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Warum ist das Bosch-Zubehör so teuer?

29.06.2013, 10:57
Geändert von Hermen (29.06.2013 um 11:02 Uhr)
Diese Frage werden sich wohl viele so oder in ähnlicher Form schon mal gestellt haben.
Vor allem wenn man dann in den Discounter geht und passendes Zubehör deutlich günstiger sieht.
Das ist aber nicht von Bosch und daher stellt man sich die Frage, lohnt denn der Mehrpreis vom Originalzubehör wirklich?

Da ich selber für einen Versuch günstige Sägeblätter gesucht (und auch gefunden) habe, nutze ich gleich die Gelegenheit hier den A-B-Vergleich zu machen.

Bosch bietet für den PMF bzw den GOP ein 4 Tlg. Boden-/Einbau-Set an (siehe Bild 1 und 2).

Beide sind qualitativ und auch von den mitgelieferten Vorsätzen vollkommen identisch und kosten min. 36,00-37,00 € (günstigster gefundener Preis).

Bei einem Discounter hab ich ähnliche Sets von der Zusammenstellung gefunden wie sie bei Bosch angeboten werden.
Diese sind aber nur zeitweise erhältlich (Angebote), kosten dafür aber auch nur 9,99 €.

Das bedeutet ca. 1/4 vom Bosch Originalzubehör.

Nun, muss das Boschzubehör jetzt 4x so schnell schneiden oder doch lieber 4x so lang halten,....?
Oder zählt die Gesamtsumme aller Eigenschaften?

Ich werde in nächster Zeit also die Vergleichsmöglichkeit nutzen die sich mir Momentan bietet und die jeweilig passenden Sägeblätter vom Discounter und von Bosch kurz vergleichen.

Das ganze werde ich je Werkzeug als Video einstellen und meinen ganz persönlichen Fazit daraus ziehen.

Der Vergleich wird sich momentan nur auf die Schnittleistung beziehen und erst in Folge auch auf die Haltbarkeit.
Allerdings nur bei den Blättern die nicht für meinen Eingangs genannten Versuch geopfert werden.

Ob ich den Spachtel teste ist noch offen.

Also, in diesem Sinne

See U soon!
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Warscheinlich wird bei den Bosch hochwertigeres Matterial genommen und genauer gearbeitet.

Aber die Blätter von Bosch sind im vergleich zu manch anderem Mitbewerber auch nicht teurer.

Der Discounter verkauft über den Preis. Da wird warscheinlich festgelegt wie viel es kosten darf und danach wird das Material u.s.w. ausgewählt.

Vermutlich halten die Boschblätter länger und schneiden warscheinlich auch schneller, sauberer und genauer.

MFG
Markus

 

Also mal abweichend von dem Zubehör bei dem bzw. mit dem du deine Frage gestellt hast. Übrigens finde ich deine Frage sehr interessant.

Bei unserem VIP-Treffen in Leinfelden wurde uns das anhand von einem Lithium Ionen Akku verdeutlicht.

Dort wurde uns versichert, dass der oder die Li-Io-Akkus sehr hochwertige und aufeinander abgestimmte Materialien / chemische Zusammensetzungen enthalten. Diese in sich ergänzenden Zusammensetzungen gewähren tatsächlich einen reibungslosen Einsatz des Akkus, z. Bsp. jederzeit auladbar, sehr geringe Entladung, kein Memmoryeffekt und leistungsstarke Stromabgabe, um nur einige Aufzählungen zu nennen.

Daher kann es auch bei neuen Entwicklungen der Akkus durchaus sein, dass ein 10,8V Li-Io Akku fast die indentische Leistung wie ein 18V Li-Io-Akku bringen kann.

Ich könnte mir also sehr gut vorstellen, dass bei der Herstellung von Sägeblättern, Bits oder Bohrern viel Wert auf das Herstellungsverfahren, Qualitätssicherung, Rohstoffe, usw. gelegt wird, was letztendlich im Preis spürbar ist.

Lediglich die Frage der Standzeit (vorausgesetzt ist die richtige Anwendung des Zubehörs) im Vergleich zu Discountpreisen wäre dann interessant. Und natürlich auch die Frage auf das Schnittbild des Werkstoffes, das mit dem Zubehör bearbeitet wird.

 

Ich habe die Erfahrung gemacht das nur Komponenten der gleichen Marke auch wirklich gute Ergebnisse bringen ....sind aufeinander abgestimmt ...
durch Langzeitests auch bestätigt und so lange weiterentwickelt bis alles passt....
wer nich so viel Geld ausgeben will nimmt eben das günstigere und muß Abstriche machen....

wir leben in einer ---WegWerfGesellschaft---wo Qualität echt ihren Preis hat...

lg troppy

 

Bine  
Das wird ein Interessanter Test werden Hermen
Ich habe mir ja kürzlich den PMF 190 E gekauft , schon alleine wegen der Schleifplatte .
Die Schleifplatte habe ich bislang nur an 2 Projekte genutzt und nun ist sie hin . Alle Ecken sind geschmolzen sodass kein Schleifblatt mehr hält .
Das schmelzen kann natürlich auch auf einen Bedienfehler herrühren kann ... ich weiß es nicht .
Vielleicht habe ich bei kleinen schleifarbeiten in den Ecken zu dolle gedrückt ?

Habe mir jetzt eine neue Orig.Platte bestellt die GsD nur unter 10 Euro gekostet hat und werde jetzt mal genau drauf achten ob es daher kommt . Wenn nicht , dann werde ich lieber zu günstigen Vergleichsprodukten greifen wo ich mich dann nicht ärgern muss jedes mal 10 Euro in die Tonne kloppen zu müssen nach ein paar mal schleifen sondern nur noch 5 Euro oder so

 

Zitat von Bine
Das wird ein Interessanter Test werden Hermen
Ich habe mir ja kürzlich den PMF 190 E gekauft , schon alleine wegen der Schleifplatte .
Die Schleifplatte habe ich bislang nur an 2 Projekte genutzt und nun ist sie hin . Alle Ecken sind geschmolzen sodass kein Schleifblatt mehr hält .
Das schmelzen kann natürlich auch auf einen Bedienfehler herrühren kann ... ich weiß es nicht .
Vielleicht habe ich bei kleinen schleifarbeiten in den Ecken zu dolle gedrückt ?

Habe mir jetzt eine neue Orig.Platte bestellt die GsD nur unter 10 Euro gekostet hat und werde jetzt mal genau drauf achten ob es daher kommt . Wenn nicht , dann werde ich lieber zu günstigen Vergleichsprodukten greifen wo ich mich dann nicht ärgern muss jedes mal 10 Euro in die Tonne kloppen zu müssen nach ein paar mal schleifen sondern nur noch 5 Euro oder so
Hallo Bine,

das ist ein Anwendungsfehler deinerseits ;-)
Ist mir beim PMF auch passiert, wenn man zu lange auf der Spitze schleift, dann schmilzt darunter der Klett weg.
Mir persönlich ist der PMF für Schleifarbeiten zu laut, deshalb greife ich lieber zum PSM18 und versuche nicht zu lange auf einer Stelle zu bleiben. Das ist besonders bei Ausschnitten gefährlich, wo nur die Spitze hinein passt. Wenn man darauf Acht gibt, hält der Klett schon eine Weile ;-)

 

Woody  
@gschafft: ich weiß nicht ob die Begründung wie bei den Li-Ionen-Akkus stichhältig genug für einen höheren Preis ist. Immerhin haben auch andere (no-name) Firmen diesen Akku im Sortiment. An den Entwicklungskosten kanns also nicht liegen.

Ich denke es ist wie immer, man bezahlt schlichtweg den Namen dazu. Da die Erwartungshaltung des Kunden bei renommierten Firmen naturgemäß höher ist, wird auch ein höherer Preis verlangt. Motto: das ist von Bosch, das ist super, das muss ja teurer sein als XY.

 

Zitat von Bine
Ich habe mir ja kürzlich den PMF 190 E gekauft , schon alleine wegen der Schleifplatte .
Die Schleifplatte habe ich bislang nur an 2 Projekte genutzt und nun ist sie hin . Alle Ecken sind geschmolzen sodass kein Schleifblatt mehr hält .
Das schmelzen kann natürlich auch auf einen Bedienfehler herrühren kann ... ich weiß es nicht .
Vielleicht habe ich bei kleinen schleifarbeiten in den Ecken zu dolle gedrückt ?

Habe mir jetzt eine neue Orig.Platte bestellt die GsD nur unter 10 Euro gekostet hat und werde jetzt mal genau drauf achten ob es daher kommt . Wenn nicht , dann werde ich lieber zu günstigen Vergleichsprodukten greifen wo ich mich dann nicht ärgern muss jedes mal 10 Euro in die Tonne kloppen zu müssen nach ein paar mal schleifen sondern nur noch 5 Euro oder so
Durch zu starken Druck entsteht Wärme die dazu führt, daß sowohl die feinen Kletthaken sich verformen können, als auch der Klebstoff mit dem die Klettfläche aufgeklebt ist, sich lösen kann.
Beides hat zur Folge, daß du dir eine neue Platte kaufen mußt.

Der Unterschied zwischen billiger Zubehörplatte und BOSCH Original-Zubehör ist jedoch gewaltiger. Aufgrund meiner Erfahrungen kann ich dir folgendes sagen:


  • Billiges Schleifpapier haftet nicht so gut auf dem Originalklett wie BOSCH-Schleifpapier
  • Die Standzeit von BOSCH-Schleifpapier übertrifft billiges Schleifpapier um ein Vielfaches
  • Auf billigen Klettplatten haften die Schleifpapiere nicht so gut wie auf BOSCH-Klettplatten
  • BOSCH-Schleifpapier ist im Verhältnis gar nicht soviel teurer
  • Es gibt erhebliche Qualitätsunterschiede in der Verarbeitung sowohl der Klettplatten als auch des Schleifpapiers (ich denke da an vorzeitiges Ablösen des Haftflausches von dem Schleifpapier)

Ob du dich mit Billigersatz gerne herumärgerst, oder ob es dir Freude bereitet, wenn du mit deinem Werkzeug arbeitest, bleibt natürlich dir selbst überlassen. Ich glaube allerdings nicht, daß du dich freiwillig gerne ärgern willst. Von entgangener Lebensfreude wollen wir schon gar nicht reden...

 

Bine  
Hallo
okey , ist ein Bedienungsfehler meinerseits .. obwohl gerade zum Ecken schleifen habe ich mir das Teil u.a. angeschafft .

Jo der PMF ist wirkich ziemlich laut , vor allem kann er ganz gut kreischen .
Ich möchte mich natürlich nicht über Nonamezeug ärgern , deshalb teste ich nun den neuen Schleifaufsatz und achte darauf das ich nicht zu dolle drücke oder zu lange auf einer Stelle bleibe.

@ Elektrodummy
danke für deine ausführliche Schilderung bezüglich deiner eigenen Erfahrungen mit anderen Schleifplatten
Schleifpapier kommt für mich auch nur das Originale zum einsatz weil auch ich die gleiche Erfahrung gemacht habe wie du auch

 

Ich musste gerade schmunzeln.
Wie ich die Ankündigung zu meinem Test geschrieben habe und das bewusst leicht provokativ war bereits der erste Test fertig.
Ich hab beim Schreiben gehadert, ob ich diesen gleich Online stellen soll.
Habs aber doch nicht gemacht, weil ich erst die Reaktionen abwarten wollt (Risiko hin oder her).


DANKE!

Danke schon mal an alle die bis jetzt ihre Meinungen geschrieben haben. Ich glaube tatsächlich, dass wir tagtäglich vor genau dieser Entscheidung stehen.
Ich auch, wo ich tatsächlich fast ausschließlich Bosch-Zubehör verwende und gerade mit Billigzubehör schon vielfach schlechte Erfahrung gemacht habe (ich hab aber auch die Möglichkeit zu vergleichen).

Gerade das halte ich für wichtig, die Vergleichsmöglichkeit.
Ein Beispiel:
Ich arbeite sehr viel mit meiner 230er Flex. Ich schneide damit viel Beton, Betonsteine und Granit und hab immer die wirklich sündhaft teuren Bosch Dia-Scheiben hergenommen.
Dann mal bei Aldi billige Dia-Scheiben gekauft und auch gleich voller Elan ausprobiert.
Kann ja nicht so schlecht sein.
Am besten kann man tatsächlich den Vergleich mit einem stumpfen Messer nehmen.
Die günstigen Scheiben schauen übrigens noch heute wie neu aus, während die (übrigens noch erste Bosch-Dia-Scheibe) schon sehr abgenutzt ist.
Das liegt aber daran, dass ich die günstigen Scheiben seitdem nicht mehr hergenommen habe und alles (ca. 100 Schnittmeter) mit EINER Bosch-Scheibe getrennt habe.




So noch ein paar Anmerkungen zu den Kommentaren:

Zitat von gschafft
Dort wurde uns versichert, dass der oder die Li-Io-Akkus sehr hochwertige und aufeinander abgestimmte Materialien / chemische Zusammensetzungen enthalten. Diese in sich ergänzenden Zusammensetzungen gewähren tatsächlich einen reibungslosen Einsatz des Akkus, z. Bsp. jederzeit aufladbar, sehr geringe Entladung, kein Memoryeffekt und leistungsstarke Stromabgabe, um nur einige Aufzählungen zu nennen.
Das ist tatsächlich so.
Den ältesten LI-Akku den ich besitze (eigentlich sind es ja zwei) ist von 2005 / 2006. Ein 10,8V (einer der Ersten) mit 1,0 Ah.
Wurde viel benutzt und auch viel über Last geschunden (genauso wie das Gerät selber auch) und alle Drei (Akkus und Gerät) verrichten noch heute absolut klaglos und ohne Leistungseinbußen ihren Dienst.

Zitat von gschafft
Daher kann es auch bei neuen Entwicklungen der Akkus durchaus sein, dass ein 10,8V Li-Io Akku fast die identische Leistung wie ein 18V Li-Io-Akku bringen kann.
.
Dem muss ich wiedersprechen. Ich habe beide Voltklassen und diese auch gezielt so gekauft.
Die 10,8V Klasse (das geb. ich gerne zu) langt für 80-90% was so alles im Haus anfällt (ohne Renovierungs- und Umbauarbeiten). Darüber wird aber schon 18V benötigt und da kommt an die Leistungsfähigkeit auch kein 10,8V Gerät ran.

Was aber stimmt, das die 10,8V den alten 14,4V NiMH Geräten mächtig nahe gerückt sind (war vorher meine Geräteklasse).


Zitat von gschafft
Ich könnte mir also sehr gut vorstellen, dass bei der Herstellung von Sägeblättern, Bits oder Bohrern viel Wert auf das Herstellungsverfahren, Qualitätssicherung, Rohstoffe, usw. gelegt wird, was letztendlich im Preis spürbar ist.
.
Das wird bei dem wirklich hochpreisigen Zubehör tatsächlich so gemacht. Aber man muss aufpassen, selbst Bosch Blau verkauft auch günstige Ware (gerade oft bei Aktionsdreingaben).
Das muss man wissen.


Zitat von gschafft
Lediglich die Frage der Standzeit (vorausgesetzt ist die richtige Anwendung des Zubehörs) im Vergleich zu Discountpreisen wäre dann interessant. Und natürlich auch die Frage auf das Schnittbild des Werkstoffes, das mit dem Zubehör bearbeitet wird.
Da komm ma noch drauf. Ich habs Schwarz auf Weiß.



Zitat von Bine
Die Schleifplatte habe ich bislang nur an 2 Projekte genutzt und nun ist sie hin. Alle Ecken sind geschmolzen sodass kein Schleifblatt mehr hält.
Das schmelzen kann natürlich auch auf einen Bedienfehler herrühren kann ... ich weiß es nicht.
Vielleicht habe ich bei kleinen Schleifarbeiten in den Ecken zu Dolle gedrückt?
[IMG]file:///C:\Users\DAG\AppData\Local\Temp\msohtmlclip1\01\cl ip_image001.gif[/IMG]
IchmagHolz hats ja schon richtig gesagt, es handelt sich dabei eher um einen Bedienerfehler. Sry.
Ich möchte dir das aber noch ganz kurz erklären.
Wenn du mit einem Oszillationsgerät wie dem PMF schleifst, bewegt sich die Schleifplatte von der Mittellage nur je 1,4 Grad nach rechts oder links.
Dadurch entsteht kein kühlender Luftstrom, der die Schleifplatte abkühlen kann.
Zusätzlich ist natürlich auch Prinzip bedingt der Schleifabtrag geringer.
Man neigt dazu einfach unbewusst fester zu drücken, anstatt sich einfach länger Zeit zu lassen.
Bei Deltaschleifern (Dreieckschleifern) oder bei anderen Rotationsschleifern dagegen
rotiert (Drehbewegung die leicht elliptisch verläuft) die Schleifplatte mit einer sehr hohen Umdrehungszahl und erzeugt dadurch einen wesentlich höheren Luftstrom und durch das Arbeitsprinzip auch einen höheren Schleifabtrag.

 

Geändert von Hermen (29.06.2013 um 14:51 Uhr)
Zitat von Woodworkerin
@gschafft: ich weiß nicht ob die Begründung wie bei den Li-Ionen-Akkus stichhältig genug für einen höheren Preis ist. Immerhin haben auch andere (no-name) Firmen diesen Akku im Sortiment. An den Entwicklungskosten kanns also nicht liegen.

Ich denke es ist wie immer, man bezahlt schlichtweg den Namen dazu. Da die Erwartungshaltung des Kunden bei renommierten Firmen naturgemäß höher ist, wird auch ein höherer Preis verlangt. Motto: das ist von Bosch, das ist super, das muss ja teurer sein als XY.

Da hast Du den Beitrag von gschafft nicht richtig gedeutet. Li-Akku ist nicht gleich Li-Akku. In allen sind zwar in etwa die gleichen Stoffe drinne, aber nicht immer im gleichen Verhältnis. So kann es sein, dass ein 18V-Akku länger hält als ein anderer. Der andere schafft dafür eine höhere Spitzenbelastung. Das wird bei Bosch z.B. je nach Anwender anders aufgeteilt. Die blauen Akkus sind z.B. anders ausgelegt als die grünen. Ein Heimwerker nutzt seine Werkzeuge viele Jahre und erwartet, dass der Akku lange hält. Ein Profi dagegen, der seinen Schrauber täglich im Einsatz hat, braucht alle paar Jahre eh einen neuen Schrauber, Hier können die Akkus auf mehr Leistung ausgelegt werden und nicht so auf Haltbarkeit.
Wichtig ist auch mit welchen Stoffen der Li-Akku aufgebaut ist. Hier gibt es teuere und günstigere, die nicht so effektiv sind und nicht so lange halten.

Jedenfalls steckt da viel Entwicklung und enormes Geld drinne. Das muss irgendwo herkommen. Ein Discounter hat mit seinen Preisen dieses Geld nicht und verbaut was er bekommt. Von der genauen Zusammensetzung des Akkus und wofür er ausgelegt ist, wird er nichts wissen.

Dass Bosch da ordentlich investiert, siehst Du an der neuen 10,8er Serie. Die neuen Akkus bringen in etwa so viel Leistung wie die älteren 14V. Ich glaube nicht, dass die Akkus in Billigwerkzeugen diesen Techniksprung auch schon haben.

Die Bosch-Bits haben mich bisher nicht so überzeugt, aber bei den Akkus habe ich schon einiges gelernt und kann auch vergleichen.

Gerade erst kam ein Kollege zu mir, ob ich ihm einen Akku für seinen alten Schrauber besorgen kann oder weiß wo er ihn bekommt. Bei dem Schrauber handelt es sich um einen 11 Jahre alten PSR 12VE-2 und jetzt hat der originale Akku den Geist aufgegeben.

 

Zitat von Hermen
....

Was aber stimmt, das die 10,8V den alten 14,4V NiMH Geräten mächtig nahe gerückt sind (war vorher meine Geräteklasse)......
Hier muss ich korrigieren:
Die neuen 10,8er LI sind vergleichbar mit den älteren 14,4V LI.

Zitat von Bosch Media Service
Uneo – jetzt mit 10,8 statt 14,4 Volt
Der Uneo vereint drei Funktionen in einem Gerät: Hämmern, Bohren und Schrauben. Das Multitalent der 10,8 Volt-Familie ersetzt ab Juli den bisherigen Uneo mit 14,4 Volt. Das Gerät ist erstaunlich leistungsstark: Durch die neue Akku-Generation bietet der Uneo mit 10,8 Volt das gleiche Leistungsniveau wie sein Vorgänger mit 14,4 Volt.

 

Ich muss Ricc recht geben, aber auch etwas widersprechen.
Siehe meine Akkus oben (Blaue Serie), auch die sind haltbar.
Haltbarer als die NiMH-Akkus.

Aber wo ich ihm recht gebe, die LI-Akkus von Bosch sind jeden Cent wert.

Klar kann man die günstiger machen, aber ....

Dann gibt es auch kein ECP,
Dann wird ein halber Ladezyklus (Nachladen) als ganzer gerechnet.
Dann gibt es keine Akkus, die den Falltest aus 2m bestehen
Dann gibt es keine integrierte Kühlung, die den Akku vorm Hitzekollaps bewahrt
Dann kann es passieren, das man den Aku vorm LAden erst abkühlen lassen muss.
Dann gibt es kein Ladegerät was einen hohen Ladestrom von 6A hat und den Akku dabei kühlt
Dann gibt es keine selektierten Zellen, die aufeinander abgestimmt sind
......

 

Geändert von Hermen (29.06.2013 um 15:03 Uhr)
So nun zum Test zurück.

Als erstes gehe ich mal auf den Packungsinhalt ein.



Discounter (Angaben laut Verpackung):

1 x Segmentsägeblatt gekröpft ca. 85mm
- geeignet für kleine Holzarbeiten
(kürzen kl. Leisten, Schneiden von Parkett / Laminat, Abschneiden von Türstöcken)

2x Tauchsägeblatt gekröpft ca. 32mm breit
- Wood = geeignet für Weichholz
- HardWood = geeignet für Hartholz, beschichtete Platten

1x Schaber gekröpft
- geeignet für Mörtel, Fliesenkleber, Beton-/Teppichreste





Bosch Blau / Grün (Sets sind identisch):

1 x BIM Segmentsägeblatt AZC 85 EB Wood+Metal gekröpft 85mm
geeignet für:
- Türstock am Boden ablängen (Weichholz, Hartholz, furnierte Platten, kunststoffbelegte Platten) - - Laminat/Parkett ausschneiden (z. B. für Einbau Zwischenwand) Ablängen kleinerer Profilleisten (z. B. Alu-Fußbodenabdeckleisten)

Hier sieht man schon eine wesentliche Abweichung zum günstigen Set.
Das Segmentsägeblatt von Bosch ist auch für Metall, Hartholz und abrassive Materialien geeignet.



2x Tauchsägeblatt gekröpft 32mm breit

-1x AIZ 32 EC HCS für Weichholz
-1x AIZ 32 BB BIM für Hartholz und beschichtete Platten



1x HCS Schaber ATZ 52 SFC flexibel, gekröpft

geeignet zu Schaben weicher Materialien
- Weiche Teppichkleberreste entfernen
- Farbreste entfernen
- Silikonfugen entfernen

Auch hier gibt es einen wesentlichen Unterschied zum günstigen Set.
Laut Verpackung (siehe oben) ist der Schaber aus dem günstigen Set sowohl für weiche Materialien (Teppichreste) wie auch für Harte geeignet (was sich eigentlich von der Materialwahl der Schaberklinge ausschliessen müsste).
Bosch gibt dem Schaber für weiche Materialien den Vorzug.

Hier werde ich testen, ob denn der Schaber vom günstigen Set hält was er verspricht.






Wenn man die Daten vergleicht fällt eines sofort auf:

Beim günstigen Set wird weder das Material angegeben aus was das Werkzeug gefertigt wurde (HCS, BIM,...) noch gibt es irgendwelche Größenangaben (wurden von mir geschätzt).

 

Geändert von Hermen (29.06.2013 um 15:38 Uhr)
hermen ich kann dich gut verstehen mir geht es genau so nur nicht mit denn multitools.
jedes mal wenn ich im baumarkt bin und z.B. schleifpapier für meinen PSS 250 AE und meinen PMS 18LI brauche frag ich mich auch entweder von oben das Bosch schleifpapier oder das was darunter liegt von denn "baumärkten". klar ist aufjeden fall das in den "billig" schleifpapier die absauglöcher nicht drin sind aber diese stanze ich mir selbst rein. was ich sehr gut finde das es von einer firma entzwischen passendes schleifpapier gibt für den PMS 18LI was zwar genau so viel kostet wie das von bosch aber auch doppelt so viel drin ist. und ein satz schleifpapier für den PSS 250 AE kostet 10.99€ oder so (25stück) das was ich mir kaufe kostet 5€ (60stück) und schleift gena so gut wie das von bosch.

 

Ekaat  
Zitat von Hermen
...Beim günstigen Set wird weder das Material angegeben aus was das Werkzeug gefertigt wurde (HCS, BIM,...) noch gibt es irgendwelche Größenangaben (wurden von mir geschätzt).
Da war ich nun 40 Jahre im Werkzeug- und Stahlhandel, aber der Begriff HCS ist mir nicht untergekommen. Ich befinde mich aber in guter Gesellschaft, denn auch Herr Brockhaus und Frau Wikipedia wissen es nicht.
Wer weiß es?

 

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