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Werkbank / Werkstatttisch / Arbeitstisch... auf was muss ich achten?

11.02.2013, 19:22
Bin grad dabei meine Hobbywerkstatt zu vergrößern.

Ich brauche jetzt noch eine Werkbank / Werkstatttisch / Arbeitstisch... wie immer man es nennen möchte. Ich möchte darauf Maschinen stellen (Teller- und Bandschleifer, Drechselmaschine, usw.) oder auch Werkstücke darauf bearbeiten...

Auf was sollte ich bei einem Kauf achten, es gibt Werkbänke ab 199,. bis 700,- Euro? Und natürlich auch noch wesentliche teurere

Metall- oder Holzgestell?
Aus welchem Material sollte die Arbeitsplatte sein?
Ausziehbare Schubfächer oder eher größere Schrankfächer?
Mit integrierten Steckdosenleisten und Notausschalter?

Max. würde ich etwa 600,- Euro ausgeben wollen und die Länge der Werkbank sollte ca. drei Meter betragen. Ich würde auch zwei Werkbänke a) 1,5 Meter aufstellen.

Ich habe nur mal bei Amazon Werkbänke angeschaut... kennt ihr evtl. einen Hersteller oder andere Vertriebskanäle bei dem man vernünftige Werkbänke für den Hobbygebrauch kaufen kann?
 
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37 Antworten
Für 600€ könntest Du Dir eine traumhafte Werkbank selber bauen. Wäre das für Dich eine Alternative? Wenn werkzeuge darauf stehen sollen, muss sie ja nicht mal dolle massiv sein (wirst kaum darauf schmieden).

 

Würde ja auch eher zum Selbst(zusammen)bau tendieren. Hätte den Vorteil, dass Du die Arbeitshöhe so gestalten kannst, wie es für dich ideal ist, auch mit unterschiedlichen Höhen.

Als Regal-/Schrankelemente kann man ja auch Unterschränke vom schwedischen Möbelhaus nehmen, die gibts in neutralweis recht günstig mit einer vernünftigen Beschichtung. Da ists dann maximal flexibel hinsichtlich Regalen und Schubläden.

Steckdosen würde ich bedarfsorientiert verteilen. Inzwischen habe ich auch einige unterhalb der Arbeitsplatte. Sehr praktisch z. B. für Sauger und Druckluft, da so keine Kabel auf der Werkbank im Weg sind.

Zur Arbeitsplattenfrage fand ich damals die Antworten hier sehr hilfreich.

 

Holzopa  
finde auch, dass hier ein (stabiler) eigenbau wahrscheinlich die bessere alternativ ist.

ich hab mir mal so einen klappbaren werktisch von wolcraft. "geleistet". in den videos und beschreibungen schien der sehr gut zu sein. erfahrungsmäßig muss ich nun sagen dass es eine recht wacklige angelegenheit ist.

habe den tisch zusätzlich verstärkt und fixiert und verwende ihn gerade als unterstelltisch für die pps7. funktioniert so, aber in der ursprünglichen funktion ist er nur sehr bedingt zu gebrauchen.
der tisch von festool ist mir aber zu teuer - und um weniger geld kannst du wahrscheinlich was besseres/stabileres/individuelleres bauen.

 

Also ich hab eine ganz tolle Schwerlast-Werkbank (die musste ich sogar von der Tischfläche etwas verkleinern),da kann man sogar drauf Hämmern.
Die Platte ist Massivholz Zahnverleimt, mehrere Zentimeter dick, das Gestell ist sehr schweres Vierkant-Stahlrohr.
inklusive zweier Schubladen hab ich dafür nichts gezahlt.

Ein Stahlschrank mit 4 Vollauszügen glaub damals = 20 €

Ein schmaler hoher und sehr stabiler Holzschrank mit einigen Fächern = 5 €.

Ein riesiges Schwerlastregal (400Kg pro Fachboden) = geschenkt

Alle diese Sachen sind wirklich qualitativ hochwertig und waren mal ausgesprochen teuer.

Es mag zwar nicht jedermanns Sache sein, aber ich hab bei einer Auflösung eines Bundeswehrstandortes zugeschlagen. Wenn man sich ein bischen umhört (werden ja immer wieder welche geschlossen, aber auch so werden immer wieder nicht benötigte Sachen verkauft).

Die Werkbank hab ich dann noch für 5 € Materialkosten aufgefrischt (Gestell neu lackiert und Holz abgeschliffen).

Ach ja, für so eine Werkbank (übrigens mit einem großen Schraubstock) zahlt man sicherlich seine 600 €

 

Die Frage hat das Zeug zur Grundsatzdebatte.

Hier mal mein Beitrag:
Sofern du vorkonfektioniert kaufst ist Holz oder Metall als Gestell ziemlich egal. Holz ist bei nachfolgenden individuellen Anpassungen vermutlich einfacher zu bearbeiten.

Bei der Arbeitsplatte geht eigentlich fast alles. Holz hat hier wieder den Vorteil, dass es später einfacher ist Bohrlöcher für Schraubstock & Co selber anzubringen.

Bei Schubladen oder Schränken habe ich zur Abwechslung mal eine eindeutige Meinung. Alles was tiefer ist als 50cm mag ich als Schubladen. Das ist etwas teurer als die Schrankvariante, aber so kommt man auch bewquem an die Sachen die ganz hinten stehen.

Die Steckdosen müssen nicht integriert sein. Notaus kann man machen, ich finde einen Nullspannungsschutz ganz praktisch für Maschinen die nicht schon von Hause aus einen haben.

 

Zitat von Ricc
Für 600€ könntest Du Dir eine traumhafte Werkbank selber bauen. Wäre das für Dich eine Alternative? Wenn werkzeuge darauf stehen sollen, muss sie ja nicht mal dolle massiv sein (wirst kaum darauf schmieden).
Prinzipiell würde ich das auch gerne machen, aber zur Zeit nagt wieder die Gesundheit an mir rum, sodass ich die nächsten Wochen körperlich nicht in der Lage bin schwerere Arbeiten zu machen. Vllt. in zwei drei Monaten wieder...

@agreisle
Die Idee mit dem schwedischen Möbelhaus ist super... daran habe ich noch gar nicht gedacht und habe so ein Möbelhaus in Fürth gleich um die Ecke

@Holzopa
Zur Zeit hebe ich die Maschinen immer auf ein Stück Holzplatte, die auf einem klappbaren Werktisch befestigt ist... aber das ist in der Tat nicht so toll.

@Hermen
Hin und wieder gibt es Versteigerungen aus insolventen Werkstattbetrieben... da kann ich auch mal suchen... guter Tipp

@Fernton
Eine Tiefe von 60 cm sollte zumindestens die Arbeitsplatte haben. Lieber wäre mir sogar eine Tiefe von 100 cm... klar, da sind Schubladen natürlich besser

 

Moin Moin

in den Kleinanzeigen einer amerikanischen Versteigerungsplattform ist auch immer mal wieder etwas zu finden

Werkbank

Gruß Mark

 

Auf jeden Fall sollten Werkbank, Werktisch oder Arbeitstisch höhenverstellbar sein, damit du angenehm dort arbeiten kannst. Außerdem benötigst du ein stabiles Material. Das kann Holz sein, aber Eisen ist noch stabiler, robuster und langlebiger. Also besser etwas mehr ausgeben und mehr davon haben.

 

Danke Heimwerker25 und sKyToo...

bin schon fleißig am Suchen. Am Samstag kommt mein Freund, da werde ich mal mit ihm drüber reden

 

Ich widerspreche jetzt einfach mal Heimwerker25 und behaupte ein Werktisch sollte nicht höhenverstellbar sei eben um maximale Stabilität zu haben.

 

Zitat von Fernton
Ich widerspreche jetzt einfach mal Heimwerker25 und behaupte ein Werktisch sollte nicht höhenverstellbar sei eben um maximale Stabilität zu haben.
Sagen wir mal so: der konstruktive Aufwand für einen verwindungssteifen Arbeitstisch ist ziemlich gross.
Grundsätzlich ist es meiner Meinung nach wichtig, dass alle Tische die gleiche Höhe haben.
Es ist aber eine gute Idee, wenn man sich einen 100*60 höhenverstellbaren Tisch baut.

 

wenn ich auch mal was sagen darf...

Meine Werkbank hat damit begonnen, als dass mein Schatz eine Kommode / Side-Board entsorgen wollte.

"HALT" hab ich gesagt, das gibt meine Werkbank ! ... und so fing alles an...
Das Teil ist aus massivem Holz, hat 3 Schubladen und 3 Türen.

Ich hab dann für´s erste mal ein Reststück Küchenplatte vom xyz-Baumarkt 150 x 60 drüber gelegt. Kosten 10 Euronen...

Nachdem ich im Dezember 2012 endlich meine Werkstatt erweitern konnte, steht die Kommode als Grundstock immer noch und ist unabdingbar, lediglich die Arbeitsplatte hat sich auf nunmehr 350 cm verlängert. Ne stinknormale Küchenarbeitsplatte, wie sie grad am preiswertesten im Baumarkt zu bekommen war. Kommode in der Mitte; Auflager der Platte links und rechts an der Wand.

(Was aus einem ehemaligen Kinderzimmer alles werden kann...??? )

Meine Elektrik hab ich vom Sicherungskasten separat herbei geführt, von einem Verteilerkasten jeweils da, wo ich sie über Werkbank brauche , Steckdosen angebracht, Beleuchtung ist klar... ( keine Sorge... isch bin gelernter Elektrischer...)

In der Kommode, hinter den Türchen, sind die gängigen Werkzeugmaschinen im Koffer, verstaut, in den Schubladen Elektro-Messwerkzeuge, Mess-Strippen, Niet-Zange, Tabellenbücher etc.

Und jetzt im Bid : so fing alles an... mit der Kommode...
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Ein altes Sideboard benutze ich im Moment auch noch unter der Werkbank.
Fliegt aber die Tage raus. Trotz der größe in meinem Fall eine schlechte Lösung.
Zu geringe Tiefe (35 cm) und die Schubladen gehen nur zu 2/3 auf.
An die hinteren Sachen kommt ich nur schlecht ran. Der neue Schrank ist 55 cm Tief, die Schubladen auf Vollauszügen.
Die aktuellen Bilder liegen noch im Keller, aber ist fast fertig.
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ID:	17229  

 

Hallo gschafft,

es ist natürlich immer auch eine Frage, was du drauf machen möchtest bzw. welche Werkzeugausstattung dir zur Verfügung steht.

Wenn es etwas stabiler sein soll, weil z. b. nicht nur Balsa verarbeitet wird, ist so etwas in der Art Ulmia Werkbank wirklich etwas feines (allerdings, wenn man es vom "Mercedes" (=Ulmia) kauft, dann auch teuer).
So eine Werkbank kann man durchaus auch selbst bauen, aber dazu brauchst du einiges an Maschinenausstattung...Sonst, vllt auch ein http://www.rau-gmbh.de/arbeitstisch.php ist auch sehr gut, mein Bruder hat diesen in seine Garage.

Gruß Klaus.

 

Achja, endlich mal wieder Links von der Rau GmbH hier, hatten wir ja auch schon fast vier Wochen nicht mehr!

 

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