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Welche pH-Wert-Bestimmung taugt was?

09.05.2013, 10:55
Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich vielleicht doch mal den pH-Wert unseres Gartenbodens bestimmen sollte. Bloss wie macht man das am Besten?

Gefunden habe ich bisher Sets in die Bodenproben gefüllt werden und die dann mit einem Indikatorfarbstoff den pH-Wert anzeigen sowie elektronische Messgeräte die aussehen wie ein Bratenthermometer und versprechen auf Knopfdruck Auskunft zu geben.

Welche Methode taugt denn was?
Welche Sets oder Messgeräte könnt ihr empfehlen?
 
Gartenboden, pH-Wert Gartenboden, pH-Wert
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20 Antworten
Ich schubs das noch mal hoch

 

Ich habe Teststreifen von Merck, wie sie auch in der Praxis verwendet werden. Ob sie wirklich was taugen, weiss ich nicht.
Ich verlasse mich nach etlichen Fehlschlägen und misslungenen Korrekturversuchen auf die Standortanzeiger.
Wo auf unserem Grundstück Wiesensalbei oder Fingerkraut wächst, ist es halt alkalisch und dementsprechend wähle ich die Pflanzen aus. Unter Eichen und Nadelbäumen ist es wohl eher sauer und da, wo Sauerampfer wächst sowieso.
Nur bei unseren Rhododendron, den Blaubeeren und der Heide helfe ich nach, indem ich mit geschreddertem Eichenlaub oder einigermassen verrotteten Nadeln aus dem Wald nachhelfe.
Die Rhododendron hatten in den ersten Jahren braune Spitzen - mittlerweile fühlen sie sich in etlichen Kubikmetern Eichenlaub recht wohl.
Ich weiss, dass das nicht die gewünschte Antwort ist, aber vielleicht ist es ja auch eine Antwort, nicht an den Bodenverhältnissen herumzudoktern, wenn es nicht zu Erwerbszwecken notwendig ist.
;-)

 

Das ist jedenfalls mal ein bedenkenswerter Ansatz. Vielleicht sollte ich mal eine "Volkszählung" machen.

 

Brutus  
Ich würde dafür Indikatorpapier aus dem Aquariumhandel besorgen und feuchten Boden in Berührung bringen, die Ergebnisse sollten recht gut sein, nur total trocken dürfte der Boden nicht sein. Ist auch nur ein Vorschlag von mir, ausprobiert habe ich es an Böden noch nicht, ich denke jedoch, dass nichts dagegen sprechen würde.

 

Woody  
Ergänzend zu Brutus' Ausführungen die korrekte Durchführung:

Stich mit dem Spaten ca. 30cm Bodenprobe aus, davon nimmst dann 3 Esslöffel Probe, vermischt diese mit dest.Wasser und seihst das Ganze durch ein Kafeefilter ab. Die resultierende Brühe misst mit ph-Papier (auch in Apo erhältlich).

Die meisten Pflanzen mögen einen ph-Wert von 6-7, einige wenige benötigen aber zbsp saure Bedingungen (Rhododendron bzw. generell Moorbeetpflanzen) im Bereich von 4,5-6.

Wenn du dich bzgl. Düngen für die Wiese auch noch interessierst, so findest unter dem Stichwort Indikatorpflanzen oder Zeigerpflanzen auch etliche Hinweise. Am meisten bekannt ist das Gänseblümchen als Indikator für stark stickstoffhältigen Boden.

 

Hmmm, also wenn ich mir die Indikatorpflanzen so anschaue ist es bei uns alkalisch-sauer stickstoffreich-nährstoffarm und verdichtet-frisch mit einem Hauch von feucht-trocken. Wenn doch nur Beton nicht auch so schnell kauptt ginge ....

 

Woody  
*gggg*, also ideale Voraussetzungen für Mischkulturen

 

Sorry, mir is nit ganz klar, was Dein Ziel letztlich ist.
Wenn Du einfach nur den pH Wert messen willst, hast Du die Antworten ja.
Ich habe möglicherweise zuviel hinein interpretiert, weil ich früher bestimmte Pflanzen einfach haben wollte und bei dem Versuch, den Boden "umzubauen" kläglich gescheitert bin.
Heute folge ich dem Prinzip: wat jeht, jeht und wat nit jeht, jeht nit.
Beispielsweise wollten Rosen (ich liebe alte englische Rosen) einfach nicht gedeihen - jetzt habe ich Hundsrosen und es funktioniert. Stauden wie Echinacea, Brennende Liebe und Ochsenauge wollten auch nicht - jetzt haben sich da mehrere dutzend Königskerzen alleine angesiedelt, an anderen Stellen Witwenblumen - sind auch schön.

Und seid ich den Garten weitestgehend in Ruhe lasse, haben sich an sechs Stellen sogar Kuhschellen angesiedelt - die sind mir mittlerweile so wichtig, dass ich am liebsten einen Zaun drum setzen würde. ;-).
Vom Garten mache ich ungern Fotos, aber ein paar Details sehr unterschiedlicher Standorte kann ich gerne nachreichen, wenn ich aus dem Holz zurück bin.

 

Entweder Bestimmung nach DIN 10390:2005-12 (am besten via eines entsprechenden ausgestatteten Labors falls du nichgt stolzer Besitzer eines gseignetetn pH-Meters bist) oder hinreichend genau die Schnellbestimmung mittels Neudorff-Testkit.

 

Hallo,

schau doch einmal hier:
http://www.hannainst.com/usa/prods2....ode=HI%2098107

Vieleicht eine Möglichkeit für Dich.

 

ich weiß jetzt nicht wirklich, wofür das gut ist - aber ich denk mir in meinem jugendlichen Leichtsinn einfach: hey, wenn hier Sachen wachsen, die anderswo nur tonnenweise Chemie brauchen, weil der Boden nicht passt, und umgekehrt, dann wird das wohl seinen Sinn haben. Nicht umsonst gibt es ja auch gute und weniger gute Spargelregionen und das heidekraut blüht und wächst in freier Wildbahn ja auch nicht überall.
Was nicht wachsen will, lässt es eben sein.

 

moinsen.
also ich würde dir wenn du geld sparen möchtest
zu einem ph-streifentest raten. ansonsten+
gibt es elektronische messgeräte die du einfach in den
boden stecken kannst.
schau mal unter phwert.org/
da findest du einiges zu dem thema.
grüße

 

"Jedem Pflänzlein seine Chance", egal ob mit PH-Wert 3,0 oder 13,0, das ist unsere Devise. Unser neu erworbener Garten wird nun mal diesen Sommer und nächsten Winter beobachtet, was wächst, das wächst...
Entscheidungen über Maßnahmen fallen dann im nächsten Winter.

 

Hallo,

das Problem kenne ich auch Gerade der Rhododendron in meinem Garten macht mir Sorgen, er schaut nicht gut aus und ich denke der Boden ist nicht sauer genug! Habe mich auch schon auf der Seite ph-wert.org schlau gemacht, ich hoffe ich kann ihn noch retten!!!

 

ich hab beschlossen, dass ich meinen "Rhododenthron" sowieso rausschmeiße, ich mochte die Dinger noch nie und hab ihm nur eine Chance gegeben, weil meine Mutter das Ding angeschleppt hat. der mickert jetzt seit 5 Jahren im Garten rum und fl,iegt an diesem WE raus pH-Wert hin oder her, da kommt Gras hin.

 

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