Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Welt-Nettigkeitstag [Talkrunde]

13.11.2013, 06:40
Funny08  
Heute am Mittwoch den 13.11 2013 ist der Welt-Nettigkeitstag.

Was bedeutet Nettigkeit eigentlich?

Nettigkeit oder Freundlichkeit bezeichnet das anerkennende und liebenswürdige Verhalten, oder auch die innere wohlwollende Geneigtheit, gegenüber seiner sozialen Umgebung.

Für Aristoteles war die Freundlichkeit die Mitte zwischen der Gefall- und der Streitsucht. "Der Freundliche begegnet seinem Gegenüber liebenswürdig und bringt ihm das Interesse entgegen, das ihm gebührt. Er nimmt Rücksicht auf andere und versucht sich so zu benehmen, dass niemand Anstoß an ihm nimmt."

Wie seht Ihr das?

- was mögt Ihr lieber - freundliche oder mürrische Menschen?
- sind die Leute heutzutage netter oder unfreundlicher als zu eurer Kinderzeit?
- behandelt Ihr andere generell lieber nett und freundlich - oder werdet ihr auch mal unfreundlich? Wenn ja - was muss da passieren?
- gibt es ein Ereignis wo Euch etwas richtig Nettes in Erinnerung geblieben ist ?
- was empfindet Ihr als nett, was als unfreundlich?
- wie wichtig sind euch Höflichkeit, Manieren, Galantes/Gentlemanlikes Verhalten, Beachtung von Knigge Regeln usw...)
- wie steht es mit Nettigkeit vs. Ehrlichkeit? Sagt ihr gerade raus was euch stört oder bleibt ihr eher nett und zurückhaltend?
 
Nettigkeit, Talkrunde Nettigkeit, Talkrunde
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
25 Antworten
Guten Morgen,

da fällt mir als erstes der Spruch ein:"Lächeln ist die eleganteste Art dem Gegner die Zähne zu zeigen..."

Natürlich mag ich lieber freundliche Menschen - so lange die Freundlichkeit nicht aufgesetzt ist.

Hier geht mir die Ehrlichkeit auf jeden Fall vor!

Nach meinem Empfinden waren die Leute früher nicht unbedingt netter, jedoch wesentlich ehrlicher - zumindest in meiner Region...

Grundsätzlich behandle ich jeden freundlich - jedoch nach der Devise "wie man in den Wald schreit..."

Manieren sind der Grundsatz des Zusammenlebens zweier oder mehr Menschen.

Und auch ich werde manchmal unfreundlich - die Gründe hierfür zähle ich nicht einzeln auf, das würde sicherlich ausufern - ungerechtigkeit ist jedoch ganz vorne dabei...

mfg Dieter

 

Funny08  
Also ich für meinen Teil mag unfreundliche Leute nicht. Auch hasse ich es, wenn ich vor einem Verkäufer stehe udn dieser Missmutig und abgehetzt wirkt.
Ansich verlange ich von jedem Gegenüber zumindest das gleiche Maß an Freundlichkeit, welches ich ihm auch entgegen bringe und bis ich mal ausraste muss echt viel passieren.

Im Vergleich zu früher find ich - dass die Leute im gesamten Unfreundlicher geworden sind, das fängt schon bei den Kindern an, welche es oftmals nicht mehr schaffen, einem guten Tag zu sagen. Auch sind viele (Junge wie Alte) nur noch an ihrem eigenen Wohlergehen interessiert und haben keinerlei Interesse für Andere und kennen auch keinerlei Rücksicht.

So richtig Nett fand ich, dass uns meine Mutter beim Heizöl unter die Arme greifen will - aber ich erinnere mich auch an viel nettes aus den Kreisen von 1-2-do, seien es Gesten, Worte oder Taten.

Unehrlichkeit, kann ich ansich garnicht ausstehen und meist schreib ich auch frei heraus, was ich von jemanden oder etwas halte ( die RotWeissen können hierzu sicher ein Liedchen singen *gg) aber es gibt halt auch Situationen im Leben, wo man die pure Ehrlichkeit der Nettigkeit vorziehen sollte und sich besser zurückhält.

 

Denke das liegt daran, das immer mehr von den Angestellten verlangt wird.
Häufig werden Arbeitsplätze gestrichen und die Arbeit bleibt gleich.
Mit dem Heizöl hat meine Mutter auch gemacht als sie noch lebte.
War eine gute Seele

 

Nett ist schön.

Gestern hatt ich einen Zahnarztermiin bei einer mir bis dain unbekannten Ärztin. Ich bin in einen Stadtteil in dem ich bisher noch nihct war (wohn erst seit 5 Jahre hier). Ich kann nur sage Ghetto, aber auf dem Parkplatz gab mir eine Autofahrerin, die wegfuhr, ihrer Parkschein, der noch 1 Stunde hielt, Das war nett. Die Ärztin war freundlich und nett, die Assi war nett und freundlich.

Machmal geht es doch, an anderen Tage könnte ich die Menschheit auf den Mond schicken, aber an denen bin ich nur auf der Arbeit (Stress), auf der Autobahn (Stress, Krieg und ich zählen schon wie oft ich ausgebremst werden, um mich zu down zu halten technische Sichtweisse).

Aber es kommt serh auf dei eingene Sichtweisse an, wen man überlegt, das das Gegenüber auch Stress hatte, fällt es selbet einfacher sorgdem nett und freundlich zu sein, oder nicht?!

 

Janinez  
da ich ein sehr positiver Mensch bin, geh ich immer auf andere freundlich zu, aber ich kann auch anders und bevor ich mich arg verbiege sage ich meinem Gegenüber schon mal ungeschönt die Wahrheit ins Gesicht, was nicht immer sooo gut ankommt - aber man hat nichts von Schönfärbereien.
Ich finde schon daß in meiner Kinderzeit die Leute freundlicher waren, sie hatten auch nichts oder nicht viel, aber ein Grüß Gott, ein Sitzplatz anbieten, alten Leuten über die Straße helfen und den Einkauf tragen und und und waren selbstverständlich und was ist heute?? Nur noch ich ich ich........
wobei wir hier in diesem Forum anscheinend die letzen dieser Art versammeln - wenn ich sehe wieviele einander helfen
Ja und da möchte ich mich gleich nochmals bei denen bedanken die mir in einer für mich verzweifelten Situation wirklich ganz toll psychisch und auch physisch geholfen haben.
Diejenigen wissen schon, wen ich meine.....

 

Welt-Nettigkeitstag? Braucht man dafür nun einen Tag im Jahr?

Höflichkeit, Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Benehmen, Respekt und Rücksichtnahme mag sicher jeder gerne entgegengebracht bekommen, sich selbst aber ebenso zu verhalten ist für viele ein Luxus, den sie sich leider nicht leisten können.
Meiner Meinung nach hat es sich zu früher sehr verändert, oder sieht man es in jungen Jahren einfach nur anders?
Vielleicht liegt es in erster Linie an der Erziehung die man als Kind genossen hat. Früher hat man sich als Kind oder Jugendlicher einiges nicht gewagt, weils sonst sicher was hinter die Löffel gegeben hätte. Blödsinn und Streiche haben alle wohl gerne gemacht, aber mit einem gewissen Mass an Respekt.
Ein Sprichwort sagt schon: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.

Liegt es zusätzlich an unserer Gesellschaft, das es sich so verändert hat?
Wir sind zu einer Ellbogengesellschaft geworden, in der immer mehr zuerst an sich selbst denken, und das manchmal ohne Rücksicht auf andere. Dass man aber mit den Eigenschaften, welche die Nettigkeiten ausmachen, sicher weiter kommt und mehr erreicht, wird übersehen.

Gerade vor einigen Wochen hatte ich beruflich einen Fall, wo man mir für meine Gutmütigkeit bildlich gesehen vors Schienbein getreten hat. Da ist dann auch bei mir das Ende der Fahnenstange erreicht.

Es ist aber nicht alles negativ. In den letzten Wochen habe ich bei meiner Verlobten im Krankenhaus viele Nettigkeiten erlebt. Zum einen durch das Pflegepersonal, die sich weit über ihre beruflichen Pflichten um sie gekümmert haben, zum anderen durch wildfremde Menschen, die ihre Angehörigen besuchten und sich ebenso um das Wohlergehen meiner Verlobten sorgten.

Nettigkeiten sollten also jeden Tag anderen entgegengebracht werden, denn sie tun uns allen gut. Nicht nur an einem Tag wie dem heutigen.

 

Zitat von Janinez
... alten Leuten über die Straße helfen ....
Das hab ich früher auch gemacht, mir aber irgendwann abgewöhnt...hat mir einfach immer zu lange gedauert, bis die erstmal wollten...

 

Funny08  
@ Red - sicherlich sollte man Nettigkeit leben und nicht auf einen Tag beschränken - aber manchmal ist es auch gut, an solche Dinge erinnert zu werden - und wer weiß, evtl. macht sich ja der ein oder andere an solchen Tagen mal Gedanken - über sich und sein Verhalten. Um ein weiteres Sprichwort zu ergreifen "Man soll die Flinte nie zu früh ins Korn werfen"

 

Ich brauche keinen Nett-Sein-Erinnerungstag. Ich bin es (fast) immer, so lange man mich nicht zum Gegenteil zwingt.
Obwohl ... wenn ich ganz besonders nett erscheine, dann kann es sein, dass ich mein Gegenüber so gar nicht mag
Ganz im Ernst.
Ich bin zur Höflichkeit und zum Respekt dem anderen gegenüber erzogen worden. Zudem hab ich schon als Kind eine ziemlich ausgeprägte soziale Ader gehabt. Mit Nicht-Nett-Sein habe ich ein großes Problem. Deswegen ist für mich eine Arbeit, bei der man seine Ellenbogen ausfahren muss, um erfolgreich zu sein, auch nicht erstrebenswert.

Aber anscheinend braucht es diesen Tag, damit ein paar selbsternannte Ar.sch.geigen daran erinnert werden, dass es auch anders geht. Obwohl gerade die das sowieso nicht mitbekommen.
Was ich traurig finde ist, dass inzwischen den Kindern in der Schule schon beigepult wird, dass man um so weiter kommt, je mehr ar.sch man ist. Denn genau die, die den anderen das Messer in den Rücken hauen, beherrschen die Kunst des Schleimens bis zur Perfektion.

Ich fand als Kind Timur-Einsätze Klasse. Und wenn die Oma, der ich den Einkauf heimgetragen hab, auch noch mit einem Keks oder ner Brause um die Ecke kam, dann fand ich das richtig schön

 

Woody  
Ein freundliches Lächeln öffnet einem Tür und Tor und vor allem das Herz des Gegenübers. Außer der ist immun dagegen.

Als Generation 50+ bin ich zur Höflichkeit, Respekt und Rücksichtnahme gegenüber Mitmenschen erzogen worden. Ich bin immer wieder schockiert, wenn ich sehe, wie die heutige Jugend und Kinder mit ihren Eltern/Großeltern und anderen Personen umgehen. Wörter aussprechen, welche ich nicht mal andenke.

Ich glaube, dass unsereiner durch die doch strengere Erziehung (und da gehörten nun mal auch Watschen dazu) auch andere Wertvorstellungen vermittelt bekommen haben und diese auch leben. Ein "Du" wurde zBsp grundsätzlich nur vom Älteren angeboten.

Für mich ist Höflichkeit einfach auch Respektzollung dem anderen gegenüber.

Schon mein Volksschullehrer, mit dem ich nach meiner VS-Zeit noch jahrelang im Kontakt stand bestätigte mir, dass die Generationen nach mir immer "schlimmer" wurden.

Nennt mich rückständig, aber ich lege Wert auf Bitte, Danke und ganze Sätze

 

Woody  
Zitat von sabolein
Und wenn die Oma, der ich den Einkauf heimgetragen hab, auch noch mit einem Keks oder ner Brause um die Ecke kam, dann fand ich das richtig schön
Stimmt, wir waren mit so kleinen Belohnungen schon glücklich. Heute nehme ich auch manchmal mir wildfremde ältere Frauen mit schweren Einkaufstaschen oder -wagerl einfach im Auto mit und bring sie heim. Hilfsbereitschaft ist so einfach und das Danke und die Verwunderung des anderen sind per se für mich die größte Freude.

 

Nät.....nehtt.......näht.....was ist das...wie schreibt man das??????

Ich bin nicht nett.....aber gar nicht von sowas.....das ist für mich beleidigend.



Das Wort "Nett" hat mir persönlich einen zu starken Beigeschmack.

Ich versuchs lieber mit Ehrlichkeit (mir persönlich auch lieber), der Rest ist Höflichkeit.
Nett ist für mich eine Grauzone.
Das sind die Kollegen, die dich angrinsen und dann hinter deinem Rücken über dich herziehen.
Das ist dein Arbeitgeber, der dir ganz nett sagt, das die Wirtschaftslage schlecht und du noch jung und flexibel bist.............

Ich hab auch ganz "nette" Nachbarn, die sind sogar so nett, das sie sich mehr um meine Angelegenheiten kümmern wie um ihre eigenen....aber wehe man sagt was....

Wenn ich jemanden leiden kann, mag oder gar lieb habe, bin ich herzlich, hilfsbereit, liebevoll (ja Hermen kann das).............sicherlich aber nicht "nett".

Nett hat für mich viel zweideutiges......"Och ja, war ganz nett!" und daher für mich per Definition nix mit freundlich, hilfsbereit, liebevoll,....oder sonstigen griffigeren Bezeichnungen zu tun.

Einen Welttag der Hilfsbereitschaft würde ich unterstützen....einen Welt-"Nettigkeits"tag nicht.


Deswegen habe ich auch für die "netten" Leute nix übrig. Für mich ist das eher ein Schimpfwort, was man für diejenigen verwendet, die dich immer freundlich angrinsen, aber nie ihre eigene Meinung vetreten (zumindest nicht wenn sie dir ins Gesicht schauen).

Tschuldigung übrigens für das OT.

 

Geändert von Hermen (13.11.2013 um 14:07 Uhr)
Zitat von Woody

Ich glaube, dass unsereiner durch die doch strengere Erziehung (und da gehörten nun mal auch Watschen dazu) auch andere Wertvorstellungen vermittelt bekommen haben und diese auch leben. Ein "Du" wurde zBsp grundsätzlich nur vom Älteren angeboten.
Stimmt, die eine oder andere Schelle gehörte dazu. Aber heute darf man das als Elternteil ja kaum mehr laut denken, ohne gleich das Jugendamt wegen Kindesmisshandlung auf den Hals gehetzt zu kriegen.

Zitat von Hermen
Das Wort "Nett" hat mir persönlich einen zu starken Beigeschmack.
Stümmt, da war doch was ... Nett ist die kleine Schwester von Schei?%&$§"**' *pieeeeep* ...

 

Woody  
Wie sag ich meinem Date diplomatisch, dass es das erste und letzte Treffen war? Richtig: "es war nett mit dir"........

 

Janinez  
Zitat von RedScorpion68
Das hab ich früher auch gemacht, mir aber irgendwann abgewöhnt...hat mir einfach immer zu lange gedauert, bis die erstmal wollten...
das stimmt schon, ich seh es an meiner Mutter dauert ewig bis sie sich zu was auch je immer entscheidet, aber trotzdem sollte man wenigstens ab und zu sowas wieder machen

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht