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Weltlehrertag - Wie waren eure Lehrer/Ausbilder so drauf ?[Talkrunde]

05.10.2013, 11:47
Funny08  
Heut am Samstag den 05.10 ist Weltlehrertag.

Die allermeisten von uns sind sicherlich aus dem Alter draußen, in dem sie einen Lehrer vor sich hatten, auch wenn man nie auslernt oder aufhören sollte dazuzulernen.

Um unseren alten Lehrern/ Ausbildern zu gedenken und zu ehren oder auch um mit ihnen mal abzurechnen - ist dieser Thementag doch ideal.


  • Wie waren eure Lehrer so? Streng, nett, brutal.... ?
  • An was erinnert ihr euch gerne? An was nicht so gerne?
  • Wie war die Ausbildung, wie die Ausbilder?
  • Was gibt es für besondere Erlebnisse mit euren Lehrern/Ausbildern?
Erzählt....
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25 Antworten
Funny08  
Ja die Schulzeit war so ne Sache, es gibt einiges an was ich mich sicher ewig erinnere. Da war meine Lehrerin in Maschinenschreiben (war mir lieber als GartenAG ) - die Gute lutschte den ganzen Tag Pullmol damit man den Alk nicht so riechen konnte, den sie in ihrer Thermoskanne hatte. Sie war eine echt nette Frau aber hier und da mal in der letzten Stunde so dicht, dass sie sich des öfteren was zusammenlallte. Aber trotzdem eine gute Lehrerin.

Das Gegenteil war der liebe Herr Oberinger - den ich wärend der fünften und sechsten Klasse in der Hauptschule hatte bevor ich auf die Realschule wechselte. Der war zwar auch dauerbesoffen, hatte durchgehend einen hochroten Kopf und war wohl der fieseste und mieseste Lehrer den ich jemals hatte. Da die Prügelstrafe verboten war, beschränkte er sich drauf, unaufmerksame Schüler an den Haaren zu reißen bis das Blut kam...

Und da war auch noch mein Englisch Lehrer, echter Brite, welcher nach dem Krieg in Deutschland geblieben ist. Er war damals Militärdolmetscher und konnte Deutsch, Italienisch und Russisch neben seiner Muttersprache. Sein Auftreten war schon echt britisch - immer sehr Edel, Distinguiert - dazu sein Akzent - very british halt. Und man hatte seinen Spaß mit ihm - Einmal kletterte er auf einen Stuhl, wedelte wie wild mit den Armen und schrie.." Roooowwwww rooooowwwwww, this is an Helicopter, and now i jumped from the Helicopter".... und dann sprang der alte Knochen vom Stuhl... wir dachten er bricht sich bald seine alten Knochen - Und einmal hatten wir in der Pause vor der Englisch-Stunde den Klassensaal komplett umgebaut, Tafel an die gegenüberliegende Wand geschoben, Lehrerpult... alles umgekehrt... Er kam rein, schaute verdutzt und meinte " Oh Sorry falsches Klassenzimmer..." und ging wieder, es dauerte satte 20 Minuten bis er wieder erschien und vorsichtig fragte ob er in dieser Klasse Unterricht hätte

 

Oh man, an meine alten Lehrer in der Grundschule und Realschule kann ich mich fast nicht mehr entsinne. Die Einzige an welche ich mich noch erinnere war meine Klassenlehrerin in der Grundschule, dass war eine Seele von Mensch. Die Frau hatte eindeutig den richtigen Job.

Meine Altgesellen und Meister in der Lehre waren ansich ganz gut. Man konnte viel lernen und mit den Jungs auch mal ordentlich einen heben. Natürlich immer im Feierabend, schliesslich gilt "Arbeit ist Arbeit und Bier ist Bier". Besonders meinem Meister bin ich dankbar, immerhin hat er mich im ersten Lehrjahr bereits mit den CNC.-Maschinen bekannt gemacht, bestand aber auch darauf das ich vorher Feilen, Bohren, Sägen usw. lerne.

In der zweiten Ausbildung kann ich mich ins Besondere an meinen Lehrer für Wirtschaftskunde und seinen Ausspruch " Solange ich mehr für den Kilometer vom Staat bekomme als ich bezahle, fahre ich auch weiterhin mit dem Porsche zur Arbeit". Schön waren da auch immer wieder die Diskussionen um Themen aus der Zeitung oder seinen Lieblingsladen Media Markt. 3 Wochen hat er sich an dem Werbespruch "Die Mehrwertsteuer geschenkt" aufgezogen.

Ein anderes Kaliber war unsere Lehrerin für Textverarbeitung... Da haben wir nach 3 Monaten angefangen Wetten abzuschließen in welcher völlig verwaschenen Farbe sie heute zum Unterricht erscheint. Die Frau hatte nicht nur Haare auf den Zähnen, leider konnte man das immer wieder durch die Strumpfhose sehen. *grusel*

Zusammen gefasst hatte ich wirklich Glück mit meinen Lehrern und Ausbildern. Ich hätte es wirklich schlimmer Treffen können.

Nachtrag: Weil ich es gerade oben sehe erinnere ich mich wieder an eine Englischlehrerin... Eine 1,60m große, feuerrote Irin die fluchen konnte das es einem russischem Matrosen die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätte. Tolle Frau, tolle Lehrerin!

 

Ekaat  
Mit leichtem Gruseln erinnere ich mich an meinen Deutschlehrer aus der 7. Klasse (1961): War Nazi und konnte sich so richtig aufregen über die Verunglimpfung (er sagte »Veronglämpfong«) der germanischen Sagen und Helden. Er sprach ohnehin Stakkato; wenn es um verkappte Nebensätze ging, hörte sich das an wie »verkackte Nöben Sätze«.
Oder unser Unikum, der Mathelehrer: Sein ständiger Spruch war: Das macht nach Adam Riese, Hilfsassistenten und damals zur Verfügung stehenden Rechenmaschinen...

Im übrigen hieß das Schule, weil Sch eiße schon besetzt war!

 

Funny08  
Hrhr Ekki - wohl wahr - wobei im Nachhinein - so manches war schon lustig - wie beim Bund - erst wenn es vorbei ist - sieht man auch schöne Dinge

In der Grundschule hatten wir die Frau Bauer - nette Lehrerin, als damals die Nationalhymne gelehrt wurde, ging es auch um die ersten beiden Strophen...danach erzählte sie von Ihrer Schulzeit und dass sie mal besuch hatten von Amerikanischen Soldaten in dem Klassenraum... zum Abschied schrieb einer der Soldaten an die Tafel... Deutschlan Deutschland unter alles... an die Tafel .... keine Ahnung wieso ich das bis heute nicht vergessen hab. Aber es bezeichnet für mich irgendwie den Idiotismuss von Größenwahn und Machtgier...

Und an unsere Chemielehreinen erinnere ich mich auch noch gut *g die Erste die Wir hatten war eine Göttin damals - super Aussehen, nett und hatte als Lehrerin was drauf, dann kam eines Tages unser Rektor in den Chemiesaal und teilte ihr mit, dass sie nun eine feste Stelle hätte, 4 Monate Später war sie Schwanger und ab ende des Schuljahres nie wieder gesehen. Danach kam eine, die sah schlimmer aus als Helga Feddersen in ihrer übelsten Hexenrolle - seltsamerseits prutzelten die Noten der mänlichen Schüler um einiges - das Auge lehrnt wohl doch mit

 

Woody  
Ich ging gerne zur Schule und war eigentlich auch ganz gut. Bis auf Latein, wo ich den Schulrekord am Gymnasium innehatte: 2 Jahre durchgehend keine einzige positive Note, weder auf Schularbeiten, noch auf Vokabeltests oder sonstigen Irrsinn, welchen sich unser Professor einfallen ließ. Der war zwar ein unheimlich guter Geschichtenerzähler, aber sein Leben und Streben galt Latein. Sogar bei den Tests oder ähnlichen Schikanen las er ausschließlich lateinische Texte wie unsereiner halt die Zeitung. Ich ließ dann das Lernen sowieso bleiben, weil es eh sinnlos war. Er hatte mich nun mal am Kieker und das nur, weil ihm meine Mutter auf seine Avancen einen Korb gegeben hatte Ich mußte es ausbaden. Gott sei Dank bekam ich in der 8.Klasse Gymnasium dann eine neue Lateinprofessorin und auf einmal stand ich auf 2.

Im Lernen tat ich mir allerdings immer schwer, ich war und bin eher der praktische Typ, mein Gedächtnis war immer schon wie ein Sieb. Von daher hatte ich dann auch immense Schwierigkeiten auf der Uni, nahezu jede Prüfung mußte ich mindestens 2x machen, weil ich auf Anhieb kaum durchkam. Hervorragend war ich halt in den praktischen Fächern, doch ohne Basics ist man im praktischen halt bissl hilflos und hätte auch böse (letal) für meine "Opfer" enden können.

Ausbildner für meinen jetzigen Beruf hatte ich eigentlich keinen, ich hab mir alles in jahrelanger Praxis selbst angeeignet und kaum jemand glaubt mir, dass ich meinen Beruf gar nicht "richtig" gelernt habe.

 

Auf der Realschule haben wir einen Lehrer für´s Werken gehabt, der zum "Tanken" gerne nach Nebenan ging. Daher auch sein Name "Blauer Klaus".

Hatte er irgendwas zu erledigen, schleppen oder wie auch immer, war´s gut, nicht direkt neben ihm zu stehen: "Eins - zwei - drei Freiwillige mitkommen"...

 

Eine markantesten Erinnerungen habe ich an meine "Ausbilder" im Studium
1. Semester, Mathematik, Dozentin war Ingenieurin...
"Ach wissen sie, wenn sie etwas reifer wären, könnten ich ihnen etwas über die Qualität von Frauen im Bett in Abhängigkeit von der Itelligenz erzählen." Sie betrieb Mathe ("Was ich ihnen hier versuche beizubringen hat nichts mit Mathematik zu tun sondern ist bestenfalls Rechnen") nicht um ihrer selbst willen sondern vermittelte sie stark praxisbezogen! Leider viel zu früh gestorben (worden!).....

Die Schule habe ich weitestegehend verdrängt. Gab einige wenige besonders fähige, viele durchschnittliche und leider auch einige komplett unfähige Lehrer.

 

Eigentlich bin ich gerne in die Schule gegangen, besonders wohl fühlte ich mich in den naturwissenschaftlichen Fächern.
Mit dem Chemielehrer entwickelten wir Farbfilme und daraus vergrößerten wir Farbbilder.

Mein Lehrmeister, ein gestandener Ingenieur und Rundmechanikermeister, war vom alten Schrot und Korn.
Die Lehrausbildung war sehr spannend, Westantennen gebaut, Radios wieder zum Spielen erweckt und
die S/W Bilder bei den Fernsehern zum Laufen gebracht.

An so manche Mark Trinkgeld erinnere ich mich auch noch, oder mal an eine oder zwei Westzigaretten.
Lang ist es her.

 

Ich hab immer noch Lehrerinnen, die mich in den ersten 4 Klassen bzw Klassen 5-10 unterrichtet haben, die mich immer wieder grüßen lassen - so schlecht kann ich als Schülerin also nicht gewesen sein (Im Übrigen auch noch eine Kindergärtnerin von mir, die sich heute noch nach meinem Befinden erkundigt, cool, oder?)
Ich fand bis auf ganz wenige Ausnahmen meine Lehrer und Lehrerinnen an der POS und EOS total Klasse. Sie haben auch einen super Job gemacht
An der Penne konnte ich nur meinem Deuschlehrer und meiner Lateintrulla nicht auf den Pelz gucken. Der Deutschleher hat grundsätzlich "Das ist ein weites Feld, würde der alte Briest jetzt sagen" vor hich hin rezitiert und ging mir damit, dass er sich über meine ach so legere Ausdrucksweise immer aufgeregt hat, tierisch auf die Ketten. Trotz allem hat er es nicht geschafft, mir meine 1 strittig zu machen Was ich kann, kann ich halt - ätschbätsch! Ganz doof hat er geschaut, als ich im Abi nicht über einen Klassiker im Sinne von Klassiker geschrieben hab, sondern das am meisten missverstandene Buch der Geschichte zerlegt hab - die Bibel Aber egal wie er sich auch gewunden hat, er musste mir eine 1 geben - das war mir ein innerer Reichsparteitag!
In der Ausbildung war es aber schon schlimmer - da gab es so ziemlich alle Extreme. So ne richtig schicke Raupensammlung an verkrachten Existenzen und Egomanen. Ein paar Normalso waren zwar auch dabei, aber die sind in der Fülle der Paradiesvögel schlicht untergegangen. Am liebsten war mir mein Massage- und Elekrtotherapie-Dozent. Mit meinem Anatomie-Doc hab ich immer wundervolle Diskussionen geführt Und unseren Physiologie- und Innere-Dozenten konnten wir immer so schön mit "Solln wir mal wieder Kuchen und Sekt ausgeben" vom Stoff ablenken Hach war dat schön.
Am schlimmsten sind die perfektionistischen Kampflesben gewesen, die dann auch noch Krankengymnastik-Grundlagen und KG für Kinder unterrichtet haben - boag nee, schlimm, schlimm ... dabei hab ich gar nix gegen Lesben - aber wenn sie einen jedes Mal merken lassen, wie ******* sie Heteros finden, dann macht das echt keinen Spaß

 

Bin meinem Lehrmeister sehr dankbar, habe vieles bei ihm gelernt. Aber damals hätte ich ihn am liebsten den Hammer auf den Kopf gehauen.
Da ich während der Lehre mal einen Kumpel sein Moped in der Mittagspause geschweißt habe kam er da zu und sagte nichts stellte das Schweißgerät besser ein und ging.
Er sprach mich nicht mehr darauf an.
2 Monate später durfte ich fürs Betriebstor 22 Schlüssel Feilen, als ich fragte warum, sagte er:" weil ich doch so gut schweißen könne".

 

1980 1 Jahr Metallbearbeitung, Grausam.
Mein "bestes Stück" hab ich 18 oder 19 mal gemacht, unser Meister hat immer mit seinem Haarwinkel kontrolliert und nicht mit meinem. (da war wohl ne Differenz)
Zum Dank hat er mir dauernd an den Ohren gezogen, war ganz schön unangenehm sag ich euch.
Was ich gerne gemacht hätte sag ich leiber nicht

 

Ganz klar ist, sollte der gute Herr Schmidt aus der GHS Daleiden mir eines Tages auf der Straße begegnen, täte er gut daran sich zu ducken, denn dann fliegt meine Schlüsselbund und es wird treffen, so wie er mich als kleinen Grundschüler sicher 100 mal getroffen hat.

 

Ekaat  
Zitat von regengott
Ganz klar ist, sollte der gute Herr Schmidt aus der GHS Daleiden mir eines Tages auf der Straße begegnen, täte er gut daran sich zu ducken, denn dann fliegt meine Schlüsselbund und es wird treffen, so wie er mich als kleinen Grundschüler sicher 100 mal getroffen hat.
Bei uns war's der Tafellappen. Auch nicht toll, besonders wenn er naß ist. Mittags zuhause fragte mich meine Mutter, wieso meine Schulter so weiß ist...
Nachdem ich von der Schule gegrault worden bin, traf ich eines Tages den Direx, der mich erkannte. Er war mit daran schuld, daß ich das zweite Mal nicht versetzt wurde und von der Schule flog. Mein erster Flug übrigens... »Na, Eckart (!!ich war bereits 18 Jahre alt!!), wer weiß, wofür es gut ist, daß Du (Du!!) nicht mehr zur Schule gehst...«
Meine Antwort: »Das kannst Du doch überhaupt nicht beurteilen mit Deinem Paukerhirn!« - sprachs und ging von dannen. Daß sein Kopf vom Schütteln nicht abgefallen ist, wundert mich heute noch.
Ja, es gibt viele Worte, die auf Sch anfangen. Schule ist eins davon!

 

Es gibt eigentlich unendlich viele Geschichten, zu viele, um einzelne zu erzählen.
Die Grundschullehrerinnen habe ich als "nett" in Erinnerung. Auf dem Gymnasium war von fachlichen Volldeppen bis zu Gelehrten alles dabei. Menschlich waren alle ausnahmslos in Ordnung. Da habe ich wohl wirklich Glück gehabt Es war eine Schule in privater Trägerschaft, wo mit Sicherheit auf fachliche Qualifikation geachtet wurde, aber sehr viel mehr darauf, dass die Chemie stimmte. Das war gut so.
Auf der Uni erlebte ich daher einen gewaltigen Schock. Gottgleiche Fachidioten ohne einen Hauch von sozialer Kompetenz. Wenn ich sehe wie meine Tochter heute mit den Profs umgeht, kann man wirklich neidisch werden.
Ich weiss nicht ob es an der "anderen" Zeit oder am anderen Studiengang liegt.

 

Ich hatte in der Schule einen jungen Lehrer der mich öfter gepiesackt hat,als meine Tochter ihn als Lehrer Bekam und das gleiche Spielchen begann hab ich mich mit diesem "Pädagogen"mal Unterhalten,nix Schlimmes,nur kannte er danach meinen Standpunkt.

 

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