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Wenn ein Testbericht mit "Entschuldigt meine Rechtschreibung..." beginnt!

10.10.2013, 13:56
Immer wieder liest man diese Art der Einleitung bei Testberichten, Projektbeschreibungen usw. Ich bin der Meinung, das muß doch nicht sein, denn jeder schreibt wie ihm "der Schnabel" gewachsen ist. Von unseren 100.000 Mitgliedern dürfte geschätzt max. 1 Prozent die deutsche Sprache in Wort und Schrift vollkommen beherrschen, deshalb mein Aufruf: Laßt doch diese Floskeln weg und an das eine Prozent: Seht doch diese Kleinigkeiten nach! Manche Schreiber sind halt unsicher, was auch durch Umfang und Formulierung des Geschriebenen zum Ausdruck kommt.
 
Projektbeschreibungen, Testberichte Projektbeschreibungen, Testberichte
Bewerten: Bewertung 5 Bewertungen
75 Antworten
Ekaat  
Ich bin ganz Deiner Meinung! Es ist nun mal nicht jeder ein kleiner Goethe! Wo ich mich schon mal eingemischt hatte, aber nicht öffentlich, sondern per PN, war bei dem Wort Gehrung. Der/die Gute schrieb permanent Gährung. Ich mußte damals immer an die Feuerzangenbowle von Spoerl denken.

 

Mir is das sowas von egal ob da einer Fehler findet. Die gefundenen Fehler darf er gerne behalten und sie als Trophäen in der Werkstatt an die Wand tackern

 

Es würde ja schon reichen, wenn einfach nur eine elektronische Rechtschreibkontrolle (die im Browser, in Word, Open Office, ...) genutzt würde und der größte Teil der Fehler wäre Geschichte! Es war noch nie so einfach dank der vielen elektronischen Hilfsmittel einen an Fehlern armen Text zu verfassen, gefühlt jedoch tritt das Gegenteil ein: Die Qualität der Rechtschreibung in Texten wird immer abenteuerlicher, ja sogar sinnentstellend.

Und dann war da noch die Interpunktion. Ein falsch gesetztes oder fehlendes Komma ändert ggf. die gesamte Satzmelodie und kann eine Aussage schlimmstenfalls vollständig ins Gegenteil verkehren: "Hängt ihn, nicht freilassen." vs "Hängt ihn nicht, freilassen!"

ICH habe keine Lust mehr Texte zu lesen, bei denen sich der Ersteller offensichtlich nicht die geringste Mühe gegeben hat. Diejenigen, die den von dir genannten Satz an den Anfang ihrer Berichte stellen haben sich dabei oft sogar sehr viel Mühe mit ihren (nicht fehlerfreien) Texten gegeben und hätten sich diesen (sinnfreien) Vorsatz sparen können. Ein Legastheniker schreibt im Übrigen in aller Regel wenigstens phonetisch korrekt.

Ist dieser Text fehlerfrei? Ich weiß es nicht und erhebe auch nicht diesen Anspruch!

 

Auch eine Diskussion bei der wir nie Einigkeit erzielen werden.

Ich glaube nicht, dass hier jemand ein vollkommenes Beherrschen gefordert hat. Und so manch krummer Satz aus einem krummen Schnabel ist auch völlig ok. Auch wegen eines Flüchtigkeitsfehlers wird niemand an den Pranger gestellt. Trotzdem gibt es auch irgendwo eine Grenze.

Gerade bei Testberichten und Projektbeschreibungen kann man bei Unsicherheit den Text noch mal kurz in eine Textverarbeitung oder eines der zahlreichen Onlinetools für Rechtschreibprüfungen schieben. Mit sehr geringem Aufwand lassen sich so bereits sehr viele Fehler in kürzester Zeit finden und korrigieren. Ein paar bleiben halt übrig, so what?

Es mag unhöflich sein auf Textfehler hinzuweisen, es ist aber auch unhöflich solche Texte zu verbreiten. Auch und gerade wenn man um seine eigenen Schreibschwächen weiß.

 

Zitat von Ekaat
[...]Der/die Gute schrieb permanent Gährung.
wobei die sich dann ohne "h" schreibt... :-)

 

Ich geh da absolut im Holzfan konform, wobie ich nicht an das 1% glaube, soviele sind das nicht. Ich denke es zeigt Respekt vor den Lesern, wenn man versucht seinen Text möglichst fehlerfrei zu schreiben und zumindest die Grundregeln der Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung beachtet.
Dann lese ich lieber einen Text mit hier und da ein paar kleinen Fehlern, als einen Text der neben fehler- auch sinnfrei ist ;-)

 

Zitat von Thorsten2501
[...]
Dann lese ich lieber einen Text mit hier und da ein paar kleinen Fehlern, als einen Text der neben fehler- auch sinnfrei ist ;-)
dafür gibt's dann das Blablameter

 

Das musste ich mit meinem letzten Kleinprojekt doch glatt ausprobieren.

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Ihr Text: 2351 Zeichen, 400 Wörter
Bull****-Index :0.09
Ihr Text zeigt keine oder nur sehr geringe Hinweise auf 'Bull****'-Deutsch.
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Da bin ich jetzt aber froh ...

Direkt mal die "Artikel der Woche" aus dem Wissensbereich durchgejagt.
Höchster Wert beim Bandschleifer

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Ihr Text: 3184 Zeichen, 443 Wörter
Bull****-Index :0.31
Ihr Text zeigt schon erste Anzeichen heißer Luft. Für Werbe oder PR-Sprache ist das noch ein guter Wert, bei höheren Ansprüchen sollten Sie vielleicht noch ein wenig daran feilen.
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Da Werbung also noch ein guter Wert ...

 

Geändert von Fernton (10.10.2013 um 15:17 Uhr)
Ekaat  
Schludrigkeit in der Rechtschreibung ist etwa so, wie Nuscheln beim Sprechen. Man muß allerdings nicht gleich von Legasthenie sprechen, wenn jemand »daneben« schreibt. Jemand, der im Alltagsleben kaum schreibt, wird auch die irgendwann einmal gelernten Regeln nicht mehr beherrschen. Man kann ihm daraus keinen Vorwurf machen. Ob ich persönlich mich dann durch solch einen Beitrag quäle, entscheide ich für mich allein. In den 70er Jahren arbeitete ich in der Vertragsabteilung eines Konzerns. Was wir da für Stilblüten und Vergewaltigung der Sprache zu lesen bekamen, war manchmal der Brüller schlechthin. Und das waren Geschäftsbriefe von Selbständigen! Schlechte Schreibe hat nur bedingt etwas mit Intelligenz zu tun. Und meist auch nicht mit mangelnder Mühe.

 

zu oben^^ .... das zeigt ja auch die neueste Pisastudie über Erwachsene.
Was mir öfters auffällt, ist daß in vielen Kommentaren mehrfach ".... das das...." steht.
Bei solchen "..das das.."-Sätzen kommt der Lesefluß zum stolpern und ich muß es meist ein zweitetes mal lesen um's zu verstehen.
Einige scheinen ganz vergessen zu haben, daß das "dass" noch existiert. Egal ob "ß" oder "ss" wobei ich immer noch viel lieber bei dem "ß" bleibe, schließlich gibts dafür eine extra Taste und benötigt nur ein Zeichen.

 

Wenn ich verstehe, was gemeint ist, bin ich zufrieden.

Ehrlich gesagt habe ich mir damals von der Rechtschreibreform deutlich mehr erwartet, folglich ignoriere ich sie komplett. Wenn´s wen stört...

 

Woody  
Zitat von JanMeissner
Es würde ja schon reichen, wenn einfach nur eine elektronische Rechtschreibkontrolle (die im Browser, in Word, Open Office, ...) genutzt würde und der größte Teil der Fehler wäre Geschichte!
Das ist so leider nicht richtig. Um ein Rechtschreibprogramm auch richtig nutzen (stimmts nun Ecki?) zu können, muss man erstmal wissen, wie es denn richtig geschrieben gehört.

Ich habe schon öfters seitenlange Skripte durch so ein Programm prüfen lassen, da wurden mir Fehler angezeigt, wo ich definitiv wußte, das sind keine und vice versa wiederum offensichtliche Fehler nicht angezeigt. Ich habe das Programm auch nur genutzt um Flüchtigkeitsfehlern auf die Spur zu kommen.

Ansonsten hab ich mich (leider) schon von meiner Illusion verabschiedet, dass man wenigstens seine Muttersprache in Wort und Schrift beherrschen sollte. Offensichtlich liegt im heutigen Schulwesen der Schwerpunkt auf anderen Fertigkeiten, bloß welche?

Was ich allerdings gar nicht abkann, sind hingeschluderte Sätze und Wörter, Buchstabendreher und offensichtliche Tipfehler. Das mindeste sollte vor Veröffentlichung wirklich sein, sein eigenes Elaborat korrekturzulesen und ggf. auszubessern.

Ist aber halt auch nur meine Meinung
(ja ich weiß, ich bin fast wie Ecki ein Deutschfetischist - sonst kann ich ja nichts )

 

Ich stehe dazu, dass ich ab und an unter Tastenfasching leide.
Wenn ich jedoch Texte "abgebe" aus welchen Gründen auch immer, nutze ich die RS-Prüfung. Allerdings weiß die oft nicht, was ich meine. Hmpf. Und wenn ich zu meiner RS-Prüfung schon keine beständige Beziehung aufbauen kann ...

Mich stören Rechtschreibfehler nur begrenzt, schlimmer finde ich es, wenn jemand permanent vergisst, dass in Deutschland sowas wie Groß- und Kleinschreibung existiert, Satzzeichen nicht mal ansatzweise für voll genommen werden und Absätze nur an den Schuhen zu finden sind.

 

dassindprobleme
Gebe Holzfan recht.
Verständliche Sätze reichen mir. Ein paar Schreibfehler stören mich nicht, die mache ich auch.

 

Uns ist das egal , wie einer schreibt. Hauptsache das Projekt ist gut,. es ist uns viel lieber mit Fehlern, als Nachbauten von sonst wenn.

 

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