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Wand verputzen

30.10.2012, 23:16
Hallo,

habe folgendes Problem. Die Steigleitung unserer Heizung verursacht starkes Klopfen in einem Heizkörper. Die entsprechende Leitung verläuft in einer Innenwand im Wohnzimmer, genauer, an der Kante zur Außenwand. Ich habe die Wand an einer kleinen Stelle schon geöffnet und die Rohre verlaufen von unten nach oben in einem Schacht. Die Wand ist also bis zu der Stelle, an der die Leitungen verlaufen massiv, nur die letzten 40 cm sind quasi hohl. Der Putz, den ich an dieser Stelle bereits abgeschlagen habe, befindet sich lediglich auf dem Armierungsgewebe, welches aus der massiven Zwischenwand herauskommt und an der Außenwand anliegt.

Ich hab ja vor, den kompletten Schacht zu öffnen und die Rohre/Halterungen zu isolieren, dass keine Spannungen mehr auftreten. Wie schließe ich den Schacht denn am besten wieder? Als Grundlage habe ich ja nur das Armierungsgewebe, welches ja nur aus der Wand "heraushängt". Sollte ja auch ein ordentlicher Abschluss zur Außenwand werden.
 
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9 Antworten
Ich gehe mal davon aus, du meinst mit Armierungsgewebe verputzes Streckmetall.
Wenn Du dir diesen Aufwand mit dem Isolieren antun willst...dann sowohl den Putz als auch das Streckmetall entfernen...mit einem Gipserbeil geht das prima.
Nach Deiner Isolierung der Rohre gehts am schnellsten mit Gipskartonplatten und Ansetzgips von KNAUF.
Gipskartonplatte auf Mass zuschneiden und mit Ansetzgips an den Seiten bündig, besser sogar noch 2mm tiefer, in die entfernte Öffnung setzen.
Wenn der Ansetzgips abgebunden hat mit Uniflott und Gewebe abspachteln.

 

ch würde eine Wedi Bauplatte von 2 cm Stärke passend rein schneiden und mit Fliesenkleber oder Ansetzmörtel festmachen und am nächsten Tag kannst du verputzen.
Kannst auch eine Fermacellplatte 1cm dick genau rein schneiden und fest machen wie die Wedi platte. Die Übergänge wenn es trocken ist verspachteln und schleifen. Danach grundieren und Tapezieren oder was auch immer.

 

Ekaat  
Ich würde die frei liegenden Rohre mit Filz (gibt es im Sanitärhandel) umwickeln, und danach, je nach Tiefe des Kanals in 2-3 Arbeitsgängen mit Mörtel verputzen. Bündig mit der Wand abreiben.
Wenn der Kanal allzu tief ist, einen Kalksandstein-Ziegel zerdeppern und die Brocken in den ersten Putz drücken. Das vermeidet später Risse im Putz, der zu dick aufgetragen wurde.

 

ICh denke ich würd es mit Rigips schliessen, das lässt sich einfach am schnellsten und vor allem saubersten verarbeiten.

 

Zitat von mezzomike
Hallo,

habe folgendes Problem. Die Steigleitung unserer Heizung verursacht starkes Klopfen in einem Heizkörper...
Meister Rörich würde hier ein Snüffelstück in den Heizkörper einbauen...ein Snüffelstück...in Fachkreisen auch "selbsttätiger Entlüfter" genannt...

 

Das klopfen in den Heizkörper entsteht aber nicht durch die Leitung. Ich habe das bei mir auch, wenn ich ganz oben unter dem Dach die Heizkörper an habe. Das hat mir irgendwelchen Ventilen im Innren des Tempostas zu tun (Soweit ich weiß).

 

Also erstmal vielen Dank für die schnellen zahlreichen Antworten!

Mit Armierungsgewebe meine ich ein flexibles Metalgitter, das aus dem Putz der massiven Wand in den Hohlraum hängt.

Da es eine Mietwohnung ist (mein Vermieter kommt nicht in die Gänge und ich machs jetzt selbst) wäre es von Vorteil, wenn ich die unkomplizierteste Lösung wähle. Deswegen kommt ausgießen wahrscheinlich nicht in Frage.

Was mir noch nicht ganz klar ist: Reicht das fixieren mit Fliesenkleber bzw Ansetzgips aus? Egal welches Material ich nehme, es hängt ja dann quasi in der Luft, da nach hinten der Schacht liegt und es nur links und rechts befestigt wird.

Falls das kein Problem ist, habt Ihr noch ein paar Tipps, wie ich Gipskarton, Rigips oder diese wendi Bauplatte am Besten verarbeite? Wie setze ich das Material am Besten in die Lücke? Komme ja nur von vorne ran und muss es ja irgendwie einsetzen?

Vielen Dank schon mal!

 

Ich hätte das Problem evtl. über OSB Platten gelöst. Diese lassen sich recht einfach schrauben und auch zurechtsägen. Somit hätte man evtl. auch die Möglichkeit diese wieder bei Bedarf zu entfernen und anschließend ohne großen Aufwand wieder zu montieren.
Es dürfte sich ja um einen Wartungsschacht handeln und somit irgend wann mal wieder ein Zugang benötigt werden.

Die Platten lassen sich bei Bedarf natürlich nach entsprechender Vorbehandlung z.B. mit Flexkleber dann auch leicht verputzen.

Die Befestigung an der Wand würde ich über zwei Leisten jeweils an der Seite lösen, diese passend in den Kanal verschraubt und dann OSB, Wedi oder Gipskartion draufgeschraubt.

 

Das Problem mit einer OSB-Platte zu lösen halte ich für nicht sinnvoll. Die Lattung zur Befestigung der OSB-Platte ist an einem Schacht gerade für Laien noch komplizierter.

Wenn der Schacht freigelegt wird, dann einfach etwas mehr vom angrenzenden Putz wegschlagen...so hat man dann eine Auflagefläche für die Gipskartonplatten.
Auf der anderen Seite des Schachtes, der an eine andere Wand grenzt, einfach ein paar Batzen Ansetzkips gegen die Wand setzen (wie Gipsplomben in etwa 15-20 cm Abstand).
Da dann die zugeschnitte Gipskartonplatte seitlich in diese Plomben eindrücken und überschüssiges Material entfernen.
Beim Abspachteln aber unbedingt eine Gewebebahn mit einspachteln...denn da dahinter die Heizungsrohre laufen und durch die Temperaturschwankungen das Material arbeitet, könnten ohne Gewebebahn Risse an den Übergangsstellen entstehen.
Man könnte auch ein UD-Profil senkrecht links und recht des Schachtes dübeln und die Gipskartonplatten darauf festschrauben...aber diese schächte sind meist sehr schmal und man kommt schlecht mit dem Bohrhammer ran.
Eine weitere Möglichkeit wäre noch das zumauern mit 5er Ytong.

 

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