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Welchen Bohrer Verwenden

23.08.2015, 18:08
Hallo Zusammen,

ich möchte bei einem Birkenholzstamm, 25 cm Druchmesser,
etwa 30 cm Höhe den Kern Herausbohren, evtl. mit mehreren Bohrungen von Beiden Seiten, um Ihn Langsam und ohne (zugroße) Rissbildung Trocknen zu lassen.

Jetzt meine Frage, welcher Bohrer eignet sich am Besten für diese Arbeit, Bohren
in Hartholz und Stirnholz.

Hat jemand erfahrung? Kann mir jemand einen Hersteller mit guter Preis/Leistung empfehlen?

Ich habe eine Standbohrmaschine.

Vielen Dank und einen schönen Abend!
 
Bohrer, Hartholz, holz, Stirnholz. Bohrer, Hartholz, holz, Stirnholz.
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15 Antworten
Da müßte man erstmal wissen welcher durchmesser die Bohrung haben soll.

 

Hallo,

also ich habe mir überlegt, das ich im Kreis mehrere Bohrungen mit ca. 20 mm mache, so dass dann der Kern mit ca. 8 bis 10 cm durchmesser "Herausfällt"
somit ist der Bohrerdurchmesser nicht ganz so wichtig, mir währe aber denke ich irgendwas zwischen 20 und 30 mm am liebsten.

 

Hallo Mohrenkopf,

Ich besitze die ColtMaxiCut Forstnerbohrer und kann diese mit gutem Gewissen empfehlen. Kostenpunkt für einen 20mm Forstnerbohrer und 270mm Rota-Stop-Verlängerung liegt bei rund 60€ (inkl. Versand).

 

Hallo, können Sie mir eine Bezugsquelle nennen?
Wie siehts mit Nassem Holz aus?

Danke für die Antowort

 

Feinewerkzeuge.de führt sowohl die Bohrer, als auch die RotaStop Verlängerung.

 

Ob das Holz nass oder trocken ist, sollte nicht viel Unterschied machen ...

 

Grundsätzlich mal zu Birkenholz, dies ist kein Hartholz sofern zählt zu den Weichhölzern.
Birkenholz ist nicht so Rissfreudig wie andere Hölzer, aber sehr anfällig für Blauschimmel und Pilze...
Es gibt beim Bohren schon sehr große Unterschiede ob es Nass oder trocken , wobei trocken gibt es nicht, gebohrt wird.

Beim bohren von feuchten Holz, setzt sich bei zu schnellen arbeiten, der Bohrer mit Nassspan zu.. Heißt , es backt sich an den Bohrer an..

Beim zu schnellen bohren , gerade in der Tiefe bei trockenem Holz , kann es zum ausglühen und Platzen der Bohrung kommen ..

Grundsätzlich bei so einem Durchmesser des Bohrloches, immer mit einem kleineren Durchmesser - Bohrer Vorarbeiten , danach mit der gewünschten Stärke dann fertig arbeiten ..
Es wird wenn du nicht genau arbeitest von beiden Seiten , immer ein verlaufen der Bohrung geben ..

In meinem Betrieb, bohre ich grundsätzlich mit Holzspiralbohrer auf diese Tiefe ..
Was bei dir noch dazu kommt, nicht jeder hat die Maschine , musst dir auch überlegen das sie genug Power hat, das Werkstück den Rohling gut sichern , sonst schlägt dir beim bohren eventuell das Teil oder die Maschine um die Ohren ..

Es kann zur Rissbildung trotzdem , auch bei Birke kommen. Wenn es zu heiß wird beim bohren .

Holz reißt immer wenn der Schwund- die Trocknung einsetzt..
Es gibt Hosenhalter, Büstenhalter aber noch keine Holzhalter.
Gruß Jürgen

 

Hallo,

kannst du mir einen Holzspiralbohrer empfehlen?

Kann ich diesen in einer Werkzeugschleiferei nachschleifen lassen?
DAnke

 

Hallo Mohrenkopf,

in meinem Betrieb, arbeite ich nur mit Bohrern der Firma FAMAG..

Gibt noch einige andere, aber mit denen bin ich und meine Leute sehr zufrieden, dies seit Jahren ...
Schleife in meiner Firma das Werkzeug selbst, deshalb kann ich dir wegen Fremdschleiferei keine Auskunft geben ..

Gruß Jürgen

 

Verwendest du da dann die HSS-G?


Vorbohren finde ich bei den Holzspiralbohrern immer schwierig, wie kann ich den Größeren Bohrer dann besser Zentrieren?

 

Wir verwenden im meinem Betrieb die FAMAG-LEWIS, die FAMAG- Forster-HM und die FAMAG- HSS-G.

Was das bohren betrifft, hatte ich oben schon geschrieben , so habe ich da keine Probleme mit, da meist Bohrung - Tieflochbohrungen auf den Gewerbedrechselbänken- Stellmacherbänken durchgeführt werden und somit durch zentrieren des Werkstückes, kein verlaufen gegeben ist ..

Bei großem Tieflochbohrungen ist die Benutzung eine normalen Ständerbohrmaschine nicht das
Gelbe vom Ei ..
Geht zwar bis zu einem gewissen Maß , aber Ergebnis ist nicht oder teilweise, nicht so präzise ..
Denke musst selbst probieren.

Gruß Jürgen

 

Hallo,

wenn ich schon einen Profi als gegenüber habe, dann muss ich noch was fragen, welches holz gibt es denn noch, dass auch so wenig reißt wie Birke?

kann man das Birkenholz mit irgendwas behandeln gegen Pilze und Schimmel?

Danke schon mal für die Hilfreichen Antworten.
Viele Grüße,

 

Birke, Pappel,Mamutbaum usw gehören zu den Sorten unter anderem, die nicht so reißen . Können aber ..
Gegen den Pilz gibt es Mittel , die ich hier aber aus Gründen der Anwendung , eventuellen falschen Anwendung nicht schreibe.. Denke ist verständlich ..

Der Pilz befällt die Birke sobald sie gefällt wird .
Man erkennt es schon am Kern bei manchen.. blauschimmel, Einschluss und so weiter
Wenn man Birke nass verarbeitet , können bei manchen Hautausschläge auftreten.. Machen sich als Jucken oder Pusteln bemerkbar.
Nicht jeder reagiert darauf , manche schon .
Birke zählt zu den Unkraut im Wald ist wirklich so, viele Förster bezeichnen die Birke als ungewollter Gast in Ihrem Wald .
Birkenholz ist kein Wertholz, wird meist beim einschlafen entweder liegen gelassen, da es sehr schnell verottet oder es wird als Anmachholz, wegen seiner guten Brenneigenschaft genutzt .. Auch teilweise zur Papier oder Hackschnitzel Nutzung ..
Birke zerfällt durch den Pilzbefall mit der Zeit ..wenn es nicht bearbeitet sondern nur gelagert wird.. Wertverlust .

 

Somit heißt es aber wenn ich eine Birke, nach dem Schlagen direkt an einen Trockenen und gut beflüfteten Ort bringe, müsste also wenigstens das schimmelproblem gelöst sein, denke ich.

In Trockenen räumen evtl. auch das Pilzproblem.

Wenn Sie als Drechsler einen Birkenstamm mit ca. 25 cm durchmesser und 30 cm höhe aushöhlen z.B. als Nistkasten, würden sie dann wegen der Rissbildung den Kern komplett rausbohren, also auch im "Boden" und dieses "Loch" später weider schließen, beispielsweise mit einem eingepassten stück holz, ode würden sie unten solche wellnägel oder wellbahnen einschlagen, wie sie auch bei Maurer Dielen verwendet werden?
Danke

 

Du kannst Pech haben und sich trotzdem der Blauschimmel bei der Trocknung bilden . Wie ich schon geschrieben hatte, ist Birke darin sehr anfällig ..
Habe einen großen Holzlagerplatz und selbst da passiert die Zersetzung der Birke bei der Trocknung .. Siehst du wenn die anschneidest ob die Struktur bröslig wird, Pilze sich bilden oder Blaustich hat ..

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Hatte ich auch schon . Aber selten der Fall .

Was das bohren angeht , so bohre ich ohne anschließend wieder zu verschließen Kauf dir ein holzfeuchtemessgerät, sind nicht teuer und bei 19-22 restfeuchte kannst es bearbeiten ..da ist die Gefahr geringer ..
Große Aushöhlungen drechsle ich grundsätzlich mit Werkzeug aus ..
Sprich für Vogelhaus, wird die innenform dadurch angepasst ..
Bohrung ist da eh zu klein ..
Nägel oder Klammern verwende ich gar nicht ..wenn dann nur selbst hergestellte Holznägel, aber das ist anderes Thema..

Wenn das Holz richtig abgelagert oder behandelt ist , die Bohrung richtig durchgeführt wird , dann wird es auch nicht direkt an ihr reißen ..

So nun denke ich, habe ich deine Fragen beantwortet .. Bin Handwerker und kein Schreiber
Am besten selbst mal testen und damit die eigenen Erfahrung sammeln ..

Gruß Jürgen

 

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