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Was ist das?

12.01.2015, 14:10
... Für ein Werkzeug?

Ich habe sogar zwei davon gehabt, eines habe ich irgendwo liegen gelassen, deshalb hüte ich das noch verbliebene umso mehr. Ich habe es in meiner Werkzeugkiste immer dabei und kann es immer wieder gebrauchen. Der Querschnitt des Stahls vorne ist kreuzförmig

Na? Hat jemand eine Idee?

Möglicherweise gibt es eigentlich eine andere Anwendung, ich verwende es aber ausschließlich zu diesem Zweck. Und diesen erfüllt es sehr sehr gut. Würde mich freuen, wenn jemand auch wüsste, wie das Teil heißt. Dann könnte der eine oder andere es auch für sich kaufen und nutzen.
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Sieht mir irgendwie nach Körner mit Durchschlagfunktion aus, aber um ehrlich zu sein keine Ahnung!

 

Ha , ich weiß es , ich weiß es! Ich sags aber noch nicht. Ätsch ...aber zu Rainerle gibs eine PN

 

Ich weiß es auch. Schick Rainerle auch mal eine PN

 

Damit wurde früher mal gebohrt(Wand ).Soweit ich mich erinnere ,gehören für jede Größe drei Einsätze dazu.

 

Cool, bin gespannt. Bitte schweigt im Forum noch eine Weile ... Sollen ja ruhig noch viele rätseln.

 

Woody  
Sowas hab ich auch - dachte immer,das ist so eine Art Körner für Metall.

 

Bei mir in der alten Werkzeugtruhe liegt auch noch solch ein Teil - habe mir aber noch keine Gedanken dazu gemacht...

 

Redfox und Fuffy haben schon mal die richtige Lösung. Ich werde heute Abend die Lösung präsentieren.

Offenbar haben es ciele und wissen gar nicht, was man damit machen kann. Finde ich echt klasse. Wenn ich meinen rausziehe und nutze, wundert sich mancher und ich wurde schon häufig gefragt, wie das heißt und wo man es herbekommt.

 

Ich kenne dieses Teil unter den Begriff "U-Batt-Bohrer"
Wo der Name her kommt kann ich leider nicht sagen aber wie elhunter schon sagte, gehörten einmal 3 unterschiedliche Durchmesser im Set dazu.
Man konnte schnell mal Löcher in das Mauerwerk schlagen.

 

Also dann löse ich auf.
Das Werkzeug ist mittlerweile wohn ausgestorben. Wurde hauptsächlich in den 60er Jahren von verschiedenen Firmen produziert und läuft meist unter dem Namen Handschlagbohrer. Ein Hersteller war Upat, Deshalb hat Thiere im vorigen Post gewissermaßen recht, nur die Schreibweise stimmt nicht ganz. Man sagt auch Upat-Bohrer dazu.

Meist im Set gekauft. Mit mehreren Einsätzen für verschiedene Bohrereinsätze. Diese konnte man mit einer beigefügten Welle durch das Loch ausschlagen. Wobei die Welle aber auch ganz hilfreich war, wenn sich der Bohrer (eigentlich eher ein Meisel) im Loch verhakt hat. So konnte man den Handschlagbohrer drehen und lösen. Besser war aber der Sechskantsxhaft. Mit Schraubenschlüsseln viel leichter zu lösen.

Nun was macht man damit? Damals hatte nicht jeder eine Bohrmaschine. Und Schlagbohrer sowie Bohrhammer waren auf dem Markt nicht zu finden. Also brauchte man etwas anderes um Dübel in die Wand zu bekommen. Hierzu dient der Handschlagbohrer. An die Wand/Decke angesetzt und mächtig draufschlagen. Selbst Beton widersteht den Geräten nicht. Man muss eben Geduld haben und am besten nicht auf die Hand schlagen. Ist so etwas, wie ein Schlagbohrer, die Schlagkraft um ein vielfaches Höher als bei jedem elektrischen Bohrhammer, aber eben die Schläge pro Minute kann man locker zählen. Es braucht eben deutlich länger.

Warum ich den noch habe und auch verwende? Naja, es dauert bei Ziegelwänden viel schneller als Bohrhammer zu holen, Bohrer rein, Staubsauger ans Loch (Ziegelstaub ist echt gemein, den bekomst Du fast nicht von der Tapete), ach ja, Bohrhammer noch einstecken. Womöglich noch ein Verlängerungskabel. Jetzt Bohrhammer betätigen und mit anderer Hand noch absaugen. Klar, der Akkubohrschlagschrauber ist da etwas einfacher. Aber bei mir im Haus genügen etwa 5 normale Hammerschläge und ich kann den Dübel setzen. staub gubt es fast nicht, Gips bleibt ohnehin durch den Druck am Gerät kleben.

Ideal ist das Teil bei Ytong. Durch das Einschlagen entsteht kein Bohrmehl, die Verdrängung des Stahls presst den Ytong um das Loch herum zusammen und versichtet, was den Dübel später fester sitzen lässt. Hierfür gibt es auch spezielel Ytongbohrer, die keine Spirale sondern nur eine Spitze haben und lediglich durch den Schlag in die Wand getrieben werden. Also das gleiche Prinzip.

In unserem Haus gibt es Ziegel-Außenwände, innen Holzfachwerk mit Porenbeton ausgemauert. Insofern bekomme ich überall mit diesem Werkzeug Dübellöcher gemacht. Außer im Holzständerwerk in das ich direkt ohne Dübel schrauben kann. Für mich folglich ein klasse Gerät, das mir regelmäßig eine sehr gute Hilfe ist.

Vielleicht hat der eine oder andere auch noch irgendwelche "vergessenen" Werkezeuge und lässt uns mal raten ... So eine Werkstatt ist schon eine tolle Fundgrube.

 

Hier noch ein interessanter Artikel - offenbar gab es die wohl schon im 2. Weltkrieg, spätestens aber in den 50er Jahren: http://www.flensburgjournal.de/2013/...rueherer-zeit/
Offenbar heißen die auch Rallbohrer. Hier noch was zum Schmunzeln, ich hab einen neuen gefunden, der das Ding genau so liebt wie ich :-) http://www.elektrikforum.de/ftopic14187.html
Also wenn einer so nen Satz loswerden will, es gibt offenbar auch Interessenten.
Und manchmal gibt es das auch in Auktionen ohne Bieter: http://www.ebay.es/itm/Original-Rall...-/390893004795 Hersteller war die Firma Rall. Und sie warb mit dem Satz: "Merk es Dir und sag es allen - nicht mehr gipsen sondern rallen!" Das bezog sich darauf, dass zuvor einfach ein Loch in die Wand geschlagen wurde und ein Holzstück eingegipst wurde. In das wurde dAnn nach Austrocknung die Holzschraube gedreht. Beim Tapezieren finde ich in unserem Haus auch immer wieder mal ein Holzklötzchen in der Wand. Bevorzugt im Bereich der Gardinenstangen am Fenster.

 

Geändert von Rainerle (12.01.2015 um 17:43 Uhr)
Hallo Rainerle
Ich entschuldige mich für die falsche Schreibweise . Man kann ja bei solchen alten, aber guten Werkzeugen nicht alles wissen. Entschuldigung

 

Ekaat  
Da fehlt aber noch der Halter! Und die Alu-Hülsen mit gewachstem Werg drinnen
Bis in die 50er Jahre gebräuchlich.

 

Interesante Sache dieser Schlagbohrer. Auch die Recherchen dazu, alle Achtung. Rainerle ist ja richtig begeistert von dem Teil. Bei mir schwirrt sowas bestimmt noch in irgendeiner Ecke rum. Aber zum Einsatz kommt es bei mir nicht mehr. Ich hab mir so oft auf die Hand geklopft das es irgendwo im Nirvana verschwand. Vielleicht liegt es daran das ich Linkshänder bin und das Teil ist nur für Rechtshänder

 

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