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Wie feuchte Wand sanieren?

20.07.2014, 20:05
In meiner Werkstatt ist eine Wand feucht. Es handelt sich nicht um eine Aussenwand. Weil die Wand feucht wird, beginnt alles zum schimmeln was an der Wand steht oder befestigt wird. Das Haus ist ca. 100 Jahre alt. Ich habe den Eindruck, dass die Feuchte von unten aufsteigt.

Wie kann ich die Wand sanieren?

Ich habe mir überlegt, das ich mit ein paar Zentimeter Abstand eine Trockenbauwand einziehen könnte. Oben und unten würde ich einen Spalt offen lassen, damit Luft zwischen der alten und der neuen Wand zirkulieren kann.

Alternativ habe ich gelesen das man Kieselgut oder Kiselbildner in die Wand iniziren kann. Dazu habe ich aber nicht viel brauchbares im Internet gefunden. Vielleicht kennt das jemand.

Vielleicht gibt es ja noch weitere Alternativen.

Viele Grüsse
diyselfer
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feuchte Wände, Feuchtigkeit feuchte Wände, Feuchtigkeit
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21 Antworten
Woody  
Eine Wand davor setzen behebt ja nicht die Ursache der Feuchtigkeit und damit Schimmelbildung. Du verschlimmerst das ganze dadurch eher nur, weil die Luft nun noch weniger zirkulieren kann.

Diese Injektionskuren für feuchte Mauern sind mir ein Begriff, helfen aber nur als Trockenlegungsmaßnahme für die Mauer. Nachfolgende Feuchtigkeit vmtl. vom Grundwasser (?) wirst du auf Dauer nur durch eine Horizontalsperre im Mauerwerk am Aufsteigen hindern können.

Bin selbst an dem Thema interessiert da Betroffene. Allerdings Außenmauer.

 

Also ich würde erstmal die Ursache suchen und beheben.dann bautrockner rein und erstmal trocken bekommen.und dann weiter sehen.entweder nur schimmel behandeln oder putz ab und neu anputzen ider dann halt die trockenbau wand davor.aber erstmal ursache beheben

 

Eine Vorsatzschale ist defenitiv die falsche Vorgehensweise.

Es gibt Möglichkeiten nachträglich eine chemische oder mechanische Horizontalsperre einzubringen.
Der örtliche Baustofffachmarkt sollte dir nähere Infos geben können.

Ansonsten gibt es bei Wiki einen relativ umfangreichen Artikel:
Klick

 

Danke für den Wikipedia Link!

Die Ursache genaue herauszufinden dürfte schwierig werden. Meine Vermutung ist, dass die Mauer keine Horizontalsperre hat und sich von unten mit Grundwasser vollsaugt. Auf den Fotos ist ja auch ersichtlich, dass die Farbe nur auf dem untersten Drittel der Wand abblättert.

Da es eine tragende Wand ist, sind mir die Verfahren mit ausbrechen oder Blech einschlagen nicht ganz geheur. Gibt es ein Injektionsverfahren dass man selbst vornehmen kann oder braucht es dazu einen Spezialisten?

 

Funny08  
Also es gibt Drucklose Injektionsverfahren, wo du Löcher in die Wände Bohrst und dann Vorratsbehälter ansteckst, in die eine Flüssigkeit kommt, welche dann nach und nach die Mauer durchdringt und abdichtet. Das Problem bei fast allen Injektionsverfahren ist aber, dass sie selten wirksam sind. Ich hab mal was davon gelesen, dass etwa 60-70% der Injektionen nicht vollkommen wirken - meist weil in der Vorbereitung das Mauerwerk nicht gänzlich durchgetrocknet war.

Ich hab auch solch einen Keller - welcher 120 Jahre auf dem Buckel hat - auch hier waren die Wände gerne feucht - die beste Abhilfe war, gezielteres Lüften, was heißt im Sommer nur dann Lüften wenn Nachts die Temperatur draußen niedriger ist, als die Drinnen - ansonsten kondensiert das Wasser der warmen Außenluft in der kälteren Kellerluft - und im Winter viel viel Lüften um das Wasser aus dem Mauerwerk zu bekommen. Hat bei mir recht gut geholfen.

 

http://www.1-2-do.com/de/projekt/Hau...er-bauen/3938/
Hab da was für dich,hat bei mir gut funktioniert,die Wand ist deutlich trockener.

 

Woody  
Zitat von HOPPEL321
http://www.1-2-do.com/de/projekt/Hau...er-bauen/3938/
Hab da was für dich,hat bei mir gut funktioniert,die Wand ist deutlich trockener.
Diese Aktion ist nun 3 Jahre alt. Was heißt bei dir "deutlich trockener"? Eine vollständige Trocknung ist nicht erzielbar?

 

Da die Wand immer noch nicht weiterbehandelt wurde,kann ich die Werte noch nachmessen.Die wand ist jetzt nach 3 J. trocken,auch im Winter.
Die aufsteigende Feuchtigkeit ist weg.
Es sollte eigendlich noch ein neuer Putz drauf,aber wir haben den "Plan"geändert,es soll
bei nächster gelegenheit eine Terassentür rein und der Raum zur Küche dazu genommen werden,bisher scheiterts an den Finanzen.

 

Woody  
Danke Hoppel, das gibt mir Hoffnung für meine Mauer. Woher hast du dieses Kieselöl bezogen?

 

Also ich würde lieber eine Fachmann fragen, nicht das irgendwas schaden nimmt.und je länger man wartet und vielleicht nich irgendwas ausprobiert je schlimmer wirds

 

Hab das vom Örtlichen Baustoff-Fachhandel,mit Beratung
Da hätt ich nicht Angebrochene Gebinde zurückgeben können,und da der Händler selbst eine alte Mühle sanniert hat kennt er sich damit ein bisschen aus,nicht nur im Prospekt.

 

Bzgl. der Wandinjektion gibt es ein Video von der Firma Remmers.


 

Wenn der händler schonmal weiss was er verkauft ust das doch schonmal gut. Aber leider sehr selten

 

habe selbst eine alte Hütte.... und auch schon div. Kiesol-Bohrlochinjektionen
gemacht ! Kiesol ist dabei so la-la ... funktioniert, aber nicht sehr überzeugend !
Die Gründe dafür liegen in der Chemie dieser Injektionen ( auch bei Siliconen )... deshalb
wird von Profis, um überhaupt eine Wirkung zu erzielen, das Bohrlochsystem ( im Raster von max. 10 cm ) mittels Heizpatronen getrocknet... dauert schon einbiß'l.. und in diese heissen Bohrungen div. Injektionen mit etwas Druck eingefüllt ! Das macht man, um das Injektionsmaterial einigermassen gut zu verteilen... denn dieselben können nur im
getrockneten Zustand ( um die Bohrung herum ) die Kapillaren auffüllen... und
das wieder nachrückende Wasser ( Feuchte im Mauerwerk ) am Aufsteigen behindern !
100%tig verhindern geht so leider nicht !!!
eine deutlich bessere Chemie bietet das sogenannte POROFIN, welches tatsächlich
bei der feuchten Wand um das Injektorloch herum das Wasser verdrängt... deshalb
kommt man hier auch mit einem Lochraster von 25 cm aus !
diese hochmolukularen Parafine ( viel dünner als Wasser ) unterkriechen die Feuchte in der Wand und binden nicht sofort ab, haben also trotz Wasser eine Hydroprobierwirkung !
Habe bis jetzt erst ca. 20 Flaschen verarbeitet ( spez. Bereiche ) die grosse Menge kommt noch, Porofin ist sehr teuer 0,5 ltr = 20 Euro ! ( brauche noch nen Lottotreffer )
Bin bis jetzt sehr zufrieden damit ...anbei Detailfotos von Febr. 2013 , hierbei sind die
gerade gesetzten Flaschen zu sehen, mit feuchten Stellen .. und die Ausbreitung des Parafins um die Bohrung herum... jetzt ist alles pupstrocken !
Lieferant und Infos ( googeln ).... porofin.de...
Gruss.....
Nachtrag... die Feuchte in alten Mauern wird auch durch Salpetersalze kapillarrisch ...........hochgesaugt .. egal ob da ein Keller drunter ist oder nicht.. !
Salze nehmen besonders gut Feuchtigkeit auf ...........
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Geändert von Hazett (21.07.2014 um 14:03 Uhr)
Funny08  
20 € Aua - das ist heftig! Ich hab 90 cm dicke Grundmauern, da könnt ich ja nen neues Haus bauen

 

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