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Wie habt ihr euer Haus vor Rückstau aus dem Kanalsystem gesichert?

28.02.2014, 17:59
Wir haben hier ein Trennsystem darum hab ich beim Hausbau nicht daran gedacht etwas zur Rückstausicherung zu tun. Da ich nun auf einer Kläranlage als Klärwärter arbeite denke ich schon anders darüber nach. Der Kanal kann nicht nur durch große Regenmengen einstauen bzw. rückstauen sondern evtl. auch durch Toilettenpapier und sonstige Dinge (Ihr glaubt nicht was alles so in Kanal schwimmt) verstopfen und so kann dann das Abwasser im Kanal ansteigen und ins Haus gelangen.
Gefährdet sind alle Anschlüsse unter der Rückstauebene. Die Rückstauebene ist der Bereich unterhalb der Oberkante des nächsten Kanalschachts bei Trennsystem bzw des nächsten Straßeneinlaufs bei Mischsystem vor der Einleitestelle also Flussrichtung beachten.

Die Hausbesitzer sind dafür verantwortlich ihr Haus gegen Rückstau aus dem Kanal zu sichern. Habt ihr euch überhaupt schon einmal mit dem Thema befasst? Wie habt ihr das bei euch gemacht? Habt ihr das Ganze haus gesichert oder einzelne Anschlüsse unterhalb der Rückstauebene?
 
Kanal, Rückstau, Rückstausicherung, voll gelaufene Keller Kanal, Rückstau, Rückstausicherung, voll gelaufene Keller
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23 Antworten
Woody  
Huch, ich wußte gar nicht, dass es sowas überhaupt gibt. Aber ich geh mal nach >40 Jahren problemfreies Wohnen in meinem Haus davon aus, dass schon alles stimmen wird

 

Problemfrei leben wir auch seit knapp sechs Jahren aber man kann ja nicht nach dem Motto leben das so etwas nur anderen passiert. Oder weil es so lange gut ging weiterhin gut gehen wird.
Erinnert mit an Die Hymne der Elektriker."Tausend mal berührt, tausendmal ist nix passsssssss...."

 

Theoretisch sollte eine Rückschlagklappe das Schlimmste verhindern. Die tiefliegenden Räume kann ich auch manuell absperren. Bei angekündigtem Starkregen mache ich das auch.

 

Das ist genau so wie es sein sollte. würde man beim Mischsystem den kompletten Kanal mit einer Rückschlagklappe absperren würde einem das eigene Regenwasser direkt vom Dach in den Keller laufen.

 

Zitat von Woody
Huch, ich wußte gar nicht, dass es sowas überhaupt gibt. Aber ich geh mal nach >40 Jahren problemfreies Wohnen in meinem Haus davon aus, dass schon alles stimmen wird

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Wir wohnen zum Glück über der Rückstauebene soweit drüber, dass kein Bedarf daran ist. Sollte es mal so schlimm regnen, dass das Haus unter Wasser gehen sollte, mach ich einfach die Kellertür ganz auf und das Haus läuft dann leer. Vielleicht **** für die, die drunter wohnen... Wir hatten schon ordentliche Güsse mit 30 cm Wasserstand im Garten am tiefsten Punkt, ist aber alles ohne Schäden gut abgelaufen. Rückstauverschluss schön und gut, Nachbarn ganz unten in der Sohle hatten mal die Garage voll Wasser stehen (10 cm) weil die Straßenentwässerung die Menge nicht gepackt hat. Schlechte Planung und Ausführung seitens Versorger. nun ja, auch das ist Schnee von gestern.

 

Woody  
Danke Linus. Ich bin gut 2m über der Rückstauebene.

 

Seit 2012 sind wir mit dem häuslichen Abwasser an die zentrale Entsorgung angeschlossen.
Eine Rückstauklappe - Rattenklappe habe ich nicht eingebaut, war auch keine Pflicht, nur eine Revisionsklappe im Übergangsschacht und das wars.
Bei Hochwasser durch den Kanal, wäre meine I. offene Ausgabestelle im WC im EG.
Das Niederschlagswasser wird im Grundstück entsorgt, eine Dachhälfte geht praktischerweise in den Brunnen.
Passt schon.

 

Ich kann nur den Tipp geben immer ein Rückstau-Ventil einzubauen sofern man nicht gerade am Berg Wohnt. Beim Hochwasser letztes Jahr im Juli hätten sich da viele Ärger erspart bei denen das Wasser nicht ins Haus kam aber dafür das Abwasser sich ins Haus gedrückt hat. Es reicht meist schon ein Stark-Regen aus um die Kanalissation zu überfluten und schon geht die Sch...e wieder zurück ins Haus. Für mich wäre der Reinigungsaufwand einfach viel zu groß und so eine Teil bekommt man um etwa 130€. Danach hat man aber keine Scherereien!

 

Zitat von Lionsreich
Ich kann nur den Tipp geben immer ein Rückstau-Ventil einzubauen sofern man nicht gerade am Berg Wohnt. Beim Hochwasser letztes Jahr im Juli hätten sich da viele Ärger erspart bei denen das Wasser nicht ins Haus kam aber dafür das Abwasser sich ins Haus gedrückt hat. Es reicht meist schon ein Stark-Regen aus um die Kanalissation zu überfluten und schon geht die Sch...e wieder zurück ins Haus. Für mich wäre der Reinigungsaufwand einfach viel zu groß und so eine Teil bekommt man um etwa 130€. Danach hat man aber keine Scherereien!
Danke Lionsreich für Deinen Tipp!
Vor etwa 1 1/2 Jahren hatten wir ähnliches, d.h. bei Starkregen konnte das Abwasser in der Waschküche nicht richtig abfließen, staute sich und füllte den Abflußkasten, der Boden wurde leicht überflutet! Hier werde ich vorsorglich auch bald was machen müßen!
Gruß Erich

 

Bei uns ist nichts dergleichen verbaut.
Es wurde anfang der 90iger überhaupt erst verlegt.
Gab hier nie Probleme, wir wohnen auf dem Berg, Rückstauebene liegt unter den Abflüssen.

So und jetzt das Problem, letzten Sommer waren die Kanalreiniger da, haben im Dorf mal ordentlich durchgespült, so und die meißten haben keine Rückstauklappe.

Wenn einige bestimmte Anwohner zu hause gewesen wären hätten die Prügel bezogen und zwar richtig...
Bei uns war ne ordentliche Pfütze vorm Pinkelbecken aufm Gästeklo und dort auch alle Siphons leer (Waschbecken, Schüssel u Pinkelbecken) Fäkalien waren insoweit nicht zu sehen,gerochen hats nicht, eher im Raum nach Abfluss, ich habs aufgewischt und mir nichts dabei gedacht.
Andere Abflüsse im Haushalt liegen weiter weg, da war nichts.
Einige Nachbarn hatten kürzere Leitungen und weniger Glück.
Angeblich sind Rückstauklappen Pflicht (Satzung Abwasserzweckverband), AHA, nur geliefert oder eingebaut haben die das damals nicht, aber fett Kohle kassiert.

 

Diese Rückstauklappen sind keine Pflicht oder Vorschrift. Sie werden aber Normalerweise auf Anraten der Bau-Firma mit in die Bodenplatte mit eingelassen.

 

@Benderman: Der Einbau der Rückstauklappen ist auch Sache des Hausbesitzers und nicht des Kanalbetreibers. Bei uns ist es so geregelt das der Kanal innerhalb des Grundstücks auch Sache des Besitzers ist. Was ich nicht für sinnvoll halte. Da hier die meisten Schadhaften Kanäle sind und somit auch Fremdwasser eindringt das die Kläranlagen zusätzlich belastet und auch Kosten verursacht.

Ich hab letztes Jahr eine neue Gebäudeversicherung abgeschlossen und da sind Schäden durch Rückstau aus dem Kanal nicht versichert, wenn man keinen entsprechenden Rückstauschutz verbaut hat. Wobei ich mir denke wenn man die richtigen Schutzmaßnahmen verbaut dann ist die Wahrscheinlichkeit solcher Schäden gegen null.

 

Ich kann nur sagen, das die, die den Kanal gespült haben gesagt haben das ne Rückstauklappe laut Satzung/Bestimmungen des zuständigen Abwasserzweckverbandes Pflicht ist. Bei uns und bei den meißten Nachbarn ist keine verbaut.
Und wenn hier keiner den Kanal spült, passiert auch nichts.

 

Ok, ich habs nachgelesen:
Zitat: WZV Saale-Fuhne-Ziethe
§ 13 Sicherung gegen Rückstau
(1) Rückstauebene ist die Straßenoberfläche vor dem anzuschließenden Grundstück. Gegen Rückstau bis zur Rückstauebene hat sich der Grundstückseigentümer selbst zu schützen.

Interessant, bei uns liegt alles darüber.

 

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