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Welche Pumpe für Zisternenwasser?

04.08.2011, 08:15
Hallo Zusammen,

Eine Zisterne ist heutzutage oftmals bei Häusle-Neubauten vorgeschrieben. Manch einer will sie vielleicht auf freiwillig nachrüsten, um Wasser zu sparen. Zwangsläufig wird der Heimwerker mit der Frage konfrontiert, welche Pumpe notwendig ist.

Ich habe mich in meinem "jugendlichen Leichtsinn" für ein Hauswasserwerk von Aldi entschieden, welche das Zisternenwasser für die Gartenbewässerung bereitstellt. Die Qualität lässt jedoch zu wünschen übrig. Erste Undichtigkeiten sorgen dafür, dass die Pumpe trotz geschlossener Wasserhähne regelmäßig anspringt um den Druck zu "halten". Da die Garantie abgelaufen ist, repariere ich das Gerät gerade selbst. Irgendwann soll dann aber eine neue Pumpe angeschafft werden. Jetzt stelle ich mir erneut die Frage, welcher Pumpentyp die bessere Wahl ist. Da stehen zur Wahl: Tauchpumpe, Hauswasserwerk oder Gartenpumpe.

Für das Hauswasserwerk fallen mir im moment nur Nachteile ein:

  • Reparaturanfälligkeit, da viele Bauteile

  • bei Betrieb im Außenbereich Unterstellmöglichkeit notwendig

  • das Hauswasserwerk muss in den Wintermonaten bei Raumtemperatur gelagert werden (bei Betrieb im Außenbereich Entleerung, Abbau, Lagerung nötig)

Was denkt ihr darüber?

Gruß, Floville
 
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14 Antworten
Das Auf und Abbauen dauert inklusive Transport maximal 20 Minuten (2x10) und ist damit nicht wirklich zeitintensiv. Es muss aber nicht nur bei Hauswasserwerken sondern auch bei normalen Gartenpumpen erfolgen (sofern nicht frostsicher stehend ) 
Sicherlich reicht wenn es nur um die Förderung aus einer Zisterne geht eine Tauchpumpe aus. Wenn man aber eine Kombination mit einem Brunnen hat würde ich persönlich mich für das HWW entscheiden.

 

Servus!

Wie in dem anderen Thread bereits geschrieben, bin ich vom (kaputten) Hauswasserwerk auf eine Tauchpumpe umgestiegen.

Vorteile:
- die Pumpe kann in der Zisterne überwintern
- (je nach Ausführung) günstiger als HWW
- kein Platzverbrauch an der "Ausgabestelle" *1
- je nach Ausführung der Zisterne reicht eine Klarwasserpumpe *2

Nachteile:
- die Stromzufuhr muss von der Zisterne nach draußen gelegt werden
- (nach meinem Kenntnisstand) gibt es keine Einschaltautomatik, dies habe ich mit einem Schalter geregelt.

Nun noch die Erläuterungen:

*1: hatte mein HWW in der Garage an der Wand montiert, dieser Platz ist jetzt wieder verfügbar - auch wenn es nicht viel ist, aber wie viele Wissen: in der Garage ist nie genug Platz.

*2: Bitte daran denken, beim Einsatz einer Klarwasserpumpe die selbige nicht zu tief in die Zisterne hängen, da sonst evtl. aufgewirbelter Dreck mit angesaugt wird...

mfg Dieter

 

Zitat von Kneippianer
(nach meinem Kenntnisstand) gibt es keine Einschaltautomatik, dies habe ich mit einem Schalter geregelt.
Das ist ja gerade das tolle am HWW. Sonst könnte man ja auch eine Gartenpumpe nehmen.

 

Mein Tipp nimm kein Hauswasserwerk mit Druckkessel, sondern einen Hauswasserautomaten mit elektronischem Druckschalter. Bei diesen Geräten entfällt der Druckkessel mit seiner wartungsintensiven Druckmembrane und die sind deutlich kleiner und insgesamt wartungsärmer.
Kostentechnisch gehen die bei um 80 € los, allerdings habe ich vor kurzem für meine Schwiegereltern eine von Gardena gekauft und zwar die Gardena 4000/4 - lag bei Hornbach um die 170 € und die ist wirklich spitze: Sehr laufruhig, integrierter Vorfilter und integriertes Rückschlagventil - Das wird definitiv im nächsten Jahr auch meine werden!

 

Geändert von meyerpower (04.08.2011 um 10:21 Uhr)
Zitat von Tpercon
Das ist ja gerade das tolle am HWW. Sonst könnte man ja auch eine Gartenpumpe nehmen.
...deswegen hab ich die Sache mit einem extra Schalter, welcher sich direkt über dem Entnahmehahn befindet, gelöst.

Druckschwankungen werden durch den Bypass vermieden...

mfg Dieter

 

Wenn man aber mit einem Schlauch was machen möchte, dann muss man immer vorher schon die Pumpe anwerfen. Das mache ich momentan schon und es ist sehr lästig. Die Pumpe geht aber einfach nicht kaputt;-(

 

...da siehst Du mal, wie gut solche Pumpen sind (sein können) - der will mich los haben, jetzt erst recht!!!

Wenn ich das Zisternenwasser nutzen möchte, dann schalte ich die Pumpe ein und falls ich mal mit dem Gießen unterbreche, dann läuft der Druck über den Bypass, somit habe ich so gut wie keine Komforteinbußen...

 

Ich schwanke noch zw. Hauswasserautomat und Tauchpumpe.

Die gängigen Hauswasserautomaten haben einen Trockenlaufschutz. Schaltet sich sowas sofort ein, oder läuft die Pumpe wenigstens noch so lange bis Wasser von der Zisterne durch die Zuleitung angesaugt wurde?

 

Die schalten nicht sofort auf Störung, sondern laufen einige Sekunden nach und erst dann schaltet der Motor ab und man muss ggfls. auf "Reset" drücken, um einen Neustart zu erzwingen - einfaches ein und ausschalten geht natürlich auch.

 

Tja, eine Gardena-Pumpe hab ich auch. Nie wieder!
Warte, wenn der erste Defekt auftaucht. Innen ist - wie alles bei Gardena - (fast) alles aus Plastik. Das leiert aus und wird undicht. Erst als ich den Andruckring aus V2A-stahl gefeilt habe, lief es besser.
Außerdem ist es eine sog. Jet-Pumpe. Kolbenpumpen sind besser. Natürlich sind die teuer, aber wenn ich an die Zeit denke, bei der ich mich mit Reparaturen rumgeschlagen habe, hätte ich mir eine vergoldetete Pumpe kaufen können.

Übrigens ersetze ich alle Gardena-erzeugnisse im Garten so langsam und kehre zu wohlbewärten Messingteilen zurück.
Gruss
waulmurf, liebt Solides

 

Ja, ja - es gibt immer jemanden der mit einem Erzeugnis nicht zufrieden ist - Bei mir war der erste HWA aus Edelstahl und von Elektra Beckum....hat keine 5 Jahre gehalten Suuuper! Mein jetziger HWA war aus dem Grund ein schneller Notkauf, komplett aus "Plastik" und hat keine 70 € gekostet UND das läuft und läuft und läuft.....soviel dazu.
Nur die Leistung ist mir ein wenig zu schlapp, daher werde ich im nächsten Sommer "doch" mal den Gardena-HWA holen...

 

Krame mal diesen Thread wieder aus? da ich schon die Leitungen für einen externe Anschluss einer Pumpe gelegt hatte, fiel die Entscheidung nun zu Gunsten eines Hauswasserautomaten. Ich konnte beim örtlichen Baumarkt eine Nowax GPN 700 Gartenpumpe günstig erwerben. Mit dem dazugekauften Druckschalter verwandelt sich die Gartenpumpe in einen Hauswasserautomaten. Die Pumpe hat genug Power um Wasser aus einer Zisterne zu pumpen und für die üblichen Bewässerungsaufgaben im Garten. Hab jetzt noch das Bewässerungssystem Gardena Micro-Drip und ein Funkschaltsystem FS20 von ELV mit Zeitschaltuhr- und Timerfunktion an die Pumpe angeschlossen. An trockenen Tagen kann ich jetzt per Knopfdruck meinen Stauden-, Gehölz- und Gemüsegarten für 15min bewässern. Bei Abwesenheit programmiere ich die Zeitschaltuhr

 

Ich würde mich immer wieder für ein Hauswasserwerk mit Kessel entscheiden.


Vorteile:

  • kein lästiges Einschalten
  • kein ständiges Einschalten bei kleineren Entnahmen,
  • Wartung? Nicht, dass ich wüsste.

Nachteile:
  • Ich habe keine.

So lange ich den Brunnen nutze, ist das mein zweites Hauswasserwerk. Das erste ist 7 Jahre geworden und war ein billiges aus dem baumarkt für etwa 60€. Das zweite läuft nun seit zwei Jahren, hat knappe 50€ gekostet und ist aus dem Netz. Daher günstiger und hat mehr Leistung (macht etwa 5bar).
Abbauen muss ich nichts, da die ganze Sauggarnitur isoliert und in die Erde verlegt wurde. Die Pumpe selber steht im Bad vom Partyraum. Dadurch ist alles frostsicher und ich kann das Brunnenwasser auch im Winter nutzen.
Den Speicherkessel der ersten Pumpe hatte ich nicht an der Pumpe gelassen, sondern ins Leitungsnetz integriert. Da ist das Teil heute noch (etwa 9 Jahre) und verrichtet wartungsfrei (hin und wieder mal aufpumpen) seinen Dienst. Die neue Pumpe habe ich inkl. Kessel aufgestellt. So habe ich noch mehr Speichermöglichkeit und die Pumpe springt seltener an.

 

Neija, Geschmäcker und Erfahrungen sind bekanntlich unterschiedlich.

Mein Hauswasserwerk vom Aldi hat kurz nach Ablauf der Garantiezeit den Geist aufgegeben - Undichtigkeit. Außerdem hat das Ding einen ziemlichen Lärm produziert. Die Nowax ist dagegen flüsterleise. Aufgrund der häufigen Probleme mit defekten Membranen in Hauswasserwerken war für mich klar, entweder Tauchpumpe oder Hauswasserautomat. Da ich aber die Anschlüsse schon für einen Automaten vorgesehen habe, wäre ein Umbau für die Tauchpumpe sehr aufwändig gewesen.

Da bei mir die Pumpe nur max. 2-3x am Tag läuft (2x 15min zum automatischen bewässern und 1x für manuelles bewässern) und außerhalb des Hauses steht, ist einschalten der Pumpe nicht lästig.

Fazit: je nach Anwendungsfall kommt Hauswasserwerk, Hauswasserautomat oder eben eine Tauchpumpe in Frage.

 

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