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Widerstandsmoment Fichtenbalken im Vergleich zum Stahlträger

18.03.2013, 18:23
Geändert von diapedese (18.03.2013 um 18:40 Uhr)
Wir haben in unserem Fachwerkhaus einen Stützpfeiler im Wohnzimmer stehen, der zum Zweck der Lastverteilung auf einem Querbalken steht, der die Last auf 3-4 Balken im Boden über eine Länge von etwa 270cm verteilt. Dieser überragt den Boden um ein paar Zentimeter. Die Vorbesitzer störten sich nicht an einem kleinen Podest, das daraus entstanden ist. Wir wollen aber neue Dielen verlegen und dieses Problem beseitigen, indem wir einen (flacheren) Stahlträger einziehen lassen. Kann mir jemand sagen, wo ich Angaben über die Biegefestigkeit von Fichtenholz erfahre? Da geht es offenbar um das Widerstandsmoment, das ich für Stahlträger erfahren kann, aber nicht für einen Holzbalken mit 15cm Breite/Höhe.

Herzlichen Dank!
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33 Antworten
Puh.
Ich glaube du hast die SuFu mit der Thread öffne Funktion verwechselt.

Kannst du bitte die Fragestellung ein bisschen erweitern damit dir geholfen wird.

BTW: Herzlich willkommen im Forum.

 

schon passiert :-)

 

Stahl im Boden, da musst du ordentlich mit Rostschutz pinseln.
Ist aber nichts dagegen zu sagen. Ist halt nur eine Kostenfrage. Obwohl ich eher zu Holz tendiere.

 

Nachtrag.
Wikipedia oder Statiker können Auskunft geben.

 

Fichte?
Ich dachte immer in fachwerkhäusern sind Eiche Balken verbaut.

 

Nicht ganz erst gemeinter Rat:
Teste doch einfach.
Nimm einen stahlträger und einen entsprechenden Fichtenbalken. Darauf legst du immer das gleiche Gewicht. Wenn einer von beiden bricht, weist du das der andere stabiler ist.

 

Zitat von charly4ever
Fichte?
Ich dachte immer in fachwerkhäusern sind Eiche Balken verbaut.
guter Hinweis. Ich glaubs zwar nicht, aber das wäre zu prüfen.

 

Zitat von Zeus1A
Stahl im Boden, da musst du ordentlich mit Rostschutz pinseln.
Ist aber nichts dagegen zu sagen. Ist halt nur eine Kostenfrage. Obwohl ich eher zu Holz tendiere.
Nein, es ist nicht nur eine Kostenfrage. Ich bin nicht mal sicher, ob Stahl wirklich teurer wäre. Und mit Holz werde ich das Problem wahrscheinlich leider nicht lösen.

 

Liefer doch mal ein Bild der baulichen Situation.
Mit der Eiche ist schon richtig.
So wie ich das sehe hilft da nur ein Statiker. Da nur die einzelne Stelle berechnet werden muss, inkl. der Lastaufnahmen der Aussteifungen dürfte das auch nicht so lange dauern.
Zitat von diapedese
Nein, es ist nicht nur eine Kostenfrage. Ich bin nicht mal sicher, ob Stahl wirklich teurer wäre. Und mit Holz werde ich das Problem wahrscheinlich leider nicht lösen.

 

Nachtrag
Wenn der Balken nicht hol liegt, also auf dem Boden, Fundament oder was auch immer. Kannst du einen mit einem niedrigeren Querschnitt nehmen und einen längeren Stützbalken. Fertig ist die Laube. Oder Frage doch den örtlichen Zimmerermeister.

 

Ja, den Statiker wollten wir auch bemühen. Und alleine können wir das auch nicht machen. Da muss dann ein Zimmermann ran. Da ich aber generell gerne mitreden möchte, dachte ich, ich frage hier mal vorab an. Gilt das mit der Eiche nur für die alten Gebäude oder auch für Gewerke neueren Datums? Ich habe zumindest den Eindruck, dass der Stützbalken (um den es ja eigentlich nicht geht) selber nicht aus Eiche ist, und das Dach wurde 96 erneuert. Das Dach wurde auf einer Seite hochgezogen, aus denkmalschutzrechtlichen Gründen musste aber die Frontansicht optisch ein gleichschenkliges Dreieck bleiben, so dass der erste Meter die ursprüngliche Neigung behielt, weshalb der Dachfirst mehr oder weniger mitten im Raum abgestützt werden musste.
Anbei ein schlechtes Handy-Foto. Man kann aber den Querbalken als Lastverteiler erkennen.
Einfach einen Balken mit geringeren Querschnitt zu wählen, wird nicht drin sein, denke ich.
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Name:	Dach.jpg
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ID:	17954  

 

Wir hatten heute eine Bauing im Hause. Die ist auch der Meinung, dass es sich um Nadelholz handelt. Eiche sei auch früher nur von betuchten Bauherren eingesetzt worden.

 

Ist das im Erdgeschoss?
Also ich würde die Decke Abstützen. Säule und Querbalken raus. Da wo der Querbalken ist Wechsel einziehen. Das heißt Holzbalken in der selben Demension wie die Deckenbalken ( kannst auch den Querbalken zerschneiden der müsste passen). Da drüber einen Querbalken in der Höhe wie du ihn haben möchtest und einen neuen Stützbalken. Da der ja nun länger sein muss. Fertzsch
Eigentlich keine große Sache. Bekommst du auch keine Probleme mit der Statik.

 

Versteh ich nicht. Vielleicht würde eine Zeichnung weiterhelfen.
Der Pfeiler stützt einen nicht unerheblichen Teil des Daches, hat aber unten kein ausreichendes Widerlager und würde ohne den Querbalken als Lastverteiler nur auf einem einzigen Längsbalken stehen, der sich durch die gesamte Länge des Bodens (7m) zieht. Es ist gut vorstellbar, dass dieser sich durchbiegt oder unter der Last durchbricht, wenn man sich vorstellt, wie schwer das Dach ist.
Das mit dem Dach hatte ich vergessen zu schreiben.
Anbei ein Foto, das verdeutlichen soll, warum der Dachbalken da abgestützt werden muss, wo die hochgezogene Schräge endet (was denkmalschutzbedingte Gründe hatte). Auch das durch den Querbalken entstandene kleine Podest ist erkennbar. Die Balken im Boden verlaufen längs zur Wand rechts (ohne Fenster).
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Name:	IMG_4151.jpg
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ID:	17962  

 

Das tät schon passen wie ich geschrieben habe.
Stell dir unter dem jetzigen Querbalken noch einen vor. Die nennt man dann Wechsel.
Die verteilen die Lasten genauso wie der Querbalken der jetzt da liegt. Zur Sicherheit, dass du ruhiger schlafen kannst, noch einen in der dir genehm Höhe drüber. Habe ich selber schon oft so gebaut.

 

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