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Wann darf ich ich welche Geräte auf meinem Balkon betreiben?

16.05.2014, 14:07
Ich brauche nochmal euren Rat!
Ich habe leider noch keine richtige Werkstatt zum arbeiten und wahrscheilich auch keine Mölichkeit in den nächsten Monaten eine zubekommen und will aber auch nicht ständig wegen jedem Brettchen zu meinem Schwiegervater fahren. Also arbeite ich zwischenzeitlich auf dem Balkon. Bis her war das auch kein Problem, weil das Wetter mieß war und niemand draussen war... Ich weiß aber, dass es zum Problem wird, da meine Nachbarn ringsherum sich immer über jeden und alles beschweren. Bisher kam ich noch nicht in das Vergügen, will mich aber zumindest rechtlich fit machen. Meine Frage: Was darf ich wann und was darf ich nicht?

Dazu habe ich folgendes gefunden....

Abschnitt 3
Betriebsregelungen für Geräte und Maschinen
§ 7
Betrieb in Wohngebieten
(1) In reinen, allgemeinen und besonderen Wohngebieten, Kleinsiedlungsgebieten, Sondergebieten, die der Erholung dienen, Kur- und Klinikgebieten und Gebieten für die Fremdenbeherbergung nach den §§ 2, 3, 4, 4a, 10 und 11 Abs. 2 der Baunutzungsverordnung sowie auf dem Gelände von Krankenhäusern und Pflegeanstalten
dürfen im Freien
1.
Geräte und Maschinen nach dem Anhang an Sonn- und Feiertagen ganztägig sowie an Werktagen in der Zeit
von 20.00 Uhr bis 07.00 Uhr nicht betrieben werden,
2.
Geräte und Maschinen nach dem Anhang Nr. 02, 24, 34 und 35 an Werktagen auch in der Zeit von 07.00 Uhr
bis 09.00 Uhr, von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr und von 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr nicht betrieben werden, ...
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bimschv_32/gesamt.pdf


Allerding ist mir nicht klar zu welchen Maschinen mein Exzenterscheifer gehört, der Anhang befindet sich auch in der Datei
 
Gerätelärm, Lärm, Lärmschutz Gerätelärm, Lärm, Lärmschutz
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18 Antworten
In welche Kategorie die Geräte fallen kann ich dir leider nicht sagen. Zu den Vorschriften über Lärm kommen aber noch Regelungen zum Thema Schmutz hinzu. Selbst jemand der stocktaub ist hat ein Recht darauf, dass keine Sägespäne auf seinen Kuchen regnen.

Um eine Einigung mit den Nachbarn wirst du nicht umhinkommen.

 

Auch wenn in Deutschland alles gesetzlich geregelt ist, wird das Gesetz nicht für eine gute Nachbarschaft sorgen. Daher gehören geräuschvolle Heimwerkerarbeiten meiner Meinung nach in eine Werkstatt. Ich würde es auch nicht schätzen, wenn ich bei gutem Wetter gezwungen werden würde mein Kaffekränzchen zu vertagen, weil nebenan auf dem Balkon mit Kreissäge und/oder Schleifer hantiert wird. Sicherlich kann man mit den Nachbarn bei einer einmaligen Aktion reden, aber wenn es um dauerhaftes werkeln geht, dann sehe ich da eher schwarz, was das Miteinander anbelangt.

 

Das mit dem Schmutz ist kein Problem, bis auf die Oberfräse haben meine Geräte eine Möglichkeit den Schmutz abzufangen und unser Balkon liegt so, dass keine Späne auf seinen Kuchen bekommt...

 

Woody  
Ich sehe es wie nirosta. Bei einmaligen Werkeln kann man seine Nachbarn vorher informieren und um Nachsicht bitten. Ähnlich wie man eine etwas lautere Party ankündigen sollte. Bei dauerhaftem Zweckentfremden des Balkons als Werkstatt wird es wahrscheinlich bald zu Beschwerden kommen.

Wie oft werkelst denn so? Kannst deine Arbeiten nicht zusammenfassen und auf einen Schwung beim Papa erledigen?

Grundsätzlich solltest aber auch einen Blick in die Hausordnung werfen. Da sind Ruhezeiten u.ä. auch geregelt.

Ich arbeite auch sehr oft im Garten mit - aus meiner Sicht recht lauten - Maschinen. Frage aber immer meine Nachbarn, ob ich eh nicht zu viel Krach mache. Bisher hat sich niemand beschwert, im Gegenteil, alle bewundern mich für meinen Fleiß

 

Ekaat  
Ich würde mich allerdings auch bedanken, wenn ich in einer Wohnanlage meinen Balkon nutze und nebenan ein Excenterschleifer heult. Und das für lange Zeit.
Ich besitze ein freistehendes Haus in einem Gewerbe-Mischgebiet. Ich flexte einen dicken Winkelstahl ab. Auf etwa halber Strecke verdunkelte sich der Eingang und ein Anwohner, ca. 50m Luftlinie entfernt, beschwerte sich über den Krach. Ich wies ihn darauf hin, daß er diesen erdulden müsse, weil ich in zulässigen Zeiten arbeite. Er grüßt mich seitdem nicht mehr und ich schließe sicherheitshalber die Tür beim Krachmachen.
Ich will damit sagen, daß zwischen Recht haben und Akzeptanz der Mitbewohner manchmal Welten liegen können.

 

Ich hatte das Problem, bevor ich meiner Werkstatt bekam auch.
Ich werkelte auf der Terrasse oder im Carport.
Dieses nahm unsere Nachbarin (heute 80) zum Anlass,
den Vermieter (Rechtsanwalt) zu informieren.
Dieser sprach klar aus, dass er in den
Zeiten von 8-12 Uhr und von 14.30-20 Uhr
nichts machen könnte und sie das zu ertragen hätte.
Einzige Bedingung war, dass bei ihr nichts verschmutzt würde.

Alles andere ist laut unseres Vermieters eine Sache der Absprache.

 

Der Kinderlärm in den angrenzenden Gärten ist zumeist lauter als meine Geräte die ich bei angenehmen Wetter sehr gerne in meinem Hof benutze ...

... beschwert hat sich bisher noch keiner und ich vermute das es auch so bleiben wird.

Was die Regelungen angeht hat jede Gemeinde üblicherweise Hoheitsrecht d.h.,, dass jede Gemeinde eigene Ruhezeiten definieren kann. Es hat also keinen Sinn Dich "allgemein" zu informieren sondern benötigst den Blick auf die Webseite Deiner Gemeinde/Kommune.

 

Falls du in Rheinland-Pfalz wohnst im Internet mal in der "Hammerschlags- und Leiterordnung" (so heißt das wirklich) nachschauen, dort sind auch die Zeiten aufgeführt, in denen Ruhe herrschen sollte!

 

ok, das ist ja schon mal ein Tipp, da werde ich mich auf jeden Fall informieren...
Ich arbeite im Schnitt zwei mal in der Woche und meist auch nicht so lange, es geht eben nur um Kleiingkeiten, mal noch was nach schleifen oder so, aktuelle mein Küchenbrettchen überarbeiten z. B.

Also hier läuft das im Moment so, dass von niemandem überhaupt irgendwas eingehalten wird es wird gegrillt, geschrien, gefeiert, schrill gelacht und gebällt, Rasenmäher werden angemacht ohne Rücksicht etc. ich denke man kann sagen hier hasst sowie so jeder jeden. Ich erhalte, obwohl ich eigentlich nen netter freundlicher Mensch bin schon jetzt keine Akzeptanz, weil ich es wage z.B. mit meinem Auto durch die Spielstrasse auf meinen Parkplatz zu fahren. (Es gibt im übrigen keinen anderen Weg zum Parkplatz) Man wird hier also schon gehasst weil man existiert. Das ist eben so und auch der Hauptgrund warum ich hier nicht wohnen bleiben will, aber nen Häuschen kauft man auch nicht von jetzt auf gleich...Ich will nur sagen können, dass darf ich laut Gesetzt und fertig!

 

Zitat von janami82
ok, das ist ja schon mal ein Tipp, da werde ich mich auf jeden Fall informieren...
Ich arbeite im Schnitt zwei mal in der Woche und meist auch nicht so lange, es geht eben nur um Kleiingkeiten, mal noch was nach schleifen oder so, aktuelle mein Küchenbrettchen überarbeiten z. B.

Also hier läuft das im Moment so, dass von niemandem überhaupt irgendwas eingehalten wird es wird gegrillt, geschrien, gefeiert, schrill gelacht und gebällt, Rasenmäher werden angemacht ohne Rücksicht etc. ich denke man kann sagen hier hasst sowie so jeder jeden. Ich erhalte, obwohl ich eigentlich nen netter freundlicher Mensch bin schon jetzt keine Akzeptanz, weil ich es wage z.B. mit meinem Auto durch die Spielstrasse auf meinen Parkplatz zu fahren. (Es gibt im übrigen keinen anderen Weg zum Parkplatz) Man wird hier also schon gehasst weil man existiert. Das ist eben so und auch der Hauptgrund warum ich hier nicht wohnen bleiben will, aber nen Häuschen kauft man auch nicht von jetzt auf gleich...Ich will nur sagen können, dass darf ich laut Gesetzt und fertig!
Das scheint aber ne "komische" Gegend zu sein!

 

Bei dem von dir geschilderten Zustand der zwischenmenschlichen Kommunikation solltest du dich für eine verlässliche Auskunft zu deinen Rechten und Pflichten vermutlich an einen Profi (aka. Rechtsanwalt) wenden.

 

joa ist schon recht speziell und spießig. Vielleicht bin ich aber auch komisch, wer weiß?

 

Ekaat  
Ich sagte mal einem Nachbarn, er sei halt ein einfacher Mensch. Er brauste auf, ich entschuldigte mich mit den Worten: »Sie sind also ein komplizierter Mensch...?« Danach hatte ich Ruhe.

 

das RECHT... Lärm zu machen, haben nur unsere Kinder .... und da hilft , wenn's zuviel wird,
nur Ohro-PADs oder andere Hilfsmittel !
Das Recht Lärm zu machen hat man nur beim Einzug oder ähnliche Aktionen, weil es sich um unvermeidbaren Lärm handelt, welcher auch zeitlich begrenzt ist ... von - bis usw.
Um den Staub usw. nicht in der Wohnung zu haben, müsstest Du Dir eine Ecke in einem gewerblichen Betrieb ( idealer Weise.. Schreinerei ) und Strom... anmieten !
dem ist leider so.... Gruss.....

 

Grundsätzlich gibt es in jedem Haus eine Hausordnung, die das Zusammenleben regelt. Diese Hausordnung ist bindend für dich. Ausnahmen mußt du mit dem Hausmeister - als Vertretung und Bevollmächtigtem der Hausverwaltung - aushandeln bzw. abklären. Was der dann sagt, gilt in jedem Fall...

 

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