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Wie seid ihr zum Heimwerken gekommen..

12.12.2013, 00:57
Mitlerweile ist die Zahl der Heimwerker ja sehr stark gestiegen....manche sind nur kurz als solcher Beschäftigt,...... manche ab und an mal....aber dann gibt es noch die Gruppe der Dauer-Heimwerker, jeder ein Spezialist seines Faches.
Die tollen Ergebnisse sieht man ja hier....Deshalb würde mich, natürlich nur wer möchte, mal interessieren...was hat Euch dazu bewegt, zum Dauerheimwerker zu werden, oder was war der Ausschlag für Euch sich zu spezialisieren.
Soll kein Vorstellungsthread sein, denke auch das hilft, sich Gegenseitig mal auszutauschen.
Gruß Jürgen
 
heimwerken heimwerken
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39 Antworten
Also der Anfang war wohl eher aus der Not heraus... man will was haben aber hat kein Geld es sich zu gönnen... wohl aber diverse kleine und größere Maschine und Werkzeuge... also fängt man halt mal an und versucht und probiert und irgendwann klappt es

Und mittlerweile macht mir das ganze so viel Spaß, dass ich es obwohl ich mir manches vll auch doch leisten könnte trotzdem selbst hand an lege... außer das geht gar nicht, dann muss ein Profi her oder es muss warten

 

Habe damals kein passendes Hifi Möbel gefunden das mir gefallen hätte.
Also hatte ich mir selber eines gemacht.
Steht heute noch in meinem Wohnzimmer.

 

Vater war Tischler und hat Sohn mit genommen. später aus Mangel angefangen Maschinen zu bauen. Kreissägen,Drechsel - Drehbänke, Schleifböcke, Bohrständer, Kompressoren, Abrichten und Betonmischer uvm.. Aus Vater wurde neben bei ein Schlosser und aus mir ein Tischler. Später meinen Sohn von Anfang an mit genommen.

Ob die Zahl der Heimwerker gestiegen ist, habe so meine bedenken. Was sich auf jedem Fall geändert hat ist, dass was so gebaut wird. da es ja fast alles zu kaufen gibt.

 

debabba  
bei mir ist Papa schuld.....

 

frau, haus, drei kinder..... nein spaß!

ich habe als kind schon gerne "gebastelt" und am liebsten ohne vorlagen...so "heimwerke" ich ja auch heute noch...wobei sich das ohne vorlagen ja des öffteren mal rächt^^

bei mir war ein onkel schuld: der hatte ein holzwerkstatt die gerade als kind sehr reizvoll war...und bei dem wurde fast immer was gebaut/geschraubt/gewerkelt

 

Ich kann mich Keinerle nur anschliessen.

Am Anfang waren es zwei Faktoren, kaum Geld und Standartmaße haben nicht gepasst.

Also selber gebaut.

Ein Bett
Einen Kleiderschrank (den wollte nacher sogar ein Freund von mir haben und hat sogar dafür den Materialpreis gezahlt)....man war ich da Stolz.

Später ein neues Bett
Noch eine Vitrine, der Esstisch war Kirschbaum, aber das Holz hat es nie aus den Startlöchern geschafft, daher hab ich nacher nie eine passende Vitrine fürs Geschirr gefunden....also selber gebaut.

Dann sind nach und nach immer mehr Sachen dazugekommen, auch weil der Werkzeugpark angewachsen ist und es sich einfach mehr Möglichkeiten ergeben haben.

Dann noch ein Haus, wo ständig was umgebaut wird und oft Wünsche und Ideen, die Standartware nicht bieten kann.

 

Janinez  
ich hab als Kind schon sehr viel gebastelt. Mein Mann hat sich dann eine Werkstatt eingerichtet, die mich zunächst nur am Rande interressierte. Später dann immer mehr. Leider hab ich mich nie an die Drechselmasch. getraut und jetzt kann er es mir nicht mehr zeigen

 

Probier es doch einfach mal vorsichtig aus, gibt viele Video´s in youtoub darüber

 

Könnte bitte mal ein Mod aus dem "seit" im Thema ein "seid" machen? Das beißt immer so in den Augen beim Lesen.

 

Das hab ich von Papa gelernt!
Ich musste, ab einem gewissen Alter, immer die Tapetenbahnen einkleistern! Ich habs sooooooooooooo gehasst!
Aber, heute bin ich mehr als dankbar.
Was anderen Menschen der Sport zum Ausgleich, ist mir heute die Kreativität beim Handwerken!
Macht meinen Kopf frei!

 

Funny08  
Mein Vater war Bergmannsbauer - mit Hof und Vieh - da gab es immer was zu Bauen - Geld für Handwerker war nie da - also wurde alles selbst bei uns gemacht - und das hat sich so erhalten - hatte bisher nur Heizungsbauer im Haus

 

Bei mir hat es mit unseren damaligen Hausmeister angefangen. In einem mehrfamilien Haus (ja so großer Kästen) ist das mit eigener Werkstatt nix.. Bei dem haben wir unsere erste seifenkiste gebaut/umgebaut weil nicht schnell genug. ...bei dem hieß es immer ....geht nicht gibt es nicht ..und lieber mal zuviel gefragt den einer hat meistens eine gute Idee.

 

Bei mir war auch eindeutig Papa schuld. Und das ist auch gut so!

Mein Vater hat auch schon immer fast alles selber gemacht. Schon als Kinder bekamen ich und mein Bruder einen eigenen Werkzeugkasten. Den Klassiker mit Laubsäge usw.
Ab sofort hatten wir immer Papas bestes Holz und die teuersten Nägel verbraucht, bis er Abends nach hause kam. Stolz war er trotzdem immer auf uns und wir hatten jedes mal viel Spaß und viel dazugelernt.
Das ganze hatte nun soweit geführt, das ich und mein Bruder mittlerweile jeder ein eigenes altes Häuschen haben, das wir jeweils als Trio mit Papa nahezu ohne Fremde Hilfe komplett renoviert und umgebaut haben.

 

Hmm... schwere Frage...

Irgendwie hat sich das so ergeben, bzw. wurde aus der Not heraus geboren.

Da ich in einem kleinen Dorf aufgewachsen bin, hat man überall mal in die Werkstätten der Bauern reingeschnuppert und überall etwas Wissen mitgenommen.

Das ich eine Affinität zur Mechanik habe, haben dann meine Eltern schnell festgestellt - konnten mir mangels eigenem handwerklichen Talent und fehlender Zeit (Geschäftsleute) jedoch nicht wirklich weiterhelfen.

Leider hatte ich auch keinen Opa, der mir etwas beibringen konnte.
Laut meinen Omas war wohl jeder für sich ein hervorragender Handwerker die alles selbst gemacht haben.

So habe ich mir die weiteren Kenntnisse durch Versuch und Irrtum selbst beigebracht.
In der Anfangszeit meiner beruflichen Laufbahn habe ich dann auch das Glück gehabt, dass der ein- oder andere Arbeitgeber sich bei der Wissensweitergabe nicht nur auf die reguläre Arbeit beschränkt hat...

Mittlerweile ist es so, dass ich vieles lieber einfach gleich selber mache, bevor ich lange jemanden darum bitten muss... hängt evtl mit früheren Erfahrungen zusammen

...und um meiner Vergangenheit vorzubeugen, versuche ich meinen Kindern so weit wie möglich alles Handwerkliche beizubringen...

 

@all
klingt sehr in interessant, finde es toll, wie jeder sein Geschick fand.....

Bei mir war es glaube ich in die Wiege gelegt.
Jahre später, nach meiner Ausbildung und meiner Dienstzeit bei der Küstenwache, als ich nenne es einmal, sesshaft wurde...meine Sturm und Drangzeit ...am Ende war, vertiefte ich mein Hobby immer mehr....Ich fing an zu drechseln, schreinern und zu restaurieren.....

2010 kam dann der berufliche Zusammenbruch, ..Diagnose - Burn out-...dann fing ich mein Tun, Machen und berufliches Leben von vorne an, machte den langen, üblichen Weg, teils mit, teils ohne amtl. Unterstützung durch....eben das ganze Programm, wenn man davon betroffen ist.....HILF DIR SELBST, SONST HILFT DIR KEINER...was das heisst, habe ich selbst nach allem gelernt...bin eben kein Politiker, oder andere Person im öffentlichen Leben, die geholfen bekommt.....egal, dass ist aber ein anderes Thema....

Ich vertiefte immer mehr mein Wissen im Bereich Drechseln- Holzgestaltung-Restauration von Antik Möbel....usw...stelle mein Holzöl für Gegenstände selbst her.....
Arbeite, wie schon geschrieben ehrenamtlich in der Jugendförderung, machte Spendenaktionen für soziale Einrichtungen, an Krebs erkrankte Kinder.........gebe Kurse im Drechseln, Oberflächenbehandlungen- Schellack, Öl, Politur von Holz, schreinere, bastle usw.
Was gibt es schöneres anderen sein Wissen weiter zu geben.....ein altes Handwerk DRECHSELN....am Leben zu halten.

Heute kann ich sagen, ich bin froh mein Hobby gehabt zu haben...denn das half mir wieder Spass am Leben zu finden.....
Mein Motto lautet:
Gebe Holz ein neues Leben.

 

Geändert von Holzkunst (12.12.2013 um 11:25 Uhr)
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