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Welche Grundierung ist nun die richtige?

19.09.2012, 10:34
Hallo,

ich habe mir am Anfang des Monats AMF Ausgleichsmasse Flexibel der Firma 'Quick-Mix' gekauft, und möchte diese in den nächsten Tagen auf den Boden (Trockenestrich) aufbringen. Vorher möchte ich diesen aber grundieren.

Auf der Seite von 'Quick-Mix' finden sich widersprüchliche Angaben zur Verarbeitung der 'Quick-Mix Elastic Emulsion'.
Hier steht: Vor dem Auftrag der Nivelliermasse muss die Grundierung vollständig durchgetrocknet sein.

Und Hier steht dann: In die noch mattfeuchte Emulsion (nach maximal 30 Minuten) gießen Sie die Ausgleichsmasse flexibel.

Die Fragen, welche sich mir jetzt stellen:

1.) Ist das überhaupt die richtige Grundierung für das oben genannte Vorhaben?
2.) Der Spalt zwischen Wand und Trockenestrich beträgt mind. 10mm. Wie befestige ich da den Randdämmstreifen?
3.) Ist ein Randdämmstreifen bei 3mm Schichtstärke überhaupt notwendig?
 
Ausgleichsmasse, Grundierung, Trocknungsdauer Ausgleichsmasse, Grundierung, Trocknungsdauer
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11 Antworten
Servus Aengstlich! - hoffentlich ist der Name nicht Programm...

Zu 1 und 2 können Dir sicherlich die Experten etwas sagen...

Zu 3 sei anzumerken, dass ,egal welche Schichtdicke ein Belag hat, immer eine Trennung zwischen Wand und Boden vorzunehmen ist.

Der Grund liegt in der (Tritt-)Schallübertragung auf die Wände und das Weitertragen durch das ganze Haus.
Solltest Du hier keinen Randdämmstreifen einbringen und die Ausgleichsmasse wandbündig auftragen, ist die Randdämmung des darunterliegenden Estrichs mehr oder weniger für die Katz...

mfg Dieter

 

Wirklich eine kuriose Angelegenheit.

Es steht auch in der Anleitung: Geeignet sind ..., verformungs-, ... -freie Untergründe.
sowie: Holzuntergründe müssen schwingungsfrei sein und fest verschraubt werden.

Irgendwei kommt es mir so vor als ob die Ausgleichsmasse nicht "flexibel" ist. Ich würde hier direkt mal den Kundenservice des Herstellers bemühen

 

Zitat von Kneippianer
Servus Aengstlich! - hoffentlich ist der Name nicht Programm...

Zu 1 und 2 können Dir sicherlich die Experten etwas sagen...

Zu 3 sei anzumerken, dass ,egal welche Schichtdicke ein Belag hat, immer eine Trennung zwischen Wand und Boden vorzunehmen ist.

Der Grund liegt in der (Tritt-)Schallübertragung auf die Wände und das Weitertragen durch das ganze Haus.
Solltest Du hier keinen Randdämmstreifen einbringen und die Ausgleichsmasse wandbündig auftragen, ist die Randdämmung des darunterliegenden Estrichs mehr oder weniger für die Katz...

mfg Dieter
Ah, ja 3. hatte ich vergessen. Kneipianer hat recht.

 

Hab gerade zu Punkt 2 die Anleitung durchgelesen...

Der zweite Link ist für Holzdielenböden...

Somit sollte sich das geklärt haben...

mfg Dieter

 

Zitat von kindergetuemmel
Ah, ja 3. hatte ich vergessen. Kneipianer hat recht.
oh, vielen Dank - das ist Balsam für meine geschundene Seele...

 

Ich denke bei der Anleitung ist der große Unterschied der Untergrund auf den die Ausgleichsmasse kommt.
Bei dem Beton sollte der Haftgrund austrocknen und meines erachtens nach hat man dann nur einen verbesserte verbindung zwischen Estrich und Ausgleichsmasse.
Bei dem Holzuntergrund sorgt der Haftgrund nicht durchtrocknen weil er das Holz versiegelt und die Feuchtigkeit der Ausgleichsmasse so auch nicht in das Holz einzieht. Ich verstehe das so das grade in der trockenfase der Grunddierung keine Feuchtigkeit mehr eingelassen wird und zu dem Zeitpunkt sollte die Ausgleichsmasse drauf.

Also im Grund ist es wichtig auf welchen Boden deine Ausgleichsmasse kommt und je nach dem ist die eine oder andere Anleitung für dich die richitge.

 

Servus...

Zitat von bueffel
Also im Grund ist es wichtig auf welchen Boden deine Ausgleichsmasse kommt und je nach dem ist die eine oder andere Anleitung für dich die richitge.
Siehe hier:

Zitat von Aengstlich
und möchte diese in den nächsten Tagen auf den Boden (Trockenestrich) aufbringen. Vorher möchte ich diesen aber grundieren.
...und zwei Antworten weiter oben...

 

 

hallo aengstlich,
grundierungen für estrich und trockenestrich müssen vor dem spachletn immer trocken sein.
die grundierung gleichmässig auftragen, aber pfützenbildung dabei vermeiden...ich benutze dazu immer eine grosse schaumgummiwalze.
die benutzung von randdämmstreifen kannst du dir sparen, da du mit den trockenestrichelementen sowieso schon 10mm luft zur wand hast und dir die spachtelmasse sowiso wegfliesen würde.
wenn mal ein geringer teil in den spalt läuft ist das nicht weiter tragisch.
würdest du randstreifen benutzen und den restlichen spalt komplett mit der spachtelmasse verfüllen, liegst du unterhalb des vorgeschriebenen abstands zur wand für den schwimmend verlegten trockenestrich.

 

Hallo,

vielen Dank für die Rückmeldungen. Das es sich bei den Beschreibungen um Zwei verschiedene Untergründe handelt (Holzielen und Estrich od. ähnl.), ist mir nicht aufgefallen.

@Kneipianer, dass mit der Schallbrücke zur Wand leuchtet ein. Aber wie überbrücke ich das ganze? Mein Randdämmstreifen ist 5mm stark. Das die Masse in den Spalt fliesst, damit bin ich nicht einverstanden. Das reduziert die Schichtstärke, und das geht nicht. Also mindestens 3mm müssen es schon sein.

@kindergetuemmel, dass "flexibel", ist sicher - wie so oft - Auslegungssache. Ein wenig mitschwingen, ohne direkt zu zerbröseln wird diese sicher, aber die Bewegungen von regulären Holzdielen in Altbauwohnungen wird die Masse so nicht abfangen.

 

...da bleibt Dir erst mal nichts anderes übrig, als den Randstreifen doppelt zu legen...

Bzw. hinter den Dämmstreifen temporär ein anderes Material in entsprechender Stärke einzubringen und danach zu entfernen.

Erstmal schreibe ich deshalb, weil mir momentan keine andere Lösung einfällt...

mfg Dieter

...gerade fällt mir noch ein: es gibt solche "Dämmwürste" (mein Ausdruck ), die kannst Du zwischen Dämmstreifen und Trockenestrich einbringen...

 

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