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Welches Fundament ist empfehlenswert?

03.03.2015, 11:19
Geändert von Kathrin (03.03.2015 um 13:14 Uhr)
Hallo,
Ich habe schon mehrere Nebengebäude im Garten errichtet. Manche mit Bodenplatte (Selbst gemischt) , manche auch per Betonmischer liefern lassen. Nun möchte ich ein letztes Haus errichten. Diesmal ein Holzhaus mit den Massen 6x3 Meter.
Ein großes Problem ist mein Grundstück. Es sieht aus wie das deutsche Kaisserreich von 1871. Und das Haus (für den, der Deutschland aus der Zeit kennt) soll in Oberschlesien entstehen. Zugang zur Straße ist die Nordsee. Deshalb ist der Abstand gute 25 Meter. Die Zuwegung ist kompliziert, da der ganze Garten angelegt ist, und auch der kleinste Bagger nicht hinkommt. Mit der Schubkarre muss ich von der Straße aus 94 Meter oder 145 Schritte gehen.
Deshalb bin ich nicht sicher, ob ich eine Betonplatte gießen soll. Gäbe es alternativen. Ich dachte schon an Pfostenträger, die ich einbetoniere und darauf 3 dicke Balken verlege, auf denen der Boden des Hauses dann aufgebaut wird.
Glaubt ihr, dass dies eine Möglichkeit wäre?
Wichtig ist noch zu sagen, dass ich in Rheinhessen wohne. Somit gibt es hier keinen Frost von 50cm Tiefe. Hier überwintern auch Palmen im Garten.
 
Fundament Fundament
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38 Antworten
Servus Gozmar,

nette Beschreibung.
Meine Rückfrage dazu: welches ist der kürzeste Abstand zwischen dem "Bauplatz" und einer für LKW befahrbaren Straße?

 

Gehwegplatten in Splitt legen und Balken auflegen. Sollte genügen.

 

Hallo Kneippianer,

vielen Dank für die schnelle Reaktion.
Luftlinie sind es 25 Meter . Es gäbe die Möglichkeit von der Ostsee, da stehen aber 18 Meter hohe Bäume im Weg.
Von einer Stelle wären es nur 24 Meter, aber dann über zwei Nachbargrunstücke drüber. (Erklärung: von Baden nach Schlesien muss man über die Tschechei ;-)

 

Danke Rainerle,

Gehwegplatte wäre natürlich das allerliebste. Aber wie sieht es mit der Verankerung aus. Die 6 meter Linie, ist die Windseite. Es steht zwar eine Betonmauer (1,90m Höhe) 5 Meter vor dem Häuchen. Aber vielleicht ist eine Verankerung notwendig ?!
Oder ist as Gewicht des Hauses mit diesen Ausmassen hoch genug?

 

Na, bei der Länge ist auch der Einsatz einer Betonpumpe nicht mehr rentabel, da eine zusätzliche Förderpumpe notwendig ist... (nur Betonpumpe bis ca. 25m)

 

Ja, das befürchtete ich.
Mit Schubkarren wäre das auch bestimmt ein großer Aufwand. Ich schätze eine Ladung in der Mischmaschine hat so 60-70 Liter. Schotterschicht wäre 15cm Höhe. Dann sind wahrscheinlich auch 15cm Betondecke notwendig, oder meint ihr 10cm wäre ausreichend? (Das wäre immerhin 30% weniger Material)
Bei 15cm komme ich auf 2,7 m³, Wenn eine chubkarre 50 Liter aufnimmt wären das 54 Fahrten (bei einer Karre).
Zeitlich sollte man das doch an einem Stück schaffen, wenn zwei fahren und einer die Maschine füllt. Oder sehe ich da was falsch?

 

Woody  
Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe, aber welchen Verwendungszweck soll denn dieses Häuschen erfüllen? Danach kann man leichter entscheiden, welches Fundament erforderlich sein muss. Eine Gartenhütte benötigt andere Voraussetzungen als ein Wohnraum.

 

Hallo Meister,

korrekt, Ich habe es versäumt, zu erwähnen, welchen Nutzen das Haus hat.
Es wird ein Aufenthaltsraum. Ein Ort, zum Feiern bei schlechtem Wetter.
Ein langer Tisch für 22 Personen, Kühlschrank und sonstige kleinere Vitrinen für Geschirr.

 

Zitat von Gozmar
Ein großes Problem ist mein Grundstück. Es sieht aus wie das deutsche Kaisserreich von 1871. Und das Haus (für den, der Deutschland aus der Zeit kennt) soll in Oberschlesien entstehen. Zugang zur Straße ist die Nordsee.
Das war damals sicherlich einfacher als heute eine Stromtrasse nach Bayern zu bauen , denn von der Nordsee bis nach Oberschlesien bewegte man sich 1871 durchgehend auf preußischem Gebiet und die Eisenbahnen waren damals schon sehr gut ausgebaut. Von Baden aus war es tatsächlich etwas komplizierter, aber der Weg führte entweder durch Österreich (Tschechien als Staat gab es damals noch nicht) oder über Bayern und Sachsen.

Es kommt auf die Bodenbeschaffenheit an. Hast Du mal über ein Streifenfundament nachgedacht?

Gruß

liggle

 

Janinez  
kannst Du nicht mal einen ungefähr Plan des Grundstückes hier reinsetzen ? Vielleicht haben wir noch Ideen

 

Da in manchen Gegenden, z.B. in der Hamburger Speicherstadt, Häuser komplett auf Pfählen gebaut sind, sollte ein Punktfundament durchaus praktikabel sein. Wichtig ist hierbei entweder geringe Abstände zwischen den Punkten oder wirklich fette Balken. Vorzugsweise Balken die nicht so schnell rotten.

 

Ok
habe einen Plan angefügt.
Es geht um das Bauwerk "Gleiwitz"
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ID:	32031  

 

Geändert von Gozmar (03.03.2015 um 16:19 Uhr)
Noch ein Foto mit dem Weg (lila Linie)
Von Einfahrt 2 ist es deutlich kürzer, aber die Straße ist nicht so geeignet für Betonmischer/Betonpumpe. Betonmischer zum Handmischen geht da natürlich hin.
Einfahrt 1 liegt an einer Kreisstraße mit Platz für alle Fahrzeuge
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Weg.jpg
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ID:	32032  

 

Servus,
Ich würde die beiden Seiten mit 6 Metern auf ein Fundament setzen,
Einfach zwei Gräben buddeln diese mit Beton auffüllen,
soweit nötig, eine Reihe Steine drauf um die lästige Misch- und Schiebearbeit zu minimieren.
Teerpappe auflegen und dann eine stabile Balkenkonstruktion aufsetzen, zur Stabilität kannst Du ja auch gleich M 20er Gewindestangen in die Fundamente mit einlassen um die Balkenkonstruktion zu verschrauben.
Ein guter Kompromiss aus massiven Fundament und Pfahlbauweise.

 

Ein Streifenfundament reicht da aus.

Um die Arbeit zu vereinfachen, kannst du Betonholblocksteine in den Graben setzen, diese Armieren und mit Beton ausgießen. So habe ich ein Fundament gebaut, welches noch Generationen halten wird...

 

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