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Wie oder womit schärft ihr euer Werkzeug?

07.11.2012, 11:44
Stechbeitel, Schnitzmesser, Hobelmesser und Drechselmesser werden irgendwann einmal stumpf.

Vor einigen Monaten habe ich mir einen neuen Stechbeitelsatz von Kirschen gegönnt, und irgendwann werden auch diese nicht mehr so scharf sein wie am ersten Tag.
Meine alten Stechbeitel habe ich immer an der stationären Teller- und Bandschleifmaschine geschliffen, mit 1500er Wasserschleifpapier "feingeschliffen" und mit dem Speckstein abgezogen.
Das funktionierte bei dem alten und recht günstigen Stechbeitelsatz recht gut und die Klingen waren auch immer sehr scharf.
Meine neuen und nicht gerade billigen Stechbeitel möchte ich aber nicht mehr auf diese Art schleifen.
Deshalb denke ich schon einige Zeit darüber nach, mir eine Maschine zum Schleifen meiner Werkzeuge zuzulegen, die sowohl für Stechbeitel als auch für Hobelklingen geeignet ist.
Im Netz werden unzählige Maschinen angeboten. Eine davon ist diese hier.
Meine Frage nun an euch:
Schleift Ihr von Hand oder benutzt ihr auch eine Maschine dafür?
Welche Maschine ist zu empfehlen und von welcher ist generell abzuraten?
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27 Antworten
ich schärfe selbst (manuell):
Kettensäge, Messer, Abziehklingen, Sense. Rasenmäher

ich lasse schärfen:
Stechbeitel, manche Sägeblätter (z.Bsp. von der Brennholzsäge 700mm!), lange Steinbohrer (900mm), manche Fräsmesser

ich werfe weg:
Einweghobelmesser, kleine Bohrer, Einwegskalpelle

Eine ordentliche Maschine ist recht teuer. Und wenn ich eine habe, kann ich es ja noch nicht. Wenn ich mein großes Sägeblatt oder ein paar Stechbeitel versaue, wird das richtig teuer.
Das Schärfen der Kettensäge habe ich gelernt und bei den anderen Sachen, die ich selbst schärfe, ist das Verlustrisiko überschaubar.

 

Ich schärfe da Werkzeug immer beim Nachbar, der hat eine Tormek. Damit kan mann Beitel, Scheren, Messer, Drechseleisen, Bohrer, Hobelmesser, uvm rasierklingenscharf schleifen. Das Dings kostet allerdings mit Zubehör und allem um die 700€, allerdings ist das Gerät es wert, Es ist kein Nacharbeiten mit Schleifsteinen erforderlich, der Schliff ist so sauber, wie vom Schärfdienst. Mit der Lederpolierscheibe wird dann noch der letzte Grat beseitigt.

Tormek ist eine Schweizer Firma, sie hat zwei unterschiedlich Grosse Geräte im Programm, hier :

http://www.handelsmarken-schweiz.ch/...ormek_2012.pdf

 

wenn vorhanden mit dem bandschleifer. auch das teure zeug. man sollte aber durchaus sachte zu werke gehen, sonst wird aus nachschleifen schnell ausglühen...

 

Zitat von holwerker
Ich schärfe da Werkzeug immer beim Nachbar, der hat eine Tormek. Damit kan mann Beitel, Scheren, Messer, Drechseleisen, Bohrer, Hobelmesser, uvm rasierklingenscharf schleifen. Das Dings kostet allerdings mit Zubehör und allem um die 700€, allerdings ist das Gerät es wert, Es ist kein Nacharbeiten mit Schleifsteinen erforderlich, der Schliff ist so sauber, wie vom Schärfdienst. Mit der Lederpolierscheibe wird dann noch der letzte Grat beseitigt.

Tormek ist eine Schweizer Firma, sie hat zwei unterschiedlich Grosse Geräte im Programm, hier :

http://www.handelsmarken-schweiz.ch/...ormek_2012.pdf
Die hatte ich mir auch schon angeschaut...und beim Preis feuchte Augen bekommen...

 

dausien  
Von Hand!

Nach dieser Anleitung

gibt dazu auch ein tolles Video von Heiko Rech (holzbastler)

 

... brauchte ich bisher noch nicht aber ich denke, dass ich mich selbst da einfach nicht herantraue ...

 

Hallo,
Zitat von dausien
gibt dazu auch ein tolles Video von Heiko Rech (holzbastler)
Ich bin noch ncicht dazu gekommen, die Videos auf meinem Blog auch zusammenzufassenl. Es gibt insgesamt drei Videos zum schärfen. Das erste zeigt, was man braucht, das zweite wie ich es mache und das dritte, wie ich die Steine plan halte.

Hier die Links:
Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=0neE5zXpMgc

Teil 2: Hier mag die Forensoftware den Youttube- Link nicht, schauts euch hier an:http://holzwerkerblog.de/2012/10/18/...-video-teil-2/

Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=2zQ2rlFTias

Zusammen ca. 38 Minuten

Gruß

Heiko

 

Geändert von holzbastler (07.11.2012 um 13:50 Uhr)
Mir fallen da eigentlich nur Bohrer und Messer ein und als Metaller wäre es eine Schande, wenn ich die nicht selber schleifen könnte

 

Ekaat  
Mir geht es, wie Ricc, nur mit dem Zusatz, daß ich auch Stechbeitel selbst nachschleife.
Kleiner Tipp dazu: die Unterseite des Beitels kreuzweise schleifen. Erstens bleibt sie dann plan und zweitens sieht man, ob man im richtigen Winkel angesetzt hat. Anschließend, genau wie Messer, mit einem Wetzstahl gem. Skizze abziehen.
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Wetzstahl.jpg
Hits:	0
Größe:	12,2 KB
ID:	15604  

 

Geändert von Ekaat (07.11.2012 um 16:03 Uhr) , Grund: Skizze hinzugefügt
Messer, Boher, und Sägeketten schleife Ich selbst an.

Klingen vom Hobel/E-Hobel und Stechbeitel gebe ich einem Freund mt. Der erledigt das in der Firma. Kostet immer nur ein Päkchen Kaffe für seine Truppe.
Bissher kam immer alles TipTop zurück.
Über das Selbstschärfen habe Ich mir deshalb noch nie Gedanken machen müssen.

 

Zitat von Ekaat
Mir geht es, wie Ricc, nur mit dem Zusatz, daß ich auch Stechbeitel selbst nachschleife.....
Würde ich sicher auch, wenn ich diese benutzen würde

 

Hallo Ekaat,

wenn ich lese, dass Stechbeitel mit dem Wetzstahl geschärft werden, stellen sich mir die Nackenhaare. Da gefällt mir der Bandschleifer ja noch besser.

Was kannst du den mit so malträtierten Stemmeisen außer warmer Butter zerteilen noch machen?

Gruß

Heiko

 

Ekaat  
Zitat von holzbastler
Hallo Ekaat,

wenn ich lese, dass Stechbeitel mit dem Wetzstahl geschärft werden, stellen sich mir die Nackenhaare. Da gefällt mir der Bandschleifer ja noch besser.

Was kannst du den mit so malträtierten Stemmeisen außer warmer Butter zerteilen noch machen?

Gruß

Heiko
Mit dem Wetzstahl wird der unvermeidliche Grat, der beim Schleifen entsteht, abgezogen, nicht der Stahl geschliffen. Zum Schleifen ist der Wetzstahl ungeeignet. Ich schreibe ja auch: »Anschließend, genau wie Messer, mit einem Wetzstahl gem. Skizze abziehen.«
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

 

Stechbeitel geb ich auch weg,ansonsten wird alles selbst angeschliffen,Sägeketten,Bohrer
usw.

 

Hallo Ekaat
Zitat von Ekaat
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil
Ich habe richtig gelesen. Der Wetzstahl hat meiner Meinung nach nichts an einem Stemmeisen verloren, auch nicht zum abziehen. Auch da sträuben sich mir die Nackenhaare.

Was du mit dem kreuzweisen Schleifen der Spiegelseite schreibst, verstehe ich nicht. Wozu soll man die denn dauernd schleifen? Und was hat es mit dem richtigen Ansetzen bei der Spiegelseite auf sich? Da kann ich dir nicht folgen. Ich ziehe die Spiegelseite nur auf dem 8000er Stein ab, um den ganz feinen Grad nach dem Abziehen der Fase zu entfernen. Da reichen ein bis zwei Züge auf dem plan geschliffenen Stein. Da bleibt dann natürlich auch die Spiegelseite plan.

Geschliffen wird die Spiegelseite ebi meinen Eisen nur einmal, nach dem Kauf eines neuen Eisens. Vielleicht beschreibst du deine Vorgehensweise ja einmal näher, vor allem was du vor dem Einsatz des Wetzstahls machst.

Mich würde auch interessieren, wie ein so geschärftes Eisen aussieht und was du damit dann machst. Denn wie genau man ein Werkzeug schärfen muss hängt ja auch von dessen Verwendung ab.

Gruß

Heiko

 

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