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Wasserleitung reinigen

04.10.2012, 08:32
Hi zusammen,
im Zuge des Umbaus unserer Waschküche habe ich gestern ein paar Meter Kupferrohr verlötet und einen Wasserhan an der anderen Seite des aums montiert. Als Wasserquelle dient mir ein ehemals totes Wasserrohr (Eisen) welches die letzten 40 Jahre mit nem formschönen Stopfen verschlossen war.

Drehe ich nun den Wasserhahn auf, so hat das Wasser zu Anfang immer eine bräunliche Verfärbung die nach den ersten 2 - 3 Litern wieder verschwindet. Ich gehe davon aus das es Rost aus der lange ruhenden Leitung ist.

Nun frage ich mich wie ich das Rohr reinigen kann damit kein Rost mehr kommt. Immerhon soll an den Hahn die Waschmaschine angeschlossen werden und ich mag es nicht wnn meine Hemden rosten.

REicht es hier aus das Wasser einfach laufen zu lassen?
 
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24 Antworten
MicGro  
Kannst du nicht die Leitung komplett neu verlegen?
Wenn Rost innen ist, weis ich nicht ob man da mit dem aggressiven Reiniger den nur Firmen bekommen das Rohr reinigen darf.
Wenn ich meinen Bekannten (Gas-&Wasserinstallateur) heute erreiche, schreib ich dir hier nochmal.
Weist du wie lang ca die Leitung tot lag?

 

Ich würde das Eisenrohr austauschen. Wenn schon der Rost aus dem Rohr kommt wird es bestimmt nichts bringen das Rohr zu reinigen. Stellt sich auch die Frage "Wie reinigen ?"

Die Oberfläche des Rohres ist bestimmt schon stark angegriffen, dort wir es immer wieder zu Ablagerungen und Rostbildung kommen

 

Dagegen kannst Du ohne großen Aufwand nicht viel machen außer kräftig und lange spülen und dabei die Leitung abklopfen ... kommt aber wieder.

Die einzige Möglichkeit das ansatzweise und dauerhaft zu lösen wäre eine sogenannte "Impfbiene". Gibt es z.B. von der Fa. Grünbeck. Dabei wird ein Stück Rohr am Anfang der Stahlleitung eingesetzt an dem ein Anschluss für einen dünnen Schlauch ist. Der wiederum führt zu einem Gerät, das Computergesteuert dafür sorgt, dass eine chemische Flüssigkeit je nach verbrauchter Wassermenge ins Wasser gespritzt wird. Die sogenannte Impfung.

Nach ca. 2 - 3 Monaten bildet sich in dem Rohr dann eine Schutzschicht, der Rost wird z.T. abgebaut bzw. gebunden.

Das ganze rentiert sich aber nur für eine komplett Installation, da die Geräte nicht ganz billig sind und die benötiigte Flüssigkeit immer wieder nachgekauft werden muß.

Da ist das Rohr zu ersetzen sicher günstiger.

Übrigens, so als Tipp nebenher:

Man kann von verzinkten Stahlrohren immer auf Kupfer übergehen (in Flussrichtung gesehen), muß dann aber bis zur Verbrauchsstelle auch weiter Kupferrohr verwenden. Niemals nach einer Kupferleitung auf verzinktes Stahror wechseln, sonst erzeugt man eine Elektrochemische Korrossion, bei der das unedlere Metall zersetzt wird!

 

Geändert von bonsaijogi (04.10.2012 um 09:34 Uhr)
Komplettaustausch? Ist das nun ne Vermutung von euch oder beruht das auf irgendwelchen Erfahrungswerten?

 

Das bekommst Du nicht weg. Reis´die Leitung raus. Das erspart Dir Ärger. Eisen rostet immer und damit kommt auch immer braune Brühe.

 

Das nach längerer Standzeit in einem Eisen Rohr Rost abgesondert wird ist normal.
Durch häufige und schnelle Druckunterschiede lösen sich lose Partikel und können
dann weggespült werden.
Für Lebenspittel Flüssigkeitsleitungen (z.B. Bierleitung) giebt es Schaumstoff Spülkugeln, die mit dem Wasserdruck durch die Leitung geschoben werden. Auch in Deinem Fall denkbar.
http://www.ebay.de/sch/i.html?_nkw=R...at=0&_from=R40

Oder durch schnelle Druckabfälle den lockeren Rost lösen.
z.B. mit Druckluft, da diese den Rost durch expansion besser löst als kaum kompressierbares Wasser.

Übrigens würde ich keine Kupferleitungen in Trinkwasserleitungen empfehlen,
da Kupfer ein Zellgift ist. Speziell bei Kleinkindern von Belang.
(siehe Kupfernägel in Baum eingeschlagen, um selbigen zu killen.)

Kunststoff/Edelstahl/verzinke Eisenrohre fallen mir als Alternative ein.
Edelstahl natürlich nur, wenn keine Nickel Allergie vorliegt.

Gruß Mafred

 

Geändert von Manfredh (04.10.2012 um 09:59 Uhr)
Erfahrung. Ich hab ein altes Haus in dem auch Eisenleitungen verlegt waren.
Es kam immer wieder zu Rostablösungen.
Habe dann in den sauren Apfel gebissen und die Rohre komplett bis zur Waseruhr ausgetauscht. Seit dem ist Ruhe.
Diese ganzen technischen und chemischen Geschichten die, die Rohre von innen schützen sollen halte Ich persönlich für Humbuck und Geldschneiderei.

 

Zitat von Heimwerker_der_Herzen
Hi zusammen,
im Zuge des Umbaus unserer Waschküche habe ich gestern ein paar Meter Kupferrohr verlötet und einen Wasserhan an der anderen Seite des aums montiert. Als Wasserquelle dient mir ein ehemals totes Wasserrohr (Eisen) welches die letzten 40 Jahre mit nem formschönen Stopfen verschlossen war.

Drehe ich nun den Wasserhahn auf, so hat das Wasser zu Anfang immer eine bräunliche Verfärbung die nach den ersten 2 - 3 Litern wieder verschwindet. Ich gehe davon aus das es Rost aus der lange ruhenden Leitung ist.

Nun frage ich mich wie ich das Rohr reinigen kann damit kein Rost mehr kommt. Immerhon soll an den Hahn die Waschmaschine angeschlossen werden und ich mag es nicht wnn meine Hemden rosten.

REicht es hier aus das Wasser einfach laufen zu lassen?
Hallo,
welchen Ø hat das Eisenrohr?
wenn es 3/4 " ist dann stecke ein CU Rohr mit 15 mm Ø rein, hüben und drüben angeschlossen, fertig ist die Laube. * grins *

 

Ekaat  
Zitat von Manfredh
Kunststoff/Edelstahl/verzinke Eisenrohre fallen mir als Alternative ein.
Edelstahl natürlich nur, wenn keine Nickel Allergie vorliegt.

Gruß Mafred
Mit diesen Rohren zu arbeiten ist aber für einen Heimwerker fast unmöglich. Die dazu benötigten Werkzeuge sind allesamt sehr teuer.
Das mit der Ionenabgabe aus Cu und Cu-Verbindungen (Messing, wobei dabei auch noch das hinzulegierte Blei kommt) wird m. E. stark überbewertet. Wenn ich Trinkwasser entnehme, lasse ich das Wasser laufen, bis es kalt kommt, dann ist die Ionenkonzentration vernachlässigbar gering. Habe davon bis vor einigen Monaten auch nichts gewußt, und siehe da, ich lebe trotzdem noch bei bester Gesundheit (Jahrgang 1948).

 

Hab das Wasser nun ein wenig laufen lassen und siehe da, es bleibt klar!

Perfekt! Danke euch trotzdem für die entmutigenden Tipps ;-P

Es waren wohl wirklich nur lose Ablagerungen im Rohr.

 

Die beste Antwort hast du dir selber gegeben. Es reicht aus, wenn du das Wasser eine kurze Zeit laufen läßt. wenn jetzt schon nach 2,3 Litern das wasser klar kommt, dann müßt das funktionieren. Es sieht blos wider rostig aus, wenn du es längere zeit abgedreht hast. Oder ist bei einem kurzen ab und andrehen des wassers wider Rost dabei?

 

Schön, dass der Rost entwichen ist, nur würde es dennoch auswechseln.
Wenn die WAMA angeschlossen werden soll und das Rohr > 40 Jahre ist, kann es durch die abrupten Stopps durch das Magnetventil eher löchrig werden und dann gute Nacht.
Gruß vom Daniel

 

Zitat von Ekaat
Mit diesen Rohren zu arbeiten ist aber für einen Heimwerker fast unmöglich. Die dazu benötigten Werkzeuge sind allesamt sehr teuer.
Das mit der Ionenabgabe aus Cu und Cu-Verbindungen (Messing, wobei dabei auch noch das hinzulegierte Blei kommt) wird m. E. stark überbewertet. Wenn ich Trinkwasser entnehme, lasse ich das Wasser laufen, bis es kalt kommt, dann ist die Ionenkonzentration vernachlässigbar gering. Habe davon bis vor einigen Monaten auch nichts gewußt, und siehe da, ich lebe trotzdem noch bei bester Gesundheit (Jahrgang 1948).

Der eine hat so ein Werkzeug, der andere halt nicht.
Ist aber immer noch kein Grund die Gesundheit auf´s Spiel zu setzen.
Schließlich könnte man die Verrohrung vorbereiten und dann in einem kurzen Durchgang
alle Verbindungen mit Leihgerät pressen/verschrauben(z.B.Sanipex).

Also welches Blei im Messing eines DVGW gerechten Fitting meinst Du eigentlich ?
Trinkwasser nicht Heizung ! Andere Zusammensetzung !

Ich denke, das Du dem Kleinkindalter bereits entwachsen bist. Somit selbst für die
eignene Gesundheit verantwortlich.

Übrigens hatte man in Deinem Baujahr sogar noch Bleileitungen verlegt, was nicht besonders schlau war.

 

Geändert von Manfredh (04.10.2012 um 14:25 Uhr)
Zitat von Geronimo
Oder ist bei einem kurzen ab und andrehen des wassers wider Rost dabei?
Bekomme den Rostauswurf nun garnichtmehr reproduziert. Egal ob lange oder kurze Standzeit

 

Zitat von danielduesentrieb
Schön, dass der Rost entwichen ist, nur würde es dennoch auswechseln.
Wenn die WAMA angeschlossen werden soll und das Rohr > 40 Jahre ist, kann es durch die abrupten Stopps durch das Magnetventil eher löchrig werden und dann gute Nacht.
Gruß vom Daniel
Nach der Argumentation müsste ich das Dach auch neu decken da die Regeschauer im Herbst kräftiger sind ;-)

Ne, nun kanns erstmal so bleiben

 

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