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Welche Kriterien entscheiden über Stärke eines Akkuschraubers?

01.01.2012, 19:10
Momenten beschäftige ich mich mit dem Thema Akkuschrauber. Dabei fällt mir auf, dass es bezüglich der "Kraft" eines Akkuschrauber große Unterschiede liegen. Während Stiftung Warentest den Drehmoment und die Akkukapazität als klare Merkmale ansieht, wird zum Thema Akkuspannung folgende Aussage getätigt: "Die Angabe der Spannung in Volt bringt dem Nutzer dagegen nichts: Ob 12, 14,4 oder 18 Volt auf dem Gerät steht - über die Leistungsfähigkeit in der Praxis sagt das gar nichts."

Auf anderen Webseiten im Netz finde ich jedoch Aussagen wie "Die Akkukapazität und Akkuspannung: Diese beiden Faktoren zusammen entscheiden über die Leistungsfähigkeit des Akkus. Die Akkuspannung ist neben dem Drehmoment der wichtigste Faktor für die Kraft des Akkuschraubers. Die Kapazität ist ein Richtwert für die Akkulaufzeit."

Mich würde daher interessieren, welche Behauptungen nun stimmen und inwiefern es hier Zusammenhänge gibt.
 
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21 Antworten
Indirekt sagt die Spannung schon was: Bei gleicher Abgabeleistung benötigt ein Gerät mit höherer Spannung Volt weniger Stromstärke Ampere. Der Schrauber mit höherer Spannung wird weniger schnell warm. Die Verlustleistung ist geringer. Bei gleicher Stromaufnahme hat der Schrauber mit der höheren Spannungsangabe eine höhere Leistung. Ganz einfach Volt mal Ampere. 

 

*lach*
Sorry, aber zusammenhänge gibt es doch immer.

Entscheident ist die Übersetzung des getriebes....

Ein 12V Schrauber mit einer guten Übersetzung kann besser sein als ein 14,4V ;-)
Nur Du weißt nicht ( in den wenigsten Fällen schon ) welche Übersetzung die Maschine hat.

Die Ah geben Dir Auskunft über die Laufzeit des Akkus, diese ist aber ein Richt - bzw. Testwert der Firmen.
Zu vergleichen mit den Verbrauchswerten eines Autos.
Ein Neuwagen welcher im Prospekt 7,2L braucht wirst Du nicht mit 7,2L fahren ;-)

Wichtig beim kauf in der häutigen Zeit ist ein LiPo oder LiFePo Akku, weiter würde ich auf einen nahmhaften Hersteller tendieren...

Schau duch die "Suche" das Thema Akkuschrauber wurde schon X male ausgibig behandelt.

 

@Espyce
Du redest von AH sprich Amperestunden, ich meine Ampere, die Stromaufnahme.
ein Akku mit 2 AH und 18 V wird bei gleicher Arbeitsbelastung länger herhalten als ein 12 V mit 2 AH.
Vporaussetzung von meiner Behauptung ist bei beiden Schrauber der gleiche Hersteller aus der gleichen Serie ( bei Bosch blau oder grün ).
Natürlich kommts dann natürlich wieder auf die Getriebeübersetzung an. Lipo Akku sollten natürlich heute Standard sein.

 

2011jes...du hast natürlich recht...mein Fehler...ich meinte natürlich die Ampere...nicht die Ampere / Stunde

 

Gut dann erklär ich Euch mal den Strom und die anderen Dinger:

Strom ist sehr dünn. Deshalb braucht man für Strom keinen Schlauch. Er geht durch einfachen Draht, so dünn ist er.

Mit Holz kann man keinen Strom übertragen. Wahrscheinlich saugt Holz ihn auf. Mit Kunststoff ist es genauso.

Wenn Strom nicht gebraucht wird, ist er nicht dünn. Im Gegenteil: Er ist dickflüssig, damit er nicht aus der Steckdose fließt. Sonst müßte immer ein Tropfen auf der Steckdose sein.

Woher der Strom weiß, daß er gebraucht wird und sehr dünn werden muß, ist noch unklar. Wahrscheinlich sieht er, wenn jemand mit einem Elektrogerät ins Zimmer kommt.

Strom ist nicht nur sehr dünn, sondern auch unsichtbar. Daher sieht man auch nicht, ob in einem Draht Strom drin ist oder nicht. Dann muß man ihn anfassen.

Wenn Strom drin ist, tut es weh. Das nennt man Stromschlag. Denn Strom mag es nicht, wenn man ihn anfaßt. Er wehrt sich!

Manchmal merkt man auch nichts. Entweder weil kein Strom drin ist, oder weil man plötzlich tot ist. Das nennt man Exitus.

Strom ist sehr vielseitig. Man kann damit Kochen, Bohren, Heizen uns vieles mehr.
Wenn man einen Draht mit Strom an einen anderen Draht mit Strom hält, dann funkt und knallt es. Das nennt man Kurzschluß. Aber dafür gibt es Sicherungen, die kann man auswechseln.

Außer dem Strom im Kabel gibt es auch Strom zum Mitnehmen. Der ist in kleine Schachteln und Dosen verpackt. Der Fachmann nennt soetwas Batterie.

Der Strom in der Schachtel kann natürlich nicht sehen, ob er gebraucht wird oder nicht. Deshalb läuft er manchmal einfach so ohne Grund aus und frißt alles kaputt.

Die verschiedenen Stromarten

Starkstrom heißt so, weil es unheimlich stark ist, was man mit ihm machen kann.

Wechselstrom heißt so, weil seine Verwendung häufig wechselt.

Gleichstrom heißt so, weil es ihm gleich ist, was man mit ihm macht.

Drehstrom heißt so, weil er für Motoren, Bohrmaschinen und auf dem Jahrmarkt für Karussells benutzt wird.

Blindstrom heißt so, weil er in Lampen benutzt wird; wenn diese nicht eingeschaltet werden, kann man nichts sehen.

Überstrom heißt so, weil mehr Strom in der Leitung ist als nötig.

So - ich hoffe ich konnte Euch ein wenig über den Strom und so weiter aufklären.

Lieben Gruß

Michael

 

@TischlerMS 
Endlich Einer der sich auskennt mit dem Strom !! :-)

 

Wenn Du weitere so komplizierte Fragen hast, frag ruhig. Kein Problem - hab das irgendwo studiert 12 Sylvester lang.

 

Noch ein Studierter

Ich habe drei Sylvester Knastologie und Gitterkunde studiert

Bei gleicher Kraft hält ein 18V Akku länger als ein 12 Volt Akku, aber 18V geräte sind im normalfall etwas stärker als 12V oder 14,4 Volt Geräte.


Zitat von schw_boe
"Die Angabe der Spannung in Volt bringt dem Nutzer dagegen nichts: Ob 12, 14,4 oder 18 Volt auf dem Gerät steht - über die Leistungsfähigkeit in der Praxis sagt das gar nichts."
Kann man so nicht stehen lassen, über die Kraft wird damit nichts ausgesagt, das ist korrekt, aber über die Laufzeit. Je mehr Leistung ich habe, umso länger kann ich damit arbeiten.

 

Vielen Dank für eure Antworten. Als Elektroniker weiß ich schon die Zusammenhänge zwischen Strom, Spannung und Co. Ich fand jedoch die beiden Aussagen etwas irreführend und konnte mir nicht vorstellen, dass die Spannung nichts aussagt. Deshalb wollte ich mich an dieser Stelle noch einmal vergewissern. Die letzte Antwort von "abe12345" brachte mir dann genau die Antwort die ich haben wollte.

Sehr genial finde ich allerdings wirklich die Erklärung von "TischlerMS" zum Thema Strom

 

Ja und so wurde wieder jemanden hier geholfen,das macht 1-2-do eben aus,fragen stellen und die Antwort die man braucht auch zu bekommen ohne lange zu Googeln ;-)

 

Moin,

das Thema ist eigentlich etwas komplizierter aber Grundlegend stimmt die Aussage das die Spannung erstmal gar nichts aussagt ,ausser das der Akku bei gleichen Ah mit größer werdender Spannungsklasse schwerer wird

Ein 18V Akku bringt eigrentlich ohne Belastung eine höhere Spannung aber diese kann bei höher Stromentnahme sehr stark einbrechen,füge dazu mal ein Video meines 18V Makitascharubers unter starker Belastung an. Ausschlagebend ist für das Drehmomennt der Motortyp(2Pol,4Pol,Bürstenlos) und die Übersetzung (sieht man ganz gut an der ausgangsdrehzahl im 1.Gang), je kleiner desto kräftiger! Die Akkus müssen von guter Qualtät sein wenn sie die Spannung unter Last möglichst lange halten sollen, ansonsten beschränkt der Akku die Kraft!

Gruß Heiko



 

Zitat von schw_boe
Vielen Dank für eure Antworten. Als Elektroniker weiß ich schon die Zusammenhänge zwischen Strom, Spannung und Co. Ich fand jedoch die beiden Aussagen etwas irreführend und konnte mir nicht vorstellen, dass die Spannung nichts aussagt. Deshalb wollte ich mich an dieser Stelle noch einmal vergewissern. Die letzte Antwort von "abe12345" brachte mir dann genau die Antwort die ich haben wollte.

Sehr genial finde ich allerdings wirklich die Erklärung von "TischlerMS" zum Thema Strom
Entschuldigung für diesen Scherz gestern. Dachte es wäre der 1. im neuen Jahr und da könnte man mal mit einem Scherz anfangen.

Selbstverständlich hast Du ein Anrecht auf richtige Antworten. Hast Du dann ja auch bekommen.

PS. Bin auch Elektroniker

 

Was das war ein Scherz !?   :-)

 

Komplexes Thema. Die Akkuspannung allein ist keine Garantie für einen leistungsfähigen, guten Schrauber.
Ich werfe einfach noch mal die Begriffe Innenwiderstand des Akkus, Wirkungsgrad, elektrische Aufnahmeleistung und mechanische Abgabeleistung in den Raum.

Einfacher ist es sicherlich, die Schrauber in einem definierten Praxistest, so wie Stiftung Warentest das macht, gegeneinander antreten zu lassen. Wenn beim 100m Lauf nur ein Sportler antritt, wird der immer die Goldmedaille gewinnen. ;-)

Beispiel: Mein Bosch blau GSR12V versenkt 6er Spax ohne vorbohren in Eiche. Ein billiger Baumarktschrauber - ebenfalls 12V - war dagegen nicht mal in der
Lage, 6er Justierschrauben vollständig in Fichte Dachlatten einzudrehen.

 

Dann glänze ich mal mit einer unfachlichen Antwort:
Gehe ich von einer gleichen Qualitätsliga einer Serie aus (meinetwegen Boch grün), gehe ich auch davon aus, dass eine höhere Akkuspannung auch mehr Leistung bringt. Wäre mit einem 12V Akkuschrauber das gleiche möglich wie mit einem 18er, warum gibt es dann die 18V?

Bei unterschiedlichen Anbietern und Qualitäten, werden alleine die Akkuspannung oder -kapazität nicht helfen. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass man auch mit 18V und 3AH in die Sch.... greifen kann.

Ich würde mich lieber auf Produkttests und Meinungen verlassen, als auf die Angaben.

 

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