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Wände verputzen aber mache ich es richtig....???

22.01.2012, 16:34
So jetzt wo ich meinen Beton in meiner Werkstatt hab geht es an den nächsten Schritt und zwar an das verputzen der Wände. Ich wollte so vorgehen und zwar die Wände mit Tiefengrund behandeln weil die alten Stallwände früher nur mit Kalk gestrichen wurden. Dann wollte ich einen Kalkzementputz mit Gewebe auftragen kann man das so machen oder nicht??? Ein Bekannter hat zu mir gesagt ich würde nicht viel hat an den Wänden finden auch nicht wenn ich Tiefengrund streiche.... Er meinte ich sollte Estrichmatten an die Wände mit Edelstahlschrauben dübeln und dadrauf putzen..... Was ist den jetzt besser??? Wenn ich die Matten dran dübel bekomme ich auf jeden Fall mehr halt zur Wand oder soll ich das Gewebe nehmen und das ab und zu mal festdübeln???

Jetzt seit ihr gefragt bin für jeden Vorschlag zu haben :-)
 
Estrichmatten, Tiefengrund, Tipps, Wände verputzen Estrichmatten, Tiefengrund, Tipps, Wände verputzen
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123 Antworten
Hast Du weiterhin mit aufsteigender Feuchtigkeit in den Wänden zu kämpfen oder sind durch die Drainage die Wände jetzt trocken? Wenn noch Feuchtigkeit vorhanden ist, würde ich mit Zementputz arbeiten. Der hält bei mir im Keller nun schon seit Jahren auf Backstein und Bruchstein. Altanstrich und Altputz habe ich von den Backsteinen mit der Sanierungsfräse sorgfältig abgeschliffen. Losen Lehmdreck auch aus den Fugen ausgekratzt. Grundiert und Zementschlämme aufgebracht. Dann mit Zementmörtel (Sakret) Wände schön plan gemacht (Richtlatte, großes Reibebrett. Zuletzt eine dünne Schicht Sakret Maschinenputz aufgezogen und mit einem festen Schwammbrett abgerieben. Grundieren, streichen, fertig. Sieht fast aus wie im Neubau.

 

sonouno  
ich würd so gut wie möglich den Kalkanstrich entfernen !! ist auf jeden Fall besser als grundieren ! dann hast du nen tragfähigen Untergrund mineralischer Basis.
solte der dann mürb sein würde ich Silikatgrund streichen der Quarz enthält.
Darauf Putzgitter dübeln und verputzen.

 

Estrichmatten an der Wand habe ich weder gesehen noch jemals gehört.
Schade, das Du das Wände verputzen nicht vor dem Betonieren der Bodenplatte gemacht hast. Dann hättest Du mit runtergefallenem Putz nicht ständig auf den Boden achten müssen. Beim durchführen des verputzens wirst Du verstehen, was ich meine.

Werkzeuge:
Material: 12mm glatte Bretter fast Raum hoch; Maurerhäken; Putzbrett;Filzbrett;
Abzieh Kadätsche;Abdeckfolie für Boden; Latex Handschuhe und erst dann die Arbeitshandschuhe, da sonst die Hände durch Kalk&Zement zerfressen werden !!!
Hände vor Arbeitsbeginn gut mit Fettcreme einschmieren !! (imprägnieren)

Also ich machte das bei mir im Haus folgendermaßen.

1-2 Tage vorher lose Mauerteile entfernen und Löcher schon mal mit dem Putz
auffüllen. Nicht zu glatt, Oberfläche darf ruhig rauh sein.
Bei schlecht saugfähigen/sandenden Untergründen eine Zement/Sand Suppe mit der Kelle vorspritzen.

Gehobelte (glatte) Bretter mit Maurerhäken ca 10cm weit von der Wandecke anschlagen. Im Abstand der Länge der Kadätsche weitere Putzbalken 10cm breit von zwei Bretter eingerahmt vorsehen. Am anderen Ende der Wand wieder wie am Anfang. Der Abstand der zu erstellenden Putzbalken sollte kürzer als die Kadätsche sein, denn wir wollen diese Putzbalken als Dicke zum Abziehen nehmen.

Nun die freien Bereiche linke&rechte Ecke und die freinen Bereiche bei den mittleren
Putzbalken mit Putz so weit auffüllen, wie die Bretter dick sind.
Sobald der Putz angezogen hat kann man die Maurerhäken Brett für Brett vorsichtig entfernen.
Dann mit Kelle vorsichtig zwischen Putz und Brett durchziehen und Bretter nach oben oder unten schiebend entfernen.

So nun stehen also links/rechts und evtl. dazwischen jeweils 12-15mm dicke mit einer Breite von ca.10cm Putzbalken an der Wand.
Nun kommts wie´s kommen muss und man füllt die freien Bereiche von unten nach oben mit Putzauf und zieht diesen mit der Kadätsche auf Stärke der Putzbalken ab.
Kleine entsehende Löcher nachfüllen und dann mit Reibebrett glätten.

Sobald die ganze Sache angeogen hat, nimmt man das in Wasser getränkte Filzbrett
und verreibt die Fläche weiter.

Am nächtes Tag nehme ich immer ein ca. 20cm. Stück Dachlatte und reibe mit dieser flächig über die Wand, um hervorstehende Krümel zu entfernen.

 

Geändert von Bastelfuchs (22.01.2012 um 23:23 Uhr)
Na das kenne ich ganz gut, in der alten Wohnung waren auch die Kellerwand recht feucht, der Putz machte blasen und viel mit der Zeit ab, habe mir rat geholt von Fachmann, der mir sagte soviel wie möglich den Putz runterhauen und mit einem Zementputz mit einer Körnrung bis 1mm nehmen, ist mir auch sehr gut gelungen für einen Anfänger guckst Du bilder.....vor und dannach.....
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Name:	Treppen Keller nach 01.jpg
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Das sind ja echt schon ein paar super Tips. Also das heißt lieber die Wände richitg mit einer Dratbürste bearbeiten das alle losen Teile runter kommen und keinen Tiefengrund verwenden. Dann leiber einen Zementputz verwenden. Kann man den fertig kaufen oder lieber selber mischen???

 

Den gibt es im Baumarkt in Säcken a 20Kg in verschiedener Körnung, den man noch anmischen muß, soll, kann........

 

Könnte man den auch selber machen? oder tut sich das Preislich nicht viel?

 

Zitat von Holzwurm8686
Das sind ja echt schon ein paar super Tips. Also das heißt lieber die Wände richitg mit einer Dratbürste bearbeiten das alle losen Teile runter kommen und keinen Tiefengrund verwenden. Dann lieber einen Zementputz verwenden. Kann man den fertig kaufen oder lieber selber mischen???
Drahtbürsten testen und falls lose kpl. abbürsten.

Prüfen, das keine Kreide gestrichen wurde mit nassem Lappen drüber reiben.
Löst sich die Farbe ist Kreide dabei. Wenn Kreide kpl. abwaschen & Haftgrund.

Reiner Kalkanstrich sollte ausreichend Haftung haben. Falls Bedenken mit Haftgrund/Tiefgrund mit der Gartenspritze 2* ran sprühen.

A B E R .
Haftgrund/Tiefgrund verschließt Poren, was ein schlechteres aufsaugen des Wassers aus dem neuen Putz verursacht. Und das könne das Verputzen beschwerlicher machen. Allgemein sollte die Wand zum verputzen trocken sein.

Ich mache traditionell und aus Kostengründen den Putz selber an.
Außnahme ist ein Verputzen im Außenbereich, da Zement Fertigputze idR. wasserdicht gemacht sind.

Insbesondere lehne ich Gips im Putz ab, was bei fertigem nicht immer klar ist.
Klebt dann zwar viel besser, schimmelt und quillt aber auch bei Feuchtigkeit.

Nachdem Deine Außenwände sicherlich noch ausreichend nass sind, würde ich eher
die Drainage ums Gebäude in Angriff nehmen.
Auch taugt das Verputzen bei niedrigen Temperaturen nicht viel und bei Frost ist sowieso Schluss.

 

Geändert von Bastelfuchs (22.01.2012 um 19:15 Uhr)
Zitat von Holzwurm8686
Könnte man den auch selber machen? oder tut sich das Preislich nicht viel?
Wenn man mehr zu verputzen hat, ist es selbst gemischt ein Spottpreis im Vergleich zur Sackware.

 

Die Wände werden nicht richtig trocken da die Sperrschicht in 50cm höhe ist darunter zieht das Mauerwerk durch das Fundament feuchtigkeit trotz Drainage. Es sind ca.35m² die geputzt werden müssen. Wenn ich den Putz selber mischen will wie geh ich da vor..... welchen Sand nehme ich und in welchen Verhälnis muss ich mischen?

 

Zitat von Holzwurm8686
Die Wände werden nicht richtig trocken da die Sperrschicht in 50cm höhe ist darunter zieht das Mauerwerk durch das Fundament feuchtigkeit trotz Drainage. Es sind ca.35m² die geputzt werden müssen. Wenn ich den Putz selber mischen will wie geh ich da vor..... welchen Sand nehme ich und in welchen Verhälnis muss ich mischen?
Ich meinte auch Drainage außen am Gebäude herum. Dann sollte das Mauerwerk
auch unterhalb Sperrschicht trocken werden.

Im Sandwerk nach Sand zum verputzen fragen. Keinen Abdecksand !
In Schauferln:
3/4 Kalk
5 Sand
3/4 Zement

Mengen nach Mischbehälter/Trommel entsprechend anpassen.
2 Schaufeln Sand und Kalk in die Trommel, sehr kurz trocken mischen und dann gleich Wasser hinzugeben, um eine Art Kalksuppe zu erzeugen.

Achtung den trocknen fliegenden Kalk nicht einatmen !! Sehr reitzend !

Dann restlichen Sand und Zement hinzu + restl. Wasser.

So trocken wie möglich, so nass wie nötig. (klebrig halt)
Konsistenz ist schwer zu beschreiben. Erfahrungssache und kommt mit der Praxis.

 

Geändert von Bastelfuchs (22.01.2012 um 20:33 Uhr) , Grund: Sand war zu wenig.
Von außen kann ich nichts mehr machen aber ich vor die Wand noch eine Wand betoniert seit dem ist es auch viel besser geworden.




heißt das 3 bis 4 Schippen Kalk 4 Schippen Sand  und 3 bis 4 Schippen Zement?

 

Zitat von Holzwurm8686
Von außen kann ich nichts mehr machen aber ich vor die Wand noch eine Wand betoniert seit dem ist es auch viel besser geworden.

heißt das 3 bis 4 Schippen Kalk 4 Schippen Sand und 3 bis 4 Schippen Zement?
0,75 Schaufel Kalk
5 Schaufeln Sand (Ups da habe ich eine unterschlagen.)
0,75 Schaufel Zement

Grins.

 

Geändert von Bastelfuchs (22.01.2012 um 20:31 Uhr)
Ekaat  
Puh, was hier alles für Vorschläge kommen. Das soll ja kein Wohnzimmer werden!
Ich nehme für solche Fälle Kalkmörtel aus dem Baustoffhandel (Baumärkte habe den i. d. R. nicht). Der Mörtel hat den Vorteil, daß er bereits gelöschten Kalk enthält und so keine Dämpfe beim Verarbeiten entstehen. 2003 hat die Tonne(!!) von dem Zeug € 70,00 gekostet. Dann einen Sack Zement kaufen.
Anmischung: Für feuchte Wände Mischungsverhältnis 1 Teil Zement auf 4 Teile Mörtel.
Weiter brauchst Du unbedingt:
1 Frankfurter Kelle (Dreieckskellen sind zu unhandlich und für Ungeübte nicht gut zu handhaben)
1 Baueimer
1 Putzbalje 50 ltr.
1 Reibebrett 30 x 20cm
1 Aufzieher 50 x 40cm
1 Fummelbrett
1 Abziehbrett.

Den mit etwas Wasser angemischten Putz - er soll zäh, nicht flüssig und nicht krümelig sein - Vorsicht bei der Wasserzugabe! Es ist schnell zuviel drin - mit der Kelle auf den Aufzieher laden und dann mit der Kelle an die Wand werfen oder - wenn Du das nicht kannst - auf die Unterseite der Kelle mit dem Putz und dann an die Wand drücken. Hast Du eine Fläche von ca. 1m² fertig, vorsichtig mit dem Reibebrett glattziehen; Für schwierige Ecken nimmt man dann das Fummelbrett, was nicht rechteckig ist sondern ein spiztes Ende hat. Ist die Wand von oben bis unten soweit eingeputzt, daß die Breite des Abziehbretts erreicht ist, wird dieses zunächst von unten nach oben und dann seitlich mit Druck über den Putz gezogen. Ist der Putz schon zu sehr angezogen und läßt sich nicht mehr gut glätten, kann mit einem Blumensprüher angefeuchtet werden. Würde ich Anfängern auf jeden Fall empfehlen.
Keine Angst - das lernt sich; ich bin auch kein Maurer: Habe mir das abgeguckt und - Versuch macht kluch.
Übrigens: Das, was herunterfällt, ist kein Abfall, sondern kann wiederverwendet werden: Rin in die Balje, aber aufpassen, daß keine alten Putzreste oder Steine drin sind - die treiben Dich beim Glätten zur Verzweiflung!
Falls Du zum Werkzeug noch Fragen hast, stelle ich gern ein paar Bilder ein. Nur heute ist es zu spät, um Auto aus der Garage zu fahren und den Anhänger von der Wand zu klappen: Dahinter ist nämlich das ganze Zeug.

 

Zitat von Bastelfuchs
0,75 Schaufel Kalk
5 Schaufeln Sand (Ups da habe ich eine unterschlagen.)
0,75 Schaufel Zement

Grins.
Also 5 zu 1 :-)  0,75 ist ja schon fast eine Schippe voll ;-)  

 

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