt kein Garantiefall bei den teureren Geräten. Bei den billigeren Geräten lohnt sich meist der Reparaturaufwand nicht. Außerdem ein willkommener Anlass zum Neukauf eines besseren Geräts ;-)

 

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