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Wie Schimmel auf den Grund gehen?

27.01.2013, 15:20
Hallo zusammen,

RIESENPROBLEM!

Ich habe heute zwei Schimmelstellen im Schlafzimmer entdeckt und ich habe absolut keine Ahnung, woher diese kommen können!

Das Schlafzimmer wird dreimal täglich quergelüftet. Im Schlafzimmer wird keine Wäsche getrocknet.

Eine Stelle ist an der Decke in der Ecke Richtung Außenwand. Über dem Schlafzimmer gibt es eine weitere bewohnte Wohnung.

Die andere Stelle ist an der Wand neben dem Heizkörper Richtung Außenwand. Aber nur auf einer Seite. Auf der anderen Seite des Heizkörpers ist kein Schimmel.

Das Schlafzimmer wird in der Abwesenheit mit 18 Grad geheizt. Nachts mit 20, weils die Dame ein wenig wärmer mag.

Während des Querlüftens sind die Heizkörper ausgeschaltet.

Jetzt frage ich mich mehrere Dinge:

1. Woher kann dieser Schimmel kommen? Von außen und, oder von innen?
2. Wie ist 1. zu überprüfen?
3. Wie ist dieser Schimmel nachhaltig und restlos zu beseitigen?
4. Warum bildet sich ausgerechnet an diesen beiden Stellen Schimmel? Z. B. ist der Rest der Decke schimmelfrei.
5. Habe ich evtl. was vergessen, zu beachten und jetzt hier nachzufragen? ;-)

Ich freue mich auf eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

DU
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33 Antworten
Könntest du evtl. ein paar Bilder hochladen...das könnte hilfreich sein.

 

Die eine Seite am Heizkörper wo der Schimmel ist, ist das zufälig der, wo die Heitleitungen liegen und liegt in der Wohnung darüber auch der Heizkörper (was ich fast annehme)?

Ich nehme auch an, das Die Heizungsrohre Unterputz verlegt sind.

denn dann (reine Spekulation) könnte ein Leitungsrohr undicht sein.

 

Das mit dem defekten Heizungsrohr glaube ich nicht...das hätte dann andere Auswirkungen.
Da beide Schimmelstellen im Bereich der Aussenwände liegen, liegt meine Vermutung erst einmal im Wärmebrückenbereich.
Wie sieht es aussen an der Fassade aus?
Verläuft im Bereich des Schimmels aussen das Fallrohr?...Wenn ja, dann könnte Wasser über vielleicht falsch montierte Fallrohrschellen ins Mauerwerk laufen.
Ist die Fassade gedämmt? Ist der Putz der Fassade irgendwo rissig oder abgeplatzt?
Den Schimmel zu beseitigen ist kein Problem...aber zuvor muss die Ursache behoben werden.

 

Wenn in einer Ecke (nur Wand) .... ist es meist ein schlecht isoliertes Detail von Aussen,
wo die kältere Ecke die Luftfeuchte ( Atem ) niederschlägt ! macht sich bei den unter
- 10° C Temperaturen ( Dauerfrost ) schon bemerkbar !
ein Feuchtflecken im Deckenbereich lässt auf eine Leckkage von OBEN schließen,
jemand Wasser verplempert, oder wie Hermen schreibt, vom lecken Rohrsystem ?
Vermindern kann man dieses mit ordentlichen Luftentfeuchtern ( die Granulat -
Behälter gehen auch !) müssen nur grossflächig genug sein ! ( ausprobieren !!!)
Absperren mit Antischimmelfarbe ist nicht unbedingt zu Empfehlen, weil Algicide auch Schadstoffe verdunsten.....abwischen mit einer Silberoxidanten - Lösung wäre noch
eine brauchbare Lösung ....kann da im Moment leider keine Marke empfehlen !
feuchte Ecke mit nem kräftigen Turbofön antrocknen ( nicht rösten !) und dann mit
div. Mitteln behandeln...Schutzbrille nicht vergessen !
Gruss von Hazett

 

Also, die Heizungsrohre verlaufen genau auf der anderen Seite des Heizkörpers.

Auf dem ersten Blick aus dem Fenster und der Außenwand/Fassade entlang, runter und rauf, sind keine Löcher ... zu sehen. Allerdings vereinzelte kleine Risse. Diese wiederum alle aber nicht auf Höhe der Schimmelflecken. Auf der Seite der Schimmelflecken läuft ein Fallrohr entlang. Die Fallrohrschellen sind allerdings auch nicht auf Höhe der Schimmelflecken befestigt. Wie die Fassade gedämmt ist, weiß ich nicht.

Anbei zwei Bilder von den Schimmelflecken.
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Name:	20130127_161052.jpg
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ID:	16993   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	20130127_161118.jpg
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Größe:	37,8 KB
ID:	16994  

 

Die Fallrohrschellen müssen nicht unbedingt im Schimmelbereich liegen.
Wasser sucht sich seinen Weg (Kapilarwirkung) und sammelt sich an einer bestimmten Stelle.
Genauso aber auch mit den Rissen an der Fassade.
Wie sind denn die Fallrohrschellen montiert?
Von oben nach unten ins mauerwerk, oder von unten nach oben?

 

Zitat von RedScorpion68
Die Fallrohrschellen müssen nicht unbedingt im Schimmelbereich liegen.
Wasser sucht sich seinen Weg (Kapilarwirkung) und sammelt sich an einer bestimmten Stelle.
Genauso aber auch mit den Rissen an der Fassade.
Wie sind denn die Fallrohrschellen montiert?
Von oben nach unten ins mauerwerk, oder von unten nach oben?
Als Laie muss ich sagen:

Die Fallrohrschellen sind von vorne nach hinten montiert! ;-)

Ich kann da nichts von oben nach unten oder umgekehrt erkennen.

 

Ob es daran liegt, kann man nicht direkt sagen...aber es könnte die Ursache sein.
Hier zum besseren Verständnis eine Skizze:
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Name:	img008.jpg
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Größe:	34,7 KB
ID:	16997  

 

Deine Fotos zeigen hier Kältebrücken, beim Heizkörper , wo unten beim Parkett die kühlere
Luft (mit Feuchte ) nachströmt, die Aussenwand ist hier halt sehr dünn !
Abhilfe kann hier eine zus. mit Styropor und ALU kaschierte Auskleidung schaffen....
zudem wird die Wärme besser reflektiert...aber RUNDUM machen, wobei die Schimmelecken
mit Chemie zuvor behandelt werden sollten !
Die ECKEN... oben... sind ebenfalls Kältebrücken, wo sich die Atemluft niederschlägt !
Ebenfalls TROCKNEN..... und mit Chemie behandeln..... hierbei die Verträglichkeit
beachten ! wobei es zunächst bei der Behandlung bleiben sollte....und im Frühjahr wieder
behandeln..und dann die Rauhfaser neu streichen ! Entfeuchter können die Wassermenge
der Atemluft reduzieren !
Gruss von Hazett

 

[QUOTE=Hazett;296810...Abhilfe kann hier eine zus. mit Styropor und ALU kaschierte Auskleidung schaffen....[/QUOTE]

DON'T DO THIS!!!
Diesen Lösungsvorschlag bitte nur dann ausführen, wenn man eine Schimmelzuchtanlage aufbauen möchte.

 

Zitat von Hazett
Deine Fotos zeigen hier Kältebrücken, beim Heizkörper , wo unten beim Parkett die kühlere
Luft (mit Feuchte ) nachströmt, die Aussenwand ist hier halt sehr dünn !
Abhilfe kann hier eine zus. mit Styropor und ALU kaschierte Auskleidung schaffen....
zudem wird die Wärme besser reflektiert...aber RUNDUM machen, wobei die Schimmelecken
mit Chemie zuvor behandelt werden sollten !
Die ECKEN... oben... sind ebenfalls Kältebrücken, wo sich die Atemluft niederschlägt !
Ebenfalls TROCKNEN..... und mit Chemie behandeln..... hierbei die Verträglichkeit
beachten ! wobei es zunächst bei der Behandlung bleiben sollte....und im Frühjahr wieder
behandeln..und dann die Rauhfaser neu streichen ! Entfeuchter können die Wassermenge
der Atemluft reduzieren !
Gruss von Hazett
Würde auch sowas

http://www.henkel.de/cps/rde/xchg/he...am1=000000PLAS

gehen/ausreichen?

 

Zitat von RedScorpion68
DON'T DO THIS!!!
Diesen Lösungsvorschlag bitte nur dann ausführen, wenn man eine Schimmelzuchtanlage aufbauen möchte.
Warum nicht?

 

Weil eine Dämmung von innen totaler Blödsinn ist.
Wenn sowieso schon Kältebrücken (die normalerweise als Wärmebrücke bezeichnet werden) vorhanden sind, dann muss man mit einer Innendämmung nicht noch zusätzliche Wärmebrücken schaffen.
Kurz erklärt:
Falls die Wand Wärmebrücken haben sollte und von innen mit Styropor gedämmt wird, dann trifft die warme Raumluft auf kaltes Mauerwerk und setzt sich als Kondensat ab(Taupunkt)...also hinter der Styroporisolation...was zur Folge hat, das dein Schimmelproblem dadurch gefördert statt beseitigt wird.

 

Als erst Maßnahme:
Sollten auf der Fensterbank Zimmerpflanzen stehen, diese erstmal aus dem Schlafzimmer entfernen. Manche Pflanzen geben über die Blätter Feuchtigkeit ab.
Kann man durch Orchideen ersetzen...und die freuen sich, weil die die Feuchtigkeit aufnehmen.
Zweite Maßnahme:
Die Tagestemperatur von 18° auf 21° erhöhen. Kühl gehaltene und wenig beheizte Räume neigen meist öfter zu Schimmelproblemen.
Dritte Maßnahme:
Wenn möglich, nachts die Schlafzimmertür geöffnet lassen, da der Mensch Nachts viel Feuchtigkeit abgibt (ca. 250-400ml/Person)...und bei zwei Personen also doppelt so viel.
Vierte Massnahme:
Wenn möglich, das Fenster nachts gekippt lassen.

Seit wann besteht das Problem?
Sollten es tatsächlich Wärmebrücken sein, müsste das Problem schon längerfristig vorhanden sein.

 

Zitat von RedScorpion68
Als erst Maßnahme:
Sollten auf der Fensterbank Zimmerpflanzen stehen, diese erstmal aus dem Schlafzimmer entfernen. Manche Pflanzen geben über die Blätter Feuchtigkeit ab.
Kann man durch Orchideen ersetzen...und die freuen sich, weil die die Feuchtigkeit aufnehmen.
Zweite Maßnahme:
Die Tagestemperatur von 18° auf 21° erhöhen. Kühl gehaltene und wenig beheizte Räume neigen meist öfter zu Schimmelproblemen.
Dritte Maßnahme:
Wenn möglich, nachts die Schlafzimmertür geöffnet lassen, da der Mensch Nachts viel Feuchtigkeit abgibt (ca. 250-400ml/Person)...und bei zwei Personen also doppelt so viel.
Vierte Massnahme:
Wenn möglich, das Fenster nachts gekippt lassen.

Seit wann besteht das Problem?
Sollten es tatsächlich Wärmebrücken sein, müsste das Problem schon längerfristig vorhanden sein.
21 Grad und Fenster kippen? Gut gegen Schimmel, aber weniger gut fürn Heizkostengeldbeutel, oder!? ;-)

Oh, seit wann das Problem genau besteht, keine Ahnung. Ca. 1,5 Monate!?

 

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