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Wie belastbar ist ein Stahlrundrohr?

13.10.2014, 19:59
Hallo zusammen,

wisst ihr zufälliig, wie viele kg folgendes Rundrohr aus Stahl aushält

http://www.amazon.de/dp/B00M87LF2U/ref=pe_386171_37038021_TE_3p_M3T1_dp_1

Wie viele kg kann man dranhängen, bis es sich verbiegt oder gar bricht?

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

DU
 
Stahlrundrohr Stahlrundrohr
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17 Antworten
Ich glaube da mußt du noch ein paar Angaben nachreichen.
- Wofür willst du das nutzen?
- Wie weit sind die Auflagepunkte auseinander?
- Wie wird das Rohr befestigt?

 

Das Rohr soll als Klimmzugstange benutzt werden.

Mind. 125 kg sollte es halten können.

Das Rohr soll mit Kletterseilen befestigt werden. D. h., das Rohr liegt in Schlaufen eines Kletterseils. Die Schlaufen liegen 30 - 50 cm auseinander.

 

Ich bin hier leider nicht vom Fach vielleicht sind ja ein paar Stahlprofis online. Aber bei der Länge, wobei ich für ne Klimmzugstange 30 - 50 cm etwas kurz finde, und einer Wandungsstärke von 2 mm hätt ich da keine Angst das die das nicht aushält. Da hätte ich eher Sorge um das Seil bzw. daß die Knoten halten.

 

Das Kletterseil hat eine Zugkraft von 200 kg. Dieses wird mit Prusik-Knoten befestigt, ist also auch bombenfest.

Die Schlaufen liegen 30 - 50 cm auseinander, das Rohr selbst aber ist 150 cm lang. ;-)

 

solche Rohre sind meist aus VA... also rostfrei... der Durchmesser sollte bei 40 - 45 mm liegen, Wandstärken je nach der Art von Turnübungen an dem Teil, denn wenn eine
sprungartige Belastung draufkommt, wird die Körpermasse leicht ein vielfaches erreichen !
Was nicht passieren kann, ein Stahlrohr ( auch dickwandige Hydraulikrohre ) werden
niemals brechen, aber Verbiegen ist theoretisch auch bei 1,5 mtr geteilt d. 2... möglich !
Gruss......

 

Geändert von Hazett (14.10.2014 um 12:24 Uhr)
Ekaat  
Eine Reckstange ist üblicherweise aus Vollmaterial. Wird bei einem Rohr die Streckgrenze (Die Grenze, bis zu der das Material eine Last ohne bleibende Verformung erträgt) überschritten, knickt es; Vollmaterial hingegen verbiegt dauerhaft. Bei gleicher Belastung ist Vollmaterial elastischer, als Rohr.
Wenn das Ganze für innen sein soll, würde ich nicht zum teuren Niro greifen, sondern Blankstahl (S235 oder C45) nehmen.

 

Habt ihr den Link aufgerufen? Da geht es um schwarzes Stahlrohr...

 

Zitat von Electrodummy
Habt ihr den Link aufgerufen? Da geht es um schwarzes Stahlrohr...
Was bedeutet das?

 

Das bedeutet, daß es sich nicht um Nirostastahl handelt. Nirostastahl ist härter und hat andere Biegewerte.

Ich wollte nur mal vermeiden, daß Hazett und Ekaat eventuell mit falschen Werten rechnen...

Wenn sich einer mit der Belastung von Stahl auskennt, dann Ekaat...

So - mal als persönliches Gedankenspiel: es sollte das Rohr in der Konstellation, wie von dir beschrieben, deine Belastung aushalten. Nur wenn die Seilösen weiter auseinander gehen, dann wird sich das Rohr unweigerlich biegen. Und da es ja nicht gesichert ist, würdest du dich mit dem Rohr in Richtung Boden bewegen.

Ich sage einfach: Learning by doing...

 

Geändert von Electrodummy (14.10.2014 um 18:42 Uhr)
Dann bin ich ja mal gespannt! ;-)

 

Also das ist ganz einfach und 1. Semester in jedem Ingenieurstudium. Google einfach mal Balkentheorie.

Da du später die zulässige Spannung mit der tatsächlichen vergleichen möchtest, solltest du die Materialeigenschaften kennen. Ich denke du gehst mal von einem S235 (ST37) aus. Also 235 N/mm2 zulässige Spannung im elastischen Bereich.

Nun einfach die Spannung sigma max aus der Balkentheorie mit der zulässigen vergleichen.

Einen kleinen Haken gibt es noch du musst entweder bei der Berechnung des Biegemomentes (M) mit einer höheren Kraft rechnen (Teilsicherheitsbeiwert) oder die zulässige Spannung muss X mal höher sein als die vorhandene, weil die ganze Geschichte dynamisch und nicht statisch ist.

Im übrigen ist die Aussage das ein korossionsbeständiger Stahl (oft als Niro oder V2A bezeichnet) härter ist als ein schwarzer falsch. Zumal die Härte nur indirekt was mit der hier relevanten Festigkeit zu tun hat.

Mache die Rechnung mal selber dann kannst du es in Zukunft immer allein.

 

wenn ich mir jetzt die einzelnen Skripts anschaue, denke ich mal, dass hier die Vorgaben
( Verwendungszweck ) nicht gut geschildert wurden !
Also nochmal im Detail... es handelt sich hierbei um eine Stange, welche über eine
Kletterwand herausragt, etwa 1,5 mtr ?... oder doch um ein Reckstange, welche an beiden Enden befestigt ist ?
wenn das Rohr frei über eine Wand herausragt, wird das bei 1,5 mtr... mit
2 Schlaufen ( Abstand ca. 50 cm ) im Mittel nur 1,25 mtr. vom Aufleger betragen...
letzlich wird bei der Klettervariante auch noch eine Schwingung ( Schaukeln ) hinzu
kommen können......
deshalb wird es schwierig, hier ein max. Gewicht zu planen... und daher würde ich nicht unter 2 Zoll Durchm. ( 50,8 mm ) vorsehen...! bei einer Reckstange ( beide Enden befestigt reicht ein 1 1/2 Zollrohr ( ca.38 mm )
sicher halten wird eine massive Stahlwelle...blankgezogen ( siehe auch v. Ekaat )
Gruss.....

 

Nein, es ist keine Stange, sondern ein Rohr! ;-)

Das Rohr hängt frei. Und zwar so, dass es durch zwei Schlaufen zweier Kletterseile geführt sind. Die Kletterseile hängen an der Decke und die Schlaufen der zwei Kletterseile hängen 30 - 50 cm auseinander.

 

Habe keine Ahnung zu den Berechnungen und bin völlig überfragt. Aber zwei Gesanken habe ich:
- Röhre sind hohl. Ist es für öffentlichen Bereich gedacht, also Sportanlagen ...? Dann die Vorsvhriften beachten. TÜV muss das ggf. Prüfen und es könnte Beanstandung kommen wg. Verletzungsgefahr - jemand steckt Finger hinein etc. Also besser erkundigen! Bei Speltürmen, Schaukeln etc. auf Spielplätzen in Kindergärtrn etc. Gibt es hier ganz klare Vorschriften.

- kann das Rohr/die Stange aus den Schlaufen rutschen? Also jemand hängt sich nicht zwischen die Schlaufen, sondern daneben. Das Gerät neigt sich zur Diagonalen bis Senkrechten und rutscht heraus. Unfallgefahr. Also Schlaufen dürften nicht sicher sein. Hier kommt ggf. ebenfalls Haftung auf Dich zu ... Oder die Verletzung von Dir selbst oder anderen. Kann man das auch anders lösen? Dürfen allerdings wiederum keine Teile sein wie Ösen in denen man mit Finger hängenbleiben kann.

Also: Ist es öffentlich oder für Institution?
Privatgebrauch? Dürfen Freunde, Nachbarskinder o.ä. dran? Dann solltest Du Dich absichern ...

 

Hallo DerUnbeugsame,

zunächst einmal stimme ich Reinerle zu, dass die einschlägigen Sicherheitsvorschriften eingehalten werden sollten, damit niemand verletzt wird.

Wenn ich das richtig verstehe, hängt das Rohr in zwei Schlaufen und Du hängst mit Deinen Händen jeweils an den Enden des Rohres. Ich habe das mal in dem Bild skizziert und einen einfachen Spannungsnachweis geführt unter der Annahme, dass die Hände jeweils 10 cm von den Enden des Rohres liegen und das Rohr aus einem Baustahl S235 (St37-2) ist. Unter diesen Annahmen ist das Rohr 32x2 nicht ausreichend und würde sich plastisch verbiegen. Du solltest mindestens das nächst größere Rohr 50x2 nehmen. Da wäre dann auch noch ein etwas Luft nach oben für die dynamischen Effekte aus der Bewegung beim Klimmzug.

VG
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