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Werktisch, die 158.ste :)

09.02.2014, 17:59
Hallo zusammen,

ich will jetzt nicht wieder ein altes Thema aufwärmen, eher nach dem Schallschutz fragen.
Ich trage mich mit dem Gedanken, die Werktischplatte in meinem Keller auf Kanthölzer zu montieren, die an die Wand geschraubt sind. Denkt Ihr, es ist sinnvoll, sowohl die Arbeitsplatte, als auch die Tischbeine, die dann vorne auf dem Boden stehen werden, schallmäßig zu entkoppeln? Ich habe da so zwei Antirutschgummimatten, ca. 1 cm dick, die man normalerweise unter eine Waschmaschine stellt, oder wird das ganze dann durch den Gummi, der an sich relativ rigide ist, doch u.U. zu wackelig?!

Lg,

frhofer
 
Schallübertragung, Werktisch Schallübertragung, Werktisch
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14 Antworten
Ich kann dir keine Erfahrung bieten aber ich würde es ausprobieren. Man kann das ja hinterher jederzeit rückgängig machen. Schön wärs wenn du dann nen Erfahrungsbericht zum besten geben würdest.

Gruß Thomas

 

Woody  
Rückgängig wohl schwer, weil ja die Tischfüße entsprechend gekürzt werden müssen.

Rein von der Logik her würde ich sagen, es müsste eigentlich funktionieren.

 

Wegen einen Zentimeter würd ich da nix kürzen!

 

Woody  
1cm ist aber schon viel, da ist ja die Platte ganz schief.

 

Den Balken an der Wand musst du ja auch irgendwie mit der Platte verschrauben, da hast du dann wieder eine Schallbrücke. Bei vier Fußen wäre das vermutlich einfacher.

Außerdem beschäftigst du dich hier gerade mit der Schallübertragung. Vielleicht ist es sinnvoller bei der Schallentstehung anzufangen. Eine dicke, massive Arbeitsplatte samt entsprechend dimensioniertem Unterbau schluckt einfach mehr als eine Sperrholzplatte auf einem Blechgestell. Anti-.Dröhn-Matten unter der Platte könnten auch eine Möglichkeit sein den Schall zu schlucken bevor er sich verbreitet.

 

Was ist denn das Ziel der Schallentkoppelung? Und jetzt sag nicht "den Schall entkoppeln" .

 

Du wirst lachen, aber das ist es wirklich ich will verhindern, dass mein Werkeln über die Wände und den Boden im ganzen Haus dröhnt.

 

An der Wand finde ich ist das gar keine schlechte Idee. Aber unter den Füßen wäre ich skeptisch. Nicht das der ganze Werktisch schwingt wenn Du am Schraubstock arbeitest. Meine Werkbank ist schon seit 20 Jahren im Keller an der Wand befestigt und meine Frau hat sich noch nie beschwert und ich höre das ja nicht wie laut es in der Wohnung ist, wenn ich an der Werkbank arbeite.

 

Zitat von frhofer
Du wirst lachen, aber das ist es wirklich ich will verhindern, dass mein Werkeln über die Wände und den Boden im ganzen Haus dröhnt.
Du wirst lachen, aber ich lache nicht . Denn jetzt hast Du gesagt warum Du das machen willst. Dafür brauchst Du eine Entkoppelung gegen die Wand und gegen den Boden.

Damit müsstest Du die an die Wand geschraubten Kantholzer entkoppeln (es gibt im Baumarkt spezielle Klebebänder dafür beim Trockenbau). Aber: Dann Kanthölzer nicht durch die Schalltrennung hindurch festschrauben (denn sonst hast Du wieder eine Schallbrücke durch die Schrauben). Interessante Aufgabenstellung ;-)

Das wird also nur dann was Ganzes wenn Du die Arbeitsplatte a) gegenüber der Wand und b) direkt unten (letzter Satz von Fernton) entkoppelst. Das (also a) und b)) wird evtl. auch schon reichen (Versuch macht kluch, andererseits ist so ein Klebeband jetzt auch nicht so teuer).

Diese 1cm-Matte würde das schon aushalten. Die kommt ja auch mit Waschmaschinen im Schleudergang klar. Aber sie ist halt recht dick und nicht so schön zum schneiden. Wenn die Abmessungen passen wäre sie unter der Arbeitsplatte gut aufgehoben.

 

Geändert von WerkenStattReden (09.02.2014 um 21:11 Uhr)
Zitat von WerkenStattReden
Damit müsstest Du die an die Wand geschraubten Kantholzer entkoppeln (es gibt im Baumarkt spezielle Klebebänder dafür beim Trockenbau). Aber: Dann Kanthölzer nicht durch die Schalltrennung hindurch festschrauben (denn sonst hast Du wieder eine Schallbrücke durch die Schrauben). Interessante Aufgabenstellung ;-)
mhhh, ich würde auch eher die Platte gegen das Kantholz an der Wand trennen. Aber: wie befestige ich dann die Platte am Kantholz, ohne eine Schallbrücke zu bauen

 

Das meinte ich mit "interessante Aufgabenstellung" :-)

Wenn Du

1. Die Platte gegen die Wand und
2. die Platte gegen das Kantholz und
3. das Kantholz gegen die Wand und
4. die Beine gegen den Boden

entkoppelst dürfte nicht mehr viel Schallübertragung erfolgen.

Wenn Du das dann noch weitertreiben willst (unnötig, IMHO): Verwende für das Verschrauben des Kantholzes an die Wand Tellerkopfschrauben. Vorbohren > 2 mm des Schraubendurchmessers. Von dem oben erwahnten Klebeband oder einem Rest Gummimatte etwas auf das Loch, durchstechen und festschrauben. Dann hast Du die Schraube auch noch vom Kantholz entkoppelt und es hält dank des Tellerkopfes trotzdem stabil. Aber nu ja, man kann es übertreiben ;-)

 

MicGro  
Oder er klebt die Matten mit Silikon auf die Arbeitsplatte und auf die Kanthölzer. Dann ist es sicher entkoppelt.

 

Ich würde an deiner stelle ein gestell ganz aus balken 5x8 cm machen mit querstreben, diese konstruktion kannst du sauber gerade und im winkel zusammenschrauben, kannst die werkplatte gut befestigen und die konstruktion ist sehr stabil!

 

Wie dick würdest Du die Arbeitsplatte machen?

 

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