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Wie arbeiten mit 2-Komponenten-Klebstoff???

21.11.2009, 13:24
Folgendes Problem: Ich wohne in einem Altbau, wenn ich mit nem 6 mm Bohrer bohre habe ich gerne mal ein Loch, das doppelt so groß ist. Da hat man mir im Baumarkt 2-Komponenten-Klebstoff empfohlen. Ist nicht ganz günstig das Zeug. Klebt gut, dummerweise zu gut. Das sieht dann so aus: Ich bohre das Loch, fülle es mit Klebstoff, steck den Dübel rein und warte. Hält bombenfest, genau so bombenfest ist dann leider auch die Düse vom 2-Komponenten-Kleber verstopft und ich kann nicht weiterarbeiten.... Wie geht man mit dem Zeug richtig um?????
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17 Antworten
ich habe welchen da sind zwei düsen dran (ist das nicht bei jedem so ?) und ich mische das auf einem stück fliese oder so. dann ziehe ich den Kolben der Düsen (wie nennt man das denn richtig ?) wieder zurück und so klebt nichts zusammen.....

 

AnJuJo, Du hast Dich schon richtig ausgedrückt, es ist ein Kolben, oder vielmehr zwei.
Nur dieser ist in den Kartuschen und wenn man die zurück zieht wird auch der Kleber zurück gezogen und die Düse befreit von Kleber.
Ich gehe dann noch hin und schwenke die Düsen in warmen Prilwasser.

 

ja, so mach ich das auch. also gut, ich schwenke es nicht aus, da bei mir die beiden komponenten wirklich erst auf der fliese zusammenkommen verklebt mir da nichts....

 

Normlerweise sollte das nicht verkleben. Für Bohrlöcher gibt es auch spezielle Glasampullen. Die kommen komplett ins Bohrloch und die ganze Geschichte bleibt sauber.

 

Im Altbau hab ich auch sehr gute Erfahrungen gemacht mit Holzstäben.
Einfach ein etwas größeres Loch bohren. Einen Holzstab (so geriffelte) in das Loch einschlagen und dann mit Holzschrauben arbeiten. Hält auch bombenfest und mindert das Risiko der Sauerrei.

2 K Klebstoffe sind im Regelfall Epoxid Klebstoffe. Immer mit Handschuhen arbeiten. Es besteht die Gefahr das sich nach gewissem direkten Kontakt eine Kontaktallergie ausbildet. Das ist dann wenig lustig wenn man direkt auf Spuren davon allergisch reagiert.

 

Hallo HausmeisterKrause,

schau vielleicht einfach mal im Modul "Wissen" in den Artikel "Fügen" von Ekaat_Oyten hinein. Dort stehen unter der Überschrift PMMA ein paar Infos bezüglich eines
2-Kompnenten-Klebers.
Oder sprich Ekaat_Oyten persönlich an, er scheint auch einen größeren Erfahrungsschatz zu dem Thema zu haben.

Viel Erfolg!

 

Ekaat  
Zitat von Christopher
Hallo HausmeisterKrause,

schau vielleicht einfach mal im Modul "Wissen" in den Artikel "Fügen" von Ekaat_Oyten hinein. Dort stehen unter der Überschrift PMMA ein paar Infos bezüglich eines
2-Kompnenten-Klebers.
Oder sprich Ekaat_Oyten persönlich an, er scheint auch einen größeren Erfahrungsschatz zu dem Thema zu haben.

Viel Erfolg!
Du ehrst mich zu sehr! Mit 2K Sachen habe ich nur bisher in vier Versionen gearbeitet: Als erstes mit einem Spachtel für meinen Fiat 500 Anno 1973 (bis ich die Sauerei von meinen Fingern hatte, vergingen gut zwei Wochen!), danach mit UHU-Plus, den man gut auch mit Alkohol (äußerlich!!) von den Fingern abbekommt, anschließend mit Cyanacrylat, das wirklich gefährlich ist, weil durch Feuchtigkeit der Hautoberfläche es sofort zu einer Aushärtung kommt. Das letzte, bis jetzt, war Gießharz, relativ leicht zu verarbeiten, bloß leider sind die Dosen so groß, daß man Schwierigleiten hat, das eigentliche Harz mit der richtigen Menge Härter zu vermischen. -

Gute Ergebnisse habe ich in bröckeligem Putz oder Fugenmörtel erzielt: Eine leere Dose von Fugendichtung (Silikon o. ä. von den Resten der Masse befreit, die Spritzöffnung auf ca. 4-5mmØ erweitert, Zementmörtel mit Gips vermischt rein und hinein in das Loch. Es muß aber kleckern, damit alle Hohlräume weg sind. Vorher mit Klistier- oder anderer Spritze gut annässen. Putztmörtel mit Zement 4:1 mischen, Gips ca. ein Viertel der Zementmenge, und dann schnell arbeiten. Sofort nach der Arbeit die Spritztülle und die Kartusche säubern, sonst gibt es Probleme bei erneutem Bedarf. Immer nur für ein Loch, max. zwei, anmischen. Also wirklich homöopathische Mengen! 1 Tag nach der Arbeit ist das Material soweit ausgehärtet, daß man mit einem Bohrer - ohne Schlag - das Dübelloch herstellen kann. Nach Möglichkeit noch ein paar Tage warten, damit der Zement auskristallisiert, dann kann man bedenkenlos die Schraube einbringen.
Viel Spaß bei der Panscherei!

 

Geändert von Ekaat (22.11.2009 um 18:00 Uhr) , Grund: Ortograpie
In so einem Fall nimmt man den 5er Bohrer, wenn ein 6er Dübel rein soll. Ist der Dübel dann immer noch locker, kommt die Heissklebepistole ins Spiel. Loch mit Heisskleber füllen, Dübel sofort reindrücken. Schraube kann dann nach etwa 5 Minuten reingedreht werden.

 

Evtl. gibt es auch Lösungsmittel für die verklebte Düse- kenne 2K-Kleber nur aus dem Modellbau als "green stuff"- eine Art 2k-Modelliermasse zum Kneten. Hiefür gab es zumindest Lösungsmittel.
Viel Erfolg!

 

Also 2K-Kleber find ich für sehr viele Anwendungen bombig - allerdings halte ich den hier für völlig ungeeignet.
Bei einer Renovierung bleibt entweder der Dübel in der Wand oder er wird mitsamt dem umliegenden Wandmaterial entfernt.
Ich würde versuchen, die Struktur der Wand/Putzes eher zu treffen. Die Idee mit der Silikonkartuschenspitze finde ich klasse! Ich habe gerade zum ersten Mal den Fischer Injektiosmörtel verwendet, das erinnert mich daran: 20mm Löcher gebohrt, Siebhülsen rein, mit Injektionsmörtel aus der Kartuschenspritze verfüllt und da dann M12-Gewindestangen reingedreht.
Von Fischer gibt es für solche Fälle Dübel, die mit Gips eingepackt sind. Die sind aber recht teuer. Das Geld kann man sich sparen: Einfach eine Gipsbinde in Stücke schneiden! Das hält wirklich gut und ist einfach. Eine Gipsbinde reicht locker, um ein Zweifamilienhaus zu perforieren...
Bei der Verarbeitung von 2K-Massen trage ich immer Schutzhandschuhe. Das Zeug ist ungesund und klebt wie die Hölle. Probleme mit dem Verkleben der Kartusche hatte ich noch nie! Die sieht zwar irgendwann nicht mehr schön aus, aber verklebt nicht...
Zum Cyanacrylat (Sekundenkleber): Wirklich vorsichtig sein!!! Klebt noch besser und schneller, wenn man die Klebestelle kurz anhaucht. Das gibt dem mit Feuchtigkeit härtenden Cyanacrylat genau die richtige Menge Feuchtigkeit ohne es spröde zu machen, wie bei Wasserzugabe.

 

Geändert von Rincewind70 (05.12.2009 um 00:08 Uhr)
Ekaat  
Noch eine Anmerkung zu Cyanacrylat: Mir verklebte die Tülle, ich versuchte, mit einer Nadel diese freizustochern - ging nicht. 1,0mm Bohrer genommen, den ich anschließend in Aceton wieder saubermachen mußte, Tülle gesäubert, mit Wasser ausgespült und mit Druckluft gereinigt. Sollte jetz alles klar sein - denkste. Etwas Wasser war noch drin, und ich pustete das Ding mit dem Mund aus (Wieso? War doch vrher schon Wasser drin und mit Druckluft ausgepustet!) Ich erhielt einen Schwall von CA auf die Lippen. Zum Glück waren die geöffnet, aber es ist ein sehr ungutes Gefühl, wenn die Lippen nicht mehr beim Lachen auseinandergehen können! Aber zum Lachen war mir damals nicht. Wäre auch ein Beitrag zu »mache ich nie wieder«. Supervorsicht mit diesem Zeug!!!
Ekaat+++

 

Zitat von HausmeisterKrause
Folgendes Problem: Ich wohne in einem Altbau, wenn ich mit nem 6 mm Bohrer bohre habe ich gerne mal ein Loch, das doppelt so groß ist. Da hat man mir im Baumarkt 2-Komponenten-Klebstoff empfohlen. Ist nicht ganz günstig das Zeug. Klebt gut, dummerweise zu gut. Das sieht dann so aus: Ich bohre das Loch, fülle es mit Klebstoff, steck den Dübel rein und warte. Hält bombenfest, genau so bombenfest ist dann leider auch die Düse vom 2-Komponenten-Kleber verstopft und ich kann nicht weiterarbeiten.... Wie geht man mit dem Zeug richtig um?????
Hallo ! Lach !
Wenn du es von vornherein weisst, bohre kleiner !
Aber Ernsthaft !
Wenn du weisst, welche Untergründe du hast, kannst du danach arbeiten.
Erzähle mir ,uns was du machen willst. Wir helfen dir.
gruss
Max

 

da gibts ooch Powerknete, die hält auch ordentlich und man kann sie bearbeiten kostet ca 7 € hab sie auch schon in Holz gedrückt und das hält!

 

Hallo HausmeisterKrause

Dein Dübelproblem läßt gänzlich ohne Chemie oder exorbitanten Anschaffungswiederstand lösen.

Man nehme:

1. z.B. Fichtenholz trocken und spalte sich einen Rechteckstab herraus.
Mit Messer etwas größer als Bohrloch zuschitzen.
2. In Bohrloch auf gewünschte Tiefe einhämmern.
3. Überstand mit Eisensägeblatt (einzeln) an der Wand entlang absägen.
4. Mit Schraubendreher in Holzpflock Mitte leichete Andrehstelle mit Hand einklopfen.
5. Holzschraube reindrehen.

Methode Klingt altbacken, aber hat bei mir bis jetzt immer gewirkt.

Grüße vom Bastelfuchs

 

Ich habe wie Muldenboy auch sehr gute Erfahrungen mit 2K-Knetdübeln gemacht. Auch in Altbauwänden. Die fangen auch das krümelige Zeug drumrum mit ein, das der Holzdübel möglicherweise nicht schafft.


Zum Knetdübel auch noch gleich ein Tipp: Beim Warmkneten immer Latexhandschuhe anziehen, das ist eh besser, und am Ende der Arbeit den Rest vom Knetdübel in einem der beiden Handschuhe aufbewahren. Hält Jahre frisch und trocknet nicht ein.

 

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