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Welche Luftfeuchtigkeit und Temperatur in Garagen Hobbytischler-Werkstatt?

13.01.2013, 11:40
Wie schon einige mitbekommen haben, bin ich gerade in der Planung für meine Hobbytischler-Werkstatt in meiner Garage. Da ich keinen geeigneten bz.w freien Kellerraum dazu zur Verfügung habe muss ich in die Garage ausweichen.

Nun mal die Frage: Welche Luftfeuchtigkeit und Temperatur sind für das Lagern von Holz, Hand-und E-Werkzeuge optimal und wo liegen die Schmerzgrenzen???

Da ich ich den nächsten Tagen glücklicher Besitzer einer gebrauchten Ulmia Hobelbank sein werde, möchte ich die Pimpen also wieder auf Vordermann bringen und die soll dann ja auch noch einige Jahre halten!

Zu der Garage: Sie grenzt zwar ans Haus ist aber nicht beheizt und hat keinen unmitellbaren Zugang zum Haus per Durchgangstür. Neben der Garage befndet sich auch im Aussenbereich, ein alter Heizölraum ebenfalls nicht beheizt.

Mein Vorhaben war/ist unter anderem ca. 10-15 minuten bevor ich in meine Werkstatt gehn werde mit einer mobilen E-Heizung die Garage etwas vor zu wärmen! Allerdings weis ich nicht wie dick das Mauerwerk der Garage ist, es ist jedenfalls keine Fertiggarage, sondern maiv gebaut worden in den 60er Jahren.

Ich freu mich auf eure Ratschläge!
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22 Antworten
Hallo,

die Temperatur ist für Holz und Maschinen nicht so das Problem. Mein Holz lagert auch in einer unbeheizten Garage. Schwieriger ist es, wenn die Temperatur schnell ansteigt, dann bildet sich Kondenswasser und das schadet den Maschinen und auch dem Holz.

Leime und Öle vertragen auch keinen Frost.

Je nach Größe der Garage musst du auch ein entsprechen großes Heizgerät nehmen, um den Raum warm zu bekommen.

Die Luftfeuchte entspricht am besten der eines Wohnraumes (40-60%). Da es sich um eine Garage handelt, wird die Luftfeuchte im Winter gering sein, im Sommer hoch. Im Sommer musst du dafür sorgen, dass Fenster und Türen zu bleiben.

Gruß

Heiko

 

Soll die Garage auch noch fürs Auto genutzt werden?
Weil wenn du das Auto im Winter in die Garage fährst könnten Schneereste im Radlauf schmelzen, was zu einer unschönen Luftfeuchte führen kann, bzw. zu extremen Kondenswasserablagerungen führt die auch Bauteile in Maschinen kurzschließen können.

 

wie Heiko schon sagte: nicht die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit sind das Problem, sondern die enormen Schwankungen bei gelegentlicher Nutzung.

Wenn Du über Heizungen nachdenkst...
Strom ist natürlich eine sehr teure Lösung, aber die kleinen Gasheizungen, die ja oft als Werkstattheizung angeboten werden, sind absolut ungeeignet, weil bei ihrer Verwendung die Luftfeuchtigkeit sehr stark ansteigt.
wenn du wertvollere Hölzer am Lager hast, würde ich sie in Plastikfolie einwickeln. Bin mir zwar nicht sicher, ob es hilft, würde es aber tun.
;-)

 

Eine gleichbleibende Temperatur um die 12 Grad im Winter währe erstrebenswert.
Akkus sollten auch nicht ewig zu kalt oder zu warm und auch nicht feucht gelagert werden, sowie stark schwankender Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden (letzteres gilt auch für Holz, vor allem Einrichtungen und teilverarbeitetes Holz, es kann sich verziehen).

 

Geändert von Hermen (13.01.2013 um 12:15 Uhr)
Im Moemnt ist es doch gerade schön kalt. Stell doch einfach mal ein Thermometer in die Garage und schau nach wie kalt es ist.

Die unbheizte Garage hat halt ein paar Nachteile von denen einige auch schon genannt wurden:

  • Farben, Lacke und Co. sind häuig nicht frostfest, müssen ausgelagert werden und beanspruchen so an andere Stelle Platz
  • Für dich ist es in der Kälte unangenehm zu arbeiten
  • "Mal eben" schnell hochheizen sorgt für starke Feuchtigkeitsschwankungen und fördert so das Arbeiten von Holz und Korrosion der Maschinen
  • Akkus mögen es auch nicht kalt
  • Für Oberflächenbehandlung (lackieren, ölen ...) brauchst du konstante, hinreichnd hohe Temperaturen über einen längeren Zeitraum. Mit Elektroheizung geht das ins Geld

Andereseits ist eine Werkstatt in der Garage immer noch besser als keine Werkstatt ...

 

Danke schon mal für die guten Ratschläge! Meine E-Werkzeuge habe ich nun schon seit ein paar Wochen im Heizraum im Keller. Im selben Ruam steht die Zentralheizungsanlage, da ich was den Rost und die Kälte auch gerade was die Akkus angeht so meine Bedenken hatte!

Ok Fenster habe ich in meiner Garage keine, sind nur ein paar alte Glasbausteine drin, die allerdings schon leichte Risse haben so das Luft usw. von aussen hineinkommt!
Hab mir schon überlegt ob ich da nicht 2 kleine Fenster einbauen soll! Eine Tür hat die Garage nicht!

Ne, vorerst werd ich mit Nadelholz arbeiten und höchstenfalls Buchenholz.
Die Sache mit der mobilen E-Heizung war so ein gedanke, da mir schon von ein paar Mitlgiedern hier dazu geraten wurde um kurz vorher ein wenig aufzuheizen!

Ja ne Garage ist schon besser als gar keine Werkstatt. Fürs Autoschrauben wärs optimal aber um darin Holz zu bearbeiten und Kleinmöbel zu bauen!?!

 

ich fürchte, so erreichst du genau das Gegenteil.
Wenn Du eine Maschine mal in der Garage benutzt und sie so ordentlich runterkühlst, ist sie klatschnass, wenn du sie in den Heizkeller legst.
Nicht die Temperatur, sondern die Temperaturschwankungen sind das Problem.

 

Das Garagentor ist noch ein altes ungedämmtes Schwingtor. Ich denke zu dämmen dürften sich Styropoplatten ganz gut eigenen oder doch lieber nicht!

 

Zitat von woodworker83
Das Garagentor ist noch ein altes ungedämmtes Schwingtor. Ich denke zu dämmen dürften sich Styropoplatten ganz gut eigenen oder doch lieber nicht!
Das müsste eigentlich klappen, du musst nur mit dem Gewicht aufpassen.
Ansonsten geht das Tor nur noch mit Hilfe auf und fällt immer zu wenn die Federn nicht stark genug sind.
Ich würde an deiner Stelle Styrodur nehmen, das ist teurer dämmt aber besser und ist leichter in der Verarbeitung.
Vielleivht kennst du jemanden der ein WDVS neu hat oder seinen Keller gedämmt hat, da könnte man Reste abstauben.

 

rogsch  
Eigentlich hat Holzbastler (Heiko) alles wesentliche erwähnt.

Kurz gefasst ist es so: Das Holz soll in einer Temperatur/Luftfeuchtigkeit bearbeitet werden, wie die Temperatur/Luftfeuchtigkeit im späteren Wohnraum.

 

Geändert von rogsch (13.01.2013 um 13:11 Uhr)
Zitat von holzbastler
Hallo,

die Temperatur ist für Holz und Maschinen nicht so das Problem. Mein Holz lagert auch in einer unbeheizten Garage. Schwieriger ist es, wenn die Temperatur schnell ansteigt, dann bildet sich Kondenswasser und das schadet den Maschinen und auch dem Holz.

Leime und Öle vertragen auch keinen Frost.

Je nach Größe der Garage musst du auch ein entsprechen großes Heizgerät nehmen, um den Raum warm zu bekommen.

Die Luftfeuchte entspricht am besten der eines Wohnraumes (40-60%). Da es sich um eine Garage handelt, wird die Luftfeuchte im Winter gering sein, im Sommer hoch. Im Sommer musst du dafür sorgen, dass Fenster und Türen zu bleiben.

Gruß

Heiko
Wie bekomm ich denn ne größere Luftfeuchte im Winter in der Garage hin?
Wäre ein Werkstattofen eine gute Lösung oder Alternative zu einem mobilen E-oder Gasheizungsgerät?

Die Garage düfte in etwas 6-7 m lang sein 3-3,50 m breit und Raumhöhe etwa 2,50-2,60 m.

 

Geändert von woodworker83 (13.01.2013 um 19:54 Uhr)
Zitat von woodworker83
Wie bekomm ich denn ne größere Luftfeuchte im Winter in der Garage hin?
Wäre ein Werkstattofen eine gute Lösung oder Alternative zu einem mobilen E-oder Gasheizungsgerät?

Die Garage düfte in etwas 6-7 m lang sein 3-3,50 m breit und Raumhöhe etwa 2,50-2,60 m.
Ein ofen ohne Rauchfang kannst du vergessen, und so fertigteile fangen bei 3000 Euro an, hab mich erst erkundigt, da ich vor dem selben Problem stehe, was Gasheizungen angeht, steht immer dabei im Freien oder gut gelüfteten Räumen, obs dann noch was bringt ist fraglich

 

Eine konstante Temparatur wäre ideal... alles andere führt über kurz oder lang zu Feuchtigkeit.

Ich gehe mal nicht davon aus, dass du deine Garage durchheizen möchtest... wenn du dann mal Wärme zuführst und in deiner Garage arbeitest wird immer Feuchtigkeit entstehen.

Und das Holz wird noch das geringste Problem sein... deine Werkzeuge werden dadurch auch erheblich in Leidenschaft gezogen (werden können)...

 

Hallo Chris,

im Winter ist die geringe Luftfeuchte ja zu begrüßen. Die will man ja nicht erhöhen. Im Soimmer hat man eine höhere Luftfeuchte, daher sollte man die feuchte luft möglichst drauen lassen, also Fenster und Türen tagsüber geschlossen lassen, wenn die Luftfeuchte am höchsten ist.

Ob du einen Ofen installieren darfst und wie das genau ausgeführt werden muss, wird dir nur der zuständige Schornsteinfeger sagen können.

Gruß

Heiko

 

Zitat von holzbastler
Hallo Chris,

im Winter ist die geringe Luftfeuchte ja zu begrüßen. Die will man ja nicht erhöhen. Im Soimmer hat man eine höhere Luftfeuchte, daher sollte man die feuchte luft möglichst drauen lassen, also Fenster und Türen tagsüber geschlossen lassen, wenn die Luftfeuchte am höchsten ist.

Ob du einen Ofen installieren darfst und wie das genau ausgeführt werden muss, wird dir nur der zuständige Schornsteinfeger sagen können.

Gruß

Heiko
Ja ne, das würd ich sowieso den Schornsteinfeger fragen! Wegen dem heizen, hat mir ein Arbeitskollege gesagt das wär nicht gut da danach angeblich die Wände anfangen würden zu schwitzen wenn der Ofen aus ist und dann Schimmel bzw. Rost entstehen würde wegen fehlender Dämmung! Sowas hab ich noch nicht gehört und ich den es macht den Werkzeugen bzw. Maschinen auch nix aus wenn ich die mit bisl Silbergleit behandele bzw. vorher verarzte . Werde auch den Tisch meiner Dekupiersäge mit Silbergleit behandeln damit der keinen Flugrost ansetzt!

 

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