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Werkbankplanung zur Diskussion...

02.01.2014, 22:54
Hallo zusammen,

ich bin seit einiger Zeit dabei mich zu informieren wie ich am besten meine Werkbank baue.
Nun nachdem ich dutzende Forenbeiträge und Videos angesehen habe, habe ich mich dazu entschlossen einen Tisch wie Ihn Guido Henn vorgestellt hat zu bauen und habe mal eine Zeichnung nach meinen Vorstellungen gemacht (SketchUp)- und unten eingefügt. Einige Details, wie die Bankhakenlöcher muss ich noch ändern, nachdem ich eben das Untergestell gezeichnet habe, da es hier zu Überschneidungen kommt. Bevor ich das allerdings mache würde ich gerne von dem ein oder anderen Profi & Hobbyheimwerker seine Meinung / Kritik & Anregungen hören.

Ich habe vor auf dem Tisch v. allem Maschinengestützte Projekte wie Möbel, Kinderspielzeug u. ä. zu realisieren. Handhobelarbeiten werde ich nach jetzigem Stand eher nicht ausführen, jedoch kann sich dies natürlich noch ändern im Lauf der Zeit. Daher bin ich mir auch unschlüssig über das Untergestell. Am liebsten hätte ich es Mobil auf Rädern, um es auch mal an einer Wand zu parken, und bei Bedarf in die Raummitte zu rollen.

Die Bank wird aber natürlich auch nicht gerade leicht. Die von Guido Henn dürfte (Bankzange und Kleinteile nicht mitgerechnet) schon was um die 270kg auf die Waage bringen. Da meine etwas größer werden soll bin ich da leicht bei 350kg, ohne Maschinen und Projektteile, schätze ich. Da brauch ich dann wohl auch Mörderrollen (ich rechne so mit Rollendurchmesser 100-125mm). Die Bank wird in einem gefliesten Keller mit ca. 6,0mx4,0m und einer Raumhöhe von ca. 2,30m aufgestellt.

Nun zu meinen Fragen:
1.) hat jmd einen Lösungsansatz, die Bank evtl. mittels Hebel o. ä. bei Bedarf auf ausklappbare Rollen zu heben (hab so nen Mechanismus mal bei einer großen Kreissäge für Brennholz gesehen)?

2.) bzgl. der Bankhakenlöcher in den senkrechten Längs- und Querseiten ist eine Überlegung hier evtl. zusätzlich noch T-Nutschienen einzubauen, um hier evtl. noch flexibler zu sein?

3.) macht es evtl. Sinn in die Tischbeine T-Nutschienen einzubauen, um sich evtl. einen Bankknecht zu ersparen?

4.) Ich habe mich für ein Rastermaß der Bankhakenlöcher von 96mm (wie bei Guido Henn) entschieden. Hat zwar etwas gedauert, bis ich auf den Grund kam, aber dann war´s einleuchtend - 32er Rasterschablone kann verwendet werden. Welche Erfahrungen haben die Profis bzgl. dem Raster gemacht? Ist es evtl. ratsam ein anderes Raster zu verwenden, oder kommt das auf den eigenen Gusto an?

5.) Bzgl. der Materialwahl werde ich bei der Arbeitsplatte, Zargen, Backen, Brettern etc. auf Multiplex zurückgreifen. Die Arbeitsplatte werde ich auf Grund mangelnder Erfahrung wohl in 30mm stärke analog zu Guido Henn machen. Auf die Siebdruckplatte verzichte ich. Hier hat mich Heiko Rech´s Hinweis in einem Forum überzeugt, dass dies nicht nötig ist. Bei dem Grundgestell bin ich mir noch nicht sicher, ob ich´s evtl. auch aus Multiplex verleimen werde. Hierbei könnte ich wie ich gelesen habe ja gleich die entsprechenden Zapfen und Zapfenlöcher vorsehen und müsste die nicht herausfräsen?! Was haltet Ihr von der Multiplexplatte als Arbeitsfläche, bzw. davon den ganzen Tisch in MPX zu bauen? ich würde dann wahrscheinlich alles aus 12er Multiplex herstellen. So könnte ich mehr Material von einer Stärke abnehmen, und würde wahrscheinlich auch einen günstigeren Preis erzielen.

6.) Bzgl. den T-Nutschienen habe ich gelesen, (wenn ich es richtig verstanden habe), dass es hier zwei verschiedene Profile gibt. Die Wahl hängt wohl dann von den gewünschten Spannvorrichtungen ab?! Lieg ich damit richtig?

Falls jmd. noch etwas auffällt, was man unbedingt ändern sollte bin ich dankbar für Änderungsvorschläge. Ich möchte mir die Bank nun einmal bauen, werde daher viel Zeit und auch einiges an Geld investieren, daher möchte ich bei der Planung schon so viel als möglich richtig machen, um lange lange Zeit Spass an meiner Bank zu haben.

Den Frästisch werde ich daher vorerst auch nur vorsehen, und erst später fertig stellen.

Vielen Dank an alle die sich die Mühe machen dies zu lesen und meine Skizze anzusehen.

Schönen Gruß

Marco Wanders

P.S.: Die Hinterzange wird auch später gebaut, dann natürlich auf der anderen Stirnseite des Tisches. Ist mir eben erst aufgefallen, dass ich die auf der Seite des zukünftigen Frästisches eingezeichnet hab...
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Werkbank Werkbank
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48 Antworten
Hallo
Schau dir mal diese Werkbank an. Weiß nicht, ob du sie eventuell schon gesehen hast. Da sind in den Beinen auch Löcher, die würden z.B. die T-Nutschienen ersetzten. Ich finde diese Werkbank schon sehr ausgereift. Schau mal rein

 

(M)eine Werkbank ist ein lebender Organismus, der sich den ändernden Umweltbedingungen anpasst. Es vergeht kein Monat, in dem ich nicht irgendwas an meiner Werkbank rumfummele.
MAche Sie so gross wie möglich, aber verschwende keine Zeit mit Planungen bis ins letzte Detail.
Dieses "alles auf einmal" ist vermutlich auch der Grund, warum Du nicht sehr viele Antworten bekommen wirst. Mein grösstes Rätsel ist übrigens Deine Anforderung an die Beweglichkeit der Werkbank. Da bin ich auf eine Antwort auf das "Warum?" gespannt.
:-)

 

@Heinz vom Haff:
Die Beweglichkeit der Werkbank wünsch ich mir einfach, da ich nicht das ganze Jahr Holzwerkeln werde. Warum ist aber wirklich ne gute Frage, die ich so leicht nicht beantworten kann. Ich denke es wäre einfach schön, auch mal in der Raummitte etwas Platz zu haben um etwas am Boden aufzubauen und zu testen?! Ich wollte die Bank zum werkeln gerne in der Raummitte stehen haben um gemütlich ringsherum zu laufen - Deine Spannung konnte wahrscheinlich nicht erfüllt werden, oder?! ;-)

Den Einwand bzgl. des Planungsumfangs verstehe ich. So bin ich halt nunmal. Mir macht das schon Spass, daher ist es wohl etwas umfangreicher. Aber Danke für die Kritik. Ich warte mal ab, wie groß die Resonanz ist, wenn sich nichts nennenswertes ergibt teile ich meinen Eintrag auf...

 

zu 1) eine schnelle und simple Lösung dafür würde mich auch interessieren. Schlicht deshalb damit die Werkbank schnell mal ins Eck und man den Platz anders nutzen kann.

zu 2) Ich würde beides machen: T-Nut-Schien und Bankhakenlöcher. Und - dreifach gemoppelt hält besser - vielleicht noch so einen Schnellspanner wie ihn Heiko Rech in diesem Video nutzt: http://www.youtube.com/watch?v=KginWNTRH8A

zu 3) dann hast Du einen Kreuzungspunkt mit 2). Würden Bankhakenlöcher dafür nicht auch reichen?

zu 4) Solange Du nicht spezielle Aufsätze nutzen willst die in zwei oder mehr Löcher gleichzeitig gesteckt werden ist das doch relativ egal. Genauso egal ist es wenn Du die Aufsätze selber baust. Allerdings: Wenn Du sowas nutzen willst müssen die Löcher sehr exakt gesetzt sein. [Edit: Mir fällt allerdings nichts diesbezügliches ein was ich bisher vermisst hätte]

Spannender ist IMHO die Frage nach 20 oder 19 mm Löchern - je nachdem welche Spannelemente Du verwenden willst (Festool oder Veritas).

zu 5) Ich persönlich finde Siebdruck zu rutschig für eine Werkbank und würde Multiplex bevorzugen.

zu 6) Diejenigen Modelle die neulich im Preistipp-Thread aufgezählt wurden eigenen sich für die Zwingen von Festool und für die Köpfe von M8-Schrauben. Damit ist man ausreichend flexibel auch was Eigenbauten angeht.

Hinterzange, hm. Evtl. tuts da auch ein Seitenanschlag plus einem Schnellspanner von Festool oder Veritas? Bei Dieter Schmid auf feinewerkzeuge gibts da ja jede Menge Anregungen.

 

Geändert von WerkenStattReden (03.01.2014 um 00:03 Uhr)
Das mit dem seitenanschlag ist ein guter hinweis und viel günstiger!
Danke!
Den schnellspanner von h. Rech hab ich auch gesehen. Hat mir gefallen!
Hast recht, die bankhakenlöcher in den beinen sollten reichen...
Ich denke dass ich vorerst mit selbstgebauten vorrichtungen zum spannen arbeiten werde und dann nach und nach zubehör zukaufe... denke dann das festool und veritas doch qualitativ für den heimwerker beide taugen, odar? Wahrscheinlich ne glaubenfrage wie mit so vielem wenns um werkzeug geht...?!

 

Veritas ist schon sehr gut und hochwertig und teuer. Genauso wie Festool ;-). Taugen beide für Profi-Ansprüche.

Für die 19 mm-Löcher gibts noch von Sjöbergs gute und günstige Spannwerkzeuge/Niederhalter. Die nutze ich inzwischen am meisten.

Und mit einem 19 mm Buchestab und etwas Restholz sind schnell alle möglichen Spannelemente gebastelt an denen sich mit einem Keil die Werkstücke verspannen lassen...

 

Geändert von WerkenStattReden (03.01.2014 um 00:26 Uhr)
1) eine Bank auf Rollen wackelt, wenn du keinen Platz für das Monster hast, bau es kleiner
2) + 3) kann man machen, saut aber ein. Löcher muss man im Gegensatz zu T-Nut-Schienen nicht jedes mal aussaugen. Mit welchen Maschinen würdest du einen Bankknecht einsetzen?
4) Das Raster sollte in der Breite kleiner sein als die Spannweite deiner Hinterzange und in der Tiefe kleiner als als die Spannweite deiner Vorderzange.
5) Multiplex ist nie wirklich maßhaltig. Also kannst du dich auch nicht darauf verlassen, dass "Aussparungen" nachher als Zapfenlöcher funktionieren. Multiplex als Arbeitsfläche ist möglich. Wenn du alles aus 12er Multiplex machen willst, wirst du mehr Zeit mit dem Verleimen als mit allem anderen verbringen - mal ganz abgesehen von der Herausforderung eine Platte dieser Größe beim Aufdoppeln zu pressen
6) T-Nutschienen gibt es in unendlich vielen Profilen. Wähle das Profil passend zum Verwendungszweck

Das Modell von Guido sieht schon beeindruckend aus. Ich weiß bloß immer noch nicht, ob ich mir wirklich einen Emmentaler mit Alu-Zierleisten in die Werkstatt stellen möchte.

 

Da werden im Lauf der Zeit einige Vorschläge kommen, keine Angst
Deinen Wunsch nach Mobilität kann ich durchaus verstehen.
Eine frei im Raum stehende Werkbank, ist auch durchaus einmal im Weg, steht ungünstig oder was auch immer. In meinem Fall ist der Platz auch deutlich geringer.
Mein aktuelles Projekt könnte ich mit feststehender Bank schlicht vergessen.
Aber auch klar, eine Bank auf Rollen steht nicht so fest.
Schwere Hobelarbeiten, wie abrichten von Blockware, wird nicht gehen(vermute ich).
Leichte bis mittlere aber schon.
Hier mal meine Bank im Rohbau. Wenn ich sie nochmal bauen müßte würde ich da kaum etwas ändern. Das sind dann so die Kleinigkeiten die sich im Lauf der Zeit zeigen.
Geplant waren von Anfang an 6 Rollen, hier waren Testweise die mittleren entfernt.
Hat sich in der Mitte dann aber minimal Durchgebogen. Die 4x10 cm Stollen vom Sperrmüll sind da doch zu Dünn. Hochkant hätte ich aber die Rollen nicht verschrauben können (zw. Korpus und Balken sind Einschlagmuttern eingelassen).
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Zitat von Fernton
1) eine Bank auf Rollen wackelt, wenn du keinen Platz für das Monster hast, bau es kleiner
Ich habe es eher so verstanden:
http://www.maschinenhandel-kimpfbeck...-C-20-WN-2.jpg

 

@werkenstattreden (cooler nickname übrigens): genausowas hatte ich gemeint... nur müsste da bei meinem derzeitigen entwurf zwecks des gewichts irgendwie ein hebel erzeugt werden, sonst wirds einfach zu schwer...
@fernton: was sollte für die tischplatte verwendet werden, wenn mpx nicht masshaltig ist. Heisst das mpx verzieht sich im lauf der zeit?
die tischplatte wollt ich nicht verleimen. Diese würde ich aus 30er mat. Machen.
Wie, bzw. Mit welchen maschinen ich einen bankknecht einsetzen würde kann ich nicht sagen. Evtl. Mal zum kanten bearbeiten?! Schleifen oder hobeln... bzgl. Dem zeitaufwand beim verleimen hast du recht! Das ist ein guter einwand...
@hansjoachim: welches material hast du für deine baank genommen?

 

Zitat von WerkenStattReden
Die Kreissäge ist auch nicht so schwer. Versuch das mal mit einer Werkbank die eventuell 150 Kg hat. Das geht mächtig auf die Bandscheiben.
Die Einschätzung im Topic mit 270 Kg halte ich für übertrieben.

 

Zitat von mwanders
@hansjoachim: welches material hast du für deine baank genommen?
Das ist ein bunter Materialmix. Alles was vorhanden war wurde Verarbeitet.
Kieferstollen vom Sperrmüll, der mittlere Korpus war vorhanden (MDF), der Rest ist aus 18er MPX. Zum regulären Preis hab ich nur die 2 oberen Zargen gekauft weil so langes Zeug nicht in der Restekiste landet. Achja, eine Korpuswand ist Buche, hatte ich auch irgendwann mal aus der Restekiste im Baumarkt gezogen.

 

Schau dir doch mal das Video an. Vielleicht hilft es dir weiter. Von dem gibt es auch noch ein paar andere Videos z.B. über Exzenterklemmen für die Werkbank

 

@geronimo:
das video kannte ich noch gar nicht... werd ich mir mal in ruhe ansehen... danke dafür

 

Zitat von mwanders
Ich denke dass ich vorerst mit selbstgebauten vorrichtungen zum spannen arbeiten werde und dann nach und nach zubehör zukaufe... denke dann das festool und veritas doch qualitativ für den heimwerker beide taugen, odar? Wahrscheinlich ne glaubenfrage wie mit so vielem wenns um werkzeug geht...?!
Das wäre ein Punkt bei dem du jetzt schon Entscheidungen treffen mußt.
Beispiel Veritas vs. Festool.
Veritas 3/4 Zoll(19mm), Festool 20mm.
Wobei Festool ausser dem MFT-SP nicht viel an Spannmöglichkeiten bietet.
Das Teil ist aber genial und steht noch auf meiner Wunschliste.
Veritas, oder andere Hersteller im 19mm Bereich, bieten da mehr vielfalt, die aber aus meiner Sicht nicht wirklich nötig ist.
Aber willst du auch Führungsschienenzwingen ala Bosch oder Festool nutzen?
Um etwas auf der Werkbank zu fixieren eine extrem einfache Möglichkeit.
Der Haken....bei 19 oder 20mm Löchern passen die nur durch dünne Werkbankplatten.
18mm geht, 20 vielleicht auch, müßtest du testen.

 

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