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Wie abgesunkene Betonplatten "ausbessern"

14.05.2015, 16:52
Hallo Ihr fleißigen Heimwerker!

Bei mir ums Haus ist eine Fläche aus großen schweren Betonplatten verlegt.
An manchen Stellen hat aber der Boden nachgegeben, und da sind dann Platten teilweise 4-5 cm abgesunken, und das zum teil nur an einer Seite, so daß sie an der anderen sogar noch eine erhöhte Kante bilden.

Auch wenn ich selbst nicht glücklich darüber bin, ich würde es normalerweise so lassen, weil ich es irgendwann komplett neu machen (lassen?) möchte. Die Betonplatten sind optisch nicht so der Renner.

Jetzt habe ich aber häufiger meine kleinen Neffen im Garten, und ich seh vor meinem inneren Auge schon gebrochene Zehen, aufgeschlagene Knie und angestoßene Köpfe - alles Dinge die ich nicht riskieren möchte.

Ich kann mich erinnern, daß ich vor Jahren mal eine Platte angehoben habe, und da ist gleich von Nebenan der Kies nachgerutscht, ich würde dann also das Problem sogar noch verlagern.

Hat von Euch jemand eine kreative Idee, wie man da mit mäßigem Aufwand mal Abhilfe schaffen könnte? ich könnte ich zur Not auch mit irgendeiner Form des Auffütterns anfreunden, ich hatte bei der schlimmsten Kuhle sogar schon überlegt einfach mal mit Sand aufzufüllen, aber wie sieht das aus :-/ außerdem hat man diesen Sand ja dann gleich überall.

Auf kreative Ideen bin ich gespannt
 
Betonplatten Betonplatten
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27 Antworten
Eine Idee auf die Schnelle ...

... ICH würde mir im Baumarkt zwei(2) dünne Bleche besorgen/herstellen die ca. 20cm länger sind als eine Plattenkante und dann noch zwei(2) Bleche die exakt so lang sind wie eine Plattenkante (+ eine(1) Fugenbreite).

Die Breite der Bleche ergibt sich aus:
Dicke des Untergrundaufbaus + Plattenstärke + ca. 10cm

Diese Bleche treibst Du um die auszubessernde Platte in die Fuge und verhinderst auf diese Art und Weise das von den Seite der Kies/Splitt nachrutschen kann wenn Du die abgesenkte Platte heraus nimmst.

Danach einfach mit Split/Sand o.w.a.i. passend auffüllen, einsetzen, "plan klopfen" und die Fuge sofort mir Sand auffüllen.

Bleche rausziehen, nochmals Sand einkehren (muss ggf. mehrfach wiederholt werden), nass machen usw., halt das übliche Prozedere über mehrere Tage/Wochen.

 

Geändert von Linus1962 (14.05.2015 um 17:33 Uhr)
Ich würde die Platte herausnehmen und den Boden glätten und etwas verdichten. Dass Kies/Sand nachrutscht wirst du kaum verhindern können.
Der Vorschlag von Linus ist "eigentlich" super, aber ich vermuten mit eingesteckten Blechen wirst du die betreffende Platte nicht hareaus bekommen. Zum Heben der Platten kannst du einen Plattenheber nehmen, die gibt es für wenig Geld im Baumarkt. Kürzlich war einer bei Lidl im Angebot. Ist aber schon mehr als eine Woche her.

 

Zitat von kindergetuemmel
Ich würde die Platte herausnehmen und den Boden glätten und etwas verdichten. Dass Kies/Sand nachrutscht wirst du kaum verhindern können.
... dann kann er direkt alle Platten rausnehmen und es neu machen, denn das Problem wird sich dann von Platte zu Platte bewegen ...



Zitat von kindergetuemmel
...
Der Vorschlag von Linus ist "eigentlich" super, aber ich vermuten mit eingesteckten Blechen wirst du die betreffende Platte nicht hareaus bekommen.
...
Ein 1-2mm starkes Blech in der Fuge (direkt an der Nachbarplatte), wird sicherlich nicht das herausnehmen der Problemplatte verhindern, schon überhaupt nicht wenn er einen (wie von Dir empfohlenen) Plattenheber verwendet.

 

Da danke ich Euch schonmal für die Ideen, das mit den Blechen ist einen Versuch wert, aber ich könnte mir vorstellen, daß durch das kippen die Platten teilweise so press liegen, daß ich nicht dazwischenkomme, bzw die Unterkante sich vielleicht sogar minimal unter der anderen Platte befindet.

Irgendwie möchte man mir zuhause nicht erlauben, daß ichs wie beim Münchner Ubahntunnel mache (oder wars die Sbahnröhre?...) Da würden die Wände mit einer Flüssigkeit versetzt, und dann wurde alles eingefroren


Wässern hatte ich auch bei meinem Versuch damals gemacht, das hatte aber leider überhaupt nichts genützt. Vermutlich ist das einfach zu grobkörnig.

Nach den Plattenhebern muss ich mich nochmal umsehen, sowas bräuchte ich auf alle Fälle. Aber ich habe tatsächlich meine Zweifel, daß diese kleine Standardgröße bei den Platten reichen würde, ich muss mal nochmal nachmessen...

 

Brutus  
Mich würde interessieren, welche Maße die Platten haben, am besten wäre auch ein Foto, welches du mal einstellen könntest. Dann hat man eine bessere Vorstellung deines Problems.

 

Entschuldigung Linus, aber das wird nicht klappen: Es ist nicht möglich, ein Blech auf 60 cm Länge in Kies zu schlagen. Der Kies wird keinen Millimeter nachgeben, da er von oben das Gewicht der Platte trägt. Eher wird das Blech zerschlagen und krumm.

Und das Nachrutschen von Kies ist normal und stellt kein Problem dar.
Angenommen, eine Platte hat 5 cm Tiefgang. Wenn man diese anhebt, rutscht Kies an den Kanten der anderen Platten nach. Aber nicht der ganze Untergund sondern etwas. Und dieses "Etwas" sind einige Kiesel. Nun nimmt man keinen Sand, denn dieser würde im Kies unter der Platte versickern.

Vielmehr verwendet man den Kies, der auf der anderen Seite dieser Platte heraufgearbeitet wurde, denn diese Platte stand auf der anderen Seite höher als das ursprüngliche Niveau. Also einfach eben ziehen. Dadurch, dass nun Kiesel auf die andere Seite bewegt werden und dort das Niveau auf diese neue Ebene gebracht wird, die exakt den nebenliegenden Platten entspricht, rutschen nun wieder Kiesel dort hin, wo sie vorhin herausgerutscht sind - und wenn nicht, schiebt man sie wieder darunter.

Am einfachsten fällt das Nivellieren so: an ein Dachlattenstück, das rund 20 cm länger ist als die Platten breit sind wird mittig ein Brett geschraubt, das exakt in der Tiefe der Plattenstärke über die Dachlatte hinaussteht und etwa 1 bis 2 cm kürzer als die Plattenbreite ist. Mit dieser Abziehlehre dann folgendermaßen arbeiten:

Platte mit Plattenheber abheben. Mit Kelle grob den Kies von der Überstandsseite auf die andere Seite verschieben. Mit der Abziehlehre egalisieren. An den Rändern etwas nacharbeiten. Fehlt Kies, was ich vermute, da die Erde darunter nachgegeben hat mit gleicher Korngröße Kies nachfüllen. Wieviel gibt die Lehre vor. Betrifft es eine größere Fläche mit mehreren Platten, einfach eine möglichst genau ausrichten. Die anderen Platten alle entfernen und von der gut ausgerichteten mit der Lehre wegarbeiten. Nach Einlegen der Platte kontrollieren, ggf. nochmals anheben und etwas unterlegen oder entfernen.

Einfacher dürfte es aber sein, die ganze Fläche gleich richtig zu machen.

Frage: Ist da wirklich Kies darunter? Oder handelt es sich um Splitt ...

 

Um das Problem zu beheben müssen einige Platten erstmal herausgenommen werden...angrenzend auch die, die noch sehr gut liegen. Dadurch rutscht dann auch kein Kies oder Splitt der angrenzenden Platten nach.
Das Kies oder Splittbett dann begradigen und ggf. mit zusätzlichem Splitt auffüllen.
Platten wieder reinlegen und gut ist.

Ist kein Hexenwerk und geht recht schnell. Die Heilung eines Beinbruchs oder ein Loch im Kopf dauert bei weitem länger.

 

Wenn der Versatz 5 cm ist, kann auch nur von der anderen Platte maximalst 5 cm nachrutschen. Die Platte liegt aber noch bei Breite von 40 cm noch 35 cm auf. Also unerheblich. Beim Auffüllen das herausgefallene nachschieben. Fertig. Das Herausrieseln ist das kleinste Problem und völlig normal.

 

Zitat von Brutus
Mich würde interessieren, welche Maße die Platten haben, am besten wäre auch ein Foto, welches du mal einstellen könntest. Dann hat man eine bessere Vorstellung deines Problems.
Kann ich demnächst machen, aber bei näherer Betrachtung kam es mir vermutlich in Anbetracht dessen, daß ich es rumwuchten soll größer vor als es wirklich ist. Ich stells dann mit Maßen hier rein.

Ansonsten kann ich nur sagen, ich bin sehr dankbar für die Tips, eine tolle Community mit gebündeltem Wissen hier.

Ich bin zwar immer noch skeptisch was das Nachrutschen angeht, aber ich werde es wohl einfach nochmal mit mehr Mut ausprobieren. ansich ist es zu lang her, aber meiner Errinnerung anch ist das tatsächlich Kies und kein Splitt (Nur, daß ich keinem Irrtum aufliege, Kies=runde Steinchen, Splitt=scharfkantige Steinchen?)

 

Zitat von Stelzengeher
...

Ich bin zwar immer noch skeptisch was das Nachrutschen angeht, aber ich werde es wohl einfach nochmal mit mehr Mut ausprobieren. ansich ist es zu lang her, aber meiner Errinnerung anch ist das tatsächlich Kies und kein Splitt (Nur, daß ich keinem Irrtum aufliege, Kies=runde Steinchen, Splitt=scharfkantige Steinchen?)
Stimmt...und der scharfkantige Splitt verkallt sich besser ineinander, Hohlräume werden besser geschlossen und es sackt später nichts nach.
Wenn tatsächlich mit Kies verfüllt wurde, würde ich den an den zu reparierenden Stellen durch Splitt ersetzen.

 

Die im Baumarkt erhältlichen Plattenheber fassen Platten bis zu einer Größe von 50x50cm. Damit kannst du deine Terrasse wahrscheinlich doch selbst reparieren...

 

froschn  
Jap, mit Plattenheber geht das ganz gut. Ich hab dasselbe Problem auf meiner Terrasse gehabt und hatte mir auch so ein Teil gekauft. Ich glaube für 8 oder 10 Euro bei Norma auf so einem Aktionstisch.
Dadurch, dass man die Platte gerade hochnimmt, rutschte bei mir auch nicht so viel von den Seiten nach. Und so ein Plattenheber ist auch Kräftesparender als sich für jede einzelne Platte zu bücken.
Meinen kann man übrigens auf verschiedene Plattengrössen verstellen. Macht ja sonst auch wenig Sinn.

 

Mal eine kurze Meldung meinerseits, ich wollte längst Bilder der Platten zeigen, aber nun ist mir vor einer knappen Woche der Router abgeraucht, und ich bin nur immer mal kurz mit dem Handy online.

Wenn der Ersatz geliefert ist geht es hier weiter.

Nur mal so viel zu den Platten, kleine und große sind verlegt, die kleinen etwa 40x40cm, die großen 40x60cm

 

Hab ich vor zwei Monaten erst gemacht
(mit recht kleinen Betonplatten, die der Vorbesitzer leider auf Sand gelegt hat):

1.) Fugen mit Kärcher gereinigt und ausgekratzt
2.) Holzbrett auf den Boden, damit das Gewicht verteilt und die Platten am Rand nicht heruntergedrückt werden.
3.) Mit Schlitzschraubendreher rundherum angehoben
(war zu faul wegen den paar Platten weg zu fahren..)

Es rutscht zwar etwas Splitt/Sand weg, aber da ist egal, da es nicht viel ist und du später ja wieder ausgleichst.

4.) Split nachfüllen, unter die Platten rundherum nachstopfen und dann ausmitteln
5.) Platte reinlegen und etwas mit dem Gummihammer klopfen

Ist kein Hexenwerk und falsch machen kann man im Grunde doch nichts.

 

Janinez  
wenn nur das Gewicht der Platten nicht wäre, ich müsste auch einige ausbessern....aaaaber....

 

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