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Wie bekomme ich Beton am besten schön glatt???

17.07.2011, 20:49
Ich möchte bei mir in der Werkstatt den Fußboden neu machen und da sollen die alten Backsteine die jetzt als  Boden sind raus und dann möchte ich einen neuen Boden aus Estrichbeton machen. Die Fläche beträgt 3,50m x 2,00m..... wie stark muss der Beton mind. sein und reicht es wenn ich Estrichmatten rein lege?
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Beton Boden, Estrichbeton Beton Boden, Estrichbeton
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55 Antworten
Estrich über Fußbodenheizung sollte mindestens 6cm sein. Ich gehe mal davon aus, dass das auch in dem Fall hinkommen dürfte.
Wenn Du die Oberfläche schön glatt haben möchtest, solltest Du Fließestrich verwenden (den musst Du aber anliefern lassen) oder hinterher Fließspachtel aufbringen.

 

Hallo Holzwurm,

wenn Du nicht auf die Höhe achten mußt, laß die Steine drin. Besorge Dir Stahlmatten, schneide die mit der Flex oder mit einem Bolzenschneider entsprechend Deinen Maßen zu. Damit der Beton auch unter die Stahlmatten laufen kann, schau mal ob Du auch Abstandshalter bekommst, wo man die Matten draufpackt. Damit die Decke bzw. der Boden stabil wird, sollte er eine Mindesthöhe von 10 cm haben. Genau in der Mitte dieser 10 cm sollte sich die Stahlbewehrung befinden. Daran denken - ringsum einen Streifen Styropor oder ähnliches auf den Boden zu stellen vor dem gießen des Betons. Damit bei evtl. Bewegungen des Bodens nichts reißt. Als Dehnungsfuge zur Wand. Auch den Holzbalken in der Mitte des Raumes, untenrum mit diesem Styropor ummanteln.

Wenn der Beton gegossen wird, was man am besten am Stück macht, sich einen alten Besenstiel oder ähnliches besorgen. Am Stielende ein Brett von ca. 60 bis 80 cm Breite anbringen. Und zwar so, dass Du so als ob Du fegen würdest - das Brett dann flach auf dem Boden bzw. dann flach auf dem Beton aufliegt.

Der Beton liegt frisch auf dem Boden, jetzt mit dem selbstgemachten Abzieher langsam und gleichmäßig den Beton abziehen. Bahn für Bahn. Am besten ein paar Stiefel dafür anziehen. Oder Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, frage jemanden in Deinem Bekanntenkreis ob einer Maurer oder Betonbauer (vielleicht auch ein Eisenpflechter) ist. Der wird das dann richtig professionell machen können.

Viel Glück

Gruß Michael

 

Wenn der Untergrund fest ist sind min.6 cm besser 8cm . Estrichmatten reichen sicher. Beim einbringen über Leisten eine saubere Flache herstellen und diese sauber Scheiben. Bei 3,5x2m kann mann das zur Not auch mit Scheiben an einem langen Stiel machen.

 

Also der Boden soll komplett raus weil ich jeden Winter Probleme mit dem Wasser hab es drückt durch den Boden hoch..... und auch die Kopffreiheit ist nicht gerade hoch so gewinne ich ca. 10cm. 

Die Säule kommt raus und ich will den Balken den die Säule abstützt in ein 240er U Eisen legen und links und recht im Mauerwerk auflegen. 

 

Hallo Richard

Ich denke das ist der Boden in einer Scheune auf gewachsenem Land.

Dann sind 10-12cm für die Bodenplatte das richtige Maß.
Gerade so dick wie die Reichsmaß Ziegel, die da gerade verlegt sind.

Also würde es so machen:
Rausreißen der alten Baustoffe. Verdichten mit Handstampfer oder Rüttelplatte.
Dann ca.3-4cm Versäuberungsschicht Beton verteilen.
In den weichen Beton die erste Schicht vorher zugeschnittene Estrichmatten einlegen.
Weitere Beton Schicht bis ca. 2cm unter Bodenhöhe nass in nass einbringen.
Zweite Estrichmatten Schicht auf nassen Beton drauflegen.
Restliche Beton Schicht (ohne Kies nur Sand & Zement & H2O) ca.2cm drüberziehen und gleich mit Putzbrett (groß) glätten.
Immer wieder wie Pizzabäcker Zementpulver verteilen (pudern) und in die Oberfläche mit Putzbrett glätten. (Der rohe Zement macht die Oberfläche glatt und knalle hart).
Um nicht einzusinken Schlalbrett auf weichen Beton zur Gewichtsverteilung auflegen!
Dann die nächsten 2 Tage immer mal wieder von Oben Wässern, aber ohne auszuschwemmen.
Beton bedarf während des abbindens Wasser. Sogenanntes Kristallwasser, was ins Gefüge eingebunden wird.

Materialbedarf ca. Werte:
Mischungsverhältnis 4:1
28kg pro 1m² bei 1cm Schichtdicke.
also 28kg * 3,5m*2m* 12cm = 2352 kg bei 7m² und 12cm Dicke

Davon Sand/Kies 80% = 1881kg
Davon Zement 20%= 470kg (19 Säcke)
Um die Fließeigenschaften des Beton zu verbessern kann mann ein bisschen Spüli
ins Anmachwasser hinzugeben. (Brechen der Oberflächenspannung)

Grüße aus Oberfranken

 

Geändert von Bastelfuchs (18.07.2011 um 21:24 Uhr)
Zitat von Holzwurm8686
Also der Boden soll komplett raus weil ich jeden Winter Probleme mit dem Wasser hab es drückt durch den Boden hoch..... und auch die Kopffreiheit ist nicht gerade hoch so gewinne ich ca. 10cm.

Die Säule kommt raus und ich will den Balken den die Säule abstützt in ein 240er U Eisen legen und links und recht im Mauerwerk auflegen.
Na wenn Du probleme mit drückendem Wasser hast, würde ich unter den Ziegeln noch mal 10-15 cm mehr ausheben und mit Schotter auffüllen. Diesen rütteln und mit 0,2 mm Folie abdecken. (Drainageschicht)

Der Holzbalken am Boden ist wirklichnicht so gut. Quellen bei Feuchtigkeit. Vom Gammeln wollen wir mal garnicht reden.

Eventuell wäre ein Punktfundament unter Säule mit H-Anker eine Alternative?
Ich meine links und rechts der Säule mit Baustempeln zeitweilig abstützen.
Das gammlige untere Ende der Säule absägen. Lagerbalken entfernen.
Loch unter Säule ausheben. Verzinkten H-Anker an unteres Ende des Säule schrauben
und dann das Loch ausbetonieren, damit Säule wieder Stand hat.

 

Ekaat  
Mit Füllsand/Zement würde ich nicht arbeiten, da der Zement dann nur sehr schwer abbindet. Kies wird (wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht) ein Stofff bis hinunter zu 0,5mm Körnung genannt. Der sollte für eine glatte Oberfläche reichen. Habe ich genauso gemacht bei dem Kranz des Öltankschachtes:
http://www.1-2-do.com/de/produkt-test/testbericht/detailansicht/Hol-den-Hammer-raus-/14/106/
Testbericht auf Seite 2, ziemlich weit unten.

 

Zitat von Bastelfuchs
Dann sind 10-12cm für die Bodenplatte das richtige Maß.
Gerade so dick wie die Reichsmaß Ziegel, die da gerade verlegt sind.
Unter 12 cm sollte es nicht sein, da auch bei wasserundurchlässigem Beton Wasser bis zu max. 5 cm eindringen darf. Unbedingt auch auf die seitlichen Abdichtungen achten. Es gibt im Baufachhandel so Dichtstreifen für die seitlichen Boden/Wand Anschlüsse aus einer Art Gummi, die bei Wasserkontakt etwas aufquellen.
Materialgröße nicht über 16 mm (22 oder 32mm ist für 12cm stärke zu grob).
Bei Bestellung unbedingt auf WU (wasserundurchlässig) hinweisen, selber anmachen würde ich nicht, da es reicht, wenn in einer Mischung die Zusammensetzung nicht passt dass dir das Wasser wieder durch drückt.

 

Ich danke euch für eure Tips das hilft mir echt weiter weil Beton ist nicht so ganz meine Welt :-) lieber Holz....

Ich hab schon überlegt fertig Estrichbeton in Säcken zu nehemen der ist auch schön fein und die kosten würden bei der Fläche so bei 150 Euro liegen.... was meinen die Profis dazu?

 

Estrichbeton wirst du nicht wasserdicht bekommen und bei einer Einbaustärke über ca. 6 cm neigt er zum reißen. Würde ich nicht machen

 

Hallo Richard

Nehmen wir mal das berechnungs Beispiel von oben aber alles nur ca. Werte.
Also die 2352 kg wären in 25kg Estrich Säcken also 94 davon.
94 Säcke Estrich mal 2,50€/Sack = 235,00 €
Und Estrich ist nur Mager Beton !! Wenig Bindemittel drinnen (Zement).

1880 kg Kies&Sand kosten bei Uns bei Selbstabholung ca. 20.-€ (2 Hänger Fuhren)
470 kg Zement 19 Säcke a 25kg *2,50 € kosten 47,50€

Damit kosten selbermischen 20.-€ + 47,50€ = 67,50€ für richtigen Beton.

Und für den eigenen Tansport ist es wurscht, ob Du alles in Säcken oder Teile
als lose Material bewegst.

Übrigens gibt es im Baumarkt so eine Anrührflüssigkeit fürs Anmachwasser von Cermit Namens Morteldicht oder Mörtelfit, die den Beton/Mörtel/Putz zusätzlich
Wasserdichter macht. Prinzipiell ist Beton bei richtiger Verarbeitung in sich
schon Wasserfest !

Staudämme, Kanalrohre Straße, Römerbauten Viadukte ect.

Die Dichtigeit ist eher von der Anbindung an stehengelassenen Bodenteile vorgegeben.
Die vorgeschlagene PVC Folie bringt ja in der Fläche auch zusätzlich Dichtigeit.
Diese dient aber zusätzlich dazu das des Beton/Estrich nicht in die Sickerschicht
abrutschen kann.

Grüße aus Oberfranken

 

Geändert von Bastelfuchs (18.07.2011 um 21:27 Uhr)
@Bastelfuchs: Ich stimme Dir zu, sehr schön beschrieben! Die Folie nehme ich aber dicker. 0,8mm gibt es im Baumarkt. An den Stössen großzugig überlappen.

Wie bekommst Du die Fläche plan? Das ist meines erachtens wichtiger als glatt. Wir richten dazu Kanthölzer in der ersten Schicht Beton mit der Wasserwaage aus. Über diese Hölzer wird dann die zweite Schicht Beton mit einem Schalbrett abgezogen. Beim Abreiben werden die Kanthölzer vorsichtig entnommen und die Löcher mit Beton verfüllt und alles plan gerieben. Zuletzt mit einer großen Glättkelle vorsichtig glatt ziehen. Das mit der Puderei hab ich noch nicht gehört. Bei uns wurde bislang alles so knallhart.

Die Fläche ist klein und daher gut zum Üben. Ich würde aber in jedem Fall einen Helfer organisieren, der das schon mal gemacht hat!

 

Zitat von Hobbyholzwerker
@Bastelfuchs: Ich stimme Dir zu, sehr schön beschrieben! Die Folie nehme ich aber dicker. 0,8mm gibt es im Baumarkt. An den Stössen großzugig überlappen.

Wie bekommst Du die Fläche plan? Das ist meines erachtens wichtiger als glatt. Wir richten dazu Kanthölzer in der ersten Schicht Beton mit der Wasserwaage aus. Über diese Hölzer wird dann die zweite Schicht Beton mit einem Schalbrett abgezogen. Beim Abreiben werden die Kanthölzer vorsichtig entnommen und die Löcher mit Beton verfüllt und alles plan gerieben. Zuletzt mit einer großen Glättkelle vorsichtig glatt ziehen. Das mit der Puderei hab ich noch nicht gehört. Bei uns wurde bislang alles so knallhart.

Die Fläche ist klein und daher gut zum Üben. Ich würde aber in jedem Fall einen Helfer organisieren, der das schon mal gemacht hat!
Die Foie in 0,8mm ist ganz schön dick. 0,2mm langt auch, wenn man diese nicht zerlatscht. (durch darüberlaufen perforiert). Desweiteren giebt es die 0,2mm Folie
auch in 4m Rollen Breite. (weniger Stöße).
Und die ganz verunsicherten nehmen Teichfolie. Späßle gmacht.

Das plane Abziehen kann man folgendermaßen machen.
Links und rechts in der Breite des Abziehscheites wird ein Mörteldamm Breite ca.10-15cm erzeugt geplättet und mit Wasserwaage ausgerichtet.
Da man hierzu Zeit braucht ziehen diese auf Höhe gebrachten Dämme und deren
Planität und Waagerechten Verlaufes schon mal etwas an. Man kann das Anziehen
zur anmischen mit etwas mehr Zement beschleunigen.

So nun haben wir links & rechts Dämme auf passender Höhe.
Nun den Zwischenraum füllen und mit Richtscheid dazwischen abziehen.
Sobald man einen ca.70-80cm Arbeitsbereich gemacht hat (länge der Arme),
wird mit dem Putzbrett verrieben und Lunkerstellen durch auffüllen und erneutem
Verreiben geglättet.

Oberfläche sollte mindestens wie Wegeplatten erreichen.
Nun mit Zement Pudern (den Pizzabäcker machen).
Schon wieder mit Putzbrett einreiben. Eventuell Wasser aus Sprühflasche sehr
sparsam aufsprühen. Pudern&Verreiben eventuell Bürsten bis gewünschte Güte
da ist. (etwas zu viel Wasser am Schluß macht auch puren Zement Plan)

Nun die nächsten 70-80 cm in Arbeit nehmen, bis das Ende erreicht ist.

Und wer´s wirklich nicht hinbekommt, kann 2-3 Tage später Anstelle des verreibens und Puderns auch gerne eine 5mm Fließestrich Schicht aufbringen. Die Niveliert sich von ganz alleine in die Waagerechte.
Aber das geht an den Geldbeutel. Und da bin ich allergisch gegen.

 

So kann man hier immer was dazu lernen. Ich werde dann den Beton selber machen weil der Baustoffmarkt ist gerade mal 2km weg von mir. Darf ich denn zum anmischen Zisternenwasser nehmen oder geht das nicht??? Weil ich hab mal was gehört das man kein Regenwasser nehmen soll...... ist da was dran???

 

Zitat von Holzwurm8686
So kann man hier immer was dazu lernen. Ich werde dann den Beton selber machen weil der Baustoffmarkt ist gerade mal 2km weg von mir. Darf ich denn zum anmischen Zisternenwasser nehmen oder geht das nicht??? Weil ich hab mal was gehört das man kein Regenwasser nehmen soll...... ist da was dran???
Ja, jede Menge heiße Luft ist da dran.

Natürlich kannst Du auch Regenwasser nehmen.
Solange es noch nicht fault und nicht aus der Jauche Grube stammt.

Sogar das Gegenteil sollte der Fall sein, da Regenwasser keinen Kalk enthält und
die Oberflächenspannung dadurch geringer ist. (Spüli Tipp)

Die Mengen halten sich aber in Grenzen und da nehme ich normalerweise das aus der Leitung. Auf meiner Baustelle habe ich im ersten Halbjahr das Regenwasser verwendet, da Hauswasser noch nicht wieder angeschlossen war.
Wollte wegen der Grundgebühr (Geldbeutel Allergie) den Wiederanschluß erst im neuen Jahr machen.

 

Geändert von Bastelfuchs (18.07.2011 um 12:09 Uhr)
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