Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Wämepumpe für Brauchwasser wer hat Erfahungen damit?

12.04.2012, 21:12
Ich spiel mit dem gedanken für unser Brauchwasser eine Wärmepumpe zu kaufen. Hat jemand schon Erfahrungen mit einer Wämepumpe und stimmt es wirklich das man 75% der Energiekosten einsparen kann?
Kann mir jemand ein bestimmten Hersteller empfehlen?
 
Wärmepumpe Wärmepumpe
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
19 Antworten
An was für eine WP hast Du gedacht? Es gibt ja welche mit Luft und mit Wasser. Wir sind mit unserer LWP sehr zufrieden. An so große Ersparnis glaube ich aber nicht. Auf jeden Fall würde ich die WP aber nicht nur für das Brauchwasser nutzen.

 

75% sind Augenwischerei. Das wird nur erreicht, wenn gleichzeitig Isoliermaßnahmen gemacht werden usw., dass wird nur gern unter den Teppich gekehrt. Meistens werden Vergleiche gezogen zwischen altem Haus mit alter Heizung und hinterher das sanierte Haus (Vollisoliert) mit Wärmepumpe.

Was bei der Wärmepumpe hinzu kommt ist (nicht bei der nicht so effektiven Luft-WP) es muß ins Erdreich entweder gebohrt werden um eine Sonde zu versenken oder das Grundwasser anzuzapfen oder Kollektoren im Garten vergraben, was alles mit ziemlich hohen Kosten verbunden ist. Da sind gleich mal 12.000 bis 15.000 € weg.

Die Stromkosten steigen leider auch immer weiter an ...

Schau Dir mal auf waermepumpe.de die Prinzipien an.

 

ich habe selbst keine Erfahrung, aber ein Bekannter spielte vor einigen Jahren mit dem Gedanken ... nach langer Sucherei und immer mehr Fragen zu den Fragen zu den Fragen leistete er sich einen unabhängigen Berater (die Adresse bekam er glaube ich von der Verbraucherzentrale.

Das Fazit: Grundsätzlich ist es immer schlecht, mit Strom Hitze zu erzeugen. Wärmepumpen lohnen sich nur in Niedrigenergiehäusern oder anderen Häusern, in denen alle energiesparenden Massnahmen bereits ausgeschöpft sind.
Die Zusatzkosten für Strom werden in den Kalkulationen vergessen.

Er hat es dann gelassen.

Mein Rat: Leiste Dir einen Berater. Rät er Dir ab - sparst Du viel Geld. Wenn er Dir den Einbau empfiehlt, kriegst Du die Honorarkosten ja durch die Energieeinsparung schnell wieder rein. ;-)

 

Heinz, da wurde Dein Bekannter aber sehr schlecht beraten. Die Aussage aus Strom Wärme zu erzeugen sei immer schlecht ist ebenso falsch wie, dass sich eine WP nur in Niedrigenergiehäuser lohnt.
Gerade in gut isolierten Häusern spielt die Heizungsart nicht mehr so eine große Rolle. Hat man aber ein schlecht isoliertes Haus und verbraucht viel Heizenergie rechnet sich eine effizientere Heizung, wie eine WP, deutlich schneller und lohnt sich dadurch erst recht.

Jogis Aussage zur Einsparung kann ich nur bestätigen. In unserem alten Lehmhaus hatten wir für heizen, kochen und Warmwasser etwa 180€ Gaskosten. Jetzt im neuen gut isolierten Haus kommen wir dafür auf etwa 60€ Mehrkosten an Strom. Ich bin mit den Kosten sehr zufrieden, aber selbst so kommen wir auf keine Einsparung von 75%.
Dass eine LWP deutlich uneffetiver ist als eine WWP kann ich aber nicht unbedingt nachvollziehen. Klar, im Winter hat es eine WWP besser, da sie immer mit einer Ausgangstemperatur von 8° arbeitet. Aber sowie es draußen über 8° sind, arbeitet natürlich die LWP besser. Warmes Wasser braucht man das ganze Jahr und nutzt man dafür die WP, könnte sich der Unterschied aufheben. So denke ich mir das zumindest. Genaue Zahlen dazu habe ich nicht gesucht.
Uns wurde zu einer LWP geraten, weil sich die Mehrkosten für eine WWP in unserem gut isolierten und nicht so großem Haus nicht gerechnet hätten.

 

Zitat von Ricc
Dass eine LWP deutlich uneffetiver ist als eine WWP kann ich aber nicht unbedingt nachvollziehen.
Ich hab nicht geschrieben deutlich uneffektiver

Ich zitiere mal den Bundesverband Wärmepumpe e.V:

Da die Temperaturen dieser Wärmequelle allerdings im Winter - also zu Zeiten des größten Heizbedarfs - recht niedrig liegen, ist eine Luftwärmepumpe etwas weniger effizient als erdgekoppelte Systeme.

 

Ja gut, hast ja Recht

Da Warmwasser aber das ganze Jahr gebraucht wird, könnte dafür eine LWP sogar besser sein. Könnte!

 

Ihr habt das glaube ich ein bisschen missverstanden ich will eine Wärmepumpe nur für Brauchwasser haben, nicht für das ganze Haus. Ich mache zur Zeit warm Wasser im Winter mit Öl und im Sommer mit einem Durchlauferhitzer (27Kw) und wir duschen jeden Tag im Sommer, 3 Familienhaus da kommt schon ein bisschen was zusammen an Stromkosten. Das Haus wir mit einer Öl und einem Festholzbrenner geheitzt.
Das wär das Gerät an das ich gedacht hab und es hat noch den Vorteil das die Anlage die Feuchtigkeit aus dem Keller zieht.

http://www.ebay.de/itm/Brauchwasserw...65708533305680

 

@Ricc - ich glaube er war gut beraten - statt der Investition für die Wärmepunpe hat er auf Gas-Brennwert umgestellt und zusätzlich einen Holzvergaser installiert - das ging ohne zusätzlichen Pufferspeicher, weil der Künstler, der ihm die Solaranlage (thermisch) verkauft hatte, den Pufferspeicher hoffnungslos überdimensioniert hatte.

@holzwurm8686 Festholzbrenner ist ja schon mal gut (da kenne ich mich aus), dann hast Du ja auch einen Pufferspeicher (wie gesetzlich vorgeschrieben).

Dann würde ich das so machen: installiere statt der aktuellen Durchlauferhitzer Nachbrenner, also DLE mit einem Heisswassereinlauf. Da kommt das Wasser immer in der gewünschten Temperatur raus - das energetisch unkluge Runterregeln mit Kaltwasser entfällt.

Hinter dem Brauchwasserwärmeaustauscher im Pufferspeicher installierst Du ein mechanisches Mischventil und stellst es auf Deine Wunschtemperatur (z.Bsp. 39°). Im Sommer lädst Du dann alle paar Tage den Pufferspeicher mit deinem Holzvergaser.
Du könntest den Pufferspeicher auch mit einer Solaranlage laden. Dann hast Du erprobte wartungsarme Technik ohne übertriebene Versprechen.

Nichtsdestotrotz würde ich vor Ort einen Fachmann zu Rate ziehen.

 

Geändert von Heinz vom Haff (13.04.2012 um 22:34 Uhr)
Ne ich hab keinen Pufferspeicher, die Heizung ist von 1990 es ist auch noch kein Holzvergaserkessel :-(

 

ich traue mich nicht wirklich , Dir jetzt einen konkreten Rat zu geben, weil ich die Verhältnisse nicht kenne. Wenn ich die von bonsaijogi angebenen Kosten als Basis nehme, würde ich in folgende Richtung gehen:

Die Grundinstallation für den alternierenden Betrieb mit Festbrennstoffen sind ja gegeben.
- Tausch des alten gegen einen Holzvergaser mit Pufferspeicher und Schlange für Brauchwasser
- Mischventil für BRauchwasser
- elektronischer DLE
- später kannst Du den Pufferspeicher ja im Sommer mit einer Solaranlage laden

Unsere Durchlauferhitzer haben auch 27kw, ziehen aber bei einer Wunschtemperatur von 39° nur 8kW (obwohl unser Brunnenwasser saukalt ist). Bei geladenem Pufferspeicher ziehen sie entsprechend nur 0kW.
Mit einer Fernbedienung kann man die Temperatur auch ändern - beim Spülen z-Bsp. auf 43°

die Lösung dürfte deutlich billiger sein als eine Wärmepumpe und trotzdem höhere Ersparnis bringen.
Aber - wie gesagt - sprich mit einem Fachmann vor Ort.
Weitere Fragen zu unserem System gerne per PN

 

@Holzwurm, wenn ich das in Deinem Link richtig sehe, arbeitet das Teil nur mit Raumluft und bläst die kalte Luft nach draußen. Das hat natürlich den Vorteil, dass die Luft vorgewärmt ist, aber der entstandene Unterdruck im Raum/Haus muss wieder ausgeglichen werden. Das heißt, irgendwo strömt unkontrolliert kalte Luft wieder ein und kühlt vielleicht Stellen aus, die nicht geplant sind. Aus Erfahrung kann ich Dir auch sagen, dass das enorme Mengen an Luft sind, die da durch die WP gezogen werden.

@Heinz, mit dem falsch beraten meinte ich eigentlich die Aussagen, "Grundsätzlich ist es immer schlecht, mit Strom Hitze zu erzeugen." und "Wärmepumpen lohnen sich nur in Niedrigenergiehäusern...". Denn diese stimmen einfach nicht.
Dass ein anderes System sparsamer ist, kann natürlich sein und möchte ich nicht abstreiten. Man muss aber auch an den technischen Aufwand und die damit verbundenen Kosten denken. Unsere Heizung und WP habe ich komplett selbst installiert und hatte dadurch keine weiteren Kosten. Dazu brauche ich keinen Gasanschluss mehr im Haus und spare mir die Anschlussgrundgebühr, die ja immer anfällt, egal ob man viel oder wenig verbraucht.
Für mich ist eine LWP eine sparsame, bezahlbare und einfache Lösung.

 

@Ricc wir zwei streiten uns ja nit ;-)
Es ist schon ein paar Jahre her und da mag es sein, dass bei fortschreitender Technik Wärmepumpen auch für energetisch nicht optimierte Häuser geeeignet sind.

Aber zu der Aussage, dass es nicht günstig ist, aus Strom Wärme zu erzeugen stehe ich (und vermutlich auch die Physik). Es mag ja sein, dass durch den Subventionswirrwar in Einzelfällen die Hitzeerzeugung durch Strom ökonomisch günstiger ist (Politiker zeichnen sich ja eher durch dezente Moral aus als durch überragende Intelligenz), ökologisch gesehen ist Hitze durch Strom eher eine Katastrophe, es sei denn, der Strom wird durch Wasser oder Wind gewonnen.
Mit einer Tonne Kohle kannst Du x Liter Wasser auf 100° erhitzen. Mit dem Strom aus einer Tonne Kohle maximal 60%.

Bei einem Systemvergleich darf man natürlich auch die Arbeitskosten nicht rausrechnen - würde das jeder tun, gäbe es keine Industrieroboter, keinen Einzigen.
;-)

 

Idealer Weise legt man die Rohre für die BWWP sinnvoll, d. h. nicht An- und Abluft aus dem gleichen Raum. Also z. B. die Anluft aus einem wärmeren, offenen Raum (Wäschekeller, Raum mit Gefrierschrank/Trockner/etc.) und bläst die Abluft in einen Raum, der eher gekühlt werden soll (Vorratsraum, unters Dach etc.) oder ins Freie. Das Prinzip ersetzt auch einen Entfeuchter für den Keller und kann z. B. das aufgeheizte Dachgeschoß kühlen.

Ob sich die BWWP wirklich rentieren, da streiten sich die Geister. Ein lesenswerter Thread mit Pro- und Contra-Berechnungen: http://www.haustechnikdialog.de/Foru...-nachgemessen- (dort ists aber nicht so nett wie hier, trotzdem durchhalten ;-)

Ich bin wieder davon abgekommen, da es gefühlt eher auf ein Nullsummenspiel rausläuft.

 

@Heinz, klar streiten wir nicht. Wir diskutieren

Ökologisch magst Du vollkommen Recht haben, aber rechnerisch denke ich an mich und da ist Wärme aus Strom mehr als nur eine Alternative.

Nun aber wieder mal zur eigentlichen Frage. Wenn die Ölheizung auf einem vernünftigen Stand der technik ist, könnte es sich weiterhin lohnen diese im Winter auch für WW zu nutzen und nur im Sommer umzusteigen.

 

Zitat von Heinz vom Haff
ich traue mich nicht wirklich , Dir jetzt einen konkreten Rat zu geben, weil ich die Verhältnisse nicht kenne. Wenn ich die von bonsaijogi angebenen Kosten als Basis nehme, würde ich in folgende Richtung gehen:

Die Grundinstallation für den alternierenden Betrieb mit Festbrennstoffen sind ja gegeben.
- Tausch des alten gegen einen Holzvergaser mit Pufferspeicher und Schlange für Brauchwasser
- Mischventil für BRauchwasser
- elektronischer DLE
- später kannst Du den Pufferspeicher ja im Sommer mit einer Solaranlage laden

Unsere Durchlauferhitzer haben auch 27kw, ziehen aber bei einer Wunschtemperatur von 39° nur 8kW (obwohl unser Brunnenwasser saukalt ist). Bei geladenem Pufferspeicher ziehen sie entsprechend nur 0kW.
Mit einer Fernbedienung kann man die Temperatur auch ändern - beim Spülen z-Bsp. auf 43°

die Lösung dürfte deutlich billiger sein als eine Wärmepumpe und trotzdem höhere Ersparnis bringen.
Aber - wie gesagt - sprich mit einem Fachmann vor Ort.
Weitere Fragen zu unserem System gerne per PN
Ob das günstiger wird kann ich mir auch nicht vorstellen weil wenn ich das alles zusammenzähle Holzvergaserheizung ca.7000- 8000 Euro Puffer 1000 Euro Solaranlage 2500 Euro dann kommen noch die Montagekosten dazu die leigen auch nochmal bei locker 3000 Euro..... Die Wärmepumpe würde mich mit allen ca. 2100-2200 kosten.

@ Ricc: Die Wärmepumpe arbeitet nur mit der Kellerluft also ich brauche keinen Anschluss nach draußen also bleibt der Kreislauf nur im Keller. Bei mir im Keller sind mehrer Löcher die ich machen musste wegen der Holzheizung und wegen der Ölheizung also dicht ist der Keller eh nicht. Bei dem Heizungsbauer wo ich schon mal angefragt hab hat mir gesagt das die Raumtemeratur ca. um 5° sinkt.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht