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VW Bus umbauen... was geht? was geht mal gar nicht?

04.07.2014, 14:37
Hi Leute,

ok - ich versuche mir hier mal ein paar Anregungen zu holen - Heimwekren ist ja ein dehnbarer Begriff und muss schließlich nicht immer was mit werkeln am Eigenheim zu tun haben. ;-)
Ich plane den Umbau eines alten VW Busses (bisher im Baubetrieb meines Vaters im Einsatz gewesen) zu einem "campingtauglichen Fahrzeug". Also, dass es ein echtes Wohnmobil wird, die Vorstellung habe ich nicht. Aber ein paar praktische Einbauten im do it yourself Verfahren würde ich schon gerne vornehmen. Vielleicht eine Schlafmöglichkeit geschickt einbauen, so dass man auch noch die Bikes oder auch mal ein paar Surfboards locker tranportieren kann. Evtl. noch ein paar andere Verstaumöglichkeiten und vor allem den Boden möchte ich gerne schick haben. Geht da Laminat?

Lange Rede kurzer Sinn! Hat jemand von euch schon sowas selber gemacht? Welche Materialien bieten sich an? Was sollte unbedingt rein und was sollte ich gleich von der Ideenliste streichen?

Ich freu mich auf reges Feedback.

sonnige Grüße

Tim
 
Wohnmobil Wohnmobil
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29 Antworten
Hallo Tim,

also ich würde bei einem solchen Umbau (der eine spannende Herausforderung bedeutet - davon träumen glaub einige Heimwerker hier, schließlich geht es um ausgefeilte Detaillösungen und ausgefallene Sachen, die Geschick, Kreativität und Planung erfordern) zwischen entweder Transport oder Komfort unterscheiden.

Entweder du baust den Innenraum schön wohnlich und montierst auf eine Anhängerkupplung/die Hecktür einen Fahrradträger und packst das Surfboard oben aufs Dach - oder du nutzt den innenraum zum Transport zu Lasten der Behaglichkeit.

Eine Kombination aus beidem im Inneren wird denke schwer zu erreichen sein, da du ja besonders beim Einbau von Schlafmöglichkeiten den Zugang durch die Heckklappe erschwerst.

Oder du befestigst eine Art "Klappbett", sodass du Platz schaffen kannst.

Um was für ein Transportermodell handelt es sich eigentlich genau?

Ich denke, das ist ein spannendes Projekt - bitte begleite es hier mit ein paar Bildern und Berichten, wir helfen auch gern mit Ideen =)

LG
Ebony

 

Woody  
Bernd_SL hat mal 2 Projekte vorgestellt, wo er den Umbau in einem Begleitfahrzeug dokumentiert hat: http://www.1-2-do.com/de/projekt/Innen-_-1-_Umbau-BF3-Neu-BFBegleitfahrzeug-f_-3-_-Schwertransporte/bauanleitung-zum-selber-bauen/18448/

 

wow, vielen Dank für die ersten Anregungen. Ich staune gerade über den Ausbau von Bernd_SL. Das sieht mir schwer nach Meisterleistung eines geschickten Tischlers aus. ;-) Also das nenn ich mal "wohnlich".

Ich glaube so perfekt werde ich das nicht hinbekommen, zumal ich befürchte nicht ausreichend Platz für Spüle und Kühlschrank zu haben.

vielleicht klinkt sich Bernd ja auch kurz mit ein?

LG Tim

 

Wie wärs mit der Schlafmöglichkeit auf dem Dach ala "Go Trabi go" dann bleibt Platz für's Motorrad!

 

ah Sorry: also mit Bikes meinte ich Rennräder und Mountainbikes. :-)

Die Dachvariante ist mir schon wieder zu sehr "Camper". Den Bus habe ich ja mehr oder weniger "rumstehen". Ich benötige ihn zwar nicht im Alltag, fahre aber gern mit Freunden damit weiter weg. In die Berge oder auch mal ans Meer. Dann ist der Buli auch mehr der Transporter für alles mögliche und wir sitzen nur zu zweit drin. Hinten gibt es keine zugelassenen Sitzplätze.

Ich würde halt gerne ein paar bequeme Details einbauen. Klappbett klingt gut. Regale ggf. und eben der Boden schön, so dass man auch mal bei schlechtem Wetter mit ein paar Leuten im Bus lümmeln kann. Für den Boden hatte ich kurzzeitig mal über PVC in Holzoptik nachgedacht, nur ist der Fahrzeugboden innen nicht ganz glatt, daher würde das PVC auch nicht gut verlegt werden können oder ich müsste erst mit OSB-Platten eine saubere Fläche herstellen. Dann könnte ich wahrscheinlich gleich auf Laminat gehen, oder?

 

Zunächst brauchst Du mal Info's ...
Info Nr 1... von mir, hat der Bus T3, oder was für einer ? oder sogar Bully ??? noch
ein akzeptables Fahrwerk, oder hält, was bei Baustellen VW's üblich ist, der Rost das Auto zusammen ? Hört sich fürchterlich an, aber hier muss zunächst die Grundvoraussetzung stimmen....ein ordentliches verkehrsgerechtes Auto kann man mit Ideen bestücken....wohnlich oder sportlich !
Für Reisen , die über Wochen gehen, ist unbedingt eine Isolierung.. Decke und Wände
notwendig... viele benutzen dazu auch ein Busreise-Vorzelt, schau mal beim BERGER-Camping oder " Reimo " eine..um 3-600 Euro ! hier bekommt man alles für sportive oder wohnliche Einbauten ! Reimo ist Speziallist für VW Ausbauten ! Anschauen.. und Ideen abgucken für eigene Zwecke !!! ...TÜV.. beachten !!!
Wichtig ist ausser einer Kochstelle ( mit Kartuschen oder 2 Ltr Flaschen) auch
eine Kühlbox, im Bully kann auch ein elektr. Camper-Kühlschrank eingebaut werden,
Absorber sind die Geräuschlosen , bei Gas brauchst einen Kamin / Abzug und
Abnahme-Genehmigung !
WC's gibt's auf den Campingplätzen !
Gruss vom alten Camper....

 

Ein Spezi von mir hat das mal in den 80ern gemacht. Daher weiß ich noch eins: Der wichtigste Punkt ist die Materialwahl! Hier lautet die Devise: leicht, leicht und nochmals leicht. Wenn Du da nicht von vorne herein aufpasst und jedes Bauteil auflistest, wirst Du am Ende nicht mal mehr ne Lutsche Bier mit in den Wochenendurlaub nehmen können, weil bereits im Leerzustand das zulässige Gesamtgewicht erreicht wurde.

 

Hallo Tim,

es wäre super wenn du uns ein paar Bilder des Momentanen zustandes hier zur Verfügung stellst, dann kann man dir auch besser Tips für die Umsetzung der Wünsche geben.

Gruß euer Tobias

 

Also das Wichtigste zuerst: Schau nach, wieviel kg du zuladen kannst. Bei einem Wohnmobil zählt jedes Kilogramm.

Laminat ist viel zu schwer. PVC ist strapazierfähig, leicht zu reinigen, leicht zu verlegen, und eben vom Gewicht her auch leicht. Als Isolierung unter dem PVC gibt es im Wohnmobilausbau-Fachhandel spezielle Dämmplatten. Die lassen sich gut anpassen, einfach verkleben, und haben einen hervorragenden Isolierwert.

Als Grundmodell einen ehemaligen Transporter zu nehmen, ist das Beste, was gibt, denn der hat ein vernünftiges Fahrwerk. Die meisten Wohnmobile haben eine viel zu weiche Federung und dementsprechend auch weniger Zuladung.

Eine wichtige Info noch: Wenn du dir nicht sicher bist, was du bei deinem Fahrzeug verändern darfst, dann frag einfach mal beim TÜV nach. Die können dir im Vorfeld schon viele Probleme vermeiden helfen.

 

Geändert von Electrodummy (08.07.2014 um 09:52 Uhr)
Ekaat  
Bekannte von mir haben einen Bully umgebaut und vorne den Reservereifen angeschraubt. Dagegen hatte der TÜV etwas: Transportierte Teile (und darum handelt es sich streng genommen um das Ersatzrad) dürfen nicht die Fahrzeugbegrenzung nach vorn übberragen.

 

Zitat von Ekaat
Bekannte von mir haben einen Bully umgebaut und vorne den Reservereifen angeschraubt. Dagegen hatte der TÜV etwas: Transportierte Teile (und darum handelt es sich streng genommen um das Ersatzrad) dürfen nicht die Fahrzeugbegrenzung nach vorn übberragen.
Bin mir jetzt nicht sicher,aber dann würde ja jeder Dachdecker-Klempner oder ähnlich ärger bekommen wenn er eine Leiter oder ein bund Dachlatten auf dem Dachgepäckträger transpotiert und diese vorn Überstehen,was ich schon mehrfach gesehen oder auch selbst gemacht habe.werd mich da mal schlau machen.

 

Zitat von Ekaat
Bekannte von mir haben einen Bully umgebaut und vorne den Reservereifen angeschraubt. Dagegen hatte der TÜV etwas: Transportierte Teile (und darum handelt es sich streng genommen um das Ersatzrad) dürfen nicht die Fahrzeugbegrenzung nach vorn übberragen.
StVO §22 Abs3:
Die Ladung darf bis zu einer Höhe von 2,50 m nicht nach vorn über das Fahrzeug, bei Zügen über das ziehende Fahrzeug hinausragen. Im Übrigen darf der Ladungsüberstand nach vorn bis zu 50 cm über das Fahrzeug, bei Zügen bis zu 50 cm über das ziehende Fahrzeug betragen.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, das Ersatzrad in die Fahrzeugpapiere eintragen zu lassen...

 

Nachtrag:
Ich meine mich zu erinnern, dass es für solche Reserveradanbringungen an der Front extra tiefe Stoßstangen gab, welche das Fahrzeug nach vorne abgrenzen...

 

da Du noch keine Fotos von dem T-Model oder Bully ? eingestellt hast, vorab einige Fragen..
hat der VW-Bus eine Fahrerhaus-Trennwand ( also nur 3 Sitze )...?
wenn ja, kannst Du unter Berücksichtigung der Nutzlast , bis auf Gas ..( muss geprüft
werden, aber regelmässig ).... nahezu alles einbauen !
das ist ohne Trennwand nicht möglich... hier muss der TÜV sein OK geben, auch wenn Du nen Aufbau von Reimo z.B. verwendest !.. gilt auch für die Befestigung loser Gegenstände....dazu gehören auch die Fahrräder... die brauchen geprüfte Halterungen und Fixpunkte im Bully !
auch die Surf-Bretter müssen ordentlich fixiert werden, das wird zu oft ganz einfach
gehandhabt !!!
Gruss.....
Bau mir ( trotz Campingplatz ) gerade meinen Caddy-Life 2,0... als Mini- Camper um !
da bekomme ich sogar ( mit Tricks ) ein 1,4 mtr breites Bett eine... zum
Wohlfühlen auf dem ( fernen ) Campingplatz steht davor ein modernes Rundbogen-Vorzelt,
welches freistehend ist, kann also mit dem Caddy, welcher als PKW zugelassen ist....
am Urlaubs-Ziel Ausflüge machen.. dort dient das Zelt als Platzhalter ... der Caddy passt auch gut in die Tiefgaragen der Städte !
Hier ist beim Bully mit Einschränkungen zwecks Parkplätzen zu rechnen, also draussen Parken.. und eine Radeln !... kommt auch noch darauf an, als was der VW zugelassen wird ?
Gute Infos findest Du hierzu auch auf den Netzseiten vom ADAC !

 

Geändert von Hazett (07.07.2014 um 12:24 Uhr)
Zitat von Hazett
hier muss der TÜV sein OK geben, auch wenn Du nen Aufbau von Reimo z.B. verwendest !.. gilt auch für die Befestigung loser Gegenstände....dazu gehören auch die Fahrräder... die brauchen geprüfte Halterungen und Fixpunkte im Bully !
auch die Surf-Bretter müssen ordentlich fixiert werden, das wird zu oft ganz einfach
gehandhabt !!!
..Lasst doch bitte diese Halbwahrheiten hier raus!

...und lest vorher die Gesetze: nach §22StVO sind nur die anerkannten Regeln der Technik zu beachten. Von geprüften Haltern und Fixpunkten steht hier nix...

Was nicht heissen soll, dass nicht gesichert werden muss.

 

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