Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Wand fliesen

12.02.2010, 17:35
Hallo

ich hab da mal ne frage, wir wollen den Wannenbereich fließen im Fernsehen hab ich gesehen das die da vorher nen Anstrich machen das kein Wasser in die Wand kommt. Nun zur Frage ist das notwendig und wenn ja was streichen die da denn direckt?

lg steffi
 
Anstrich, Badezimmer, Fliesenarbeiten, Isolierung Anstrich, Badezimmer, Fliesenarbeiten, Isolierung
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
18 Antworten
Eine Isolierung und ja es ist notwendig

 

Hallo!

wenn die Wand richtig gefließt ist kann da kein Wasser durch. Ich habe noch nie eine Wand aus diesem Grund gestrichen. Der einzige Anstrich der mir dazu einfällt kann Tiefengrund sein, damit der Fließenkleber nicht zu sehr einzieht und besser haftet. Dieses macht man zum Beispiel wenn man auf Regips fließt.

gruß günter

 

Zitat von wumpie
Eine Isolierung und ja es ist notwendig
gibt es das auch genauer, das heißt ja sicher nicht isolierung? Weil tät schon gern beim nächsten baumarkt besuch gleich schauen was es da gibt und was es kostet. Vieleicht kannst ja gleich ne empfehlung geben welches produkt gut ist.

lg

 

Zitat von Chaosfamilie
gibt es das auch genauer, das heißt ja sicher nicht isolierung? Weil tät schon gern beim nächsten baumarkt besuch gleich schauen was es da gibt und was es kostet. Vieleicht kannst ja gleich ne empfehlung geben welches produkt gut ist.

lg
Die gibt es von verschiedenen Firmen 1 komponentig reicht. Es ist egal ob du es von Ceresit PCI oder zb Botament nimmst ist ansich immer das gleiche.

 

Zitat von Guenter
Hallo!

wenn die Wand richtig gefließt ist kann da kein Wasser durch. Ich habe noch nie eine Wand aus diesem Grund gestrichen. Der einzige Anstrich der mir dazu einfällt kann Tiefengrund sein, damit der Fließenkleber nicht zu sehr einzieht und besser haftet. Dieses macht man zum Beispiel wenn man auf Regips fließt.

gruß günter
günter und Fugen hast du keine in der Wand , denn die nehmen Wasser auf.

 

Im bereich der Nasszelle musst du es auf jeden fall machen falls doch mal was dur die Fugen zieht kann dann nichts passieren. Als ich mein Bad gemacht hab wollt der Typ vom Baumarkt das ich das ganze Bad damit streiche...... hab ihn dann nur gefragt warum ich das Bad ganze mit feuchtraum Gipskartonplatten verkleidet hab...... da hat er dann auch nix mehr gesagt

 

Zitat von wumpie
günter und Fugen hast du keine in der Wand , denn die nehmen Wasser auf.
Muß nicht sein. Auch die Fugen kann man mit Zusatz Wasserdicht machen.
Ich nahm dereinst Acryl-Tiefengrund. Dann normal gefließt und verfugt mit Zusatz.
Bis heute (15 jahre später) keine Probleme.

 

Ich würde auch die Nassbereiche spachteln bzw. streichen. Ein Oberbegriff dazu wäre eventuell Flüssigkunststoff. Dieser wird meist erst verdünnt gestrichen oder gerollt und danach nochmal mit der Glätte dünn aufgespachtelt. Ja, es gibt für Fugenmörtel Zusätze oder auch wasserabweisenden Fugenmörtel. Nur rein darauf würde ich mich nicht verlassen. Es kann gut gehen, was aber wenn nicht? Gerade was Feuchtigkeit betrifft würde ich immer auf Nummer sicher gehen.

 

Ich gehöre zu der Fraktion, die bei der Naßzelle (in der Dusche) ebenfalls auf Nummer Sicher geht. Schon deshalb, da wir ein Holzhaus haben.
In die Ecken (am Boden und an der Wand, da Eckdusche) haben wir das Gummiband (Foto) angebracht. Und die Wand selbst mit Lastogumm (?) eingestrichen. Darauf konnte ich problemlos fliesen. Das ganze hält seit 5 Jahren.
Beides wirst Du eher bei BayWa, Raab Kaarcher etc. erhalten.
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Dichtung.jpg
Hits:	14
Größe:	86,5 KB
ID:	525  

 

im wannen bereich brauchst du kein extra tiefengrund,wichtig ist nur das die fliesen auf der wanne liegen.bei duschen benutzt man ein spezial mörtel für die feuchtigkeit.

 

Ich habe schon mehrere Bäder selbst gefliest und wie Guenter nur Tiefengrund benutzt, darauf die Fliesen und danach verfugt. Auf was ich allerdings Wert lege ist, dass ich nur mit Marken Flex- Fliesenkleber und Flex- Fugenmaterial, z.B. von PCI, Ceresit oder Knauf, arbeite (Flex=flexibel).
In all den Jahren und Bädern haben weder ich, noch diejenigen denen ich gefliest hab, Probleme gehabt.

Ich bin auch ein wenig skeptisch, den Nassbereich so "hermetisch" zu versiegeln ... kommt das Wasser tatsächlich durch die Fliese (eher unwahrscheinlich) oder durch die Fuge durch, muß es ja wohin. Es ist ja nicht so, dass der dichte Untergrund das fehgeleitete Wasser in den Ablauf befördert, sondern nur unter dem Fliesenschild in Richtug Boden ableitet. Einen Schaden hat man also trotzdem ... u.U. bemerkt man den sogar erst viel später als wenn man "normal", ohne diese Abdichtung gearbeitet hätte.

Ich finde es eher wichtig, das Ausfugen von jemanden machen zu lassen der was davon versteht oder man läßt sich das vorher ausgiebig erklären und im Optimalfall zeigen, wenn man es vorher nicht sogar selber erstmal z.B. im Keller an einer Wand testet.
Beim verfugen ist es sehr wichtig das Fugenmaterial exakt nach Anleitung anzumischen und ziehen zu lassen, um zu gewährleisten, dass sich keine Klumpen bilden. Beim Fugen selbst ist unbedingt darauf zu achten, dass das Fugenmaterial blasenfrei, also ohne Lufteinschlüße, in die Fugen verbracht wird. Nachdem die Fugen leicht angetrocknet sind (nach etwa 20 bis 30 Minuten) kann man die Fugen mit einem feuchten Schwamm glätten und das Restmaterial von den Fliesen wischen, später dann die Fliesen mit einem trockenen Tuch sauber "rubeln" da sich sonst ein sogenannter "Zementschleier" in die Fliesen einbrennen kann.

Wie schon erwähnt halte ich die Fliese ansich nicht für ein Problem, die ist entweder wasserdicht oder kaputt, was man leicht testen kann, indem man an sie anklopft wie an eine Tür
Klingt sie "dumpf", hat sie einen Sprung oder Haarriss. Klingt sie "hell", ist sie OK.
Wenn man ein Problem hat dann meißt mit der Fuge. Das liegt aber bei den heutigen Materialien nicht an der Qualität des Fugenmaterials, sondern an der Verarbeitung.

Da Fliesen im Nassbereich ja eher lange an der Wand bleiben sollen und man das nicht alle paar Jahre ändert, sollte man sich in so einem kritischen Bereich von einem Fachmann helfen lassen oder vorher fleissig üben.

Jetzt hätte ich beinahe noch was vergessen: Silicon- oder Acrylfugen!

Das sind die "gummiartigen" Fugen, meißt in den Ecken oder zur Abdichtung zwischen Wand und Sanitärgegenständen oder auch Fenstern. Diese Fugen zu "ziehen" bedarf auch einger Übung. Man sollte, um ein Gefühl dafür zu bekommen, erstmal an Stellen die keiner sieht testen wie das geht, bevor man sich z.B. das nagelneue Waschbecken mit Silicon total verklebt ... ich spreche aus Erfahrung

 

Ich da noch 2 Bilder von meinem Bad gefunden da sieht man noch einen Teil von dem Anstrich. Ich kann dir nur empfehlen was drunter zu machen weil auf die 20 euro kommt es nicht drauf an und du bist auf der sichern Seite
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	ABC.jpg
Hits:	42
Größe:	41,2 KB
ID:	531   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	ABCD.jpg
Hits:	40
Größe:	53,0 KB
ID:	532  

 

Geändert von Holzwurm8686 (14.02.2010 um 17:23 Uhr)
Hallo Gemeinde,

zuerst einmal ein paar sachliche Hinweise:

Tiefengrund: ist nur um einen besseren Untergrund für weitere Arbeiten zu schaffen.

Duschabdichtung: sollte unbedingt alle Untergründe, die sich in der Nähe des Wannenbereiches und der Dusche, sowie dem kompletten Fußboden befinden.

Fugendichtband: diesen Band sollte ebenfalls unbedingt an allen betroffenen Wandecken, sowie an allen Fußbodenechen mitverarbeitet werden.

grüne Feuchtraum Gipsplatten: diese Platten sind für feuchträme geeignet, weil sie z.B. einer Schimmelbildung vorbeugen, nicht weil sie Wasserdicht sind.

Zusammenfassung:

Wenn es sich um ein regelmäßig benutztes Bad mit Dusch und Wannentätigkeit handelt, solltest du den Untergrund in den Nassbereichen mit den entsprechenden Produkten behandeln, weil Nässe zwar nicht durch die Fliese geht, aber sehr wohl durch die Fuge. Selbst die Fugenmasse dichtmachen ist eine Notlösung, die keinerle Effekt mehr hat, wenn die Fuge einen Riss hat. Ganz im Gegenteil, die Nässe kann nun eindringen aber durch eine andere Fuge nicht mehr austreten.
Tiefengrund würde ich nur nehmen, wenn der Untergrund beim drüberstreichen rieselt, oder wenn du Rigipsplatten verwendet hast.

Fleisenkleber und Fugenfüller sollten, egal wie der Untergrund beschaffen ist, flexibel sein. Damit habe ich hevorragende und lange haltbare Ergebnisse geschaffen.

Verfugen ist keine Kunst. Die hier beschriebenen Fehler sind mir noch nicht passiert.

Silikonfugen: Wenn du ordentlich mit Kreppband links und rechts abklebst, dauert es zwar ewig, aber die Fugen sehen aus wie vom Profi. Ich mache das so. Abkleben, Silikon eindrücken, mit einem Fugenspachtel abziehen, Überrest sofort in ein Einwegtuch, sofort danach das Kreppband entfernen, mit einem seifengetränkten Finger vorsichtig nachziehen und fertig.

 

Zitat von kindergetuemmel
Hallo Gemeinde,

zuerst einmal ein paar sachliche Hinweise:

Tiefengrund: ist nur um einen besseren Untergrund für weitere Arbeiten zu schaffen.

Duschabdichtung: sollte unbedingt alle Untergründe, die sich in der Nähe des Wannenbereiches und der Dusche, sowie dem kompletten Fußboden befinden.

Fugendichtband: diesen Band sollte ebenfalls unbedingt an allen betroffenen Wandecken, sowie an allen Fußbodenechen mitverarbeitet werden.

grüne Feuchtraum Gipsplatten: diese Platten sind für feuchträme geeignet, weil sie z.B. einer Schimmelbildung vorbeugen, nicht weil sie Wasserdicht sind.

Zusammenfassung:

Wenn es sich um ein regelmäßig benutztes Bad mit Dusch und Wannentätigkeit handelt, solltest du den Untergrund in den Nassbereichen mit den entsprechenden Produkten behandeln, weil Nässe zwar nicht durch die Fliese geht, aber sehr wohl durch die Fuge. Selbst die Fugenmasse dichtmachen ist eine Notlösung, die keinerle Effekt mehr hat, wenn die Fuge einen Riss hat. Ganz im Gegenteil, die Nässe kann nun eindringen aber durch eine andere Fuge nicht mehr austreten.
Tiefengrund würde ich nur nehmen, wenn der Untergrund beim drüberstreichen rieselt, oder wenn du Rigipsplatten verwendet hast.

Fleisenkleber und Fugenfüller sollten, egal wie der Untergrund beschaffen ist, flexibel sein. Damit habe ich hevorragende und lange haltbare Ergebnisse geschaffen.

Verfugen ist keine Kunst. Die hier beschriebenen Fehler sind mir noch nicht passiert.

Silikonfugen: Wenn du ordentlich mit Kreppband links und rechts abklebst, dauert es zwar ewig, aber die Fugen sehen aus wie vom Profi. Ich mache das so. Abkleben, Silikon eindrücken, mit einem Fugenspachtel abziehen, Überrest sofort in ein Einwegtuch, sofort danach das Kreppband entfernen, mit einem seifengetränkten Finger vorsichtig nachziehen und fertig.

Genau so ist es ;-)

 

Ekaat  
Die Wand habe ich nie abgedichtet (mittlerweile beim dritten Badezimmer und der fünften Wanne/Dusche). Wand gefliest bis unter Oberkante Wanne, Fliesen verfugt, trocknen lassen und die Wannd dran. Mit Silikon die Fuge zwischen Wand und Wanne dichtspritzen, wie von Holzwurm8686 beschrieben, mit einem Spüli-Wassergemisch mit dem Finger abziehen - Finger sofort in Papier-Haushaltstuch abwischen. Fertig!
Der Fugenmörtel ist so feinporig, daß Spritzwasser - und nur um solches handelt es sich, da an der verfliesten Wand nicht permanent Wasser steht, wie im Aquarium, abperlt bzw. minimal ainzieht und auch wieder austrocknet. Sonst hätte man, besonders bei den dicht am Wannenrand liegenden Fugen andauernd Schimmel. Das ist aber nicht der Fall, da die Fuge relativ schnell austrocknet. An die unbehandelte Wand drunter kommt also gar kein Wasser, solange die Silikonfuge dicht ist. Fettfrei arbeiten - das gilt auch für Fingerabdrücke, die beim Enpassen entstehen. Aklohl löst da ausnahmsweise das Problem.
Gruß
Ekaat+++

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht