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Was läuft beim Sägen falsch ?

11.10.2012, 22:46
Geändert von Bine_01 (11.10.2012 um 22:51 Uhr)
Bine  
Hallo zusammen

Bei unserem Gartenhausbau ist mir des öfteren passiert das wenn ich mit der Handstichsäge und dem Parallelanschlag längere Bretter sägen wollte , das der Schnitt bzw das Sägeblatt zur falschen Seite weggezogen ist und somit einige meiner Bretter versaut hat .
Was habe ich falsch gemacht ?
Ich muss sagen das ich nicht oft mit einem Parallelanschlag gesägt habe , möchte es aber fürs nächste mal wissen .

Füge mal eine Skizze dazu damit ihr wisst was ich meine ..
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Name:	Saege.jpg
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ID:	14680  
 
Parallelanschlag, Schnitt, Stichsäge Parallelanschlag, Schnitt, Stichsäge
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34 Antworten
Die Erfahrung habe ich beim Geräteschuppen auch gemacht.
Ein Stichsägeblatt ist etwas flexibel und folgt damit dem Faserverlauf.
Selbst bei querschnitten in Vollholz ist es ein Glücksspiel einen Senkrechten geraden Schnitt hinzubekommen.
Ich habs dann sein lassen und bin doch mit der Kreissäge auf dem Dach rumgeturnt.

 

bei kurzen schnitten geht es ja noch einigermasen. aber bei längeren schnitten weicht das stichsägenblatt von der senkrechten ab

 

Ich denke du hast einfach zu viel Druck auf die Säge gegeben.

 

Das Verlaufen des Sägeblattes entsteht dadurch, dass die Sägespäne nicht abtransportiert werden.
Bei Kreis- und Bandsägen gibt es dieses Problem nicht, weil die Späne kontinuierlich abtransportiert werden (unendliche Sägen :-)).
Stichsägen haben einen bestimmten Hub. Ist das Werkstück dicker als der Hub, bleiben Späne im Werkstück, werden verdichtet und schieben irgendwann das Blatt weg.
Die Zahnzwischenräume sind also ebenso wichtig wie die Zähne. Grundsätzlich sollte das Werkstück nicht dicker sein als der Sägenhub. Gelegentliches Stoppen und rausziehen kann helfen.

 

Bine  
hi ihr beiden
also lag es nicht unbedingt an mir ?
Ja bei kurzen schnitten geht es noch , da bleibt das Sägeblatt dort wo es hin gehört .
Ich habe alles mögliche versucht , mit verschiedenen Sägeblättern , Geschwindigkeiten u.s.w nichts verhalf mir zum Erfolg
Leider hab ich noch keine Kreissäge und bei kleinen Arbeiten ist so eine Kreissäge doch etwas überdimensioniert , da fehlt mir dann auch der Platz

EDIT:
Wenn ich mit der Handstichsäge säge , dann puste ich schon immer das Sägemehl weg damit ich auch besser sehen kann .
Die Bretter waren nicht dicker als der Hub , gerade mal 19 mm

 

Hallo,

eine Stichsäge ist kein Präzisionsinstrument, das sollte einem klar sein. Ich habe bisher noch keine Stichsäge mit Parallelanschlag genutzt, weil ich andere Maschinen zur Verfügung habe, mit denen sowas besser geht.

Was aber enorm wichtig ist, ist das richtige Sägeblatt. Ich habe seit ich meine neue Stichsäge habe auch geschränkte Sägeblätter im Einsatz. Vorher hatte ich gute, geschliffene Blätter, aber die geschränkten sind um Längen besser und bleiben besser auf Kurs. Sie verlaufen weniger, auch in der Tiefe.

Ich weiß nicht, ob es solche Blätter von Bosch gibt, meine sind von Festool, die würden aber auch in eine Bosch Säge passen.

Ich habe mal eine Nahaufnahme eines solchen Blattes angehängt. Die Zähne sind abwechselnd nach Außen gebogen, das nennt man "geschränkt".

Und was noch wichtig ist, ist die Länge der Sägeblätter. Es gibt diese in 75mm, 105mm und noch länger. Du erreichst mit 105mm langen Blättern bessere Ergebnisse, als mit den kurzen 75mm Blättern. Das Blatt muss so lang sein, dass es in der oberen Stellung der Säge nicht im zu schneidenden Material verschwindet.

Vielleicht helfen dir ja diese Tipps ein wenig.

Gruß

Heiko
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ID:	14681  

 

dausien  
Genau das gleiche ist mir auch schon passiert....
Gut wenn man dann eine Kreissäge mit Führungsschiene hat.

Man kann natürlich versuchen den Parallelanschlag fest an die Brettkante zu drücken und die Säge nicht zu sehr nach vorne zu drücken sondern möglichst ohne Druck sägen zu lassen.

 

Bine  
Hallo Heiko

ich werde deinen Tipps auf jeden Fall mal versuchen , schon alleine weil ich außer der Handstichsäge keine andere Möglichkeit habe .
Hoffe nun das ich diese geschränkten Sägeblätter auch für meine Stichsäge erhalte

 

Zitat von holzbastler
Hallo,

eine Stichsäge ist kein Präzisionsinstrument, das sollte einem klar sein. Ich habe bisher noch keine Stichsäge mit Parallelanschlag genutzt, weil ich andere Maschinen zur Verfügung habe, mit denen sowas besser geht.

Was aber enorm wichtig ist, ist das richtige Sägeblatt. Ich habe seit ich meine neue Stichsäge habe auch geschränkte Sägeblätter im Einsatz. Vorher hatte ich gute, geschliffene Blätter, aber die geschränkten sind um Längen besser und bleiben besser auf Kurs. Sie verlaufen weniger, auch in der Tiefe.

Ich weiß nicht, ob es solche Blätter von Bosch gibt, meine sind von Festool, die würden aber auch in eine Bosch Säge passen.

Ich habe mal eine Nahaufnahme eines solchen Blattes angehängt. Die Zähne sind abwechselnd nach Außen gebogen, das nennt man "geschränkt".

Und was noch wichtig ist, ist die Länge der Sägeblätter. Es gibt diese in 75mm, 105mm und noch länger. Du erreichst mit 105mm langen Blättern bessere Ergebnisse, als mit den kurzen 75mm Blättern. Das Blatt muss so lang sein, dass es in der oberen Stellung der Säge nicht im zu schneidenden Material verschwindet.

Vielleicht helfen dir ja diese Tipps ein wenig.

Gruß

Heiko
Bosch hat auch geschränkte Blätter. Die verbessern das Ergebniss auch etwas.
Aber Längsschnitte sind meiner Meinung nach auch damit nicht gewährleistet.
Ein sehr gutes Blatt ist das Precision for Wood, geschränkt und etwas dicker wie die anderen. Ein Glücksspiel wirds trotzdem.

 

Dieses Problem mit dem Verlaufen von Längsschnitten mit der Stichsäge kennt wahrscheinlich jeder, der es schon mal versucht hat. Ich denke hier kann man nur versuchen das Optimum heraus zu holen, perfekt wird es wohl nie werden.

Ich habe mir vor kurzem aus selbem Grund dann auch eine günstige Tauchsäge mit Schiene zugelegt und habe diese Probleme seit dem nicht mehr.

 

Klar kenne auch ich so ein Phänomen. Du kannst das auch noch etwas verbessern, wenn du Pendelhub einstellst. Bei Längsschnitten hast du auch nicht so viel Ärger mit Ausriss an den Rändern.
Wie oben schon beschrieben, nun noch die richtigen Sägeblätter, wenig Vorschub und es sollte passen.

Du hast auch geschrieben, dass du das Sägemehl wegpustest. Ich kann nur jedem empfehlen beim Kauf einer Stichsäge auf die "Pustfunktion" zu achten. Als ich meine gekauft hatte, ist mir im Vergleich aufgefallen, dass das auch heute noch nicht jede hat. Das ist so eine Erleichterung, wenn man nicht pusten muss und dennoch eine freie Sicht hat.

 

Hallo,
das Verläufen einer Stichsäge ist mehr oder weniger normal. Meine PST900 schneidet schon ganz sauber und senkrecht, kein Vergleich zu einer 10€ Wühlkistensäge ;-).

Das Phänomen kannst du auch gut in der Sägestation PLS300 beobachten. Die speziellen mitgelieferten und dickeren Sägeblätter sorgen für einen deutlich besseren Schnitt. Vielleicht solltest du diese mal ausprobieren ;-)
Wenn man dort dünnere Sägeblätter verwendet, sieht man deutlich wie das Blatt wegläuft.

Ich wüsche dir gutes Gelingen ;-)

PS: ich würde mich freuen wenn die PKS 18LI demnächst auf den deutschen Markt kommt, denn eine HKS für präzise Schnitte fehlt mir auch noch...

 

Bine  
Hallo
danke für eure Antworten .
Naja , ich denke die Metabo Säge gehört nicht gerade zur Wühltischfraktion .
Ich dachte schon das ich zu **** zum sägen bin das ich den Schnitt nicht hin bekomme .
Habe mich echt darüber geärgert und war so manches mal nah daran der Säge das fliegen zu lehren .
Ich werde es nochmal mit den hier vorgeschlagenen Tipps versuchen , sollte es nicht gelingen , wird mir wohl nix anderes übrig bleiben als mich nach einem geeignetem Sägegerät umzuschauen .

 

hi,
aufgrund der größe deines projektes würde sich das ausleihen einer guten tischkreissäge lohnen, dies erspart dir viel frust und ärger, gerade bei langen schnitten in faserrichtung.
;o)

 

Zitat von holzbastler
Hallo,

eine Stichsäge ist kein Präzisionsinstrument, das sollte einem klar sein. Ich habe bisher noch keine Stichsäge mit Parallelanschlag genutzt, weil ich andere Maschinen zur Verfügung habe, mit denen sowas besser geht.

Was aber enorm wichtig ist, ist das richtige Sägeblatt. Ich habe seit ich meine neue Stichsäge habe auch geschränkte Sägeblätter im Einsatz. Vorher hatte ich gute, geschliffene Blätter, aber die geschränkten sind um Längen besser und bleiben besser auf Kurs. Sie verlaufen weniger, auch in der Tiefe.

Ich weiß nicht, ob es solche Blätter von Bosch gibt, meine sind von Festool, die würden aber auch in eine Bosch Säge passen.

Ich habe mal eine Nahaufnahme eines solchen Blattes angehängt. Die Zähne sind abwechselnd nach Außen gebogen, das nennt man "geschränkt".

Und was noch wichtig ist, ist die Länge der Sägeblätter. Es gibt diese in 75mm, 105mm und noch länger. Du erreichst mit 105mm langen Blättern bessere Ergebnisse, als mit den kurzen 75mm Blättern. Das Blatt muss so lang sein, dass es in der oberen Stellung der Säge nicht im zu schneidenden Material verschwindet.

Vielleicht helfen dir ja diese Tipps ein wenig.

Gruß

Heiko
...diese Tipps helfen auch mir, danke...

 

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