Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Wartung einer Gas-Brennwert-Therme

27.12.2013, 09:16
Hallo Forums-Gemeinde,

ich hätte da mal 'ne Frage an alle Gas-Wasser-Experten sowie die Eigenheimbesitzer unter euch. Unsere Gas-Brennwert-Therme ist nun rund ein Jahr alt und ich habe mir die Frage gestellt, ob so ein Gerät eigentlich regelmäßig gewartet werden muss. Ich meine hier natürlich nicht die Abnahme der Feuerstätte und die regelmäßige Inspektion durch den Schornsteinfeger. Mir geht es rein um eine regelmäßige Inspektion - ähnlich, wie beim PKW.

Da wir mit unserem Heizungsbauer nicht ganz glücklich sind, hat er diese Frage auch nur mit einem Angebot für einen Wartungsvertrag (250,- Euro / Jahr) beantwortet, was ich hier nicht weiter kommentieren möchte...

Unsere Heizung ist eine Buderus Logamax mit Solarthermie zur Brauchwassererwärumung (also Bosch), falls das jemand wissen möchte.

Wie handhabt ihr das? Lasst ihr eure Anlagen regelmäßig warten oder kommt der Heizungsbauer nur, wenn's klemmt?
 
Buderus, Eigenheim, Gas-Brennwert-Therme, Heizung Buderus, Eigenheim, Gas-Brennwert-Therme, Heizung
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
12 Antworten
Moin
Es gibt doch bestimmt noch mehr Firmen, must Dich doch nicht auf den Erbauer festhalten.
Meine Therme reinige ich selber und wenn der Schornsteinfeger meckert dann hole ich ein gelernten Fachmann.
Aber nur son Tip: Guck mal nach anderen Firmen wenn Du nicht glücklich bist mit dem Erbauer.
Andere wollen auch Geld verdienen.

 

Hallo Mopsente,

mal davon abgesehen das du auf deine Therme noch Garantie haben müsstest...

Ich lasse meine Therme regelmäßig (einmal im Jahr) von dem Heizungsbauer warten. Der Preis dafür liegt bei etwa 180,- Euro. Natürlich kannst du auch jeden anderen Heizungsbauer damit beauftragen.

Ich bin der Meinung, dass eine Wartung Sinn macht, denn

1) kenne ich mich damit nicht aus und Gas ist doch nun etwas gefährlich
2) kann ich mich bei einer Störung auf einen evtl. kostenlosen Einsatz berufen (ist auch schon geschehen) und
3) beruhigt es zu Wissen, dass ein Fachmann jährlich einmal die Anlage überprüft

 

Woody  
Ich lasse meine Therme jedes Jahr im Sommer von einem GWH-Installateur komplett reinigen, durchsehen und warten (Ersatzteile). Gleichzeitig werden auch die Abgaswerte kontrolliert. Im Sommer deshalb, weil ich da schnell einen Termin bekomme und nicht zu Beginn der Heizperiode vor einer vielleicht nicht betriebsbereiten Therme stehe.

Die Abgaswertprüfung ist bei uns in Ö sowieso in bestimmten Zeiträumen gesetzlich vorgeschrieben.

 

Moin.... also bei Gas würde ich die Wartungszyklen schon einhalten, wäre mir zu gefährlich.

 

Danke schonmal für eure Antworten. Was die Abgaswerte etc. betrifft, darum kümmert sich ja der Schornsteinfeger regelmäßig - er "bürgt" auch dafür, dass die Anlage zum Zeitpunkt seiner Überprüfung sicher ist. Wobei ich Woody's Idee mit dem "azyklischen Beauftragen des Heizungsmonteurs" sehr kreativ finde.

Ich will auch keine Wartungsintervalle zu Lasten von Sicherheit oder Funktion ausreizen. Ich habe mir nur die Frage gestellt, ob eine solche Anlage durch einen Installateur (zusätzlich zum Schornsteinfeger) gewartet werden muss, oder ob dieser Service einfach nur dazu führt, dass ich neben dem Gas auch noch Geld verbrenne.

250,- Euro/Jahr finde ich recht viel nur "um mein Gewissen zu beruhigen"... Klar macht das ein anderer Anbieter vielleicht günstiger. Die Frage ist aber... Tut das Not?

 

Woody  
250,-- für einmal Aufschlagen bei dir ist allerdings krass. Ich bezahle im Schnitt, wenn alles in Ordnung ist und keine Ersatzteile benötigt werden, inklusive dieses Nachfülldingsbums (keine Ahnung was das ist, habs schon wieder vergessen) um die 80,-- .

 

Zitat von Mopsente
Hallo Forums-Gemeinde,

ich hätte da mal 'ne Frage an alle Gas-Wasser-Experten sowie die Eigenheimbesitzer unter euch. Unsere Gas-Brennwert-Therme ist nun rund ein Jahr alt und ich habe mir die Frage gestellt, ob so ein Gerät eigentlich regelmäßig gewartet werden muss. Ich meine hier natürlich nicht die Abnahme der Feuerstätte und die regelmäßige Inspektion durch den Schornsteinfeger. Mir geht es rein um eine regelmäßige Inspektion - ähnlich, wie beim PKW.

Da wir mit unserem Heizungsbauer nicht ganz glücklich sind, hat er diese Frage auch nur mit einem Angebot für einen Wartungsvertrag (250,- Euro / Jahr) beantwortet, was ich hier nicht weiter kommentieren möchte...

Unsere Heizung ist eine Buderus Logamax mit Solarthermie zur Brauchwassererwärumung (also Bosch), falls das jemand wissen möchte.

Wie handhabt ihr das? Lasst ihr eure Anlagen regelmäßig warten oder kommt der Heizungsbauer nur, wenn's klemmt?
Hallo,
es gibt wenige Geräte wo ich im Haushalt einen Service periodisch durchführen lasse.
Die Die Heizung gehört dazu, einfach weil mir die Erfahrung fehlt und ich dem Fachbetrieb nach einer Weile auch vertrauen kann.
Als der Errichter unserer Ölheizung 2007 in den Ruhestand ging, hatten wir mal eine Niete erwischt, auch mit Wartungsvertrag, das geht gar nicht.
Nach dem I. Gau mit denen habe ich mich neu orientiert und handhabe es wie woody.
Kostet 99 € netto, Incl. Düse und bissi Glump.
Eine Messung erfolgt auch immer und dann kann der Feuerrüpel getrost kommen.

 

Zitat von UweVoss
.. also bei Gas würde ich die Wartungszyklen schon einhalten, wäre mir zu gefährlich.
Da geb ich Dir Recht aber das "gefährlich" muß man schon erheblich relativieren

Gas-Explosionen sind sehr selten, das Statistische Bundesamt verzichtet sogar schon seit ettlichen Jahren sie als gesonderte Unfallursache aufzuführen.
Der Großteil der Unfälle entsteht durch unsachgemäße Behandlung der Geräte oder Manipulation an Agasleitungen, Rohren und Gaszähler.

Ich zitiere mal aus einer Statistik des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.)

Die Unfalldaten des DVGW für die Periode 1981-2002

Die Mehrheit der Unfälle bei Kundenanlagen war den Kategorien Explosion (27%),
Verpuffung (31%) und Abgasvergiftung (29%) zurechenbar.

In Bezug auf Unfälle der Kategorien Gasgeräte mit Abgasanlage & Abgasanlagen konnten deutliche Verbesserungen erreicht werden, so dass nach 1986 nur einmal mehr als 10 Todesfälle pro Jahr zu verzeichnen waren und seit 1994 nie mehr als 5 Todesfälle pro Jahr.
Hinsichtlich der Unfallursachen waren die Kategorien technische Mängel, Bedienungsfehler und vorsätzliche Eingriffe in die Gasanlage am unfallträchtigsten ... Gesamthaft war menschliches Fehlverhalten die mit Abstand häufigste Unfallursache.

Als ehemaliger GWS-Installatuer empfehle ich Gasheizungen jährlich, und zwar vor der Heizperiode, vom zertifizierten Fachmann überprüfen und reinigen zu lassen. Die heutigen Gasheizungen haben ettliche Sicherheitseinrichtungen um Unfälle zu vermeiden. Genau diese Sicherheitseinrichtungen sollten regelmäßig überprüft werden.

Und wenn der Installateur eh schon da ist, soll er gleich den angesammelten Staub vom Brenner entfernen, dass ist nämlich auch Sache des Fachmannes, nicht weil der als einziger den Staubsauger bedienen kann, sondern weil der weiß, wo welche Sicherheitseinrichtungen angebracht sind und wie die zu reinigen sind.

Deshalb Finger weg von Gasgeräten, Gaszählern, Gasleitungen und Abgasanlagen!

Einen Wartungsvertrag würde ich nicht abschliessen, der bindet einen zu stark.

 

Zitat von bonsaijogi
...
Einen Wartungsvertrag würde ich nicht abschliessen, der bindet einen zu stark.
Keine Ahnung wie üblicherweise solche Verträge aufgebaut sind... ich habe in meinem Wartungsvertrag eine jährliche Kündigungsfrist. Wenn ich die natürlich versäume, dann geht es ein Jahr weiter.

Aber egal... so wie ich mich kenne würde ich jedesmal den Zeitpunkt den Fachmann anzurufen verschwitzen und letztendlich kommt dann niemand. Ich bin da ein Schlamper und deshalb ist es für mich natürlich leichter, wenn der Fachmann sich bei mir meldet und einen Termin abfragt

 

Wenn Du zufrieden bist mit Preis und Leistung ist das natürlich OK. Ich wollte auch nicht generell vom Wartungsvertrag abraten. Nur zu Beginn, also nach Fertigstellung einer Heizung, gleich einen bindenden Vertrag abzuschliessen, halte ich für übereilt. Erst mal ein- zwei- drei Jahre die Wartung machen lassen und wenn sich die Firma als qualifiziert, zuverlässig und preislich relevant erweist, kann man auch einen Wartungsvertrag eingehen, dass soll aber jeder für sich selbst entscheiden.

Ich selbst werde in den nächsten Jahren von Öl auf Gasheizung inklusive Solarunterstüzung umsteigen. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit lasse ich das von meinem ehemaligen Arbeitgeber machen, einen Wartungsvertrag schliesse ich aber deswegen nicht mit ab, es sei denn, ich bekomme ein unschlagbares Angebot

 

Heizungen sollten grundsätzlich regelmäßig, d.h. einmal jährlich überprüft werden. Zur Überprüfung gehört eine Reinigung der verbrennungsrelevanten Teile, eine Beseitung von evtl. vorhandenem Schmutz (muß nicht unbedingt verbrennungsbedingt sein, kann auch ganz normaler Staub sein) und eine elektrische Sicherheitsprüfung.

Über einen Wartungsvertrag bekommst du halt zuverlässig Termine. Und durch die vertragliche Bindung können die Firmen die Preise auch erträglicher gestalten, denn du gehörst ja nicht zu der "Laufkundschaft", die einmal kommt und dann nie wieder.

Und grundsätzlich kannst du dir die Wartungsfirma selbst aussuchen.

 

was hier noch nicht angemerkt wurde:
um preisvergleiche der wartungsverraege anzustellen muss unbedingt die enthaltene leistung verglichen werden. so gibt es z.b. mit und ohne stoerungsdienst, d.h. bei stoerung kostenlose inanspruchnahme des notdienstes und kostenlosen besuch eines kundendienstmonteurs.
des weiteren gibt es zu bedenken:wenn man wartet bis zum "nix geht mehr" notfall kann zeitaufwand der dann faellig wird bei std-loehnen um 50 euro auch schnell teuer werden und ggf sind teile auch nicht sofort verfuegbar und heizung bleibt 2, 3, 4 tage aus und somit warmwasser gegebenenfalls ebenso.
persoenliche meinung: laien finger weg! gasheizung kann wer pokern mag und nichts auffaelliges passiert auf 2 jahresintervall spielen, ölheizung UNBEDINGT 1 jahr intervall.sinnvoll ist vor der heizperiode was bei anlagen ohne warmwasserbereitung ja der ganze sommer waer.zeit genug fuer termin.
ein tip noch:bei ausgeschalteter anlage im sommer ,rechtzeitig zum winter mal probestart unternehmen und bei stoerung bleibt zeit fuer massnahmen.bei ersten kuehlen tagen nach dem sommer ist die hoelle los bei den firmen was stoerungsmeldungen anbetrifft und nicht alle mitarbeiter sind entsprechend qualifiziert!

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht