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Warum 12V und nicht 10,8V - wie erklärt ihr es den Kunden?

08.04.2013, 19:31
Ein Li-Akku ist durch eine Reihenschaltung der einzelnen Zellen mit je 3,6V aufgebaut. Nun gibt es Hersteller, auf deren Akkus 12V oder gar 20V zu lesen ist. Ein deutlicher Vorteil der Mitbewerber, müssen die Kunden denken und die Gefahr besteht, daß diese Kunden, wenn sie nicht aufgeklärt werden, zum Produkt des Mitbewerbers tendieren.

Von einem vermeindlich technisch versierten Kunden erfuhr ich mitte letzten Jahres, daß diese Mitbewerber eine Gesetzeslücke ausnutzen. Die exakte Aussage des Kunden schreibe ich später hier rein, um nicht eure Meinungen zu beeinflussen.
 
Akku, Akku-Technik, Akkus Akku, Akku-Technik, Akkus
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Zitat von Flachkoepper
Worum gehts eigentlich?

... ich hinke geistig auch ein bischen hinterrher, ich verstehe weder die Intention noch das Ziel des Threads wirklich ... könntet Ihr da ein wenig nachhelfen? Danke
Zitat von promo_team_86343
Hallo Bonsaijogi,

die Frage ist bereits in der Überschrift deutlichst enthalten:

Warum 12V und nicht 10,8V - wie erklärt ihr es den Kunden?

Hoffe nun etwas Licht reingebracht zu haben ;-)

Die Bosch-Fachberater wissen darauf alle eine fachlich fundierte Antwort, die eigentlich zur "Grundausbildung" gehört. Deine "Frage" oben im Threat wurde bereits mehrfach beantwortet.

Ob ein Verkäufer darauf eine Antwort hat, hängt davon ab, wie gut der Ausbilder war oder ob der Verkäufer während der Schulung/Ausbildung aufgepasst hat.
Hallo promo_team_86343,

da es sich eher um eine Diskussionsrunde handelt und kein "dringendes" Problem anliegt, habe ich das entsprechende Symbol entfernt.

Gruß Ricc

 

Hier mal gleich ne offizielle Antwort:

"Zur Spannungsangabe: wird ein Li-Akku das erste Mal richtig voll geladen erreicht er eine Spannung von ca. 4 V . Im normalen Betrieb sinkt diese etwas ab auf konstante 3,6 V. Im Akkupack 10,8 V sind drei Zellen drin mit je 3,6 V, also 10,8 V. D. h. aber auch, dass wir hier in Deutschland die gleiche Leistung im Akku anbieten wie in anderen Ländern obwohl diese den gleiche Akku mit 12 V positionieren. In USA hat uns der Wettbewerber dazu gezwungen die max. möglich aber nur kurzzeitig erreichbare Voltzahl anzugeben."

 

Moin.

Die Gesetzeslücke kenne ich nicht, ich kenne jedoch ein paar Marketinggründe.

1. Viele leute kennen die "alten" 12V Schrauber, die 10,8V Modelle sind die technischen Nachfolger. Ein Großteil der Kunden denkt aber das 10,8V Schrauber leistungsschwächer ist, obwohl die Voltzahl nicht entscheident ist.
Die Hersteller nennen die neuen Schrauber also einfach nach den alten Spannungen.

2. Die neuen XR-Akkus von DeWalt heißen bei uns XR 18V, in Amiland 20V Max. Diese Bezeichnung wurde gewählt um eine klare Abgrenzung zu den "alten" Li-Ionen Zellen zu schaffen. Außerdem klingt 20v Max nach mehr Leistung.

3. 12V klingt knackiger als 10,8V.
Bei Milwaukee heißen die Serien zum Beispiel: M12 , M14, M18 (Fuel), M28.
Da passt 10,8 einfach nicht ins Konzept.


Technisch gesehen sind diese namen Humbug.
Ich kann diese Verkaufspolitik auch nicht gutheißen.

 

Du darfst einen 10,8V Akku nicht einfach, nur weils eingängiger ist, als 12V betiteln.
Das wäre schlicht Betrug.

Daher gibt es klar ein technisches Schlupfloch.
Hier wird mit kurzzeitig erreichbaren Peaks geworben......das ist legal weils ned festgeschrieben ist.

Die Erklärung oben stammt übrigens (wortwörtlich) von Bosch.

KLICK

Diese Erklärung findet man auch öfters bei BOB.

Ähnlich wie bei den ganzen Schlaghämmern, die hatten bis vor ein paar Jahren wesentlich höhere Einzelschlagstärken, da jedr Hersteller ein eigenes Messverfahren hatte (wo hauseigene Modelle natürlich besser abschnitten), dieses wurde vereinheitlicht und bei so ziemlich allen Hämmern brach der Wert um 20-30 % ein.

 

Geändert von Hermen (08.04.2013 um 20:22 Uhr)
Ich denke, wir sind durch, oder?
Und wenn der Kunde unbedingt nen 12er will, verkauf ihm doch einen 14,4er. Da ist noch mehr Dampf drin

 

Wo kommt denn eigentlich der Name "promo_team_86343" her?

 

...der Name "promo_team_86343" steht vor dem @..., meiner Emailadresse.

Gruß Horst

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Die angebliche Gesetzeslücke: "Akkus dürfen auch mit der Ladespannung beschriftet werden".

Da die Ladespannung grundsätzlich höher als die Nennspannung ist, findet man z.B. bei WORKS hiner dem "12V" das Symbol für pulsierende Gleichspannung. Dieses Zeichen ist jedoch erst seit ein paar Monaten bei WORKS zu sehen. Die anderen Hersteller dürften, möglicherweise aus Wettbewerbsgründen, entsprechend nachziehen. Stellt euch nur das Chaos vor, jemand käme auf die Idee, eine Autobatterie mit 14V zu beschriften...

 

Die 12V-Benennung in den USA ist nicht neu.

Der Link (den ich gesetzt hab) mit der Aussage von Bosch ist bereits von Aug. 2010, also fast 3 Jahre alt.

Übrigens ist das die selbe Erklärung.


Also nichts neues und auch keine Notwendigkeit das irgendein Hersteller hierzulande nachziehen müsste, das hätte dieser auch bereits vor Jahren machen können.

Genauso wie Bosch seit Jahren seine 10,8V Range in den USA mit 12V verkauft und dennoch hier mit reelleren 10,8V anbieten.


Zitat von promo_team_86343
...der Name "promo_team_86343" steht vor dem @..., meiner Emailadresse.
Das meinte ich nicht.

Es klingt verdammt nach Promotion Team.....ich geh davon aus, du bist Verkäufer von............äähhhh...Elektrowerkzeug??

Darfst du die Marke veraten?

 

Geändert von Hermen (08.04.2013 um 21:24 Uhr)
Nachtrag:

Den Kunden leuchtet der Vergleich mit der Autobatterie übrigens als zusätzliche Erklärung voll ein.

Was viele Kunden dann außern: "BOSCH arbeitet eben sauber und muß nicht auf die Tricks mit der Gesetzeslücke zurückgreifen".

Die irreführende Voltangabe von Mitbewerbern wird von Kunden dann auch mit möglicherweise falschen Leistungsangaben in Verbindung gebracht, was bedeutet, der Pluspunkt geht zu 100% an BOSCH.

Gruß Horst

 

Geändert von promo_team_86343 (08.04.2013 um 22:42 Uhr)
Richtig Horst,

Damals gab es Musikanlagen von Schneider mit angeblicher Spitzenleistung von 1000W. Wer sich davon verleiten lässt, soll es machen. Ich habe mir eine Sony mit 2 x 80Watt sinus gekauft und es nicht bereut.

 

Bei solchen Spitzfindigkeiten probiere ich gern selber aus.
Wer fällt schon auf Werbetexte herein **Ironie an**.

Also - gib dem Kunden Produkt A und B in die Hand und lass sie probieren.

Dann ist die Entscheidung für das "bessere" Produkt schnell gefallen.

Als Promotor kannst du das bestimmt bewerkstelligen.

 

Hallo,
ich bin der Meinung, dass die Spannungsangaben bei Akkugeräten aller Hersteller genereller Unsinn ist.
Jede am Netzstrom betriebene Maschine wird wenigstens mit der Leistungsaufnahme beworben oder ausgezeichnet.
Seit der Erfindung der Glühbirne konnten sogar unsere Altvorderen daran die Helligkeit und die Leistungsaufnahme erkennen und vergleichen.

Bei den Akkumaschinen werden in jüngster Vergangenheit wenigstens die Spannung und die Kapazität des eingesetzten Akkus angegeben.
Nur ein etwas polytechnisch gebildeter Mensch kann da auf die Leistung schließen.
Was soll da die Diskussion über die Spannungen der Maschinen???
Die Leistungsaufnahme bzw. noch wesentlicher die Leistung und das Drehmoment an der Bohrspindel oder am Sägeblatt wäre doch wesentlich informativer.

Gruß vom Daniel

 

Hallo Bastelprofi,

"...gib dem Kunden Produkt A und B in die Hand..." - Sicher ist Dir nicht entgangen, daß die 10,8V-Maschinen von den Kunden bevorzugt werden, die ein starkes und handliches Gerät suchen. Das "bessere Produkt" kann in stärkeren Leistungsklassen nicht durch "ins Händchen nehmen" sachlich beurteilt werden.

Der Kunde muß auch auf die Leistungsunterschiede aufmerksam gemacht werden. Und um in der handlichen Leistungsklasse zu bleiben, mußt diese Leistungsunterschiede gut rüberbringen. Einige Kunden sind bereits bei der Bezeichnung "nm" überfordert. - ...und genauso wie die "Ah" der Akkus, sollte der Kunde auch über Unterschiede von "nm" bei den unterschiedlichen Herstellern Bescheid wissen.

 

Hallo Daniel,

"...am Netzstrom betriebene Maschine wird wenigstens mit der Leistungsaufnahme beworben..." Prinzipiell hast Du schon recht. Nur, wenn Du z.B. die 500W-Schlagbohrmaschinen von Black&Becker und BOSCH vergleicht, wird Dir schnell auffallen, daß bei gleicher Leistungsaufnahme das Gerät von BOSCH über das doppelte Drehmoment bringt...

 

Geändert von promo_team_86343 (08.04.2013 um 22:40 Uhr)
Das kann fachlich nur der Hersteller erklären( Entwicklungsabteilung) rein technisch ist es nahezu egal .

 

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