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Warmwasserspeichergröße

21.01.2011, 09:23
Geändert von DirkderBaumeister (21.01.2011 um 09:48 Uhr)
Kurze und knappe Fragen
  • Wie groß sollte ein Warmwasserspeicher bei einem 4 Personen Haushalt mindestens sein? 
  • Welche Speichermenge ist ideal?
  • Eher Wand oder besser Unterstellgerät?
  • Oder vielelicht Kombigerät?
Bei der Umrüstung unsere Heizungsanlage soll ein Rundumschlag erfolgen. Gas-Brennwert statt Öl. Neben der "alten" (Anlage von 2004; Brenner von 1995)Öl-Heizungsanlage soll auch der ganz alte Warmwasserspeicher weg. 
Es ist keine Solaranlage geplant so dass lediglich für die Brauchwasserbereitung ein Speicher erforderlich ist.


Nebenbei die Frage ob jemand die "alte" Viessmann Öl-Anlage braucht um z.B. seine defekte Steuerung auszutauschen 
 
Heizung, Heizungsbau Heizung, Heizungsbau
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72 Antworten
Funny08  
Schau mal hier: http://haushalte.kelag.at/content/page_ww_planung.jsp evtl hilft dir das weiter - da rechnen sie mit 50 Liter pro Person und Tag bei 45°

 

Zitat von Funny08
da rechnen sie mit 50 Liter pro Person und Tag bei 45°
 Im Seitentext steht:
 

"Nachtstromspeicher werden nur einmal am Tag aufgeheizt werden und müssen daher ausreichend groß dimensioniert werden. Dafür gibt es eine Faustregel, nämlich mindestens 50 Liter Speichervolumen pro Person."<div><br></div><div>Der Text bezieht sich auf elektrische Warmwassergeräte die zum Niedertarifzeiten speichern um in Hochtarifzeiten Warmwasser abgeben!</div><div>Wir müssen aber nicht über Stunden das warme Wasser speichern sondern lediglich genug für die Stosszeiten haben.</div>

 

Geändert von DirkderBaumeister (21.01.2011 um 09:50 Uhr)
Funny08  
Autsch - Sorry - hast recht

 

Hallo DirkderBaumeister

Wozu willst Du eigentlich einen Warmwasserspeicher mit Stillstandsverlusten installieren, wenn Du sowieso nicht vor hast eine Solaranlage zu installieren?

Verwende doch besser ein Gas Brennwertgerät mit direkter Brauchwassererzeugung.
Durchlauferhitzerprinzip.
Ab einer 25kW Therme bist Du auf der sicheren Seite. Hängt natürlich von Deiner
Wäremebedarfsberechung ab. Die von Buderus können die Heizleistung bis auf 5kW runter modulieren.
Bis 25kW sind auch die Anschlußkosten bei EON etwas günstiger. Bei mir gab es sogar
eine Förderung von EON (wegen Solaranlage mit Heizungsunterstüzung) obendrauf. War aber schon Dezember 2009.

Bei der 3-2-1-Bucht.de gibts Händler, die die Installation der GB162 mit Abgas Rohrsatz und Installation + Anmeldung komplett übernehmen. Dann ist auch Dein
Problem mit den SHK Angeboten geritzt oder es wird günstiger.

UPS schon wieder neue Typen. Keine GB152-24K mehr.
Hier mal der Link ab Seite 40 GB172-24K meine ich.
http://www.buderus.de/pdf/unterlagen/DE/6720641280.pdf

Und bei der Bucht ohne jemanden zu bevorzugen Suchbegriff "GB172-24K":
http://cgi.ebay.de/Buderus-Heizung-G...item1c165143eb

Welche Wärmeleistung wird eigentlich gebraucht?

Grüße aus Oberfranken

 

Geändert von Bastelfuchs (21.01.2011 um 15:58 Uhr) , Grund: ergänzung
kommt immer auf denn verbrauch und die person anzahl an und wievielen den ganzen tag zu hause sind. also ich würde zwischen 200 und einem 300 Liter Speicher nehmen 200 Liter müssten ausreichen !!

 

sonouno  
200 Liter ist gut soweit....

 

Ich würde auch lieber ein Heizung mit Durchlauferhitzer nutzen. Lief bei uns jahrelang tadellos. Man muss halt nur auf kurze Wege achten,
Speicher heißt immer Verlust.

 

Huhu,

wir haben eine Viessmann Heizung;

Vitodens 300 3,8 kw - 35 kw Gas Brennwertkessel

und einen Vitocell V 300 - 300 Liter Speicher. Zwei mal am Tag wird Warmwasser aufbereitet neben dem normalen Heizen. Eingestellt auf 40 Grad WW Temperatur im Speicher. Leer bekommen tut man den eigentlich nicht, es sei denn absolut randvolles Vollbad, was manchmal ja auch schön sein kann

Abends wird Warmwasser aufbereitet für den nächsten Morgen, daß WW ist bei Ende ca. 45 Grad und am nächsten Morgen liegt es bei 42~41 Grad. Der Verlust ist für meine Meinung hinnehmbar, unsere Leitungen haben schon eine gewisse Länge da die Heizung im Keller und das Bad im OG ist bzw. Küche im EG.

Vllt. ist die Vitodens 343-F mit integriertem 220 Liter WW Speicher interessant ? 3,8 - 19kw

 

Vielen Dank für die Antworten (besonders an Patric, Timo und sonouno). Nachdem sondieren (wollte ja nur Angaben zur Speichergröße und die Frage Wandgerät mir Unterstellbaugruppe oder Kombi)habe ich mir eine Quersumme zur Größe gezogen.

 

Geändert von DirkderBaumeister (21.01.2011 um 22:45 Uhr)
Zitat von Bastelfuchs
Hallo DirkderBaumeister

Wozu willst Du eigentlich einen Warmwasserspeicher mit Stillstandsverlusten installieren, wenn Du sowieso nicht vor hast eine Solaranlage zu installieren?
Würde ich eine photothermieanlage nutzen (was wirtschaftlich totaler Schwachsinn wäre) müsste eh ein entsprechend größerer Speicher her. Da reichen die Standartgrößen 100-300 L nicht.
Zitat von Bastelfuchs
Verwende doch besser ein Gas Brennwertgerät mit direkter Brauchwassererzeugung.
Durchlauferhitzerprinzip.
Ein Gas-BW Anlage wird es ja Es ist die Frage ob kompakt oder WG mit Unterstellbaugruppe

Zitat von Bastelfuchs
Bis 25kW sind auch die Anschlußkosten bei EON etwas günstiger. Bei mir gab es sogar
eine Förderung von EON (wegen Solaranlage mit Heizungsunterstüzung) obendrauf. War aber schon Dezember 2009.
Unser Netzbetreiebr heißt nicht EON, aber er fördert den Anschluss selbst auch. Weitere Förderungen gibt es aber nur wenn man auch von ihm das Gas bezieht, was sich dann aber nicht mehr rechnet.

 

Zitat von patricvogt

wir haben eine Viessmann Heizung;

Vitodens 300 3,8 kw - 35 kw Gas Brennwertkessel

und einen Vitocell V 300 - 300 Liter Speicher. Zwei mal am Tag wird Warmwasser aufbereitet neben dem normalen Heizen. Eingestellt auf 40 Grad WW Temperatur im Speicher. Leer bekommen tut man den eigentlich nicht, es sei denn absolut randvolles Vollbad, was manchmal ja auch schön sein kann

Abends wird Warmwasser aufbereitet für den nächsten Morgen, daß WW ist bei Ende ca. 45 Grad und am nächsten Morgen liegt es bei 42~41 Grad. Der Verlust ist für meine Meinung hinnehmbar, unsere Leitungen haben schon eine gewisse Länge da die Heizung im Keller und das Bad im OG ist bzw. Küche im EG.

Vllt. ist die Vitodens 343-F mit integriertem 220 Liter WW Speicher interessant ? 3,8 - 19kw
Das ist bei uns auch fast der IST-Zustand nur ältere Anlage und momentan ein 200l Speicher.
Der 343 wurde uns auch angeboten, aber unabhängig davon auch der 300er mit Unterstellspeicher. Beide liegen preislich ähnlich.

 

Zitat von Ricc220773
Ich würde auch lieber ein Heizung mit Durchlauferhitzer nutzen. Lief bei uns jahrelang tadellos. Man muss halt nur auf kurze Wege achten,
Speicher heißt immer Verlust.
Bei uns kommt kein DLE mehr ins Haus. Ich kenne auch keinen mehr der noch auf dem Trip ist. Speicherverluste sind bei modernen Anlage relativ gering und werden durch entsprechende Einregelungen noch verringert.

 

Hallo patricvogt

Also kurz mal die Vor und Nachteile überdacht.
So ein Gas Kessel mit Speicher kostet lediglich das doppelte einer Brennwerttherme
mit dem Nachteil des schlechteren Wirkungsgrades. Zugegeben hält die Therme nicht so lange. Aber da schmeiße ich die lieber nach 15-20 Jahren raus und baue wieder eine dann Aktuellere mit wieder besseren Werten ein. Unterm Strich gespart!
Die modernen Brennwertthermen modulieren in Ihrer Heizleistung.
Und eben nicht das Verfahren Vollgas oder Aus.

#Vitodens 300 3,8 kw - 35 kw Gas Brennwertkessel
#und einen Vitocell V 300 - 300 Liter Speicher. Zwei mal am Tag wird Warmwasser #aufbereitet neben dem normalen Heizen. Eingestellt auf 40 Grad WW Temperatur im #Speicher. Leer bekommen tut man den eigentlich nicht, es sei denn absolut #randvolles Vollbad, was manchmal ja auch schön sein kann

OK. Das gleichzeitige einlassen von zwei Badewannen wird bei Therme mit 30kW Brauchwasserleistung etwas hinken. Aber wie oft läßt man zeitgleich zwei Wannen gleichzeitig ein. Dafür wird das Brauchwasser erst bei Bedarf aufgeheizt.
Keine Bereitschaftsverluste über Nacht und zu den Arbeitszeiten !

#Abends wird Warmwasser aufbereitet für den nächsten Morgen, daß WW ist bei #Ende ca. 45 Grad und am nächsten Morgen liegt es bei 42~41 Grad. Der Verlust ist #für meine Meinung hinnehmbar, unsere Leitungen haben schon eine gewisse Länge #da die Heizung im Keller und das Bad im OG ist bzw. Küche im EG.

OK. Ist Dein Heizkeller schön warm? Meiner hat 12°C. Die anderen Kellerräume haben 10°C. Die Leitungen sind in beiden Fällen weder länger noch kürzer noch besser gedämmt.

Eine kleine überschlägliche Rechnung:
Um einen Liter Wasser um 1°C zu erwärmen benötigt man 1,1627Wh.
In Deinem Tank lagern 300 Liter davon.
Pro Tag verlierst Du also 8°C. (Über Nacht 4°C)
Ein Jahr hat 365 Tage.
es folgt die Multiplikation
>>>ergibt also 1,018 MWh nur Stillstandsverluste.<<<
ein m³ Gas hat ohne Beachtung des Kessel Wirkungsgrades ca. 10,5kWh
womit Du rund 97m³ Gas für nen warmen Heizraum verbläst.
Die Gasfritzen berechnen Dir ca. 6Cent pro kWh (siehe letzte Abrechnung)
Das ergibt bei 1,018MWh den Betrag von 61,08 € für nen warmen Heizkeller.

Übrigens ist der Wärembedarf meines Hauses 6Parteien bei ca.35MWh gesamter Jahresverbrauch im Energiebericht ausgerechnet. Wegen der 6 Parteien habe ich einen BW Speicher mit 300l. Dafür aber auch die passende Solaranlage, die weniger gekostet hat, als was ich gefördert bekommen habe. Selber montieren war angesagt.

Im übrigen werden BW Speicher bei ständig niedriger Temperatur auch als
Legionellenbrüter bezeichnet. Deshalb sollten Diese einmal pro Woche für mehrere
Stunden auf 60°C geheizt werden.

Grüße vom Bastelfuchs
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Geändert von Bastelfuchs (21.01.2011 um 23:19 Uhr) , Grund: wurde verkrüppelt
Funny08  
Hmm- das müsste dann so berechnet worden sein ( hab bissel anderst gerundet)
Also 0.00116kW/h brauchst du um 1 Liter Wasser um 1 Grad zu erwärmen.
Bei 300 Litern wären das 300*0.00116 = 0.348 kW/h.
Mit 8 Grad Verlust am Tag 0.348kW/h*8 = 2.784 kW/h pro Tag.
Und bei 365 Tagen 365*2.784kW/h = 1016.16 kW/h.


Eigentlich ne ganz schöne Menge wenn man´s sich mal so überlegt.

 

Geändert von Funny08 (22.01.2011 um 08:27 Uhr)
Wenn wirklich ausschließlich eine Gastherme bzw. ein Gas-Brennwertgerät geplant ist, macht ein Heizungspufferspeicher oder ein Brauchwasserspeicher genauso wenig Sinn wie ein Kombispeicher. Viele der heutigen Brennwertgeräte sind in der Lage sowohl die Heizungslast als auch die Brauchwasserlast im Durchlauferhitzerprinzip zu bewältigen.

Interessant kann ein Speichersystem werden, wenn mehrere Techniken miteinander kombiniert werden. Zum Beispiel kann ein Kombispeicher für Solaranlagen sinnvoll sein oder aber auch für Heizungsanlagen die mit einem Hackschnitzelofen verbunden werden, den man aber nur ab- und zu nutzt. Für diesen Fall lohnt es sich aber dann nicht kleine Speicher zu installieren. Unterm Strich bedeutet dass, wenn geplant ist eine kombinierte Heizungsanlage zu erstellen (was bei dir vorerst nicht der Fall zu sein scheint), lohnt es sich über größere Heizungspuffer nachzudenken (minimum 1.000 Liter - sonst hat man viel zu wenig Pufferleistung), ansonsten würde ich die Finger von Pufferspeichern lassen. Wenn ich jedoch einen Speicher installieren würde, dann sowieso keinen in dem das Wasser steht (Legionellengefahr) sondern einen Kombipuffer mit Brauchwasserspirale. Dieser wird dann praktisch als normaler Pufferspeicher für die Heizung verwendet und das gezapfte Brauchwasser wird in diesem nur vorgewärmt, die endgültige Temperatur erreicht das Brauchwasser dann in der Brennwerttherme durch den Durchlauferhitzer. Vorteil: Immer absolut frisches Wasser und beste Wirkungsgrade.

 

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